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Gold/Silber

Goldpreis steigt sprunghaft – was der US-Dollar damit zu tun hat

Claudio Kummerfeld

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am

Ein Barren Gold

Der Goldpreis steigt weiter an. Von Wochenanfang bis gestern Mittag lag er fast angekettet bei 1.770 Dollar. Aber dann, gestern gab es ab 16 Uhr einen sprunghaften Anstieg, und heute setzt sich die Stärke fort bis auf 1.788 Dollar. Aber was ist da passiert? Auf den allerersten Blick hätte es den gestrigen Anstieg im Goldpreis doch gar nicht geben dürfen? Schauen wir etwas genauer hin.

Gute US-Konjunkturdaten, Goldpreis steigt

Gestern um 16 Uhr deutscher Zeit wurde das US-Verbrauchervertrauen deutlich besser vermeldet als erwartet (hier die Details). Das half in den folgenden 60 Minuten dem Dow Jones gut 200 Punkte nach oben. Eine bessere Konjunkturerwartung hilft riskanteren Geldanlagen, und ist eigentlich Gift für den „Sicheren Hafen“ namens Gold. Aber nein, der Goldpreis stieg merkwürdigerweise gestern ab 16 Uhr in den folgenden 60 Minuten von 1.770 Dollar auf 1.784 Dollar. Das hätte basirend auf diesen Daten eigentlich nicht passieren dürfen.

Aber da ist ja noch der US-Dollar. Anhand des US Dollar Index, einem Währungskorb des US-Dollar gegen andere Hauptwährungen, kann man seine Entwicklung gut verfolgen. Ebenfalls gestern ab 16 Uhr deutscher Zeit begann der US-Dollar stark zu schwächeln. Der Dollar Index fiel von 97,65 Indexpunkten ab 16 Uhr auf 97,20 bis 17 Uhr. Eine spürbare Bewegung, die den Goldpreis nach oben beförderte. Dass er wegen dem US-Dollar und trotz (!) der guten US-Konjunkturdaten 14 Dollar hoch sprang, zeigt den aktuellen Drang von Gold, weiter steigen zu wollen. Man braucht offenkundig immer wieder Anlässe für neue Aufwärtsschübe. Heute zeigt das Edelmetall weiter Stärke. Gleich um 14:15 Uhr können die ADP-Daten zur US-Arbeitslosigkeit erneut Bewegung in die Kurse bringen!

Analystenmeinung

Jasper Lawler von der London Capital Group weist in seinem aktuellen Kommentar darauf hin, dass die Terminkontrakte auf Gold am Dienstag die Marke von 1.800 Dollar überquerten, und die Spotpreise rund 12 unter diesem Meilenstein lagen. Der Goldpreis sei in den letzten 3 Monaten um mehr als 12 Prozent gestiegen, und habe damit das beste Quartal seit 2016 hingelegt. Gold habe den Großteil seiner Gewinne erzielt, als der US-Dollar Schwäche zeigte. Die Richtung der US-Währung bestimme wahrscheinlich auch die kurzfristige Richtung für Gold, so Jasper Lawler.

Gestern sprachen wir über das Funktionieren von Gold als Risk Off-Geldanlage im großen Bild. Hier kommen Sie zum gestrigen Artikel. Im folgenden Chart sehen wir mittig den gestrigen Anstieg im Goldpreis, im direkten Vergleich zum fallenden US-Dollar (in blau).

Dieser Chart zeigt den Goldpreis im Vergleich zum US-Dollar

2 Kommentare

2 Comments

  1. Avatar

    Columbo

    1. Juli 2020 18:15 at 18:15

    …und fällt sprunghaft(oder wird gefällt), typisch Gold halt…

  2. Avatar

    Der Orologe

    3. Juli 2020 11:07 at 11:07

    Goldpreis fällt gerade sprunghaft um 4 USD! Was hat das zu bedeuten? Und was wird jetzt aus dem US-Dollar und den Aktienmärkten?

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Gold/Silber

Gold: Die Korrektur ist noch nicht vorbei, ausser das passiert..

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Veröffentlicht

am

Die sehr schwache Performance, welche sich in der vergangenen Handelswoche bei Gold eingestellt hat, konnte die jüngste Betrachtung gut nachvollziehen. Mit dieser Performance folgt das Edelmetall meiner letzten Sichtweise, wie diese im Chart dargestellt ist. Das Tragische daran ist, dass sich Gold nach wie vor im Korrekturmodus befindet und aller Voraussicht nach diesen Zustand zeitnah auch nicht verlassen wird. Die im Chart dargestellte größere Trendwende ist mit der aktuellen Korrektur noch nicht gemeint.

Ausblick für Gold:

Das mehrfache Überschreiten des Widerstandes bei 1.910 USD (0.50-Retracement) ist für sich genommen ein positives Vorzeichen auf die zu erwartende Entwicklung. Doch wurden diese Schritte immer wieder abverkauft, sodass sich der positive Effekt in sehr engen Grenzen hält. Im weiteren Verlauf von Welle (x) wird Gold noch bis zur 0.76-Linie (1.943 USD) steigen; für wesentlich mehr wird die Kraft indes nicht reichen. Die auf dem gleichen Niveau liegende Trendkanallinie unterstützt dieses Szenario zusätzlich und zudem noch sehr massiv.

Gold befindet sich nach wie vor in der Korrektur
Mit der sich anschließenden zweiten Welle (a), der komplexen Korrektur (abc-x-abcde), wird der übergeordnete Abwärtstrend bei Gold wieder aufgenommen. Das Potenzial dieser Korrektur wird sich nicht dramatisch darstellen und sollte bereits auf dem Niveau des 0.38-Retracements (1.810 USD) erschöpft sein. Andererseits würde sich erst durch einen signifikanten Sprung über den 0.76-Widerstand bei 1.943 USD ein positives Signal generieren. Diesen Schritt erwarte ich für den hier abgebildeten Zeitraum nicht.

Fazit:

Die derzeit noch laufende Korrektur steht einem Engagement bei Gold, besonders auf längere Sicht, entgegen. Ein kleines Signal würde über der 0.76-Linie (1.943 USD) entstehen.

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Aktien

Dax-Wochenausblick: Test der 1.000 Punkte Range – folgt bald der Ausbruch?

Stefan Jäger

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Im folgenden Video bespricht Marius Schweitz von Projekt30 die abgelaufene Woche im Dax und gibt einen ausführlichen Ausblick auf die kommende Handelswoche. Dabei geht er konkret auf die übergeordnet Seitwärtsrange ein und zeigt mögliche Szenarien auf, wie sich die ausgebildete 1.000 Punkte Range auflösen könnte. Im deutschen Leitindex haben sich sehr spannende Chart-Formationen herauskristallisiert, die auf eine große Bewegung hindeuten. In dem Video sehen Sie aber nicht nur einen Dax-Ausblick, sondern auch noch weitere Einschätzungen zum Dow Jones, Bitcoin, Gold, Euro, Softbank und Deutsche Bank.

Die Setiwärtsrange im Dax von Juli bis Oktober

Im März startete die rasante Corona-Rally, die viele Anleger als die „meistgehasste Rally aller Zeiten“ betiteln, aber seit ein paar Monaten ist sie ins Stocken geraten. Zwischen März und Juli kannte der deutsche Leitindex im Grunde nur eine Richtung – nämlich gen Norden. Im Juli hat der Anstieg aber erstmals ein abruptes Ende gefunden, nachdem der Dax das Hoch bei 13.315 Punkten erzielt hatte. Seitdem konnte er diesen Bereich nur zweimal wieder erreichen. Zum einen am 03.09. mit dem Hoch bei 13.460 und schließlich noch einmal am 14.09. bei 13.339.

Demgegenüber stehen zusammen mit dem Tief vom letzten Donnerstag drei Marken, die die Unterkante der Range bilden. Die drei Punkte setzen sich aus dem August-Tief (03.08.) bei 12.365, dem September-Tief (25.09.) bei 12.341 und schließlich dem Oktober-Tief (22.10.) bei 12.345 zusammen. Aus diesen drei Marken hat sich ein starker Unterstützungsbereich gebildet. Als zusätzliche Unterstützung kann man noch das Tief von Anfang Juli bei 12.254 hinzuzählen. Ein Bruch der Range-Unterkante dürfte folglich einem kräftigen Impuls auf der Unterseite auslösen. Erfahrungsgemäß wird die gleiche Höhe der Range in die entsprechende Richtung abgearbeitet. Angenommen, dass der Ausbruch im Dax auf der Oberseite gelingt, dann ergibt sich daraus ein Ziel bei 14.340 Punkten. Dementgegen liegt das Ziel bei einem Ausbruch auf der Unterseite bei 11.340 Punkten.

Dax-Wochen-Ausblick KW44 - 1.000 Punkte Seitwärtsrange von Juli bis Oktober

Aktuelle Chart-Fomationen im Dax

Auf verschiedenen Zeitebenen haben sich im Dax interessante Chart-Formationen entwickelt. Zum einen hat sich im 10-Minuten-Chart ein Descending Broadening Wedge (DBW) ausgebildet, das eine bullische Formation darstellt. Im Stundenchart ist zudem ein großes DBW-Wedge aktiv, das bei einer Auflösung hohe Ziele auf der Oberseite ermöglicht. Auf der bärischen Seite sehen wir außerdem noch eine aktive Wolfe Wave (Keil), die den bärischen Trigger bei 12.341 auslösen könnte. Dadurch würden sich Kurse unter der 12.000 Punkte-Marke ergeben. Auf Tagesbasis hat sich zwischen Juli und Oktober zusätzlich eine SKS gebildet. Sowohl die genannten Formationen, als auch die wichtigen charttechnischen Marken für die kommende Woche werden ausführlich und für jeden verständlich im Video erläutert.

Fazit

Der Dax steht vor einer ausschlaggebenden Richtungsentscheidung, diese kann eine Bewegung von mehr als 1.000 Punkten einleiten. In dem Video-Ausblick wird ausführlich auf die möglichen Szenarien eingegangen. Insbesondere die von Marius Schweitz herausgearbeiteten Chart-Formationen sind sehr sehenswert und zeigen die Möglichkeiten auf, wie es im Dax in der nächsten Woche und darüber hinaus weitergehen kann. Zudem erscheint für alle Leser und Leserinnen von Finanzmarktwelt ab Montag wie gewohnt der DAX daily. Viel Spaß beim schauen des Videos.

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Gold/Silber

Goldpreis wacklig unterwegs – Achtung US-Dollar und US-Renditen

Claudio Kummerfeld

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Ein Barren Gold

Gestern berichteten wir über das größere Bild für Gold, und warum der Goldpreis nach einem Biden-Wahlsieg in den USA eventuell spürbar steigen könnte (hier der Artikel). Heute schauen wir auf die Tagesaktualität. Die Gold-Bullen könnten im Keller verschwinden und stundenlang schreien vor Wut. War der Goldpreis noch vorgestern auf 1.931 Dollar gestiegen, und sah es endlich nach dem großen Durchbruch nach oben aus, so rauschte das Edelmetall gestern mal wieder unter die Marke von 1.900 Dollar, auf bis zu 1.893 Dollar im Tief.

Goldpreis mit Blick auf US-Dollar und Anleiherenditen

Aktuell notiert der Goldpreis bei 1.909 Dollar. Nach fast zweitägigem Ansteigen zeigt der US-Dollar seit heute wieder Schwäche. Der Dollar-Index (Währungskorb des US-Dollar gegen andere Hauptwährungen) fällt heute von 93,08 auf 92,69 Indexpunkte. Kann man ein Niveau im Goldpreis von um die 1.900 Dollar inzwischen als charttechnische Unterstützungsmarke betrachten? Schwer zu sagen. Auf jeden Fall ist es seit Wochen ein elendiges Rauf und Runter um diese runde Marke.

Wichtig für Gold-Bullen ist, dass die Rendite für zehnjährige US-Staatsanleihen seit einigen Tagen am Steigen ist. Binnen genau einer Woche steigt sie von 0,73 Prozent auf 0,85 Prozent. Damit werden Anleihen in Relation zum zinslosen Gold also wieder attraktiver, was den Goldpreis anfälliger für Rückschläge macht.

Die Analysten der Commerzbank merken in einem aktuellen Kommentar zu Gold an, dass die steigenden US-Renditen womöglich auch der Grund seien, dass ETF-Investoren gestern den dritten Tag in Folge Positionen verkauft haben. In den letzten drei Tagen summieren sich die Abflüsse auf 7,6 Tonnen. Auch einige spekulative Finanzinvestoren könnten laut CoBa weitere Long-Positionen geschlossen haben. Einen Eindruck hierüber gebe die CFTC-Statistik heute Abend.

Der folgende Chart zeigt seit Dienstag Abend in rot-grün den Goldpreis gegen den Dollar-Index in blau. Der ganz aktuell fallende US-Dollar könnte heute Mittag dem Goldpreis Aufschub verleihen. Aber man vergesse bitte wie gesagt nicht die steigenden US-Renditen. Und es ist weiterhin unklar, wie nun mit dem möglichen Konjunktur-Stimulus in den USA verfahren wird.

Chart zeigt Vergleich zwischen Goldpreis und US-Dollar

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