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Griechenland: warum sind wir von QE ausgeschlossen?

Markus Fugmann

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Griechenland, das scheint klar zu sein, wird nicht dabei sein, wenn die EZB heute verkünden wird, Staatsanleihen aus der Eurozone zu kaufen. Der Grund sind die katastrophalen Ratings griechischer Staatsanleihen, die gefühlt mit CCC-Minus hoch dreiundzwanzig eingestuft werden.

Genau das aber hält der griechische Finanzminster Gikas Hardouvelis für ein entscheidendes Kriterium, warum die EZB auch griechische Staatsanleihen kaufen sollte. In einem Interview mit dem „Handelsblatt“ sagte er:

„Wir sind das Land mit der höchsten Deflation, mit der höchsten Verschuldungsquote und den höchsten inländischen Zinssätzen“. „Theoretisch sind wir aufgrund der Deflation und des Ziels der Preisstabilität der EZB der ideale Empfänger des Programms.“ Ein Ausschluss zum jetzigen Zeitpunkt sei seiner Ansicht nach „nicht korrekt“.

In der Tat muss man die Frage stellen, was die Anleihekäufe der EZB bringen sollen, wenn das „Problemkind“ Griechenland nicht in diesen Genuß kommt. Wir empfehlen daher, wie in Deutschlands Schulen praktiziert, die Inklusion.

Hier ein paar desaströse Zahlen zu Griechenland, die das Wall Street Journal zusammengefaßt hat:

1. Griechenlands Wirtschaft ist seit 2008 um 25% geschrumpft (reicht das nicht, Mario?)

2. 25,8% der Griechen sind arbeitslos, ca. 1,2 Millionen Menschen

3. 23,1% der Griechen sind von Armut betroffen (Eurostat)

4. 33,5% aller Kredite sind „faul“ (wurden in den letzten 90 Tagen nicht bedient), insgesamt 77 Milliarden Euro

5. 70 Milliarden Euro wurden in den letzten fünf Jahren von Bankkonten abgehoben (laut griechischer Zentralbank)

6. Der griechische Aktienindex hat seit 2008 83,9% verloren

7. 230.000 kleine oder mittlere Unternehmen haben seit 2008 Insolvenz angemeldet (insgesamt 230.000 Unternehmen)

8. Seit 2009 ist die Steuerlast griechischer Bürger um den Faktor 7 bei Angestellten, um den Faktor 9 bei Selbständigen gestiegen

Die Liste ließe sich unendlich fortsetzen..

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Aktienmärkte: Warum fallen sie denn? Marktgeflüster (Video)

Markus Fugmann

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Ja warum fallen sie denn, die Aktienmärkte? Dass die so verwöhnte Wall Street (und auch der Dax) heute unter Druck kommt, hat mehrere Gründe: erstens Zweifel, ob Biden wirklich sein Stimulus-Programm verwirklichen kann. Dann, zweitens, wieder schwache US-Einzelhandelsumsätze – und schließlich die Nachricht, dass Pfizer deutlich weniger Impfstoff in den nächsten Wochen für die EU liefern wird. Im Grunde sind angesichts der absehbaren Verschärfungen der Lockdowns in Europa die Prognosen für ein starkes wirtschaftliches Jahr 2021 schon jetzt obsolet. Aber ein Rücksetzer der Aktienmärkte war ohnehin überfällig, zuletzt fehlte es deutlich an Dynamik auf der Oberseite. Vielleicht spielt auch die Unruhe vor der Amtsübernahme von Biden schon eine Rolle, man fürchtet erneute Ausschreitungen..

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Aktienmärkte: Buy the rumor, sell the fact? Videoausblick

Die Aktienmärkte heute morgen leicht schwächer, nachdem Biden seinen Stimulus-Plan vorgstellt hat. Buy the rumor, sell the fact?

Markus Fugmann

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am

Die Aktienmärkte heute morgen leicht schwächer, nachdem der neue US-Präsident Biden seinen Stimulus-Plan vorgestellt hat. Ist die Reaktion auf Bidens Plan das klassische „buy the rumor, sell the fact“-Schema? Man kauft also die Hoffnung, und verkauft dann, wenn die Hoffnung eintritt? Heute dürfte für die Aktienmärkte auch der kleine Verfall eine Rolle spielen, denn der Bestand an Call-Optionen ist gigantisch. Die Fed hat in Gestalt von Jerome Powell klar gestellt, dass die Zinsen nur dann angehoben würden, wenn die Inflation deutlich über 2% schießen würde. Und in Deutschland drohen Verschärfungen des Lockdowns, was den Dax aber bisher nicht wirklich interessiert – obwohl damit die optimistischen Wirtschafts-Prognosen obsolet wären..

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Aktienmärkte: Euphorie – aber das ist die größte Gefahr! Marktgeflüster (Video)

Die Aktienmärkte weiter in Euphorie: viele Indizes mit neuen Allzeithochs. Aber da ist eine Gefahr, die die Märkte vielleicht nicht auf dem Zettel haben..

Markus Fugmann

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Die Aktienmärkte sind weiter in Euphorie: der Dax, aber auch die viele Indizes der Wall Street heute mit neuen Allzeithochs. Was soll schon schief gehen: die Fed und andere Notenbanken bleiben auf dem Gaspedal, dazu nun noch das erwartete große Stimulus-Paket der neuen US-Regierung unter Biden. Wo also ist das Risiko für die Aktienmärkte, speziell für die über-bullische Wall Street? Das größte Risiko dürfte der neue US-Präsident sein, der zwar viel Stimulus verspricht, aber der eben auch (anders als Trump) einem viel härteren Lockdown auch in den USA den Weg bereiten könnte. Noch härtere Lockdowns nämlich sind der aktuelle Trend schlechthin: Frankreich verhängt eine Ausgangssperre ab 18Uhr, in Deutschland überlegt man gar, den Nah-und Fernverkehr einzustellen aus Sorge um die aggressive Corona-Mutation..

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