Gold/Silber

Kurz und knapp Goldpreis über 1.800 Dollar dank Dollar-Schwäche – aber Vorsicht!

Der Goldpreis steigt im Zuge der Schwäche von US-Dollar und US-Anleiherenditen. Heute Nachmittag werden die Karten neu gemischt.

Der Goldpreis steigt vor allem seit Mittwoch Abend von 1.752 Dollar auf aktuell 1.802 Dollar. Im Chart sehen wir den Verlauf im Goldpreis seit dem 4. November (blaue Linie) im Vergleich zu Dollar-Index und der zehnjährigen US-Anleiherendite, die beide im Gleichklang verlieren. Denn die Aussichten auf weiter steigende Zinsen werden vom Kapitalmarkt seit einigen Tagen schwächer eingeschätzt. Und Mittwoch Abend veranlassten die Aussagen von Fed-Chef Jerome Powell den Markt erneut weniger stark steigende Zinsen zu erwarten. Die Inflation wächst nicht mehr so stark, und so steigen die Hoffnungen, dass beim nächsten Zinsschritt statt bisher erwartet 75 Basispunkte nur noch um 50 Basispunkte erhöht wird. Eine Abschwächung der Zinserhöhungserwartungen sorgt für den fallenden Dollar und fallende Anleiherenditen, was gut ist für das zinslose Gold!

Aber Vorsicht! Heute um 14:30 Uhr deutscher Zeit werden die US-Arbeitsmarktdaten für November veröffentlicht. Sie sind auch für die Federal Reserve ein sehr wichtiger Faktor. Werden sehr viele neue Stellen geschaffen, steigen die Stundenlöhne stärker als erwartet? Druck vom Arbeitsmarkt könnte die Marktmeinung doch wieder ändern hin zu mehr Zinserhöhungsdruck – der Goldpreis könnte wieder schwächeln. Um 14:30 Uhr werden die Karten auch bei Gold neu gemischt.

Goldpreis im Vergleich zu US-Dollar und US-Anleiherendite
Chart: TradingView



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5 Kommentare

  1. Was nützt mir steigender Goldkurs in Dollar, wenn er in Euro so ziemlich gleich bleibt ?
    Meiner Meinung nach passt sich der Gold und Silberkurs eher dem Eurowert an.

    1. Hallo Ottonorma.
      Naja, der Goldpreis hat in Euro in diesem Jahr fasst die Inflationsrate ausgeglichen.
      Und seit 2019 ist er in Euro um über 50 % gestiegen. Aber das Jahr ist ja noch nicht zu Ende.
      Ich denken, damit ist noch einiges mehr übergeblieben als nur der Ausgleich der Inflationsrate.

      Viele Grüße aus Andalusien Helmut

    2. Hallo Ottonorma, „anpassen“ wird sich Gold nicht dem Euro.
      Seit dem Jahre 2000 hat der Euro gegenüber Gold etwa 85 % an Kaufkraft verloren.
      Die etwa 15 % schafft der Euro auch noch.

      Viele Grüße aus Andalusien Helmut

  2. Für Spekulanten mit Papiergold sicherlich interessant.
    Für mich als langjähriger Besitzer von physischen Gold, sind solche Kurssteigerungen, die auch zum Teil wieder zurückkommen werden, nur Nebensache.
    Für mich ist wichtig, dass physisches Gold keinen Schuldner hat, eine weltweite Universalwährung ist, und noch eine Menge weiterer Dinge, die Papierwerte nie haben können.

    Viele Grüße aus Andalusien Helmut

    1. Apropos Gold : Schon gesehen ? Markus Krall äußert sich zu seiner Entlassung bei mmnews mit Michael Mross.
      https://www.youtube.com/watch?v=NxJ1C6gop1w

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