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GEZ: Fragen Sie bis Montag, wo ihr Geld abbleibt, sonst ist es vielleicht zu spät!

Redaktion

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FMW-Redaktion

„Was möchten Sie wissen? Was können wir besser machen?“ Nicht aus reiner Nächstenliebe stellt die ARD diese Fragen, auf die sie am Montag antworten will. Es geht nämlich um IHRE GEZ-Gebühr. Eine Milliarden-Reserve hat sich angesammelt, die sich die Damen und Herren der ARD komplett einverleiben wollen. Dafür brauchen sie jetzt eines: gute Stimmung in der Öffentlichkeit…

GEZ ARD Fragerunde

Am kommenden Montag 19.10. um 21 Uhr ist es soweit. ARD- und gleichzeitig NDR-Chef Lutz Marmor geht in die große „Transparenzoffensive“ und will zusammen mit WDR-Chef Tom Buhrow die Fragen der Zuschauer beantworten und Anregungen entgegennehmen. Alles was man immer schon über die ARD wissen wollte, kann man fragen, so die ARD. Dies geschieht im Rahmen einer LIVE-Veranstaltung in einer Event-Location im Hamburger Hafen. Erste Anmerkung: „Das Anmieten einer Halle für diesen Event ist eine Geldverschwendung Herr Marmor – warum hat dieser Event nicht kostenlos in einem NDR-Studio stattgefunden?“.

Lutz Marmor sagt zum sogenannten ARDcheck „Das ist in dieser Form eine Premiere und auch ein Experiment. Ich bin sehr gespannt auf die Fragen aus dem Publikum, aber natürlich auch auf die Fragen der Zuschauerinnen und Zuschauer zu Hause. Wir möchten damit zu mehr Transparenz in der ARD beitragen.“


Hier der Link zur ARDcheck-Seite.

Vorab Fragen stellen oder an der Sendung LIVE teilnehmen kann man über

Twitter: #ardcheck

Facebook: facebook.com/DasErste

ard-check@ard.de


Ob ihre Fragen dann auch wirklich in der Sendung zum Zug kommen, ist eine andere Frage. Und ob sie wahrheitsgemäß beantwortet werden, ist eine ganz andere Frage. Aber natürlich wollen wir hier niemandem böse Absichten unterstellen!

Warum jetzt dieser „ARDcheck“ ?

Wir hatten den Hintergrund hierzu schon einmal beleuchtet. Der zeitliche Zusammenhang, warum gerade jetzt diese große Schönwetter-Kampagne seitens der ARD gefahren wird, ist mehr als auffällig. Denn erst am 31. August hatte ARD-Chef Lutz Marmor öffentlich gefordert, die 1,16 Milliarden Euro Reserve, die durch die höheren GEZ-Einnahmen seit 2013 auf einem Sperrkonto angespart wurden, komplett an die ARD überweisen zu lassen, denn die Kosten für Personal und Digitalisierung seien bei der ARD so stark gestiegen…

Hierzu unser detaillierter Artikel vom 31. August.

Unsere Vermutung bzw. logische Schlussfolgerung: Gerade jetzt braucht die ARD eine gute öffentliche Stimmung. Bereits Anfang 2016 wird die KEF (Kommission zur Ermittlung des Finanzbedarfs der Rundfunkanstalten) ihren Vorschlag den Ministerpräsidenten der Bundesländer übermitteln, ob die ARD gar nichts, einen Teil oder alles der 1,16 Milliarden Euro-Reserve erhalten soll. Und die Gremienmitglieder der KEF sind durchaus durch die breite öffentliche Meinung beeinflussbar. Und wenn Land auf Land ab von Dienstag an in den Zeitungen zu lesen ist, wie nett, sparsam, transparent und lernbereit die ARD ist, macht das sicher Eindruck auf die Damen und Herren in dem Gremium. Denn man darf davon ausgehen, dass die Damen und Herren Ministerpräsidenten den KEF-Vorschlag wohl ratz fatz durchwinken, denn wer will sich schon ellenlang über eine „läppische 17,50 Euro GEZ-Gebühr“ streiten, wo er doch tatsächlich Wichtigeres zu besprechen hat (Flüchtlinge etc). Da wird man das Thema GEZ-Gebühr gerne schnell abnicken, wenn man einen beschlussfähigen schriftlichen Vorschlag von den „Experten“ auf den Tisch bekommt.

Also heißt die Parole am Montag: Möglichst gute Stimmung in der Bevölkerung machen, die 1,16 Milliarden Euro aus dem Anspartopf müssen her – nicht dass die noch an die GEZ-Zahler zurücküberwiesen werden. Das darf nicht passieren!


10 Kommentare

10 Comments

  1. Avatar

    Karrer

    16. Oktober 2015 12:57 at 12:57

    Ich will wisswn, wann ich meine GEZ Gebühren zurück bekomme. Ich habe kein Fernsehgerät und mein Radio wird größtenteils als Staubfänger benutzt. Mich interessieren die gesteuerten Nachrichten auch nicht und ihre Ulksendungen auch nicht. Ich und mit mir glaube ich die Mehrheit des deutschen Volkes sind nicht so stupide und verblödet, wie Sie denken, dass Sie uns einen solchen Fraß vorsetzen. Vor mehr als acht Jahren habe ich meinen Fernseher im Regen nach draußen gestellt und damit meinen Fernsehkonsum beendet. Wofür bezahle ich viel Geld, bei meiner geringen Rente??? Was bieten Sie mir dafür, außer Schund und Plattitüden? Unrecherchierte Berichte kostengünstig eingekauft – Judenfeindlichkeit und vor allem Deutschfeindlichkeit finde ich bei Ihnen. Dafür muss ich auch noch bezahlen????? Wie rechtfertigen Sie dies????
    Unfreundliche Grüße
    Karrer

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      Carlos

      16. Oktober 2015 14:25 at 14:25

      Sie zahlen dafür?
      Machen Sie es doch einfach so, wie schätzungsweise 4 Millionen anderer Mitmenschen:
      Zahlen Sie einfach nicht mehr!

    • Avatar

      Habnix

      16. Oktober 2015 18:39 at 18:39

      Du willst wissen wie und wann du dein Geld, das du in gutem Glauben weggeben hast , zurück bekommst und bist bereit den Dieben und Betrügern hinterher zulaufen um an dein Geld zu kommen?

      Warte ab, vielleicht kommen sie noch mal und wollen wegen was anderem bei dir Geld holen und dann sei vorbereitet und stell sie öffentlich bloß.Da nach werden die hoffentlich nie wieder kommen.

      Nicht die Regierung muß das Volk regieren, sondern das Volk die Regierung regieren.

      Wahre Demokratie braucht keine Führer, sie führt sich selbst.Weder braucht sie einen König noch einen Kanzler noch sonst einen der führt.Einzige Ausnahme ist vielleicht ein Krieg gegen die Demokratie mit Waffen von außen.Halten wir die Demokratie im Auge, brauchen wir keine Führer.

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      Hermann Paul

      17. Oktober 2015 12:59 at 12:59

      So ist es! Ich habe zwar (noch) ein TV- und Rundfunkgerät, sowie Internet-Anschluss, was sich aber mit Sicherheit ändert, falls die unerträgliche Schlagseite durch den politisch-medialen linkslastigen Mainstream spätestens ab 2016 nicht querbeet und rigoros korrigiert wird.

      Da werden permanent deutschfeindliche Fakten verschwiegen, respektive gelogen, verdreht, falsche Behauptungen aufgestellt und als Tatsachen verkauft, mit gefährlichen Halbwahrheiten die andere Hälfte – die Lügen – kaschiert, in nahezu jedem Sendeformat – auch in „romantischen“ Filmen, Krimis, Shows, Ratespielchen usw. – die total einseitige Ideologie breitgetreten (Rechts = böse, Links = gut).

      Mit ein bisschen Hirnschmalz sind die üblen Absichten leicht zu durchschauen, leider nehmen aber – wenn auch stetig abnehmend – noch immer zu viele Leute die Hetze der linken Medien für bare Münze.
      Dass ich für derart manipulierenden und sogar gefährlichen Schrott noch Zwangsgebühren bezahlen muss, ist schlicht eine Grundgesetzwidrige Enteignung (objektiver, unzensierter Zugang zu Nachrichten u. ä.), weil die einzige „Alternative“, Zahlungsverweigerung, die medientechnische Sperre der Empfangsgeräte zur Folge hat.

      Noch dazu werden horrende Summen u. a. für Show-Verträge, Gehälter und 100% Pensionen bezahlt, statt überall zu sparen wo es möglich und auch sozial äußerst sinnvoll ist. Die völlig sinnfreie, aber kostenträchtige rund um die Uhr Berieselung ist überflüssig wie eine Seuche.
      So nicht, Herrschaften!

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      werner

      18. Oktober 2015 21:43 at 21:43

      Warum zahlen sie überhaupt? Keine Eier in der Hose?

  2. Avatar

    Annette

    16. Oktober 2015 14:10 at 14:10

    Was ist daran so schwer zu verstehen, daß die Firma BRD eine non governmental organiziation ist und kein Staat sein kann?

    Wenn die Nicht-Regierungs-Organisation GERMANY demokratisch wäre, dann hätte sie nichts zu fürchten, sich nach der Meinung der breiten Öffentlichkeit zu richten. Das tut sie jedoch nicht. Sie verfolgt ganz klare spezifische Interessen, die sich auf bestimmte Machtkonstrukte und Monopolinteressen fokussieren. Menschenwürde steht hier ganz oft weit hinten, wenn man sich dessen bewußt wird, was unsere Bevölkerung durchlebt. Geschehnisse in der Welt werden durch ausgesuchte Verfahren zur allgemeinen Kenntnis gebracht, die einen höheren Grad von Wahrheit in der Vermittlung von Nachrichten vermissen lassen. Durch intensive Recherchen mit Hilfe zur Verfügung stehender Mittel kommt man zu völlig anderen Ergebnissen als den Schlüssen, die man aus TV- und Pressenachrichten oder Reportagen ziehen kann. Ein höchst intelligent gelenkter Prozeß, um eine bestimmte Atmosphäre oder Stimmung in der Bevölkerung zu erzielen. Die Lebensqualität der Bevölkerung wird so nicht gesteigert. Ich vermag eine Souveränität Deutschlands absolut nicht zu erkennen.

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    Frank

    16. Oktober 2015 14:48 at 14:48

    Wenn da Milliarden an Überschüsse bestehen – kann ZDF/ARD und Anhängsel doch einiges Geld dafür aufbringen, solche digitale Karten herzustellen (wie für Sky) – und nur wer den Müll vom den öffentlich-unrechtlichen Sendern sehen will, kann sich so eine Karte kaufen und dafür monatlich bezahlen. Ich habe diese Sender schon gar nicht mehr auf meiner Fernbedienung, da ich nur Sky sehe. Jeder Cent für sogenannte Talk-Shows mit besoffenen, vulgären Typen und unqualifizierten Moderatoren oder ähnlich Blödel-Shows ist mir zu schade.

    • Avatar

      Habnix

      16. Oktober 2015 18:41 at 18:41

      Wird man über Sky ehrlich informiert? Wenn nicht, brauch ich auch kein Sky.

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    Thomas Wunderlich

    16. Oktober 2015 23:56 at 23:56

    Das wird immer lustiger mit der GEZ.
    Ich dachte, daß da schon einige Klagen am laufen seien und die ersten Erfolge bereits da sind.
    http://www.DDRZweiPunktNull.de

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    Osmose

    19. Oktober 2015 09:30 at 09:30

    Wieso soll man für eine Bereitstellung bezahlen?
    Ich konsumiere nichts von der ARD ZDF und co. Wieso könnt ihr euch nicht auch mit Werbung finanzieren?

    Für das Geld, bekomme ich einen Sky Anschluss und habe wesentlich mehr davon.
    Und heutzutage wo es Internet gibt, ist man mit Sicherheit nicht auf Sendungen von ARD und co. angewiesen.

    Vor allem ist das ein Privates Unternehmen das seine AGB’s aufdrängt. Eine richtige GEZ Diktatur herrscht im Land.
    Noch schlimmer, eine schleichende stille Diktatur seitens der Regierung ist immer mehr spürbar.

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Aktien

Aber CFDs sind Termingeschäfte? Verbände für steuerliche Bevorzugung von Optionsscheinen

Claudio Kummerfeld

Veröffentlicht

am

Aktives Trading mit CFDs und Optionsscheinen könnte problematisch werden

Was sind CFDs? Die „Contracts for Difference“ erlauben gehebelte Wetten auf steigende und fallende Kurse. Die CFDs können Anleger zeitlich unbefristet lange halten. Und Optionsscheine? Die haben einen fest definierten Ablaufzeitpunkt. Und wie definiert man Termingeschäfte? In Kurzform: Dies sind Börsengeschäfte, bei denen die Erfüllung des Vertrags (Abnahme und Lieferung der Ware) zu einem späteren Termin erfolgt. Also sind Optionsscheine doch Termingeschäfte, und CFDs irgendwie nicht so richtig?

Egal. Wenn der Gesetzgeber eine Feststellung trifft, dann ist das eben so – weil es nun mal der Gesetzgeber ist? So wurde vor Kurzem die seit Anfang Januar gültige Novellierung des Einkommensteuergesetzes beschlossen, wonach Verluste aus „Termingeschäften“ nur noch bis zu 20.000 Euro pro Jahr mit Gewinnen aus Termingeschäften verrechnet werden dürfen. Dadurch wird die bizarre Realität entstehen, dass Anleger Steuern auf Gewinne zahlen müssen, obwohl sie effektiv in einem Börsenjahr im Handel keinen Gewinn erzielt haben (wir berichteten schon mehrmals). Danke Olaf Scholz, darf man da schon mal im Voraus sagen.

Klar zu sein scheint, dass die CFDs in die Kategorie der Termingeschäfte fallen im Sinne dieser Novelle des Einkommenssteuergesetzes – wohl ganz einfach, weil der Gesetzgeber es so will. Aber auch Optionsscheine, die per Definition doch viel eher Termingeschäfte sind? Wie man derzeit munkelt, wird das Bundesfinanzministerium noch eine Klarstellung für die ausführenden Steuerbehörden veröffentlichen, aus welcher hervorgehen könnte, dass auch Optionsscheine als Termingeschäfte zu betrachten wären. Das würde den Kreis der betroffenen Anleger deutlich erweitern.

Lobbyarbeit für Optionsscheine – von CFDs ist keine Rede

Aber halt. CFDs werden fast komplett von angelsächsischen und Offshore-Anbietern angeboten. Optionsscheine sind die Kinder der deutschen Bankenbranche. Und drei Mal darf man raten, wer den besseren Draht zu BaFin, Bundesfinanzministerium, Staatssekretären etc haben könnte? Diese Woche sieht man vom Deutschen Derivate-Verband, der Börse Stuttgart und der Deutschen Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz (DSW) einen offiziellen Appell an das Bundesfinanzministerium (siehe hier), worin man eindringlich dazu auffordert Optionsscheine bezüglich dieser Neuregelung nicht als Termingeschäfte einzustufen. Man möchte also erreichen, dass Anleger auch weiterhin unbegrenzt Verluste aus Optionsscheinen mit Gewinnen aus Optionsscheinen verrechnen dürfen.

Gibt der Gesetzgeber dem nach, wäre dies ein glasklarer Vorteil für die Anbieter von Optionsscheinen, und ein riesiger Nachteil für die ausländischen CFD-Anbieter. Und wer ist denn Mitglied im Deutschen Derivate-Verband? Eben nicht die CFD-Anbieter, sondern so ziemlich alle deutschen Anbieter von Zertifikaten und Optionsscheinen, wie Deutsche Bank, Deka, Hypo, LBBW, DZ, Baader usw. Für CFDs bitten sie nicht um eine Ausnahme, sondern nur für Optionsscheine. Und die DSW? Hat sie die CFDs schon aufgegeben, und hofft nun noch darauf, wenigstens noch die Optionsscheine vor diesem Steuerirrsinn retten zu können? Aus dem Appell zitieren wir hier auszugsweise im Wortlaut:

Der Deutsche Derivate Verband (DDV), die Börse Stuttgart und die Deutsche Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz (DSW) appellieren an das Bundesfinanzministerium, die Linie aus dem Juni 2020 beizubehalten und Optionsscheine nicht als Termingeschäfte einzuordnen. Im Entwurf des Anwendungsschreibens des BMF vom Juni 2020 wurden Optionsscheine nicht als Termingeschäfte klassifiziert und damit eine klare, angemessene Abgrenzung erreicht. Damit wird vermieden, dass Anleger in der Depotgestaltung beeinträchtigt werden und zudem aufwendige individuelle Veranlagungen vornehmen müssen. Anderenfalls drohen schwere steuerliche Nachteile, nachträgliche Steuerzahlungen und Unsicherheiten für hunderttausende von Anlegern. Für Termingeschäfte sieht das Jahressteuergesetz, das seit Jahresbeginn gilt, eine begrenzte Verlustverrechnungsmöglichkeit nur mit anderen Termingeschäften und Erträgen aus Stillhaltegeschäften vor.

Marc Tüngler, DSW-Hauptgeschäftsführer: „Die steuerliche Neuregelung der Verlustverrechnung ist ein weiterer herber Schlag für Privatanleger und führt zu massiven Verunsicherungen. Vom Grundsatz her halten wir die Regelung insgesamt für verfassungswidrig. Der Entwurf des BMF-Schreibens war immerhin ein fairer Vorschlag, wie die Anwendung zumindest in Bezug auf Optionsscheine zu regeln ist, und würde betroffenen Anlegern eine Perspektive geben. Wenn das BMF jetzt von diesem ursprünglichen Entwurf abweicht, weckt das Unverständnis und offenbart einmal mehr die feindliche Gesinnung gegenüber Privatanlegern.“

Würden Optionsscheine jetzt durch das Anwendungsschreiben des BMF den Termingeschäften zugerechnet, wird die neugeschaffene Unwucht im Steuerrecht weiter dramatisch verschärft.

Es gibt gute sachliche Argumente dafür, warum Optionsscheine steuerlich als sonstige Finanzinstrumente und nicht als Termingeschäfte zu klassifizieren sind. Die Klassifizierung sollte anhand der Erfüllungsweise von Optionsgeschäften vorgenommen werden. Diese ist bei Optionsscheinen „Zug-um-Zug“, sie sind daher bei der steuerlichen Behandlung den Kassageschäften zuzurechnen, und nicht den Termingeschäften. Diese Einschätzung wird auch von Wissenschaftlern geteilt.

Eine Studie der WHU aus dem vergangenen Jahr zeigt, dass hunderttausende von Privatanlegern von einer solchen Klassifizierung betroffen wären. Zudem stellt die Studie der WHU fest, dass 68,8 Prozent der Nutzer von Hebelprodukten wie Optionsscheinen diese zur Absicherung einsetzen. Die Beschränkung der Verlustverrechnung erschwert es Anlegern von dieser Möglichkeit Gebrauch zu machen.

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Ölpreis: Aufwärtstrend geht weiter? Was macht Biden? API-Daten lassen aufhorchen

Claudio Kummerfeld

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am

Eine Öl-Pumpe in der Wüste

Der Ölpreis war seit dem 5. Januar im Aufwärtstrend. Nach einer Mini-Pause ging es Anfang dieser Woche weiter nach oben, von unter 48 Dollar im WTI-Öl am 5. Januar bis auf derzeit knapp unter 53 Dollar. Zahlreiche Gründe für die jüngst gestiegenen Preise und womöglich auch weiter anziehenden Preise hatten wir die letzten Tage genannt.

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Positiv für den Ölpreis zu werten waren die inzwischen seit fünf Wochen fallenden Lagerbestände für Öl in den USA, die großen Stimulus-Hoffnungen an den neuen US-Präsidenten, und vor allem die zusätzlichen freiwilligen Kürzungen der Öl-Fördermenge durch Saudi-Arabien (minus 1 Million Barrels pro Tag für Februar und März).

Gestern Abend wurden die privat ermittelten API-Lagerbestände für Öl veröffentlicht mit einer Wochenveränderung von +2,6 Millionen Barrels. Die API-Daten gelten stets als Vorschau auf die am folgenden Tag vermeldeten offiziellen Lagerdaten. Diese Woche verschieben sich viele Konjunkturdaten in den USA um einen Tag nach hinten, weil am Montag Feiertag war. Die offiziellen Lagerdaten aber verschieben sich aufgrund der gestrigen Amtseinführung von Joe Biden um noch einen weiteren Tag nach hinten auf Freitag Nachmittag. Bis dahin könnte der Ölpreis also zittrig bleiben, in der Vorschau auf möglicherweise steigende Lagerbestände in den USA.

Was bringt Joe Biden für den Ölpreis?

Positiv für die Öl-Bullen ist zu werten, dass Joe Biden gestern im Rahmen diverser präsidialer Dekrete die Keystone XL Pipeline gestoppt hat, deren Bau in den USA noch nicht begonnen hat. Damit wird zukünftig nicht noch mehr Öl aus Kanada in Texas ankommen. Grundsätzlich ist dies vorsichtig positiv für den Ölpreis zu werten, da die Angebotsmenge geringer ausfallen dürfte. Aber na ja… werden die Kanadier ihr Öl dann nicht anderweitig auf dem Weltmarkt anbieten?

Also, bringt Joe Biden tendenziell für die nächsten Jahre dank dem Pipeline-Stop und sicherlich diversen schärferen Umweltgesetzen die Öl-Förderung in den USA zu einem Wachstumsstop, oder sogar zu einer Schrumpfung? Das wäre gut für alle Trader, die einen höheren Ölpreis sehen wollen. Aber da gibt es noch die andere Seite der Medaille. Man darf annehmen, dass sich die Beziehung zwischen den USA und dem Iran unter dem neuen US-Präsidenten entspannt. Sollten die US-Sanktionen gelockert werden, dürfte der Iran wohl zügig mehr Öl fördern und auf dem Weltmarkt verkaufen. Denn das Land braucht wohl jeden Petro-Dollar. Dies wäre folglich schlecht für den Ölpreis. Also ist es nicht so einfach zu beantworten, ob Joe Biden nun gut oder schlecht für einen potenziell weiter steigenden Ölpreis zu betrachten ist. Schaut man auf den Chart 30 Tage zurück, dann ist der Ölmarkt noch im Aufwärtstrend. Die Grundstimmung ist vor allem wegen dem möglichen anstehenden Mega-Stimulus in den USA positiv.

Chart zeigt Kursverlauf im Ölpreis in den letzten 30 Tagen
Chart zeigt Ölpreis-Verlauf in den letzten 30 Tagen.

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Christine Lagarde: Headlines der PK der EZB: entscheidende Fragen unbeantwortet

Markus Fugmann

Veröffentlicht

am

Hier die wichtigsten Aussagen von Christine Lagarde auf der heutigen Pressekonferenz der EZB – im offiziellen Statement bislang wenig Neues:

– Lagarde beginnt mit warmen Wünschen für 2021

– Impfungen wichtiger Meilentstein

– Industrie weiter robust, Dienstleistung weiter schwach, wenngleich weniger schwach als in der ersten Corona-Welle

– Inflation bleibt niedrig

– Kurzfristig überwiegen die Risiken

– Wirtschaft der Eurozone dürfte auch im 4.Quartal geschrumpft sein

– Pandemie wird auch 1.Quartal 2021 belasten

– es wird trotz Impfungen noch dauern, bis Herdenimmunität erreicht ist

– Impfungen und Brexit-Deal sind ermutigend, aber übergeordnet bleiben die Risiken bestehen

– Headline-Inflation dürfte bald ansteigen, auch wegen deutscher Wieder-Anhebung der Mehrwertsteuer

– Inflation dürfte mittelfristig anziehen, Inflationserwartungen sind gestiegen

– Kreditvergabe: Banken etwas vorsichtiger geworden

– Europäische Länder sollen schnell beschlossene EU-Hilfsmaßnahmen in ihren Parlamenten beschließen, um Erholung anzuschieben

– Lagarde „hat fertig“, jetzt Fragen

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– Lagarde: positiv sind Impfungen, dass der Brexit-Dealk zustande gekommen ist, dazu bessere Aussichten auf Kooperation mit der neuen US-Regierung

– schärfere Lockdowns wegen Mutationen durchaus möglich

– Frage nach Zombiefirmen: bislang weicht Lagarde einer Antwort aus – da redet sie minutenlang herum, aber die Frage zielte letztlich auf die negativen Konsequenzen der EZB-Politik, und das ließ sie (wieder einmal!) unbeantwortet!

– Frage nach (unausgesprochener) yield curve control der EZB (Berichte darüber, dass EZB versucht, die Renditen für Anleihen vor allem italienischer Anleohen nicht zu stark gegenüber deutschen Anleihen als Benchmark steigen zu lassen:: wieder keine konkrete Antwort von Lagarde!

– Frage nach digitalem Euro: was soll der für die Menschen bringen? Lagarde: ein digitaler Euro würde das Bargeld nicht ersetzen (FMW: echt??)
Lagarde: wir wollen in Sachen Digitaleuro sehr transparent sein (FMW: wohl eher pseudo-transparent..)
Lagarde:Einführung des digitalen Euros würde noch Jahre dauern; viele Fragen darüber noch offen und schwierig, wenn er käme, wäre er für alle gut, nicht nur für Elite

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