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Gold/Silber

Goldleihe – ein Widerspruch in sich?

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Wer Gold als Kapitalanlage physisch kauft, der schützt sein Vermögen vor der größten Schuldenblase der Menschheitsgeschichte. In dieser Hinsicht macht es keinen Sinn, das Edelmetall in Form einer Goldleihe anschließend wieder zu verborgen und so in einen Schuldschein zu verwandeln.

Goldleihe – ein Missverständnis

Um gleich einem Missverständnis vorzubeugen: Es gibt auch seriöse Anbieter von Edelmetalldarlehen, aber mit einem entscheidenden Unterschied: Der Goldeigentümer hinterlegt sein Edelmetall als Sicherheit für einen Bank-Kredit und bekommt im Gegenzug günstige Darlehenszinsen. Bei einer Goldleihe ist es genau andersherum: Der Händler, der seinen Kunden Gold verkauft, liefert statt des Metalls nur einen Schuldschein und das Versprechen, mit dem geborgten Gold Handel zu treibt. Als Entschädigung für den Verzicht auf die Ware erhält der Kunde eine Zinszahlung. In Anbetracht des historisch niedrigen Zinsumfelds mutet die Höhe der offerierten Zinsen fast sensationell an, zumal die Zahlung oft sogar quartalsweise erfolgt. Doch im Leben bekommt man bekanntlich nichts geschenkt. Man sollte das Versprechen des Goldschuldners (Händler) genau hinterfragen und verstehen, wofür man den Zins bekommt. Andernfalls läuft man Gefahr, Opfer eines Goldanlagebetrugs zu werden.

Fragen Sie auf jeden Fall den Händler, dem Sie Ihr Gold überlassen haben, ob sich das Edelmetall tatsächlich vollständig und physisch in seinem Handelsbestand befindet? Wenn der Händler Ihnen daraufhin ausweichend, einschränkend oder sogar verneinend antwortet, sollten bei Ihnen alle Alarmglocken schrillen. Denn in diesem Fall haben Sie schlicht einem Einzelhandelsunternehmen ein Firmendarlehen gewährt – zu seiner freien Verfügung. Damit würde sich der gezahlte Zins in Hinblick auf das Tilgungsrisiko relativieren. Wie viel Zinsen müsste dieses Unternehmen zahlen, wenn es sich am Kapitalmarkt oder bei Banken Geld leihen würde? Ohne die Finanzkennzahlen des Schuldners im Detail zu kennen, die eine Bank vor der Darlehensvergabe ausführlich recherchieren würde, können Sie als privater Gläubiger gar nicht einschätzen, ob der Zins dem Kreditrisiko des Händlers überhaupt gerecht wird. Möglicherweise ist das Unternehmen, dem Sie Ihr Gold leihen, auch wegen des Goldleihegeschäfts längst überschuldet und eine tickende Zeitbombe – Sie können es nicht wissen.

Der Schuldschein, den Sie in Händen halten, wäre dann vielleicht so ziemlich das Gegenteil dessen, was sie mit ihrer Kapitalanlage in Gold eigentlich erreichen wollten. Physisches Gold ist als Sachwert ein Gegenstück zu den diversen Forderungen in Ihrer Vermögensbilanz, z. B. in Form von Renten- und Pensionsansprüchen, Staats- und Unternehmensanleihen oder klassischen Kapital-Lebensversicherungen. Mit einer Goldleihe wäre der ursprüngliche Gedanke der Vermögensdiversifikation in dieser Hinsicht ad absurdum geführt.

Doch selbst wenn der Händler das von Ihnen geliehene Metall zu einhundert Prozent physisch besitzt und nicht nur in Form von Terminkontrakten, ist es dennoch kein Sondervermögen und damit nicht insolvenzgeschützt. Sollte der Schuldner (Goldhändler) in die Pleite gehen, fließt Ihr physisches Gold mit in die Insolvenzmasse ein. Da die Golddarlehen oft als Nachrangdarlehen konstruiert sind, können Sie sich dann in der Schlange der Gläubiger ganz Hinten anstellen.

Fazit

Die Gefahr, bei der Goldleihe einem Schneeballsystem aufzusitzen, ist real. Überlegen Sie bitte: Jemand verkauft Ihnen ein Anlagegut und liefert es nicht aus. Die Lieferung erfolgt auch nicht in ein Sammel- oder Zollfreilager, in dem regelmäßig im Rahmen einer Inventur von einem Treuhänder durchgezählt wird. Stattdessen verspricht der Händler, Ihr Gold an jemand anderen zu verkaufen und Sie dann an der relativ engen Handelsmarge zu beteiligen. Dem nächsten Kunden kann der Händler dann theoretisch das gleiche versprechen. Am Ende wurde viel Gold verkauft aber nichts geliefert. Und wenn der Händler Ihnen auf Anfrage dann noch bestätigt, dass nur ein Teil des via Goldleihe geborgten Metalls physisch im Handelsbestand vorhanden ist, steht das mit der Leihe verbundene Verlustrisiko möglicherweise auch in keinem marktüblichen Verhältnis mehr zum gezahlten Zins. Also, wenn Sie sich für Gold als Investment entscheiden, dann machen Sie keine Kompromisse bei der Sicherheit ihres glänzenden Eigentums. Schützen Sie es nicht nur vor Diebstahl und möglicher fiskalischer Wegnahme, sondern auch vor möglichem Betrug und der möglichen Insolvenz Dritter.

Goldbarren - Goldleihe ein Widerspruch?
Foto: pixabay / PublicDomainPictures

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Devisen

Powell-Rede: So reagieren, Dax, Dow, Euro, Ölpreis und Goldpreis

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Fed-Chef Jerome Powell hat vorhin seine Rede begonnen, aber der Redetext wurde ja bereits vor 90 Minuten veröffentlicht. Beim Klick an dieser Stelle finden Sie die wichtigsten Aussagen. Am Wichtigsten ist sein Statement, dass die Zinsen unverändert bleiben, wenn sich die Konjunkturlage nicht überraschend verändert. Die Wirtschaft laufe robust, auch wenn Risiken durch den Handelskrieg bleiben (verkürzt zusammengefasst). Und was hat der Markt bis jetzt aus diesem Statement gemacht? Die Aktienindizes reagieren positiv, Dow +99 Punkte, Dax +20 Punkte. Im folgenden Chart sieht man den Dow seit Ende letzter Woche. Mit dem kleinen aktuellen Anstieg kann er die Verluste seit gestern Abend wieder aufholen. Aber mal ehrlich. Gut 100 Punkte ist keine große Bewegung. Alles in allem sagt Powell das, was man ungefähr auch erwarten konnte.

Dow 30 seit Ende letzter Woche

Der WTI-Ölpreis steigt um 56 Cents, und damit wie so oft in direkter Parallelbewegung zum US-Aktienmarkt. Eine robuste US-Konjunktur bedeutet robuste Öl-Nachfrage, was Öl am Terminmarkt jetzt für diesen Moment etwas nach oben hilft. Im folgenden Chart sieht man den Ölpreis-Verlauf der letzten zehn Tage. Unglaublich aber wahr. Trump-Rede und Powell-Rede sind insgesamt gesehen so langweilig, dass der Ölmarkt die tagelange Seitwärtsrange nicht verlassen will.

Ölpreis seit 10 Tagen

Euro zum US-Dollar bleibt unverändert zum Zeitpunkt vor Veröffentlichung des Redetextes. Der US-Dollar Index hat seitdem 0,02 Indexpunkte eingebüßt. Der Goldpreis zeigt sich unterm Strich mit 1.463 Dollar robust nach vorher 1.462 Dollar – auch wenn er seit dem tatsächlichen Start der Rede 3 Dollar gefallen ist. Gold konnte vom Risk Off Trade seit gestern ein wenig profitieren. Kann er dieses Niveau halten und über Nacht einen kleinen Boden ausbilden? Und zu guter letzt werfen wir einen Blick auf die zehnjährige US-Anleiherendite. Die hat sich mit 1,87% nicht bewegt in den letzten 90 Minuten.

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Gold/Silber

Aktuell: Goldpreis reagiert auf Trump – Vorsichtig heute ab 17 Uhr!

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Gold Barren

Der Goldpreis zeigt seit gestern ein kleines robustes Signal, dass man für den Augenblick (!) nicht weiter stufenweise abrutschen will. Dazu schauen wir bitte mal auf den folgenden Chart. Er zeigt den Verlauf im Goldpreis (in blau) seit dem 1. November in Relation zum steigenden US-Dollar (US Dollar Index). Der US-Dollar notiert gestern und heute robust um die 98,20 Indexpunkte, nach einer vorigen längeren Anstiegsphase. Der Goldpreis fiel seit geraumer Zeit von 1.514 Dollar bis zum Tiefpunkt bei 1.445 Dollar gestern um 16 Uhr. Die Tatsache, dass Gold trotz robustem US-Dollar aktuell ein wenig steigt, ist schon mal ganz vorsichtig positiv für das Edelmetall zu werten.

Goldpreis vs US-Dollar Index

Goldpreis steigt dank Trump-Rede

Die gestern mit Spannung erwartete Rede von Donald Trump enthielt keinerlei Hoffnung auf eine Entspannung im Handelskrieg mit China. Im Gegenteil. Die Angst vor einer weiteren Eskalation ist ein klein wenig gestiegen (die wichtigsten Details der Rede finden Sie hier). Der kleine Risk Off Trade läuft seit gestern Abend. Der Schweizer Franken (siehe hier) ist angesprungen und steigt spürbar an. Die Flucht in die sogenannten „Sicheren Häfen“ ist derzeit ein kleines, aber angesagtes Thema! Der Goldpreis (folgender Chart seit letztem Donnerstag) stieg nach der Trump-Rede von 1.452 auf heute 1.465 Dollar (aktuell 1.463 Dollar).

Achtung heute 17 Uhr

Und wie man so oft sagt „Nach den Daten ist vor den Daten“, so heißt es diese Woche „Nach der Rede ist vor der Rede“. Gestern war Donald Trump an der Reihe, und enttäuschte den Markt, weil es keine klaren Aussagen zum Handelskrieg gab. Heute um 17 Uhr deutscher Zeit redet Fed-Chef Jerome Powell. Gibt es von ihm interessante Aussagen zur US-Konjunktur und zu den Zinsen in den USA? Der Goldpreis versucht sei gestern eine kleine Konsolidierung im Chart hinzubekommen. Ob es funktioniert? Achten wir alle zusammen nachher auf die Worte von Jerome Powell.

Goldpreis Verlauf

Hier der Gold-Chart seit dem 17. Oktober. Man sieht, dass der winzige Aufwärtsmove am Ende noch keine charttechnische Stabilität darstellt, geschweige denn eine Trendumkehr. Wenn er bis morgen durchhält oder sogar leicht ansteigen kann, wäre das für den Goldpreis ein weiteres kleines, durchaus stabilisierendes Zeichen – wenn man die Charttechnik vorrangig betrachtet!

Gold in US-Dollar seit dem 17. Oktober

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Gold/Silber

Rüdiger Born: Dax und Gold im Fokus

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Zur aktuellen Entwicklung im Dax möchte ich mich im folgenden Video äußern. Wichtig wird heute um 17 Uhr die Rede von Fed-Chef Jerome Powell. Gold zeigt seit Längerem ein interessantes Bild bei der Aufwärtsseite. Die Caterpillar-Aktie ist heute mein Trade des Tages. Die Detailanalyse können Sie völlig kostenfrei lesen nach vorheriger Anmeldung an dieser Stelle.

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