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Inflation voraus nach Fed-Aussagen? Warum das unwahrscheinlich ist

Markus Fugmann

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am

Die US-Notenbank Fed hat gestern verkündet, auch bei etwas höherer Inflation die Zinsen nicht anzuheben. Öffnet die Fed damit die Büchse der Pandora – müssen wir also nun mit einem deutlichen Anstieg der Inflation rechnen? In folgendem Video versuche ich zu zeigen, warum ein Anstieg der Inflation absehbar sehr unwahrscheinlich ist – und nur die Vermögenspreise, nicht aber die Verbraucherpreise steigen dürften:

Steigt in den USA die Inflation nach den Aussagen der Fed

7 Kommentare

7 Comments

  1. Avatar

    franko33

    28. August 2020 14:42 at 14:42

    Kann Ihnen insofern zustimmen Herr Fugmann.

    Probleme sehe ich hier allerdings gerade in Deutschland.
    Rein psychlogisch gesehen:
    Was halten Sie von der Debattte/Agenda der Bundesregierung:
    Kein Discounterfleisch mehr (selbst wenn,ist dann die fleischlose Frikadelle wirklich billiger ?)
    Oder was ist mit den Lieferketten in Bezug auf Korona bei Gemüse ?
    Selbstversorger kann Deutschland hierbei nicht sein.
    In Ordung,auf dem Finanzmarkt wird es noch lange Zeit einen „unrealistischen“ Warenkorb geben.
    Das Sozialetatpolster Deutschlands ist nahezu aufgebraucht – sicher werden sich auf
    längerem Zeitraum gerechnet weniger Menschen etwas „leisten“ können,wenn die Arbeitslosigkeit zunimmt.Natürlich ist der jetzige Zustand mit den 30ern nicht vergleichbar,gerade durch den verlorenen ersten Weltkrieg mit nachfolgenden erhöhten
    Reparationsleistungen.Trotzdem hatten wir dort eine sehr hohe Arbeitslosigkeit und eine
    Hyperinflation.Die Konstellation zur Zeit ist zwar anders – trotzdem ist man hinterher
    immer schlauer,denn die jetzige wirtschaftliche Situation ist nahezu uneinschätzbat.Also nicht aktuell heute sondern – „on the long run“………..

  2. Avatar

    Prognosti

    28. August 2020 16:52 at 16:52

    Es gibt auch einige Gründe für steigende Preise.
    1. Rückführung der Globalisierung.
    2.Steigende Mieten bei immer steigenden Immobilien.
    3. Energie wird teurer wegen der Klimapolitik und verteuert Herstellungskosten, Transportkosten und Heizkosten.
    4. Rohstoffe als Anlage oder zur Herstellung von Gütern werden langfristig sowieso teurer.
    5. Gesundheitskosten wegen Pandemie und Nebeneffekten wie psychische Probleme werden auch steigen.
    Und zudem wenn Trumpenland in Richtung anderer Südamerikaner geht mit Verschuldung und Abwertung
    ( Argentinien u.s.w. ) wird es auch Inflation geben.
    Die genannten Argumente gegen Inflation hätte man doch vor Jahren gegen diese Länder auch benennen können. Ich glaube auch der „HISTORIKER“ Fugmann wird die Geschichte nicht neu erfinden können und ich glaube dass die Inflation kommen muss, wenn man sie richtig benennt.( Lebenshaltungskosten)

  3. Avatar

    Torsten

    28. August 2020 17:33 at 17:33

    Seit 30 Jahren wissen wir aus Japan das mehrbGeld keine Inflation erzeugt, schon Draghi und Bernanke, Jellen und Powell erzählen immer den gleichen Mist.

    Steuern hoch, Zinsen hoch, spekulatives Geld reduzieren und schon gibt es Inflation. Aber dann fällt das Kartenhaus zusammen.

  4. Avatar

    Columbo

    28. August 2020 20:29 at 20:29

    Markus Fugmann ist bei weitem überzeugender, als Markus Krall & Co mit ihren Hyperinflationsphantasien.
    Und wie immer scheinen einige enttäuscht zu sein, daß es keine Hyperinflation geben wird.

  5. Avatar

    Inflatori

    29. August 2020 14:55 at 14:55

    @ Torsten, mit dem Unterschied dass Yapan trotzdem eine der stärksten Währungen hat und sich seit 1985
    gegen die WELTWÄHRUNG Dollar von 2,50 Dollar/ Yen auf 1,05 Dollar / Yen aufgewertet hat.Eine starke Aufwertung des Yen verbilligte also die Importe, schwächt die Exporte und die Wirtschaft und bremste so die Teuerung. Im Trumpenland passiert genau das Gegenteil.
    USA = NEUARGENTINIEN

  6. Avatar

    Finanz-Messi

    29. August 2020 15:14 at 15:14

    Gibt es von gewissen Leuten einmal auch Argumente für oder gegen eine Sache oder muss man einfach herumkrallern. Wie im Fussball, wenn man nicht fähig ist den Ball zu spielen , spielt man gegen den Mann.

    • Avatar

      Alphonso D.

      29. August 2020 21:08 at 21:08

      Bis ein 19-jähriger Flüchtling am Ball zaubert und den großen Mann derart demoralisiert, dass er mit eingezogenem Schwanz frustriert die Bühne verlässt, um der Schmach zu entfliehen.

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Neofiskalismus – die Zeit für größere Regierungsaktivitäten ist gekommen

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Eine neue Ära vermehrter Regierungsaktivitäten hat begonnen und wird sich wahrscheinlich noch über Jahrzehnte fortsetzen, so die Analyse des Global Macro Research Teams von Insight Investment. Das Insight’s Global Macro Research Team hat für dieses Phänomen einen neuen Begriff eingeführt: „Neofiskalismus“. Damit soll eine sich abzeichnende Ära beschrieben werden, in der Regierungen durch ihre Finanzpolitik eine noch direktere und offensivere Rolle in der Wirtschaftspolitik und -steuerung ausüben. Dies steht in starkem Kontrast zu dem gegenwärtigen Modell, unter dem Zentralbanken weitestgehend in der Lage waren, geldpolitische Entscheidungen ohne politische Intervention zu treffen.

Das neoliberale Paradigma reduzierter Regierungsinterventionen in der Wirtschaft ist in Gefahr. Längerfristige Trends gingen bereits in diese Richtung, aber die Notfallpolitik, die zur Bewältigung der COVID-19-Krise angewandt wurde, hat einen möglichen Wendepunkt geschaffen. Das Global Macro Research Team hat fünf Folgen für die Märkte identifiziert:

1)
Die Anleihenmärkte könnten für einen langen Zeitraum ähnlich wie in Japan werden. Eine im historischen Vergleich relativ geringe Volatilität könnte dazu führen, dass die Suche nach Renditen die Spreads verringert und die Zinskurven abflacht.

2)
Ein Anstieg der Inflation könnte Anleiherenditen kurzfristig nach oben treiben, wenn sie eine Abschwächung der quantitativen Lockerung bewirkt. Solche Gelegenheiten dürften attraktive Einstiegspunkte sein, solange längerfristig erwartet wird, dass die Inflation nach den Finanzierungsengpässen in der Wirtschaft wieder auf den Zielwert zurückkehrt.

3)
Für Staaten ohne vollständige Kontrolle über die Währung, in der sie ihre Emissionen tätigen, sollte die Wirksamkeit der Regierung von entscheidender Bedeutung sein. Effektiv handelnde Regierungen, die in der Lage sind, die Produktivität und das Trendwachstum zu steigern, könnten das Verhältnis Schulden/BIP rascher reduzieren.

4)
Das Identifizieren von Regierungen, die in der Lage sind, das Trendwachstum zu maximieren, dürfte für die Aktienmärkte wichtig werden, da dies zu einem wichtigen Ertragsmotor wird.

5)
Unternehmen mit staatlicher Unterstützung dürften in Perioden mit Finanzierungsengpässen einen Vorteil haben.

Experte erklärt neues Phänomen des Neofiskalismus
Gareth Colesmith, Head of Global Rates and Macro Research bei Insight Investment

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Glas halb voll oder halb leer? 21 statt 33 Prozent der Betriebe stark von Corona betroffen

Claudio Kummerfeld

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Zahl von Corona stark beeinträchtigter Betriebe sinkt

Der eine sagt das Glas ist halb voll, der andere sagt es ist halb leer. Ansichtssache! So wohl auch in diesem Fall. Denn ab wann kann man sagen, dass sich die gesamtwirtschaftliche Lage so weit gebessert hat, dass die Coronakrise im großen Bild überstanden ist? Das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB), eine Forschungseinrichtung der Bundesagentur für Arbeit, hat heute aktuelle Umfrageergebnisse veröffentlicht. Regelmäßig befragt man 1.500 Betriebe.

Demnach berichteten für den Monat Mai 33 Prozent der Betriebe von starken negativen Corona-Auswirkungen auf das eigene Geschäft. Heute meldet das IAB, dass noch 21 Prozent der Betriebe von starken negativen Auswirkungen sprechen. Also ein Fünftel der Unternehmen ist immer noch ernsthaft von Corona beeinträchtigt, und das laut Bundesregierung vier Monate nach dem wirtschaftlichen Tiefpunkt der Krise. Der eine erachtet dies als großen Schritt in die richtige Richtung, der andere sieht darin ein Desaster, dass immer noch so viele Betriebe ernsthafte Probleme haben. Dazu hier einige Aussagen des IAB im Wortlaut:

Die Ergebnisse zeigen, dass sich die wirtschaftliche Situation der Betriebe sehr deutlich gegenüber dem Höhepunkt der Krise im Frühjahr verbessert hat“, erklärt IAB-Forscher Jens Stegmaier.

Von den im Mai stark negativ durch die Corona-Krise betroffenen Betrieben sind 49 Prozent weiterhin stark betroffen. 25 Prozent der im Mai stark negativ betroffenen Betriebe geben aktuell geringe negative Auswirkungen an, 23 Prozent keine oder gleichermaßen positive wie negative Auswirkungen und 3 Prozent überwiegend positive Auswirkungen.

Am heftigsten wurde das Gastgewerbe von der Corona-Krise getroffen: Im Mai lag der Anteil der Betriebe mit starken negativen Auswirkungen bei 78 Prozent und der Anteil mit geringen negativen Auswirkungen bei 17 Prozent. Aktuell sind 45 Prozent stark negativ betroffen und 17 Prozent gering negativ betroffen.

Im Bereich Information und Kommunikation waren im Mai dagegen nur 3 Prozent der Betriebe stark negativ betroffen. Gering negativ betroffen waren 25 Prozent. Aktuell sind 5 Prozent stark negativ und 29 Prozent gering negativ betroffen.

Das Verarbeitende Gewerbe liegt dazwischen: Für den Mai berichteten 37 Prozent der Betriebe von starken negativen und 28 Prozent von geringen negativen Auswirkungen. Aktuell sind 29 Prozent mit starken negativen Auswirkungen und 24 Prozent mit geringen negativen Auswirkungen konfrontiert.

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Geldpolitik: US-Notenbank macht Nullzins langfristig fest – Werbung

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Lieber Börsianer,

gestern haben sich im Rahmen ihres turnusmäßigen Treffens die US-Notenbanker nochmals zur Geldpolitik eingelassen. Dabei verzichtete man erstmals auf jede Geheimniskrämerei und garantierte dem Kapitalmarkt, den gegenwärtigen Leitzins von Null langjährig beizubehalten. Die Fed wird dabei auch zumindest vorübergehend Inflationsraten oberhalb der bisher starren Inflationsgrenze von 2 % akzeptieren.

Das war nicht der ganz große Wurf der Fed. Am Aktienmarkt hatte man doch auf eine weitere Lockerung der Geldpolitik gehofft. So hofften die Börsianer, dass die Notenbanker nächstens ihre Anleihenkäufe nochmals ausweiten und künftig auch im Junk-Bereich (Anleihen mittlerer und schlechter Qualität) einkaufen werden. Diese Phantasie ist nach der gestrigen Notenbank-Sitzung erst einmal vom Tisch.

Trotzdem hatten die Währungshüter rund um Jerome Powell auch positive Nachrichten für uns. Mittlerweile wissen wir, die Pandemie hat sich nicht so zerstörerisch auf die US-Volkswirtschaft ausgewirkt wie zuvor befürchtet. So rechnen die Analysten der Fed nun damit, dass die Arbeitslosenrate in den USA Ende des Jahres zwischen 7 und 8 % liegen wird, aktuell übrigens 8,4 %. Zuvor war man noch von einer Rate in der Spanne zwischen 9 bis 10 % ausgegangen.

Vor diesem Hintergrund sah der Offenmarktausschuss – das oberste Gremium der Fed – keine Notwendigkeit, kurzfristig weitere Mittel in den Markt zu pumpen. Folglich schwächelten die Aktienmärkte rund um den Globus zum Wochenausklang.

Eine Frage: Warum ist eigentlich die Geldpolitik der Fed, aber auch der EZB so immens wichtig für uns als Anleger? Warum reagieren die Märkte jedes Mal nahezu prompt auf die Einlassungen der Geldpolitiker?

Hierzu einige Hintergrund-Informationen: Die Geldpolitik bestimmt vereinfacht gesprochen, wieviel Geld die Wirtschaftssubjekte wie Unternehmen, Verbraucher und auch Investoren in der Tasche haben. Und je lockerer oder expansiver eine Geldpolitik, desto mehr Kapital befindet sich im Wirtschaftskreislauf. Und viel Geld bedeutet letztlich immer steigende Aktienkurse.

Damit ist die Geldpolitik neben der fundamentalen Entwicklung in den Unternehmen der große und entscheidende Faktor für die Aktienmärkte. Ich behaupte, dass die Börsenhausse der vergangenen Jahre ganz wesentlich auf der lockeren…..

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