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GEZ: Fragen Sie bis Montag, wo ihr Geld abbleibt, sonst ist es vielleicht zu spät!

Redaktion

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FMW-Redaktion

„Was möchten Sie wissen? Was können wir besser machen?“ Nicht aus reiner Nächstenliebe stellt die ARD diese Fragen, auf die sie am Montag antworten will. Es geht nämlich um IHRE GEZ-Gebühr. Eine Milliarden-Reserve hat sich angesammelt, die sich die Damen und Herren der ARD komplett einverleiben wollen. Dafür brauchen sie jetzt eines: gute Stimmung in der Öffentlichkeit…

GEZ ARD Fragerunde

Am kommenden Montag 19.10. um 21 Uhr ist es soweit. ARD- und gleichzeitig NDR-Chef Lutz Marmor geht in die große „Transparenzoffensive“ und will zusammen mit WDR-Chef Tom Buhrow die Fragen der Zuschauer beantworten und Anregungen entgegennehmen. Alles was man immer schon über die ARD wissen wollte, kann man fragen, so die ARD. Dies geschieht im Rahmen einer LIVE-Veranstaltung in einer Event-Location im Hamburger Hafen. Erste Anmerkung: „Das Anmieten einer Halle für diesen Event ist eine Geldverschwendung Herr Marmor – warum hat dieser Event nicht kostenlos in einem NDR-Studio stattgefunden?“.

Lutz Marmor sagt zum sogenannten ARDcheck „Das ist in dieser Form eine Premiere und auch ein Experiment. Ich bin sehr gespannt auf die Fragen aus dem Publikum, aber natürlich auch auf die Fragen der Zuschauerinnen und Zuschauer zu Hause. Wir möchten damit zu mehr Transparenz in der ARD beitragen.“


Hier der Link zur ARDcheck-Seite.

Vorab Fragen stellen oder an der Sendung LIVE teilnehmen kann man über

Twitter: #ardcheck

Facebook: facebook.com/DasErste

ard-check@ard.de


Ob ihre Fragen dann auch wirklich in der Sendung zum Zug kommen, ist eine andere Frage. Und ob sie wahrheitsgemäß beantwortet werden, ist eine ganz andere Frage. Aber natürlich wollen wir hier niemandem böse Absichten unterstellen!

Warum jetzt dieser „ARDcheck“ ?

Wir hatten den Hintergrund hierzu schon einmal beleuchtet. Der zeitliche Zusammenhang, warum gerade jetzt diese große Schönwetter-Kampagne seitens der ARD gefahren wird, ist mehr als auffällig. Denn erst am 31. August hatte ARD-Chef Lutz Marmor öffentlich gefordert, die 1,16 Milliarden Euro Reserve, die durch die höheren GEZ-Einnahmen seit 2013 auf einem Sperrkonto angespart wurden, komplett an die ARD überweisen zu lassen, denn die Kosten für Personal und Digitalisierung seien bei der ARD so stark gestiegen…

Hierzu unser detaillierter Artikel vom 31. August.

Unsere Vermutung bzw. logische Schlussfolgerung: Gerade jetzt braucht die ARD eine gute öffentliche Stimmung. Bereits Anfang 2016 wird die KEF (Kommission zur Ermittlung des Finanzbedarfs der Rundfunkanstalten) ihren Vorschlag den Ministerpräsidenten der Bundesländer übermitteln, ob die ARD gar nichts, einen Teil oder alles der 1,16 Milliarden Euro-Reserve erhalten soll. Und die Gremienmitglieder der KEF sind durchaus durch die breite öffentliche Meinung beeinflussbar. Und wenn Land auf Land ab von Dienstag an in den Zeitungen zu lesen ist, wie nett, sparsam, transparent und lernbereit die ARD ist, macht das sicher Eindruck auf die Damen und Herren in dem Gremium. Denn man darf davon ausgehen, dass die Damen und Herren Ministerpräsidenten den KEF-Vorschlag wohl ratz fatz durchwinken, denn wer will sich schon ellenlang über eine „läppische 17,50 Euro GEZ-Gebühr“ streiten, wo er doch tatsächlich Wichtigeres zu besprechen hat (Flüchtlinge etc). Da wird man das Thema GEZ-Gebühr gerne schnell abnicken, wenn man einen beschlussfähigen schriftlichen Vorschlag von den „Experten“ auf den Tisch bekommt.

Also heißt die Parole am Montag: Möglichst gute Stimmung in der Bevölkerung machen, die 1,16 Milliarden Euro aus dem Anspartopf müssen her – nicht dass die noch an die GEZ-Zahler zurücküberwiesen werden. Das darf nicht passieren!


10 Kommentare

10 Comments

  1. Avatar

    Karrer

    16. Oktober 2015 12:57 at 12:57

    Ich will wisswn, wann ich meine GEZ Gebühren zurück bekomme. Ich habe kein Fernsehgerät und mein Radio wird größtenteils als Staubfänger benutzt. Mich interessieren die gesteuerten Nachrichten auch nicht und ihre Ulksendungen auch nicht. Ich und mit mir glaube ich die Mehrheit des deutschen Volkes sind nicht so stupide und verblödet, wie Sie denken, dass Sie uns einen solchen Fraß vorsetzen. Vor mehr als acht Jahren habe ich meinen Fernseher im Regen nach draußen gestellt und damit meinen Fernsehkonsum beendet. Wofür bezahle ich viel Geld, bei meiner geringen Rente??? Was bieten Sie mir dafür, außer Schund und Plattitüden? Unrecherchierte Berichte kostengünstig eingekauft – Judenfeindlichkeit und vor allem Deutschfeindlichkeit finde ich bei Ihnen. Dafür muss ich auch noch bezahlen????? Wie rechtfertigen Sie dies????
    Unfreundliche Grüße
    Karrer

    • Avatar

      Carlos

      16. Oktober 2015 14:25 at 14:25

      Sie zahlen dafür?
      Machen Sie es doch einfach so, wie schätzungsweise 4 Millionen anderer Mitmenschen:
      Zahlen Sie einfach nicht mehr!

    • Avatar

      Habnix

      16. Oktober 2015 18:39 at 18:39

      Du willst wissen wie und wann du dein Geld, das du in gutem Glauben weggeben hast , zurück bekommst und bist bereit den Dieben und Betrügern hinterher zulaufen um an dein Geld zu kommen?

      Warte ab, vielleicht kommen sie noch mal und wollen wegen was anderem bei dir Geld holen und dann sei vorbereitet und stell sie öffentlich bloß.Da nach werden die hoffentlich nie wieder kommen.

      Nicht die Regierung muß das Volk regieren, sondern das Volk die Regierung regieren.

      Wahre Demokratie braucht keine Führer, sie führt sich selbst.Weder braucht sie einen König noch einen Kanzler noch sonst einen der führt.Einzige Ausnahme ist vielleicht ein Krieg gegen die Demokratie mit Waffen von außen.Halten wir die Demokratie im Auge, brauchen wir keine Führer.

    • Avatar

      Hermann Paul

      17. Oktober 2015 12:59 at 12:59

      So ist es! Ich habe zwar (noch) ein TV- und Rundfunkgerät, sowie Internet-Anschluss, was sich aber mit Sicherheit ändert, falls die unerträgliche Schlagseite durch den politisch-medialen linkslastigen Mainstream spätestens ab 2016 nicht querbeet und rigoros korrigiert wird.

      Da werden permanent deutschfeindliche Fakten verschwiegen, respektive gelogen, verdreht, falsche Behauptungen aufgestellt und als Tatsachen verkauft, mit gefährlichen Halbwahrheiten die andere Hälfte – die Lügen – kaschiert, in nahezu jedem Sendeformat – auch in „romantischen“ Filmen, Krimis, Shows, Ratespielchen usw. – die total einseitige Ideologie breitgetreten (Rechts = böse, Links = gut).

      Mit ein bisschen Hirnschmalz sind die üblen Absichten leicht zu durchschauen, leider nehmen aber – wenn auch stetig abnehmend – noch immer zu viele Leute die Hetze der linken Medien für bare Münze.
      Dass ich für derart manipulierenden und sogar gefährlichen Schrott noch Zwangsgebühren bezahlen muss, ist schlicht eine Grundgesetzwidrige Enteignung (objektiver, unzensierter Zugang zu Nachrichten u. ä.), weil die einzige „Alternative“, Zahlungsverweigerung, die medientechnische Sperre der Empfangsgeräte zur Folge hat.

      Noch dazu werden horrende Summen u. a. für Show-Verträge, Gehälter und 100% Pensionen bezahlt, statt überall zu sparen wo es möglich und auch sozial äußerst sinnvoll ist. Die völlig sinnfreie, aber kostenträchtige rund um die Uhr Berieselung ist überflüssig wie eine Seuche.
      So nicht, Herrschaften!

    • Avatar

      werner

      18. Oktober 2015 21:43 at 21:43

      Warum zahlen sie überhaupt? Keine Eier in der Hose?

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    Annette

    16. Oktober 2015 14:10 at 14:10

    Was ist daran so schwer zu verstehen, daß die Firma BRD eine non governmental organiziation ist und kein Staat sein kann?

    Wenn die Nicht-Regierungs-Organisation GERMANY demokratisch wäre, dann hätte sie nichts zu fürchten, sich nach der Meinung der breiten Öffentlichkeit zu richten. Das tut sie jedoch nicht. Sie verfolgt ganz klare spezifische Interessen, die sich auf bestimmte Machtkonstrukte und Monopolinteressen fokussieren. Menschenwürde steht hier ganz oft weit hinten, wenn man sich dessen bewußt wird, was unsere Bevölkerung durchlebt. Geschehnisse in der Welt werden durch ausgesuchte Verfahren zur allgemeinen Kenntnis gebracht, die einen höheren Grad von Wahrheit in der Vermittlung von Nachrichten vermissen lassen. Durch intensive Recherchen mit Hilfe zur Verfügung stehender Mittel kommt man zu völlig anderen Ergebnissen als den Schlüssen, die man aus TV- und Pressenachrichten oder Reportagen ziehen kann. Ein höchst intelligent gelenkter Prozeß, um eine bestimmte Atmosphäre oder Stimmung in der Bevölkerung zu erzielen. Die Lebensqualität der Bevölkerung wird so nicht gesteigert. Ich vermag eine Souveränität Deutschlands absolut nicht zu erkennen.

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    Frank

    16. Oktober 2015 14:48 at 14:48

    Wenn da Milliarden an Überschüsse bestehen – kann ZDF/ARD und Anhängsel doch einiges Geld dafür aufbringen, solche digitale Karten herzustellen (wie für Sky) – und nur wer den Müll vom den öffentlich-unrechtlichen Sendern sehen will, kann sich so eine Karte kaufen und dafür monatlich bezahlen. Ich habe diese Sender schon gar nicht mehr auf meiner Fernbedienung, da ich nur Sky sehe. Jeder Cent für sogenannte Talk-Shows mit besoffenen, vulgären Typen und unqualifizierten Moderatoren oder ähnlich Blödel-Shows ist mir zu schade.

    • Avatar

      Habnix

      16. Oktober 2015 18:41 at 18:41

      Wird man über Sky ehrlich informiert? Wenn nicht, brauch ich auch kein Sky.

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    Thomas Wunderlich

    16. Oktober 2015 23:56 at 23:56

    Das wird immer lustiger mit der GEZ.
    Ich dachte, daß da schon einige Klagen am laufen seien und die ersten Erfolge bereits da sind.
    http://www.DDRZweiPunktNull.de

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    Osmose

    19. Oktober 2015 09:30 at 09:30

    Wieso soll man für eine Bereitstellung bezahlen?
    Ich konsumiere nichts von der ARD ZDF und co. Wieso könnt ihr euch nicht auch mit Werbung finanzieren?

    Für das Geld, bekomme ich einen Sky Anschluss und habe wesentlich mehr davon.
    Und heutzutage wo es Internet gibt, ist man mit Sicherheit nicht auf Sendungen von ARD und co. angewiesen.

    Vor allem ist das ein Privates Unternehmen das seine AGB’s aufdrängt. Eine richtige GEZ Diktatur herrscht im Land.
    Noch schlimmer, eine schleichende stille Diktatur seitens der Regierung ist immer mehr spürbar.

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Autoindustrie: Das Problem ist der Standort Deutschland

Claudio Kummerfeld

Veröffentlicht

am

Autoindustrie in Deutschland im Wandel

Steht die deutsche Autoindustrie vor einem Niedergang wie der Standort Detroit, die ehemalige Hochburg der Autoproduktion in den USA? Die Deutsche Bank (DB) hat ein hochinteressantes Research-Dokument dazu veröffentlicht. Darin wird die Branche nicht wirklich schlecht geredet. Aber schaut man genauer hin, geht es vor allem um den Standort Deutschland, der problematisch sein soll. Die deutsche Autoindustrie selbst sei relativ gut aufgestellt, aber eben nicht der Standort Deutschland. Vorab wollen wir aus der Analyse einige Aussagen erwähnen, was denn positiv am Standort Deutschland zu bewerten ist.

Der Automobilstandort Deutschland verfüge über außergewöhnliche Vorteile. Zu nennen sei vor allem die enge technologische und räumliche Verzahnung von Herstellern, industriellen Zulieferern, Ausrüstern (z.B. Maschinenbau), Entwicklungsdienstleistern, Logistikunternehmen sowie von universitären und sonstigen Forschungseinrichtungen. Von dieser vertikal integrierten Wertschöpfungskette sowie dem über Jahrzehnte gewachsenen Know-how der Beschäftigten könne der Standort zehren. Auch der intensive brancheninterne Wettbewerb war und ist ein Motor für stetige Innovationskraft und Produktivitätsfortschritte. Fasst man aber alle in der Analyse der DB skizzierten Faktoren zusammen, dann falle es jedoch schwer, die Zukunftsaussichten für den Automobilstandort optimistisch zu sehen.

Negative Standortfaktoren für die Autoindustrie in Deutschland

Negativ zu erwähnen hat die DB-Studie so einiges. Und dabei geht es überhaupt nicht um den Absturz während der Coronakrise, sondern um strukturelle Faktoren. Zum Beispiel würden strenge CO2-Grenzwerte für neue Pkw in der EU dazu führen, dass die Hersteller mehr Elektroautos auf den Markt bringen müssten. Der resultierende Kostenanstieg verschärfe den Strukturwandel in der Branche. Kaum jemand erwarte, dass die Netto-Bilanz dieses Strukturwandels für die Wertschöpfung und Beschäftigung der Automoindustrie in Deutschland positiv ausfallen wird.

Auch die Unsicherheiten hinsichtlich der Klima- und Energiepolitik hätten dazu beigetragen, dass der Kapitalstock in energieintensiven Branchen wie der Metallerzeugung oder der Chemieindustrie in Deutschland seit vielen Jahren sinke. Diese Sektoren zählen auch zur automobilen Wertschöpfungskette. Durch die Investitionszurückhaltung würden laut der Studie Teile dieser Kette geschwächt. Höhere Kosten kämen auf die Autoindustrie auch durch die geplante Verschärfung der europäischen Abgasnormen zu (Euro 7). Im Volumensegment dürfte der Kostenaufschlag pro Fahrzeug besonders ins Gewicht fallen. Dies setze die Produktion von „Autos für den Durchschnittsbürger“ in Hochlohnländern wie Deutschland, aber auch in Frankreich oder Italien unter Druck.

Bei klassischen Standortfaktoren wie der Steuerbelastung von Kapitalgesellschaften, Lohnhöhe oder der Flexibilität bei Arbeitszeiten habe sich Deutschlands Position laut der Studie der DB im internationalen Vergleich zuletzt eher verschlechtert. Auch die anhaltenden Handelskonflikte würden die Investitionsbereitschaft hemmen. Zudem ist die Pkw-Nachfrage im wichtigen westeuropäischen Absatzmarkt gesättigt. Schließlich bedeute die demografische Entwicklung eine Herausforderung, da sie zu einem sinkenden Erwerbspersonenpotenzial führe und die Nachfrage dämpft.

Angesichts der strukturellen Herausforderungen sei es fraglich, ob die früheren Produktionshöchststände am Standort Deutschland jemals wieder erreicht werden. Die DB befürchtet, dass es immer schwerer wird, eine konkurrenzfähige Produktion von Pkw im Volumensegment in Deutschland aufrechtzuerhalten. Der Anteil Deutschlands an der globalen, aber auch an der europäischen Autoproduktion könnte in den kommenden Jahren sinken. Ähnlich sei es der Autoindustrie im US-Bundesstaat Michigan (Detroit) ergangen, wo heute deutlich weniger Fahrzeuge gefertigt werden als zu Beginn des Jahrhunderts. Die deutsche Autoindustrie sei besser für die elektromobile Zukunft und andere strukturelle Herausforderungen der Branche gerüstet als der Automobilstandort Deutschland.

Autoindustrie wird sich anpassen – Standort mit Problem?

Wir wollen nur kurze und interessante Auszüge der DB-Studie zitieren. Zum Beispiel gehen wir nochmal auf den Detroit-Vergleich ein. Die DB sagt, dass dieser Vergleich vielleicht zunächst schockieren möge. Aber noch immer würden in Michigan viele Light Vehicles (LV) produziert. Allerdings waren es in den letzten Jahren etwa ein Drittel weniger Fahrzeuge als zu Beginn dieses Jahrhunderts. In der Folge ist der Anteil des Bundestaates an der gesamten LV-Produktion der USA von knapp 25 Prozent im Jahr 2000 auf deutlich weniger als 20 Prozent in den letzten Jahren gesunken. Profitiert hätten dagegen einige Südstaaten der USA, in denen auch deutsche Hersteller in neue Autofabriken investiert haben. Hohe Standortkosten in Michigan (z.B. Lohn- und Pensionskosten der angestammten Belegschaft) seien ein wesentlicher Grund für diese Verschiebung innerhalb der USA gewesen. Eine ähnliche Entwicklung sei für den Automobilstandort Deutschland nicht unwahrscheinlich. Auch in Deutschland könnten die Produktionszahlen der Branche dauerhaft unterhalb der früheren Niveaus verharren. Der Anteil Deutschlands nicht nur an der globalen, sondern auch an der europäischen Automobilproduktion drohe zu sinken.

Die DB-Studie geht an das gesamte Thema durchaus differenziert heran. Man schreibt die Branche nicht einfach pauschal ab. Unter dem Strich sei man davon überzeugt, dass die deutsche Autoindustrie besser für die „elektromobile“ Zukunft und andere strukturelle Herausforderungen der Branche gerüstet sei als der Automobilstandort Deutschland. Die Unternehmen könnten Standortentscheidungen frei treffen und sich im Laufe der Zeit anpassen, wenn sich die Rahmenbedingungen an einem Standort verschlechtern. Bei der Beurteilung der Zukunftsperspektiven des Standorts Deutschland würden aus heutiger Sicht jedoch die negativen Faktoren überwiegen. Bedauerlich dabei sei, dass ein Teil dieser Faktoren durch eine klimapolitische Regulierung begünstigt werde, die deutlich weniger effektiv als möglich und teurer als nötig sei.

Der Vorwurf an die deutsche Autoindustrie, technologische Trends zu verschlafen, werde auch beim Übergang zu E-Mobilität stetig wiederholt. Doch auch in diesem Fall sei er laut DB nicht pauschal zutreffend. Richtig sei, dass der Anteil deutscher Hersteller an den verkauften Elektroautos in vielen Märkten unter ihrem Marktanteil bei traditionellen Fahrzeugen liegt. Gleichwohl gleicht der Übergang vom Verbrennungsmotor zur E-Mobilität einem Langstreckenlauf und nicht einem Sprint. Kein Anbieter liege uneinholbar vorne. Zudem sei die Produktpipeline der deutschen Hersteller gut gefüllt. Die Deutschen seien eben lediglich später dran als manche Konkurrenten, aus Sicht der Autoren der Studie jedoch nicht zu spät.

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Biden sei dank: Märkte glauben an die große Rettung – Risiko war gestern

Claudio Kummerfeld

Veröffentlicht

am

Joe Biden tritt heute sein Amt als US-Präsident an. In Windeseile wird er sich offenkundig daran machen sein 1,9 Billionen US-Dollar schweres Stimulus-Paket durch den US-Kongress zu bekommen. Die dortige Mehrheit ist zwar hauchdünn. Aber die Märkte sind frohen Mutes. Woran man das sieht? Schauen wir auf den folgenden Chart im Tweet. Er zeigt die Rendite für US-Schrottanleihen (Junk Bonds). Dies sind Anleihen, bei denen das Ausfallrisiko besonders hoch ist. Da Anleger für ein hohes Risiko entschädigt werden wollen und müssen, erhalten sie höhere Renditen als Inhaber von (vermeintlich sicheren) Staatsanleihen. Die Rendite fungiert hier also als Risikoprämie.

Die Höhe der Risikoprämie zeigt an, für wie ausfallgefährdet der Markt diese Anleihen hält. Je höher die Rendite, desto höher ist in den Augen des Kapitalmarkts das Risiko, dass die begebende Firma dahinter pleite geht, und somit die Anleihe nicht zurückzahlen kann. Im Chart sehen wir seit dem Jahr 2010 den Verlauf der Rendite bei US-Schrottanleihen. Zum Start der Coronakrise im März 2020 schoss die Rendite von 5 Prozent auf über 11 Prozent in die Höhe. Und danach beruhigte sich die Lage wieder, aktuell auf nur noch 4,13 Prozent – ein Rekordtief! In den letzten Monaten kamen die Impfstoff-Hoffnungen auf. Und jetzt seit einigen Tagen wird der große Stimulus in den USA immer konkreter. Wie gesagt, Joe Biden wird heute vereidigt. Und wie seine neue Finanzministerin Janet Yellen gestern klar machte, wird man die US-Volkswirtschaft kräftig mit Geld fluten.

Und wie sie sagte, sei das kräftige Schuldenmachen im Augenblick wichtiger als der Blick auf eine zu hohe Staatsverschuldung. Die müsse man zwar später mit höheren Unternehmenssteuern wieder abbauen, aber kurzfristig müsse man sich stark neu verschulden und die Konjunktur anfeuern. Und ja, der Kapitalmarkt scheint fest daran zu glauben, dass somit die Schrottunternehmen weiterhin im Spiel bleiben, und ihre Schulden weiterhin bedienen können. Wenn nur genug frisches Geld vom Staat kommt, geht die Party also weiter? Dieser Chart zeigt es jedenfalls an. Die Risikoprämie sinkt immer weiter, auf wie gesagt ein Rekordtief von nur noch 4,13 Prozent.

Hier klicken, um den Inhalt von Twitter anzuzeigen

Blick nach Deutschland

Aber schauen wir auch mal nach Deutschland. Hier sehen wir im folgenden Langfristvergleich seit dem Jahr 2010, wie die Rendite für deutsche Staatsanleihen immer weiter fällt, und der Dax (orange) immer weiter steigt. Das immer weiter sinkende Zinsniveau (in Deutschland dank hoher Bonität deutliche Negativrendite) treibt die Anleger in Aktien, Immobilien etc. Aktuell notieren die Aktienmärkte an ihren Allzeithochs. Heute hat auch der deutsche Staat mal wieder für 30 Jahre laufende Anleihen verkauft, mit einem Bruttovolumen von 1,5 Milliarden Euro. Die Nachfrage lag bei einem Volumen von 1,79 Milliarden Euro.

Und (wie gesagt 30 Jahre Laufzeit) die Emissionsrendite lag bei minus 0,13 Prozent, nach minus 0,06 Prozent im November. Immer weiter sinkende Zinsniveaus, immer mehr Stimulus – da wird die Lücke doch gut aufgefangen oder besser gesagt aufgefüllt, die Corona gerissen hat? Und diese Rettungsorgie wird vor allem in den USA kräftig weiter gehen, davon darf man ausgehen. Und so könnte man glatt sagen, dass „Risiko“ bei Anleihen irgendwas war, dass man mal kannte – aber heute gibt es das nicht mehr?

Chart zeigt Vergleich von Dax gegen Anleiherenditen

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Achtung: Korrektur voraus – Werbung

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Lieber Börsianer,

die Stimmung auf dem digitalen Börsenparkett ist prächtig. Wir haben überhaupt nicht genug Geld, um alle die großartigen Titel des internationalen Kurszettels kaufen zu können, so eine verbreitete Empfindung.

Das sind einige der Zutaten dieser Euphoriewelle, die bereits seit einigen Monaten über die Aktienmärkte hinwegrollt.

Fokussierung auf wenige Trendbranchen: Die Hausse verkürzt sich zunehmend auf einige wenige Titel aus einigen Trendbranchen wie Wasserstoff oder E-Mobilität. Das waren zuletzt etwa die Favoriten auf der Privatanleger-Plattform Tradegate: NEL ASA, Plug Power, Xiaomi, Tesla und Ballard Power.

Es ist ein Warnsignal, wenn eine Hausse nur noch auf den Schultern weniger Aktien liegt. Gesund ist eine Hausse immer dann, wenn sie von möglichst vielen Aktien aus unterschiedlichen Branchen getragen wird.

Kauf zu jedem Preis: Typisch ist dabei, dass die Anleger derzeit bereit sind, für eine „geile“ Aktie jeden Preis zu bezahlen. Die Bewertung interessiert nicht mehr, solange der Titel einer Trendbranche zuzurechnen ist. Typisch ist auch, dass man diese Aktien nicht erst in einer Woche haben will, sondern jetzt sofort. Folglich verzichten immer mehr Anleger auf die Bestimmung eines Kauflimits und fassen stattdessen billigst zu.

In der Folge erleben wir immer öfter prozentual zweistellige Kursanstiege auf Tagesbasis, ohne dass eine Nachricht aus dem Unternehmen vorliegt. Zu Deutsch: Die Kursanstiege sind in der Regel nicht mehr fundamental begründet.

Am Ende entsteht ein gewaltiger Sog, dem wir uns kaum noch entziehen können. Selbst Profis fallen dann um, werfen ihre bewährten Strategien über…..

Wollen Sie meine komplette Analyse lesen?

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