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Gold-Comeback: Der Goldpreis steigt wieder über 1.800 US-Dollar

Gold-Comeback: Der Goldpreis steigt wieder über 1.800 US-Dollar

Nicht nur die Aktienmärkte stehen vor einer richtungsweisenden Woche, sondern auch der Goldpreis, der zuletzt aufgrund der hawkishen Fed unter Druck geraten ist. Von seinem zwischenzeitlichen Hochpunkt bei 1.853 USD fiel er infolge einer Korrektur wieder unter die Marke von 1.800 USD zurück. Allerdings haben rückläufige US-Renditen sowie ein nachgebender Dollar das goldene Edelmetall zu einem Comeback über der 1.800 USD-Marke verholfen. Dennoch schweben die Zinssorgen weiterhin wie ein Damoklesschwert über dem Goldmarkt und belastet die Stimmung. Steigen die Zinsen, verliert das zinslose Gold im Vergleich zu anderen Anlagen wie Staatsanleihen seinen Reiz. Zudem wertet der US-Dollar durch die Zinswende auf, was den in Dollar gehandelte Goldpreis in anderen Währungsräumen unattraktiver macht.

Goldpreis: Steigende Zinsen als Belastungsfaktor

Analysten der US-Investmentbanken gehen von vier bis sieben Zinsschritten in diesem Jahr aus, das entspricht einem Zinsniveau von 1,00 bis 1,75 Prozent. Laut dem FedWatch Tool der CME liegt die höchste Wahrscheinlichkeit bei einer Rate von 1,25 bis 1,50 Prozent zum Jahresende. Ungeachtet dessen hat sich die gehaltene Goldmenge des weltgrößten Gold-ETFs zum Wochenstart weiter erhöht. Neue Impulse für den Goldpreis dürfte der mit Spannung erwartete US-Arbeitsmarktbericht in dieser Woche liefern. Den Auftakt machen die von dem privaten Dienstleister ermittelten ADP-Beschäftigungszahlen am Mittwoch. Das Highlight steht dann am Freitag mit den Non-Farm Payrolls an. Der Arbeitsmarktbericht bringt für gewöhnlich Schwung in den Goldpreis. Während starke Arbeitsmarktdaten die Zinssorgen weiter antreiben und die Renditen steigen lassen, könnten schwache Daten den Goldpreis stützen.

Der Realzins gibt die Marschroute vor

Das Risiko anhaltender Inflation ist grundsätzlich positiv für Gold. Allerdings nur so lange die US-Notenbank nicht drastisch auf die Teuerung reagiert. Derzeit geht der Markt aber davon aus, dass der Zinserhöhungskurs der US-Notenbank deutlich aggressiver ausfällt als noch vor wenigen Wochen erwartet. Relevant für den Goldpreis ist in erster Linie der Realzins, also der Nominalzins abzüglich der Inflationsrate. Die aktuellen hohen Erwartungen hinsichtlich steigender Inflationsraten könnten im Laufe des Jahres zurückgehen. Die Folge wäre, dass der Realzins steigt. Damit würde Gold für Investoren unattraktiver werden. Demgegenüber steht die Annahme, dass die Zinsschritte nur langsam erfolgen. Der Realzins würde demnach deutlich negativ bleiben, was gut für Gold wäre. Die entscheidende Frage lautet letzten Endes – wie stark wird die Fed auf die Inflation reagieren?

Goldpreis: Charttechnische Analyse

Nicht nur die Konjunkturdaten in dieser Woche versprechen Bewegung in den Goldpreis zu bringen, auch der Blick auf den Chart zeigt uns, dass eine größere Bewegung bevorstehen könnte. Der Preis für Gold pendelt in einer immer enger werdenden Range auf und ab und hat dabei ein Dreieck ausgebildet. Nachdem der Goldpreis zuletzt an der oberen Trendlinie gescheitert ist, hat er an der unteren Trendlinie erneut Halt gefunden.

Aus Sicht der Gold-Bullen hat sich der jüngste Ausbruch über den massiven Widerstand bei circa 1.830 USD leider als Fehlausbruch erwiesen. Aber es ist genau diese Hürde, die es zu bezwingen gilt, damit wir mittelfristig wieder einen höheren Goldpreis sehen. Bei einem Ausbruch aus dem Dreieck auf der Oberseite könnten die markanten lokalen Hochs angepeilt werden. Andererseits könnte ein Durchbruch nach unten ein weiteres schwaches Jahr für das goldene Edelmetall einleiten. Das Verlassen der Spanne zwischen 1.800 und 1.830 USD könnte eine erste Tendenz für eine Richtungsentscheidung liefern.

Goldpreis: Ausbruch aus dem Dreieck gibt die Richtung vor

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