Gold/Silber

Goldpreis fällt – die Relation zu US-Dollar und US-Anleiherendite – das große Bild

Ein Barren Gold

Der Goldpreis war die letzten Tage unter Druck geraten, weil der US-Dollar als Gegenpol seit letztem Dienstag Stück für Stück weiter zulegen konnte, und weil auch die Rendite für zehnjährige US-Staatsanleihen wieder anstieg. An dieser Stelle werfen wir einen Blick auf die aktuelle Lage und auch auf das große Bild.

Goldpreis aktuell in Bedrängnis

Aktuell ist Gold weiter unter Beschuss. Der US-Dollar zeigt weiter Stärke. Der Dollar-Index notierte Freitag früh noch bei 92,75 Indexpunkten, jetzt sind es 93,37 Punkte.  Und obwohl die Aktienmärkte sich ganz aktuell etwas nervös zeigen, kann Gold davon nicht profitieren. Der Goldpreis steht aktuell sehr stark unter der Fuchtel des US-Dollar, viel stärker als unter der Fuchtel der Rendite für US-Staatsanleihen. Im folgenden Chart sehen wir den Preisverlauf bei Gold seit Ende Juli. Der Markt muss aufpassen, kurzfristig nicht weiter abzurutschen, wo im größeren Bild doch die Notenbanken und Staaten mit Gelddrucken und Schuldenmachen nur all zu gute Gründe für die Flucht hin zu Gold liefern.

Chart zeigt Goldpreis im Kursverlauf seit Ende Juli

Das große Bild für Gold

Im folgenden Chart sehen wir seit Februar die Entwicklung im Goldpreis in rot-grün gegenüber der Entwicklung des US-Dollar in blau (Währungskorb US-Dollar Index zeigt den Greenback gegenüber anderen wichtigen Währungen). Man sieht den monatelangen Absturz des US-Dollar, was dem Goldpreis wunderbar beim Anstieg half. In diesem großen Bild erscheint der jüngste Dollar-Anstieg eher als kleine technische Erholung nach dem langen und und deutlichen Absturz. Denkbarwäre es, dass der US-Dollar demnächst auch wegen der extrem expansiven Politik der Fed seine Abwärtsfahrt wieder aufnimmt, was dem Goldpreis helfen würde.

Im zweiten Chart sehen wir die Rendite für zehnjährige US-Staatsanleihen seit März. Auf lange Sicht ist es ein Seitwärtstrend. Aber von Juni bis in die erste Augustwoche erkennt man einen gewissen Abwärtstrend. Weniger Rendite für Anleihen bedeutet eine leicht ansteigende Attraktivität für das zinslose Edelmetall, und damit auch mehr Potenzial für den steigenden Goldpreis. Und siehe da. Am 6. August notierte die Rendite für US-Staatsanleihen im Tief bei 0,51 Prozent. Und exakt zeitgleich erreichte der Goldpreis sein Rekordhoch bei 2.073 Dollar. Seitdem ist die Rendite wieder auf aktuell 0,68 Prozent gestiegen, und der Goldpreis auf aktuell 1.916 Dollar gefallen. Also, weiterhin Augen auf Richtung Anleiherendite, und vor allem US-Dollar!

Der Chart zeigt Kursverlauf von Goldpreis gegen US-Dollar seit Februar

Chart zeigt Verlauf der Rendite für US-Staatsanleihen seit März



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