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Ist es Zufall, dass die US-Aktienmärkte gerade jetzt gefallen sind? Die Geschichte zeigt: nein!

Ein Blick in die Geschichte zeigt: der Abverkauf an der Wall Street hat eine so gut wie nie thematisierte Ursache – und ist eigentlich völlig normal!

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FMW-Redaktion

Viel war die Rede von Inflationssorgen angesichts des heftigen Abverkaufs an der Wall Street, fast noch mehr jedoch sprach man über die Ereignisse um den VIX, dessen Aufwärts-Crash viele auf dem falschen Fuß erwischt hatte und die Abwärts-Bewegung an den Märkten sicher beschleunigt hat.

Aber gibt es auch andere, vielleicht sogar viel wichtigere Auslöser der Schwäche der US-Aktienmärkte? Ein Blick in die Börsen-Geschichte zeigt nämlich ganz klar: es gibt einen immer wieder kehrenden Grund für Schwäche an den Aktienmärkten, und dieser Grund ist der Wechsel an der Fed-Spitze!

Jedesmal, wenn es einen Wechsel an der Fed-Spitze gab, verbuchten die US-Aktienmärkte innnerhalb eines Zeitraums von sechs Monaten nach dessen Amtsantritt einen heftigen Rücksetzer. So liegt der durchschnittliche Verlust in diesem Zeitraum bei -15,3% (gemessen am Tiefpunkt der Korrektur in diesem 6-Monats-Zeitraum), wie folgende Tabelle zeigt:


(Quelle: LPL Financial Research; Tabelle durch anklicken vergrößern)

Am heftigsten hatte es 1987 Alan Greenspan erwischt mit einem zwischenzitlichen Minus von mehr als 36%. Greenspan war der am längsten im Amt weilende Fed-Chef mit 18,5 Jahren, in seiner gesamten Amtszeit verbuchte der Dow Jones dann einen Gewinn von sage und schreibe +312% – Rekord!

Die Geschichte wiederum aber zeigt auch, dass diese ersten sechs Monate einer Amtszeit eines neuen Fed-Chefs die neuralgische Phase ist, in der die Märkte mit erstaunlicher Regelmäßigkeit unter Druck kommen. Nach Ablauf dieser sechs Monate nach Amtsantritt jedoch beginnt dann jedoch stets eine imposane Aufwärtsbewegung mit einem durchschnittlichen Zugewinn von satten 20% innerhalb der dann folgenden 12 Monate! Anfangs besteht also starke Unsicherheit über die Politik des jeweils neuen Fed-Chef, das legt sich dann nach einer Zeit und die Märkte setzen ihren Aufwärtstrend danach fort, so die Quintessenz.

Nun hat der Dow Jones am Montag vor einer Woche, also am ersten Amtstag des neuen Fed-Chefs Jerome Powell (05.02.2018), ein Minus von 4,6% verbucht – schlechter lief es für keinen anderen Fed-Chef am ersten Tag in Amt und Würden. Ein böses Omen? Dazu kommt, dass Powell der erste Nicht-Ökonom an der Spitze der US-Notenbank ist seit William Miller. Und William Miller war wiederum der Fed-Chef mit der kürzesten Amtszeit in der Geschichte der Fed (1978/79) – er blieb nur knapp über ein Jahr im Amt, nachdem die Inflation während seiner Amtszeit massiv angestiegen war (sein Nachfolger Paul Volcker erhöhte dann massiv die Zinsen und stürzte die US-Wirtschaft damit in eine Rezession, die sich übergeordnet jedoch als heilsam erwies).

 

Es wird jetzt also maßgeblich darauf ankommen, dass die Märkte Vertrauen in den neuen Fed-Chef Powell und seinen Kurs gewinnen. Powell, das ist eine Quelle der Unsicherheit, hatte sich in der Vergangenheit mehrfach sehr skeptisch über die ultralaxe Geldpolitik der Fed geäußert (vor allem wegen des QE), er ist ein Markt-Liberaler, der weniger als Janet Yellen geneigt sein dürfte, den Märkten stets den Hintern zu retten. Aber der Auftrag seines Chefs Donald Trump lautet wohl: bring mir die Aktienmärkte wieder nach oben!

 

Foto: Federal Reserve

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Markus Koch LIVE vor dem Handelsstart in New York – der schwache US-Dollar

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Markus Koch meldet sich im folgenden Video LIVE vor dem Handelsstart in New York. Es geht um einen Rückblick auf den starken Juli. Und es geht um die Frage, ob der schwache US-Dollar denn nun gut oder schlecht ist für die Wall Street.

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Auch Corona kann Apple nicht bremsen – Werbung

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Lieber Börsianer,

das zweite Quartal 2020 wird als eines der paradoxesten in die Wirtschaftsgeschichte eingehen. Obwohl nahezu alle Unternehmen rote Zahlen schreiben, stiegen die Kurse an den Börsen nach der März-Korrektur beinahe unaufhaltsam nach oben. Da ist es doch um so erfreulicher, wenn man Aktien im Depot hat, bei denen die Kursentwicklung tatsächlich auf einer erfolgreichen wirtschaftlichen Entwicklung basiert.

Fakt ist: die Tech-Branche ist der größte Profiteur der Corona-Pandemie. Im Vergleich zu nahezu allen anderen Branchen wurden die Geschäftsmodelle von Digitalkonzernen nicht von Corona beeinträchtigt. Vielmehr befeuerte die Pandemie das Geschäft. Die Stichworte sind: Online-Shopping, Streaming, Homeoffice. In einer Zeit, in der viele andere Dinge nicht möglich sind, schlägt die Stunde der Digitalanbieter.

Trotzdem befinden wir uns inmitten der größten Wirtschaftskrise der Nachkriegszeit. Weltweit sind viele Menschen zur Sparsamkeit gezwungen. Natürlich wird nun niemand wegen Corona sein Netflix-Abo kündigen. Aber große Ausgaben, die nicht zwingen notwendig sind, werden in Zeiten von Corona überlegter und häufig auch später getätigt.

Vor diesem Hintergrund finde ich die Quartalszahlen von Apple einfach nur beeindruckend. Das Unternehmen macht 78% seines Umsatzes mit dem Verkauf von hochpreisiger Hardware. Anscheinend trifft die Annahme der Corona-bedingten-Sparsamkeit nicht auf die Kunden des Unternehmens zu.

Obwohl der gesamte Smartphone-Markt im zweiten Quartal um 16% eingebrochen ist, konnte Apple den iPhone-Absatz um 11% steigern. Hierbei half vor allem die extrem günstige Neuauflage des iPhone SE. Kurz vor Corona präsentierte Apple dieses…..

Wollen Sie meine komplette Analyse lesen?

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Andre Stagge über den Freitagsindikator – hochinteressantes Video!

Claudio Kummerfeld

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Der Experte Andre Stagge (hier mehr zu seiner Person) bespricht im folgenden aktuellen Video den “Freitagsindikator”, und inwiefern man damit eine Prognose auf die kommende Börsenwoche geben kann. Den YouTube-Kanal von Andre Stagge finden Sie hier.

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