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Henkel, Lufthansa, E.On: was sich so abspielt bei Dax-Werten

Bewegende Nachrichten in Zeiten der Bewegungslosigkeit…

Redaktion

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FMW-Redaktion

Es tut sich was bei den deutschen Standardwerten, die im Dax notiert sind. Konkret geht es um Henkel, die Lufthansa und E.On – aber der Reihe nach, wir starten mit Henkel, ein Unternehmen, das sonst ja nicht unbedingt zu den Spektakulärsten zählt. Aber heute ist das anders!

So hat Henkel heute Unternehmensanleihen im Volumen von 2,2 Milliarden Euro platziert – und das teilweise mit einer negativen Rendite! So eine Anleihe im Volumen von 500 Millionen Euro mit einer Laufzeit von zwei Jahren, einem Zinscoupon von 0,00% und einer Rendite von -0,05%. Wer also diese Anleihe kauft, verliert nur ein bißchen Geld – ist das nicht eine tolle Nachricht?

Das wäre doch sicher auch ein gutes Schnäppchen für die EZB, die mit dem Kauf dieser Anleihe die Inflation nach oben, und die Arbeitslosigkeit nach unten drücken würde, oder? Alternativ kann die Notenbank auch die von Henkel mit einer Laufzeit von fünf Jahren begebene Anleihe mit Zinscoupon 0,00% und Rendite 0,00% kaufen. Die ist echt sexy – unsere Empfehlung daher: strong strong buy!

Aber doch, es gibt auch ein bißchen was zu verdienen bei Henkel: so hat das Unternehmen auch eine in britischen Pfund notierende Anleihe (Volumen 300 Millionen Pfund) emittiert mit Laufzeit sechs Jahre und will dafür sogar 0,875% pro Jahr bezahlen. Das ist für viele Anleger noch viel attraktiver, weil innerhalb von sechs Jahren das britische Brexit-Pfund sicher nicht mehr als 50% zum Dollar verlieren wird – und das ist doch zu verschmerzen, irgendwie..

Heute Morgen hat es zwei Abstufungen gegeben bei Dax-Werten – Lufthansa und E.On. Lufthansa nach einer Abstufung durch die Deutsche Bank stark unter Druck mit einem zwischenzeitlichen Minus von 4%:

Lufthansa070916

Das sieht stark nach baldiger Einstelligkeit aus, bei der Lufthansa. Die Aktien der Deutschen Bank fallen übrigens in einem Akt der Solidarität auch 1,5% – vermutlich weil man sich bei der Deutschen Bank für die Abstufung schämt und ein schlechtes Gewissen hat..

Schlechtes Gewissen ist dagegen bei Goldman Sachs eher Mangelware. Die Amerikaner stuften E.On von „buy“ auf „hold“ ab. Und E.On ist ohnehin schon länger einstellig, handelt jetzt am unteren Rand der Seitwärtsrange:

E.On070916

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Markus Koch LIVE vor dem Handelsstart in New York – Riskante Euphorie

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Markus Koch meldet sich im folgenden Video LIVE vor dem Handelsstart in New York. Besprochen wird die derzeit riskante Euphorie an der Wall Street.

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Markus Koch LIVE vor dem Handelsstart in New York – Tesla, Zoom, Salesforce

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Markus Koch meldet sich im folgenden Video LIVE vor dem Handelsstart in New York. Tech steht heute im Fokus der Börsianer, darunter, die Aktien von Tesla, Zoom, und Salesforce.

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Aktienrückkäufe: Warum ich nicht begeistert bin – Werbung

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Lieber Börsianer,

die langjährige Flutung der Finanzmärkte mit dem billigen Geld der Notenbanken hat mittlerweile zu einigen kuriosen Begleiterscheinungen geführt. Weil Geld nichts mehr kostet, verschulden sich einige Unternehmen bis über beide Ohren. Doch statt in Zukunftstechnologien zu investieren, kaufen sie lieber eigene Aktien zurück – Kurspflege nennt man das. Angeblich geschieht das zum Wohle der Anleger, denn durch die Aktienrückkäufe steigen in der Regel auch die Kurse.

Allerdings ist bei hochverschuldeten Unternehmen Vorsicht geboten. Denn bereits ein geringer Zinsanstieg stellt diese Unternehmen vor arge Probleme. Freilich sind nicht alle Aktienrückkäufe schlecht. Wenn sich das Unternehmen die Kurspflege leisten kann und damit Geld an die Aktionäre zurück gibt, ist das oft besser, als das Geld möglicherweise zu Negativzinsen im Unternehmen zu belassen. Doch vor Übertreibungen müssen Sie sich schützen.

Das Spielcasino ist eröffnet

In den USA sind mittlerweile nicht mehr Privatanleger, Pensionsfonds und Vermögensverwalter die größten Aktienkäufer, sondern die Unternehmen selbst. Das freie Spiel von Angebot und Nachfrage wird damit außer Kraft gesetzt. In den vergangenen zehn Jahren gaben die 500 Unternehmen des S&P 500 die gigantische Summe von fünf Billionen Dollar für eigene Aktien aus. Das entspricht in etwa dem Bruttoinlandsprodukt von Japan, der viertgrößten Volkswirtschaft der Welt.

90% der Unternehmen haben dafür mehr als die Hälfte ihrer Gewinne investiert. Das Geld fließt also nicht mehr in Fabriken, Maschinen, Produkte und Jobs sondern wird für die eigene Kurspflege eingesetzt. Die Big Player erhalten damit den Status Quo und überlassen die Entwicklung neuer Technologien den Start-Ups und der Konkurrenz aus Fernost.

Nicht unbedenklich ist dabei, dass vor allem in den USA ein Teil der Vorstandsvergütung an die Entwicklung des Aktienkurses geknüpft ist. Die Manager tun sich also vor allem selbst etwas Gutes, statt an die langfristige Konkurrenzfähigkeit Ihres Unternehmens zu denken. Wenn Aktien in solch riesigem Umfang zurückgekauft werden, dann handelt es sich um einen ernsten Eingriff in die Preisbildung der betreffenden Aktien.

Apple schlägt besonders gerne zu

Der größte Käufer eigener Aktien ist ausgerechnet Apple. Jetzt könnte man einwenden, dass Apple auch Milliardengewinne erzielt und sich deshalb die Rückkäufe leisten kann. Das ist prinzipiell richtig. Doch selbst Apple übertreibt mittlerweile. Im vergangenen Jahr wurden Anteile im Wert von 72 Milliarden Dollar zurückgekauft. Der freie Cashflow lag deutlich darunter. Selbst die Gewinnmaschine Apple nimmt also mittlerweile Fremdkapital auf, um Aktienrückkäufe zu finanzieren. Das wurde sogar von offizieller…..

Wollen Sie meine komplette Analyse lesen?

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