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Handelskrieg: Trump – jetzt ist Europa dran!

Markus Fugmann

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am

Der Phase 1 Deal im Handelskrrieg mit China ist geschlossen, nun wendet sich Trump im Handelskrieg Europa zu! Das geht klar aus einem heute veröffentlichten Interview des US-Präsidenten hervor.

Trump mit erneuter Attacke auf die Fed

Aber der Reihe nach. In dem besagten Interview macht Trump erneut einen Rundumschlag zu seinen Lieblingsthemen. Und schon aus Folklore attackiert er wieder einmal die amerikanische Notenbank: Donald Trump hat sich zuletzt auffällig zurück gehalten mit seiner Kritik an der Fed – kein Wunder, schließlich sorgte die US-Notenbank mit ihren massiven Interventionen am amerikanischen Repo-Markt sowie mit dem Kauf von kurzlaufenden US-Staatsanleihen für eine Party an der Wall Street.

Und die Wall Street – besonders der Dow Jones – liegt dem US-Präsidenten sehr am Herzen: er sieht in den Aktienkursen einen Ausweis seines eigenen Erfolgs als Regierungschef – und meint, je höher die Aktienkurse, desto besser seine Chancen auf eine Wiederwahl.

Nun hat der US-Präsident in einem Interview mit CNBC, das heute ausgestrahlt wird, seine Kritik an der Fed wieder aufgenommen. Ohne die Zinsahebungen der Fed stünde der Dow Jones 5000 bis 10.000 Punkte höher, so Trump,. Und das BIP der USA läge eher im Bereich von 4%:

„That was a big blip that should not have taken place. It should not have happened (..). Now, with all of that, had we not done the big raise on interest, I think we would have been close to 4%. And I – I could see 5,000 to 10,000 points more on the Dow. But that was a killer when they raised the rate. It was just a big mistake.”

Bekanntlich hat die Fed im Jahr 2019 dreimal – nach den vorherigen zaghaften Anhebungen – die Zinsen gesenkt und damit eingestanden, dass die hoch verschuldete US-Wirtschaft (Rekordverschuldung bei US-Unternehmen) höhere Zinsen nicht ertragen kann.

Gestern hatte Trump auf dem Weltwirtschaftsforum eine Art Wahlkampfrede gehalten – die USA seien mitten in einem Boom, das sei die beste US-Wirtschaft aller Zeiten, so die gestrigen, lanwierigen Ausführungen des US-Präsidenten. Nunja, ein Blick auf die Fakten (das Wachstum des US-BIP) bestätigt diese Einschätzung jedenfalls nicht wirklich:

Trump stellt das Wirtschaftswachstum der USA deutlich zu positiv dar

Quelle: Fred

Ein Schelm, wer hier eine gewisse Entkoppelung zwischen der Realwirtschaft und den Kursen an der täglich mit neuen Allzeithochs aufwartenden Wall Street erkennt. Es war vorwiegend Trump selbst, der diese Entkoppelung maßgeblich vorangetrieben hat: er schuf ein Problem – Drohungen mit Zöllen im Handelskrieg – um dieses Problem dann vorerst wieder beiseite zu räumen. Und die an den Aktienmärkten inzwischen dominanten Algos kauften brav jede hoffnungsvolle Meldung.

Handelskrieg Phase 2: Jetzt kommt Europa dran!

Nun scheint Europa mit den Zoll-Drohungen an die Reihe zu kommen. Die EU, so Trump in dem heutigen Interview, habe keine andere Chance, als mit den USA einen Deal zu machen, ansonsten gebe es  “very high tariffs on their cars and other things.”

Trump war gestern in Davos mit der neuen EU-Kommissionspräsidentin von der Leyen zu einem Gespräch zusammen gekommen, es war wie Trump nun sagt, ein “great talk.”

Na was auch sonst. Aber dieses großartige Gespräch dürfte den kommenden Konflikt wohl nicht verhindern. Trump kündigte heute ganz offen an, was nun ansteht:

“I wanted to wait until I finished with China, I didn’t want to go with China and Europe at the same time.”

Und Trump weiter:

“And quite frankly, Jean-Claude was a friend of mine but he was impossible to deal with. I wanted to do Mexico and Canada first. Now they’re all done and we’re going to do Europe.”

Für die Aktienmärkte ist die Phase 2 im Handelskrieg natürlich eine großartige Nachricht: nun kann es wieder neue Hoffnungsrallys geben nach dem Motto: die Zölle kommen vielleicht doch nicht, alles wird doch wieder gut!  Die Algos sind nun vermutlich schon auf Europa-Meldungen programmiert!

Trump eröffente heute gewissermaßen den Handelskrieg gegen die EU

4 Kommentare

4 Comments

  1. Avatar

    Sven

    22. Januar 2020 11:44 at 11:44

    Klasse Nachricht, da können die Algos neue Hoffnungsrallys einpreisen. Plus FED-Unterfütterung. Zahlen übertreffen auch die Erwartungen. Gut für den Anleger, der jetzt nach DAX-ATH noch einsteigen kann. So kommt jeder noch in den Genuss von vielen Prozenten Kursgewinn.

  2. Avatar

    Kritisch on fire

    24. Januar 2020 20:52 at 20:52

    https://deutsch.rt.com/international/97251-trump-droht-grossbritannien-mit-neuem/
    Ich fasse es nicht!
    Im Zivilleben hätte der doch bereits unzählige Klagen wegen Erpressung, Nötigung, Anstiftung zu Mord, etc. etc. am Hals und würde wohl nach amerikanischem Recht für mehrere hundert Jahre Haftstrafe verurteilt werden.
    Wie lange lassen sich das die betroffenen Staaten (es sind ja mitlerweile schon fast alle) noch gefallen?

    • Avatar

      Lausi

      25. Januar 2020 11:19 at 11:19

      Und was ist mit dem greatest deal ever, den Trump mit Boris bzw. GB abschließen wollte, und mit dem Trump den Brexit für die Engländer noch schmackhafter machen wollte? Da lachen doch die Hühner! Zuckerbrot und Peitsche bzw. „America first“ gibt es auch für die Engländer – nicht das sich Boris da Ilusionen machen sollte! Oder was hatte Boris da vor den Wahlen seinem Volk verkündet? Alles ganz wunderbar mit Trumpy-Boy? Man kann ihm nur ein grandioses Scheitern wünschen!

    • Avatar

      leftutti

      28. Januar 2020 19:17 at 19:17

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Bitcoin

Dow 30.000 Punkte, Bitcoin mit Aussicht auf 20.000 – Ideen für Pfund und Hewlett Packard

Claudio Kummerfeld

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Der Dow Jones ist diese Woche über 30.000 Punkte geklettert, ein Rekordhoch! Die aktuelle Lage und die Aussichten bespricht Manuel Koch im folgenden Video mit einem Experten. Ebenfalls ein wichtiges Thema im Video ist die seit Wochen vorhandene Euphorie im Bitcoin, auch wenn die Volatilität groß ist. Hier sei die Chance auf einen Anstieg Richtung 20.000 Dollar vorhanden (aktuell 17.192 Dollar). Aber dann könne es bei dieser runden Marke aus psychologischen Gründen zu Gewinnmitnahmen kommen.

Auch im Video besprochen werden aktuelle Handelsideen der trading house-Börsenakademie. Das britische Pfund könne man gegen den US-Dollar kaufen über das Vehikel einer Stop-Buy-Order. Ebenso könne man derzeit über eine Stop-Buy-Order auf steigende Kurse in der Hewlett Packard-Aktie setzen. Beide Ideen werde im Video konkret begründet.

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Aktien

Aktienmärkte: Die 8-Billionen-Dollar Bombe – 20%-Korrektur voraus

Markus Fugmann

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Die Aktienmärkte der USA haben ein Klumpenrisiko – sie sind eine Bombe, die entschärft werde auf Kosten einer heftigen Korrektur. Das sagt nicht ein sogenannter „Crash-Prophet“, sondern der eher als „Dauer-Bulle“ bekannte Hans. A. Bernecker. Alle Indizes der amerikanischen Aktienmärkte seien extrem überkauft, getrieben vor allem in den letzten Monaten durch die Tech-Werte. Bevor dann ab dem 09.November mit der Pfizer/BioNTech-Meldung über den Impfstoff eine gewaltige Rotation erfolgte – raus aus Tech, rein in die sogenannten Value-Werte (die jedoch in vielen Fällen eigentlich alles andere als „value“ sind). Man wechselt also von einer Überbewertung in die andere, und dabei entfernen sich die Aktienmärkte immer mehr von der ökonomischen Realität.

Aktienmärkte: Nach dem Entschärfen der Bombe kommt die Erholung

Der Hype der Aktienmärkte, so Hans Bernecker, sei vor allem von Kleininvestoren getragen gewesen (die sogenannten „Robinhooder“). Das alles erinnert an die Euphorie des Jahres 1987, der dann im Oktober diesen Jahres ein gewaltiger, wenn auch nur kurzfristiger Absturz folgte. Nun aber gebe es eine Schwachstelle: das seien extrem überbewertete Aktien wie eine Tesla mit einer Marktkapitalisierung von mehr als 500 Milliarden Dollar, die nun ein großer Hedgefonds-Manager geshortet habe. Es werde nun, so Bernecker, bald eine heftige Marktbereinigung geben bei den großen und marktschweren Titel der amerikanischen Aktienmärkte, die alleine acht Billionen Dollar auf die Waage bringen.

Wann kommmt der Einbruch? Eher zeitnah, meint Bernecker. Es handele sich dabei um eine Markt-Bereinigung, der dann jedoch wieder eine Aufwärtsbewegung folgen werde. Sehen Sie hier die Aussagen des „Altmeisters“ Bernecker:

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Die überbewrteten Aktienmärkte der USA als Bombe, die bald entschärft wird

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Finanznews

Aktienmärkte: Wichtige Botschaften! Videoausblick

Die Aktienmärkte heute aufgrund des US-Feiertags wohl eher ruhig. Aber es gibt heute dennoch sehr wichtige Botschaften für die Zukunft!

Markus Fugmann

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Die Aktienmärkte dürften heute aufgrund des US-Feiertags Thanksgiving einen ruhigen Handelstag vor sich haben. Aber es gibt dennoch sehr wichtige Botschaften, die das größere Bild in den nächsten Tagen und Wochen prägen sollten: so dürfte die Fed Änderungen bei Anleihekäufen vornehmen (operation twist) und denkt bereits über Tapering (Reduzierung des Kaufvolumens) nach. China dagegen will bereits die Stimulus-Maßnahmen zurück fahren. Und Italien will von der EZB einen Schuldenerlass – das ist der Beginn von Forderungen, die ausufernden Schulden einfach zu streichen (aber wer hat dann den Schaden?). Kann der Dax ohne die US-Indizes heute Dynamik entwickeln? Ohne die Aktienmärkte der USA ist Europa aber wohl allein zu Haus – und langweilt sich..

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