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Gold/Silber

Goldpreis steigt sprunghaft – was der US-Dollar damit zu tun hat

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Ein Barren Gold

Der Goldpreis steigt weiter an. Von Wochenanfang bis gestern Mittag lag er fast angekettet bei 1.770 Dollar. Aber dann, gestern gab es ab 16 Uhr einen sprunghaften Anstieg, und heute setzt sich die Stärke fort bis auf 1.788 Dollar. Aber was ist da passiert? Auf den allerersten Blick hätte es den gestrigen Anstieg im Goldpreis doch gar nicht geben dürfen? Schauen wir etwas genauer hin.

Gute US-Konjunkturdaten, Goldpreis steigt

Gestern um 16 Uhr deutscher Zeit wurde das US-Verbrauchervertrauen deutlich besser vermeldet als erwartet (hier die Details). Das half in den folgenden 60 Minuten dem Dow Jones gut 200 Punkte nach oben. Eine bessere Konjunkturerwartung hilft riskanteren Geldanlagen, und ist eigentlich Gift für den “Sicheren Hafen” namens Gold. Aber nein, der Goldpreis stieg merkwürdigerweise gestern ab 16 Uhr in den folgenden 60 Minuten von 1.770 Dollar auf 1.784 Dollar. Das hätte basirend auf diesen Daten eigentlich nicht passieren dürfen.

Aber da ist ja noch der US-Dollar. Anhand des US Dollar Index, einem Währungskorb des US-Dollar gegen andere Hauptwährungen, kann man seine Entwicklung gut verfolgen. Ebenfalls gestern ab 16 Uhr deutscher Zeit begann der US-Dollar stark zu schwächeln. Der Dollar Index fiel von 97,65 Indexpunkten ab 16 Uhr auf 97,20 bis 17 Uhr. Eine spürbare Bewegung, die den Goldpreis nach oben beförderte. Dass er wegen dem US-Dollar und trotz (!) der guten US-Konjunkturdaten 14 Dollar hoch sprang, zeigt den aktuellen Drang von Gold, weiter steigen zu wollen. Man braucht offenkundig immer wieder Anlässe für neue Aufwärtsschübe. Heute zeigt das Edelmetall weiter Stärke. Gleich um 14:15 Uhr können die ADP-Daten zur US-Arbeitslosigkeit erneut Bewegung in die Kurse bringen!

Analystenmeinung

Jasper Lawler von der London Capital Group weist in seinem aktuellen Kommentar darauf hin, dass die Terminkontrakte auf Gold am Dienstag die Marke von 1.800 Dollar überquerten, und die Spotpreise rund 12 unter diesem Meilenstein lagen. Der Goldpreis sei in den letzten 3 Monaten um mehr als 12 Prozent gestiegen, und habe damit das beste Quartal seit 2016 hingelegt. Gold habe den Großteil seiner Gewinne erzielt, als der US-Dollar Schwäche zeigte. Die Richtung der US-Währung bestimme wahrscheinlich auch die kurzfristige Richtung für Gold, so Jasper Lawler.

Gestern sprachen wir über das Funktionieren von Gold als Risk Off-Geldanlage im großen Bild. Hier kommen Sie zum gestrigen Artikel. Im folgenden Chart sehen wir mittig den gestrigen Anstieg im Goldpreis, im direkten Vergleich zum fallenden US-Dollar (in blau).

Dieser Chart zeigt den Goldpreis im Vergleich zum US-Dollar

2 Kommentare

2 Comments

  1. Avatar

    Columbo

    1. Juli 2020 18:15 at 18:15

    …und fällt sprunghaft(oder wird gefällt), typisch Gold halt…

  2. Avatar

    Der Orologe

    3. Juli 2020 11:07 at 11:07

    Goldpreis fällt gerade sprunghaft um 4 USD! Was hat das zu bedeuten? Und was wird jetzt aus dem US-Dollar und den Aktienmärkten?

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Achtung Dax, Commerzbank-Krise, Gold-Hype

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Chaos bei der Commerzbank. Der Chef Martin Zielke wurde vor die Tür setzt. 10.000 Stellen sollen wohl wegfallen. Nur die comdirect ist noch gesund und zukunftsfähig? Das sagt zumindest Stefan Riße im Interview mit Manuel Koch im folgenden Video. Auch steht die Frage im Raum, ob durch Corona nun die nächste Bankenkrise ansteht.

Stefan Riße weist auch darauf hin, dass der Anstieg beim Dax kritisch zu sehen sei. Was, wenn auch bei uns eine zweite Corona-Welle kommt? Dann könnte dieses erhöhte Kursniveau ein Problem haben (hier das ausführliche Interview mit Stefan Riße). Auch der große Hype rund ums Gold war diese Woche eines der Top-Themen am Kapitalmarkt, was auch von Manuel Koch im folgenden Video thematisiert wird. Mehr Infos auf www.trading-house.de.

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Gold/Silber

Goldpreis, Ölpreis, Aktienmärkte: Was für eine Eintracht im Absturz

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Was war da denn los? Seit gestern sind der Goldpreis, der Ölpreis und die Aktienmärkte parallel runter gerauscht. Dies kann man gut im folgenden Chart sehen, wo Gold, Ölpreis und Dow Jones auf CFD-Basis seit Donnerstag gezeigt werden. Seit gestern ab 15:30 Uhr, wo der Kassamarkt für Aktien in den USA öffnete, ging es nach unten. Im Dow sind es bis jetzt minus 580 Punkte. WTI-Öl verliert seitdem bis jetzt gut 1,50 Dollar. Und der Goldpreis hat bis jetzt 14 Dollar verloren.

Doch keine Stärke im Goldpreis?

Und da schrieben wir gestern noch von einer wirklichen Stärke im Goldpreis. Tja, wie kann es sein, dass diese drei Assetklassen so parallel abschmieren? Bei der Korrelation zwischen Aktienmärkten und Öl ist es klar. Nimmt die Angst vor der immer schlimmer werdenden Coronakrise weiter zu (so wie es seit gestern tatsächlich passiert), verdunkeln sich die Konjunkturaussichten, was natürlich schlecht für die Konzerne ist, aber auch schlecht für die Öl-Nachfrage. Und der Goldpreis? Dachte alle Welt (auch wir) noch gestern Mittag, dass die Kurse von um die 1.815 Dollar nun endlich der Durchbruch nach oben seien, so zeigt das Edelmetall erneut Schwäche, zusammen mit den anderen Märkten. Auch der seit gestern Nachmittag steigende US-Dollar wirkte negativ gegen Gold!

Aber wir meinen: Man sollte das Edelmetall noch nicht aufgeben als Bulle! Was war los abseits vom US-Dollar? Vielleicht gibt der folgende aktuelle Kommentar von Ipek Ozkardeskaya von Swissquote Aufschluss. Der Goldpreis sei auf 1.795 Dollar zurückgefallen, weil die Anleger ihre Long-Goldbestände zur gleichen Zeit auflösten wie ihre Risikopositionen (in Aktien). Der gleichzeitige Ausverkauf von Aktien und Gold in einem Risikoumfeld sei zu einem üblichen Verhalten geworden und habe den Safe-Hafen-Wert von Gold mittelfristig nicht beeinträchtigt. Daher bleibe der Gesamtausblick für Gold trotz einer unerwünschten positiven Intraday-Korrelation mit Aktien weiterhin optimistisch.

Zu viel des guten im fallenden Goldkurs?

Und ja, dieses Phänomen sah man im März beim großen Börsencrash auch. Die Anleger verkauften in Panik Gold, weil sie vor allem für Margin Calls am Aktienmarkt schnell Geld brauchten. Aber jetzt, bei ein paar hundert Punkten Rückfall der Aktienmärkte, muss man da gleich reflexartig den Goldpreis auch runterjagen? War das übertrieben, und Gold kann jetzt wieder einen weiteren Anlauf auf höhere Kursniveaus nehmen? Entscheiden Sie selbst, wie es weitergehen wird. Denn ja, wir haben immer noch keine Glaskugel.

Chart zeigt parallelen Verlauf der Aktienmärkte, Goldpreis und Ölpreis

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Devisen

Rüdiger Born und Andre Stagge mit Blick auf Dax, Gold, Euro, Öl

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Rüdiger Born und Andre Stagge melden sich im folgenden Video direkt vor der Frankfurter Börse. Laut Andre Stagge steckt die Börse derzeit kräftig im Sommerloch. Seit Montag steckt der deutsche Markt in einer Handelsrange. Gold sei derzeit spannender. Der Euro sei fürs Trading einen Blick wert. Beim Trading im Öl hat er einen interessanten Handelsansatz. Wollen Sie meine täglichen Analysen im “Trade des Tages” erhalten? Dieses Angebot ist für Sie völlig kostenfrei! Melden Sie sich dafür einfach hier an.

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