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Government Shutdown: Trump droht mit politischer Atombombe!

Donald Trump will die „nukleare Option“, um den government shutdown zu beenden. Aber die Republikaner sind dagegen, vieles spricht nun für einen länger andauernden Konflikt und daher eine längere Schließung von US-Behörden..

Markus Fugmann

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am

Eine Kolumne aus New York von Herbert Bauernebel

Am Tag 2 der blamablen Stilllegung der US-Regierung (Shutdown) verhärteten sich die Fronten zuerst dramatisch: Eine rasche Lösung des knallharten Budgetstreits schien zunächst unwahrscheinlich, nachdem die Rhetorik stündlich giftiger wurde. Dann jedoch kursierte ein Kompromissvorschlag.

Donald Trump und die Republikaner (GOP) hatten aus vollen Rohren auf die oppositionellen Demokraten geschossen, die den Shutdown zu verantworten hätten – und das ganze Land als Geisel halten würden wegen des Schicksals “illegaler Einwanderer”, so der Tenor der Barrage.

Die “Dems” hatten Freitag eine Zwischenfinanzierung des US-Haushalts abgelehnt, da Trump und die GOP den bereits mehrmals versprochenen Schutz von 800.000 Illegalen, die als Kinder in die USA kamen (“Dreamers”), verweigern.

Trump-Unterstützer produzierten sogar einen TV-Spot, in dem die Demokraten für jeden künftigen Mord eines Illegalen in den USA verantwortlich gemacht werden.

Politik mit der Brechstange

Trump selbst brachte via Twitter sogar eine die US-Verfassung bis ins Mark erschütternde Brachial-Taktik ins Spiel: Die Republikaner sollten durch eine “nukleare Option” die Regeln im Senat ändern, um eine einfache 51-Stimmen-Mehrheit zu ermöglichen (jetzt bedarf ein Budgetdeal 60 Stimmen zur Abwehr eines Filibuster).

“Das wäre das Ende des Senats, wie ihn unsere Gründungsväter anvisiert hatten”, warnte Dick Durbin (D): Die Rechte der Opposition in Amerika würden hier mit den Füßen getreten, argumentierte der Senator.

Kein gutes Zeichen auch für künftige Verhandlungen: Bei den Konservativen gewannen bei dem Showdown zunächst die Hardliner die Oberhand. Senator Tom Cotton verkündete, dass er einen “Dreamers”-Deal niemals zustimmen werde.

 

Foto: whitehouse.gov

 

Abstimmung zur Geisterstunde

Senats-Führer Mitch McConnell setzte eine Abstimmung über eine neue Vorlage zu einer nun dreiwöchigen Zwischenfinanzierung zur Geisterstunde am Montag, 1 Uhr, an. Gegen Sonntagnachmittag machte sich jedoch leichter Optimismus breit, nachdem eine Gruppe von 22 Senatoren aus beiden Parteien einen Kompromissvorschlag ausgearbeitet hatte.

Das Scheitern des Votums scheint gewiss. Hunderttausende Beamte werden am Montag wohl zu Hause bleiben – und so wie es aussieht, noch viele weitere Tage.

 

Herbert Bauernebel ist freier US-Korrespondent in New York seit 1999. Er leitet dazu das Info-Portal AmerikaReport.de mit Blogs, Analysen und News – von „Breaking News“ bis Politik-Aufregern, von Trends aus dem „Silicon Valley“ bis zur Wall Street.

14 Kommentare

14 Comments

  1. Avatar

    Frank

    22. Januar 2018 13:37 at 13:37

    Und Jana schreibt wieder nichts.

  2. Avatar

    Segler

    22. Januar 2018 16:30 at 16:30

    Muss auch nicht …
    Es reicht, wenn man long im Markt ist
    Die Umsätze sind sehr hoch
    :-)
    Die Algos knallen nur so. Ich liiiiebe sie !
    Auf die Amerikaner ist hundertprozentig Verlass.
    Die 2900 im ES warten schon – The Sky is the limit
    Es läuft eine Welle 5. Die kann sich lange hinziehen, wie man weiss.Wenn man sich vor Augen hält, welche gewaltigen Geldmengen durch die Repatriierung in die USA und damit an die Börsen fliessen, dann kann rechnerisch der Upmove bezogen auf den durchschnittlichen Tagesumsatz noch mehrere Wochen gehen.

    • Avatar

      Gerd

      22. Januar 2018 17:07 at 17:07

      Segler, ich nehme an, dass Sie die sonnige Gegend am Mittelmeer wieder verlassen haben!?
      Oder gelingen Ihnen die aus meiner Sicht komplizierten Analysen und Trades mit mobilem Gerät von unterwegs?

      Und dann erbitte ich noch Ihre Meinung bezüglich Euro/Dollar in Bezug zu dieser Ihrer Aussage:
      „…gewaltige… Geldmengen durch die Repatriierung in die USA… fliessen,“
      Ich kapier einfach nicht, wieso dann der Dollar nicht stärker geht.
      Z.B. hat Apple zig Milliarden in Europa liegen.
      Wenn das Geld nach Amerika soll, müsste Apple doch Dollar nachfragen und Euro anbieten!?
      Danke

      • Avatar

        Segler

        22. Januar 2018 18:22 at 18:22

        Ja, Gerd. Bin zurück in der verregneten und verschneiten Schweiz.
        Avignon ist eine wunderschöne Stadt, vor allem um diese Zeit. Ab Frühjahr schieben sich die Menschenmassen durch die Gassen und durch den Papstpalast. Viele nette Lokale.
        Zum Dollar/Euro Verhältnis mag ich gar nichts sagen. Generell interessieren mich keine noch so logischen ökonomischen Daten oder Soap Operas aus Washington.
        Menschenkinders, das ist doch Kasperltheater.
        Seit 25 Jahren kenne ich das Spiel.

        Ich schaue ins Orderbuch, Profile etc.
        Und die sagen nur eins: Long !!
        Alles Gefasel von Absichern und kommendem Crash oder gar Korrektur kann ich nicht mehr hören.
        Point&Figure zeigt auf die 2900 im S&P
        Wobei mich auch die 3000 nicht wundern würden.
        Im Moment trade ich nur mit einem Laptop. So viel Zeugs braucht man gar nicht, wie alle immer glauben.
        Mit dem Geld kaufen sie eigenen Aktien zurück, bis sie aus den Ohren herauslaufen. Preis ist vollkommen Nebensache. Interessiert niemanden.
        Wozu auf den Preis achten ? – Steuern müssen sie auf Cash zahlen, nicht auf Aktien. Über die ETF wird der Geamtmarkt mitgerissen. So what.
        Mitschwimmen heisst die Devise.
        Immer am VWAP entlang, bzw. an der oberen Standardabweichung.
        Und sich fernhalten von der Negativ-Denke.

    • Avatar

      Lausi

      22. Januar 2018 19:35 at 19:35

      Hallo Segler,
      wie erkennen Sie, dass Algos (d.h. Computer) kaufen, und nicht menschliche Wesen? Und warum nennen Sie den S&P gelegentlich ES? Danke für eine Antwort.

      • Markus Fugmann

        Markus Fugmann

        22. Januar 2018 19:46 at 19:46

        @Lausi, zu Teil 2 Ihrer Frage: ES ist der S&P (Mini-)Future (bzw. das Börsenkürzel dafür)..

      • Avatar

        Segler

        22. Januar 2018 20:10 at 20:10

        Hallo Lausi, Danke an Hern Fugmann für die schnelle Antwort.
        Letzlich kann man nicht erkennen, ob jemand manuell einen Knopf drückt oder ob es Maschienen sind.
        Allerdings sprechen Art und Weise, wann und bei welchen Marken und das Pendeln um den VWAP für maschinelles Handeln.
        Jetzt die 2827 short. Liebe Grüsse

        • Avatar

          Petkov

          22. Januar 2018 20:46 at 20:46

          ?Danke auch von mir für die wertvollen Einschätzungen und Tipps.

        • Avatar

          Andreas

          22. Januar 2018 21:02 at 21:02

          Hallo Segler,
          könnte es sein, dass sie der Jens Rabe sind? Deutschlands bekanntester Optionshändler (-; ?
          Würde gerne mehr von ihnen lesen. Herr Fugmann hatte ihnen doch mal Vorgeschlagen hier einige Texte zu veröffentlichen, vielleicht offenbaren sie uns den einen oder anderen Börsentrick?
          Was halten sie eigentlich von Elloitt Wellen? Ihre Meinung dazu würde mich sehr interessieren.

          • Avatar

            Segler

            22. Januar 2018 22:04 at 22:04

            Zuviel der Ehre :-)
            Nein, Ich bin nicht Jens Rabe, aber wir kennen uns gut und das seit ewigen Zeiten.
            Ich schätze ihn sehr. Unser Handesstil ist ähnlich. Auch ich handle viel Optionen und insbesondere Vola Produkte.
            Im Gegensatz zu mir macht er kein Daytrading.
            Elliot Wellen .. manches ist nicht schlecht.
            Speziell die Elliot Wellen bezogen auf Point und Figure Charts sind aussagekräftig.
            Bin selber aber kein Meister in diesem Fach. Das überlasse ich anderen.
            Bin schon froh, dass ich short selling Options kann und meine Volumenprofile.

  3. Avatar

    Mike

    22. Januar 2018 17:33 at 17:33

    Hallo,

    ist der Termin für 18.00 heute fix oder gibt es andere Meldungen ?

    • Markus Fugmann

      Markus Fugmann

      22. Januar 2018 17:37 at 17:37

      @Mike, Abstimmung vermutlich verschoben, weil man versucht, eine Kompromiß-Lösung zu finden, die bei einer Abstimmung eine Chance hätte. Nach derzeitige Lage macht scheinbar eine Abstimmung um 18Uhr im Senat keinen Sinn..

  4. Avatar

    Beobachter

    22. Januar 2018 19:24 at 19:24

    Sogar der erfahrene Segler wird euphorisch,Heiko Thieme meldet sich auch wieder als Superbulle ( erinnere mich ,dass er vor längerer Zeit kurz vor einer grossen Korrektur auch die Bäume in den Himmel wachsen sah)ich bin gespannt???

    • Avatar

      Segler

      22. Januar 2018 19:55 at 19:55

      Nein, ich bin nicht euphorisch. Ich trade das, was ich sehe.
      Emotionslos. Zahlen und Fakten und Profile.
      Fertig.
      Jetzt übrigens Exit aus den Long Kontrakten. Es biginnt zu kippen.
      Vermutlich gleich ein short trade

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Abwarten beim Dax, ifo steigt, 5G startet, Tradingideen bei Adidas und Mastercard

Redaktion

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Sollte man sich jetzt in den Dax reinkaufen? Im folgenden Video bespricht Manuel Koch die aktuelle Lage und die Aussicht für die nächsten Wochen mit einem Experten. Noch 3 bis 4 Wochen solle man abwarten. Würden die Kurse dann zurückkommen, seien es Kaufkurse. Wenn nicht, dann sehe der Markt neue Jahreshöchststände.

Der heute veröffentlichte ifo-Index gebe weiteren Optimismus für die deutsche Konjunktur. Auch im Video angesprochen wird das von Telefonica an den Start gebrachte 5G-Netz.

Konkret besprochen werden im folgenden Video zwei Handelsempfehlungen der trading house Börsenakademie. Die Aktien von Adidas und Mastercard seien beide ein Kauf. Man könnte mit einer Stop-Buy-Order einsteigen.

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Anleger warten ungeduldig auf den Volks-Tesla – Werbung

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Lieber Börsianer,

vorgestern hatte Elon Musk im Rahmen einer weithin beachteten Präsentation (Battery Day) die neue Tesla-Batterie des Modells 4680 vorgestellt. Die Ingenieure waren begeistert von der neuen Rundzelle. Die Investoren hingegen waren eher ernüchtert und schickten die Aktie nach der Präsentation erst einmal südwärts.

Wer hat nun Recht, die Ingenieure oder die Investoren?

Ich meine, die Ingenieure. Denn die neue Batterie wird den Tesla-Autos eine um 16 % verbesserte Reichweite verschaffen und dies bei verringerten Produktionskosten (-14 %). Damit rückt der sogenannte Volks-Tesla in greifbare Nähe. Vor Steuern soll dieses E-Auto nicht mehr als 25.000 USD kosten und soll damit für breite Schichten erschwinglich sein.

Dabei wird der US-Autobauer den Anteil des Siliziums im Batteriekern weiter senken und durch billigeres Graphit ersetzen. Gleichzeitig werden die Batteriespeicher der neuen Generation weniger Kobalt enthalten und stattdessen mehr Nickel. Besonders unter Umweltaktivisten ist Kobalt aufgrund seines wenig umweltverträglichen Abbaus umstritten. Also von der Technikseite nur gute Nachrichten für Tesla und die Branche der E-Mobilität.

Tesla braucht noch Zeit

Warum war die Investorenseite dann enttäuscht? Nun, Elon Musk hatte keine Revolution verkündet. Der Fortschritt ist beträchtlich, aber er braucht Zeit. So wird der eingangs angesprochene Volks-Tesla erst in knapp 3 Jahren das Licht des Marktes erblicken. Vor allem die Umstellung des Produktionsprozesses der Akku-Batterien wird viele Monate in Anspruch nehmen. Derzeit arbeiten die Batteriehersteller in China und Japan, wie etwa Panasonic oder CATL, unter Volllast. Jetzt schon ist absehbar, dass dem Markt im kommenden Jahr erschwingliche Batterien fehlen werden. So haftet der neuen Tesla-Batterie zunächst etwas Theoretisches an.

Tech-Investoren sind heuer – zumindest nach dem März-Tief – bekanntlich sehr verwöhnt worden. Es war praktisch unmöglich für uns, Kursraketen zu vermeiden. Das haben wir sehr angenehm auch im NextGeneration-Depot der Premium-Chancen gespürt. Mit Titeln wie Zur Rose, Apple, Tomra oder auch…..

Wollen Sie meine komplette Analyse lesen?

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Aktienmärkte: „Zeit, dass etwas Luft aus der Blase entweicht“

Markus Fugmann

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Es sei nun Zeit, dass etwas Luft aus der Blase der Aktienmärkte entweicht, sagt der Vermögensverwalter Hendrik Leber in einem Interview von money.de. Das einzige, was derzeit positiv sei, so Leber, sei, dass es genug Geld gäbe.

Ansonsten aber dominieren laut Leber schlechte Nachrichten für die Aktienmärkte:

  • die Unsicherheit vor der US-Wahl (Trump hat auf der Pressekonferenz gestern Nacht erneut offen gelassen, ob er das Ergebnis der Wahl akzeptieren wird)
  • der Stimulus durch die US-Politik kommt nicht mehr vor der Wahl
  • bei vielen Aktien wie etwa Tesla seien die Bewertungen viel zu hoch – ein Zeichen für eine Blase wie im Jahr 200

Hendrik Leber hält daher erst einmal sein Pulver trocken und wartet ab. Aber eine optimistische Botschaft für die Aktienmärkte hat der Vermögensverwalter dann doch: er glaubt, dass schon Ende des Jahres der Impfstoff kommen werde und sich damit das Corona-Problem erldigt habe (was wir jedoch für extrem unwahrscheinlich halten):

Die Aktienmärkte mit Anzeichen einer Blase

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