Gold/Silber

Gold und Öl (Brent): Rally bei Edelmetall, Crash beim schwarzen Gold

Gold mit einer Rally, Öl sogar mit negativem Preis (kurzzeitig) – gehen diese Trends weiter?

Zunächst zu Gold: In meiner jüngsten Ausgabe hatte ich für Gold den Abschluss der Minirallye beschrieben. Diesem Anspruch konnte die zwischenzeitliche Entwicklung auch gerecht werden, wie der Chart es zeigt. Die sich daraufhin einstellende Korrektur konnte dementgegen noch nicht das prognostizierte Potenzial erreichen. Zum einen ist noch nicht aller Tage Abend, zum anderen scheint mir dadurch ein anderes Szenario für Gold wesentlich wahrscheinlicher. Daher habe ich heute ein leicht abgeändertes Szenario dargestellt. Der bisherige Tenor wurde dadurch nicht berührt!

 

Ausblick für Gold:

Bedingt durch Aufsetzen auf den beiden 0.38 und 0.62 Retracements bei 1.677 und 1.685 USD und insbesondere durch den vermiedenen Schlusskurs unterhalb dieser beiden Unterstützungen, wurde der Aufwärtstrend bei Gold lediglich unterbrochen. Resultierend aus dieser Verweigerungshaltung erwarte ich nun die Ausbildung einer komplexen Korrektur (abc-x-abc) als übergeordnete Welle (B). Das sich eine „B“ sehr gern einer komplexen Struktur bedient hatte ich bereits mehrfach erwähnt, sodass dessen Eintreten sehr wahrscheinlich ist.

Gold steht vor einer abschließenden Aufwärtswelle
Demzufolge wird sich Gold zeitnah wieder etwas Emporschrauben können. Das Ziel dieser Welle (B) abschließenden kleinen (c) liegt auf dem Niveau des 1.38-Widerstandes bei 1.810 USD. Der Startschuss hierfür fällt mit Überschreiten des 0.76-Widerstandes bei aktuell 1.722 USD. Welle (c) kann dabei eine enorme Dynamik entwickeln und Gold das erwähnte Ziel binnen weniger Tage erreichen lassen. Dieses Szenario erfährt erst durch einen erneuten Bruch der 0.38-Linie (1.677 USD) seinen Abbruch.

Fazit:

Gold befindet sich in der abschließenden Phase des seit Mitte März laufenden Trends. Daher sollte ein Engagement sehr genau überlegt sein. Zur Absicherung bestehender Positionen eignet sich das 0.38 Retracement bei 1.677 USD.

Öl – der „loser“ gegenüber Gold weiter im Crash-Modus?

In meiner jüngsten Betrachtung hatte ich für das Nordseeöl der Sorte Brent einen Abverkauf bis in den Bereich um 23 USD hinein prognostiziert, wie der Chart es zeigt. Ganz so tief musste sich das schwarze Gold noch nicht fallen lassen, doch ist die verbliebene Kurslücke marginal – zum einen. Zum andern ist auch noch nicht aller Tage Abend, wird sich die Korrektur noch geraume Zeit fortsetzen. Wie der nunmehr fast drei Jahre alte Langzeitchart es zeigt, sehe ich Brent unmittelbar vor einer größeren Trendwende stehen.

Ausblick:

Die aktuelle Konstellation hat die Aufgabe eine Wellenabschlussformation auszubilden. Wie der Chart es zeigt, erwarte ich die Ausbildung eines Triangles (A-B-C-D-E), um Welle (c) abzuschließen. Es besteht allerdings auch die Möglichkeit, dass sich diese Formation als Diagonalimpuls entpuppt. Die Auswirkungen auf den absehbaren Zeitraum nehmen sich bescheiden aus, sodass ich an dieser Stelle nicht näher auf diese Option eingehen werde. Im weiteren Verlauf von Welle (C) wird Brent Öl noch bis zur Unterstützung bei 24.35 USD (1.00 Retracement) fallen und erst hier einen tragfähigen Boden entstehen lassen.

Im Gegensatz zu Gold ist Öl weiter im Sinkflug

Nach Abschluss von (E); (c) und gleichfalls der sehr großen (E) wird das seit 2008 laufende Triangle (A-B-C-D-E) abgeschlossen. Der Langzeitchart zeigt diese Formation auf. Der sich daraufhin einstellende Aufwärtstrend bei Öl ist äußerst langfristig (so wie zuvor der bei Gold) und nimmt mit dem Überschreiten des 0.76 Retracements (33.23 USD) eine erste sehr aussagekräftige Hürde. Größere Gefahren würden sich erst durch einen sehr nachhaltigen Bruch des 1.00 Retracements (24.35 USD) einstellen.

Fazit für Öl:

Brent bietet derzeit noch keine Möglichkeit, sich in Brent einzubringen. Ein erstes Signal entsteht über 33.23 USD. Die Absicherung kann bei 24.35 USD (1.00 Retracement) erfolgen.



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2 Kommentare

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