Folgen Sie uns

Europa

Italien in der Rezession – so ein bisschen

Avatar

Veröffentlicht

am

Italien steckt in der Rezession. Irgendwie. So ein bisschen. Heute wurden revidierte Daten für das 2. Quartal veröffentlicht. Schauen wir uns die erste Grafik an. Sie zeigt die Veränderungsraten der italienischen Wirtschaftsleistung (BIP) im Vergleich von Quartal zu Quartal. Demnach waren das 4. Quartal 2018 und das 1. Quartal 2019 rückläufig, also Rezession. Aber jetzt im 2. Quartal sind es wieder +0,1%. Also Rezession Ende?


source: tradingeconomics.com

Schauen wir dazu auch auf den folgenden Chart. Er zeigt die heute revidierten Daten für den Jahresvergleich, also 2. Quartal 2019 im Vergleich zum 2. Quartal 2018. Dort sieht man: Im 4. Quartal 2019 lag Italien genau beim Nullwachstum. Und im 1. und 2. Quartal 2019 waren es jeweils -0,1%. Geht man also danach, ist Italien jetzt astrein in der Rezession. Die Ende Juli veröffentlichten Daten zeigten für das 2. Quartal noch eine Veränderung von 0,0%. Aber durch die heutige Revision wurden sie auf -0,1% herabgesetzt. Also, je nachdem ob man von Quartal zu Quartal schaut, oder auf den Jahresvergleich – Italien ist der Rezession, oder hängt gerade eben so zwischen Rezession und Nullwachstum. Da hat die ganz neue Regierung aus Sozialdemokraten und Fünf Sternen einiges zu tun. Erst gestern wurden die neuesten Daten für die Industrieaufträge in Italien veröffentlicht. Schon seit Monaten gehen sie deutlich zurück. So auch gestern mit -4,8%. Da Aufträge in die Zukunft weisen, sollte das italienische BIP auch in den nächsten Quartalen Probleme haben.


source: tradingeconomics.com

Ein Kommentar

Ein Kommentar

  1. Avatar

    Columbo

    30. August 2019 14:29 at 14:29

    „Ein bisschen in der Rezession“ oder ein bisschen schwanger. Was soll das? Ein Profi schreibt so nicht.
    „An der Grenze zur Rezession“ sagt man da und jeder weiß sofort Bescheid ohne daß er sich die ganzen Kommastellen durchlesen muß, um zu kapieren, was einer mit „ein bisschen“ Rezession meint. Zeitverschwendung.

Hinterlassen Sie eine Antwort

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

ACHTUNG: Wenn Sie den Kommentar abschicken stimmen Sie der Speicherung Ihrer Daten zur Verwendung der Kommentarfunktion zu.
Weitere Information finden Sie in unserer Zur Datenschutzerklärung

Europa

Autozulassungen und Maschinenbau: So groß sind die Rückgänge!

Avatar

Veröffentlicht

am

Düstere Zahlen vom Maschinenbau

Das Kraftfahrtbundesamt hat aktuell Daten für die Autozulassungen in Deutschland für den Monat Mai veröffentlicht. Im Jahresvergleich sind die Zulassungen von PkW um 49,5 Prozent zurückgegangen auf 168.148 Stück. Hier weitere Details aus Flensburg im Wortlaut:

Die Neuzulassungen deutscher Marken zeigten sich auch im Mai ausnahmslos rückläufig. Bei Smart (-91,4 %) und BMW (-62,1 %) fiel der Rückgang zum Vorjahresmonat am stärksten aus. Mit einem Anteil von 17,6 Prozent war VW trotz des Rückgangs (-51,5 %) anteilsstärkste Marke. Als einzige Importmarke erreichte Subaru mit +13,3 Prozent ein Neuzulassungsplus in der Monatsbilanz. Die größten Abwärtsbewegungen waren dagegen bei Dacia (-63,4 %) und Seat (-61,1 %) zu beobachten. Skoda erreichte bei den Importmarken, trotz eines Rückgangs von -47,8 Prozent, den größten Neuzulassungsanteil (5,8 %), gefolgt von der Marke Fiat, die trotz eines Minus von -13,0 Prozent einen Neuzulassungsanteil von 5,1 Prozent erreichte. Mit einem Anteil von 19,9 Prozent waren die meisten der neu zugelassenen Pkw dem Segment der SUVs zuzuordnen, dicht gefolgt von der Kompaktklasse mit 18,9 Prozent. 14,3 Prozent entfielen auf die Kleinwagen, 12,0 Prozent waren Geländewagen. Einzig das Segment Wohnmobile (6,2 %/+29,1 %) wies im Mai ein Zulassungsplus gegenüber dem Vorjahresmonat auf. Alle anderen Segmente verzeichneten einen Rückgang, welcher in den Segmenten Minis (3,9 %/-70,1 %) und Mini-Vans (1,3 %/-73,3 %) am deutlichsten ausfiel.

Maschinenbau

Die Lage im deutschen Maschinenbau ist übel. Laut ganz frischen Daten des Branchenverbands VDMA lag der Auftragseingang im April 31 Prozent unter dem Niveau von April 2019. Das ist laut VDMA der stärkste Rückgang seit der Finanzkrise 2008/2009. Im weniger schwankungsanfälligen Drei-Monats-Zeitraum Februar bis April 2020 sank der Auftragseingang um real 14 Prozent zum Vorjahr. Was sagt man dazu aus Sicht des Verbands? Umso wichtiger sei nun ein entschlossenes Handeln der Regierung, um den Unternehmen ausreichend Luft zu verschaffen, die Zeit bis zu einer nachhaltigen Erholung der Wirtschaft überstehen zu können.

weiterlesen

Europa

Aktuell: Einkaufsmanagerindex Bau im Mai: Immer noch negativ, aber…

Avatar

Veröffentlicht

am

Soeben wurde für den Monat Mai der Einkaufsmanagerindex für den Bausektor in Deutschland veröffentlicht. Er wurde vermeldet mit einem Indexstand von 40,1 (31,9 im April). Ein Wert von unter 50 zeigt immer eine rückläufige Tätigkeit, aber 40 ist besser als 31!? IHS Markit kommentiert dazu, Zitat:

“Die aktuellen PMI-Daten zeigen, dass die Geschäftstätigkeit in Deutschlands Bauwirtschaft auch im Mai rückläufig war. Immerhin, der Abschwung hat sich seit April abgeschwächt und fiel weniger gravierend aus als in der Industrie und im Dienstleistungssektor. Nach wie vor wirkt sich das unsichere Wirtschaftsklima massiv auf die Auftragseingänge aus. Dementsprechend liegt die Anzahl der Neuaufträge – laut den Umfrageergebnissen – erheblich unter dem Niveau vor der Coronavirus-Pandemie. Darüber hinaus bereiten den Unternehmen vor allem die Langzeitfolgen der Krise Sorgen. Denn weithin befürchtet man, dass sowohl private als auch öffentliche Ausschreibungen und Aufträge zurückgehen werden. Angesichts der dramatischen Veränderung der Lage seit Jahresbeginn und der Tatsache, dass die Unternehmen ihre erwartete Auslastung der kommenden Monate neu bewerten mussten, setzte sich der Stellenabbau in der gesamten Branche fort. Allerdings weit weniger stark als in anderen Wirtschaftsbereichen.”

IHS Markit Einkaufsmanagerindex Bau

weiterlesen

Europa

Arbeitsmarkt im Mai: Deutlich mehr Arbeitslose, neue Erstanträge auf Kurzarbeit

Avatar

Veröffentlicht

am

Bundesagentur für Arbeit Beispielfoto

Der deutsche Arbeitsmarkt hat sich im Mai wie erwartet schlecht entwickelt. Das zeigt die aktuelle Veröffentlichung der Mai-Daten durch die Bundesagentur für Arbeit. Die Coronakrise sorgt für eine steigende Arbeitslosigkeit, und auch für weitere neue Anmeldungen zur Kurzarbeit. Von April auf Mai ist die Arbeitslosigkeit in Deutschland um 169.000 auf 2,81 Millionen gestiegen, was einer Quote von 6,1 Prozent entspricht, nach 5,8 Prozent im April und 5,1 Prozent im März. Die offizielle Arbeitslosigkeit lag im Mai diesen Jahres um 577.000 Arbeitslose höher als im Mai 2019. Die tatsächliche Arbeitslosigkeit, von der Bundesagentur als “Unterbeschäftigung” klassifiziert, liegt bei 3,57 Millionen Personen nach 3,28 Millionen im März. Die Quote stieg in zwei Monaten von 7,1 auf 7,7 Prozent.

Neue Erstanträge auf Kurzarbeit

Das Thema Kurzarbeit bleibt brisant, und wirkt auf den ersten Blick auch unübersichtlich. Nachdem es im März und April “im Vorhinein erst einmal” Anträge auf Kurzarbeit für insgesamt 10,66 Beschäftigte gab, kamen laut Agentur im Mai 1,06 Millionen Personen hinzu. Lauf gestriger Veröffentlichung des ifo-Instituts waren bislang von den knapp über 10 Millionen beantragten Kurzarbeitern 7,3 Millionen Arbeiter tatsächlich in Kurzarbeit (mehr dazu hier). Hier auch die heutige Info der Bundesagentur für Arbeit zur Kurzarbeit, Zitat:

Vor Beginn der Kurzarbeit müssen Betriebe Anzeige über den voraussichtlichen Arbeitszeitausfall erstatten. Nach aktuellen Daten zu geprüften Anzeigen wurden vom 1. bis einschließlich 27. Mai für 1,06 Millionen Personen konjunkturelle Kurzarbeit angezeigt, nach zusammen 10,66 Millionen im März und April. Das heißt aber nicht, dass diese Menschen schlussendlich auch alle kurzarbeiten werden. Aktuelle Daten zur tatsächlichen Inanspruchnahme stehen bis März zur Verfügung und umfassen damit zeitlich den ersten Monat der Verschärfung der Corona-Krise. So wurde nach vorläufigen hochgerechneten Daten der Bundesagentur für Arbeit im März für 2,02 Millionen Arbeitnehmer konjunkturelles Kurzarbeitergeld gezahlt. Die Inanspruchnahme von Kurzarbeit lag damit schon im März weit über den Werten zur Zeit der Großen Rezession 2008/2009.

Arbeitsmarkt stabilisiert sich auf diesem Niveau?

Wird sich der Arbeitsmarkt nach den “wenigen” Entlassungen der letzten beiden Monate (in Relation zu anderen Ländern ist das wenig) auf diesem Niveau fangen? Oder werden aus den Millionen von in Kurzarbeit befindlichen Arbeitnehmern, die de facto Schein-Arbeitslose sind, in einigen Monaten noch reale Arbeitslose? Puhhhhhh, so eine Krise gab es ja noch nie in dieser technisierten modernen Gesellschaft. Schwer zu sagen. Hier die Headline-Aussage der Agentur:

Der Arbeitsmarkt ist wegen der Corona-Pandemie weiterhin stark unter Druck. Arbeitslosigkeit und Unterbeschäftigung sind auch im Mai gestiegen, allerdings nicht mehr so stark wie im April. Bei der Beschäftigung sind erste Spuren sichtbar. Die Kurzarbeit hat das Niveau der Krise von 2009 deutlich überschritten. Die Nachfrage der Betriebe nach neuen Mitarbeitern ist weiterhin rückläufig, hat sich aber immerhin gefangen.

Die Bundesagentur für Arbeit ist nach eigener Meinung in der Lage die Auswirkung der Coronakrise auf den Arbeitsmarkt ziemlich genau ermitteln zu können. Dazu hier im Wortlaut:

Die Auswirkungen der Corona-Krise auf die Arbeitslosigkeit werden von der Statistik der BA mit einer einfachen Methode ermittelt, die gleichartig für alle Regionen und Merkmale durchgeführt werden kann. Dabei wird unterstellt, dass sich die Arbeitslosigkeit ohne Corona im bisher üblichen Maße verändert hätte. Als bisher üblich wird die Entwicklung im April und Mai 2019 herangezogen. Für den Mai 2019 wird zudem berücksichtigt, dass die Arbeitslosigkeit sich damals aufgrund eines Sondereffekts infolge von Prüfaktivitäten zum Arbeitsvermittlungsstatus von Arbeitslosengeld II-Berechtigten um schätzungsweise 30.000 bis 40.000 erhöht hat. Als Korrekturwert für den Mai wird der Mittelwert von bundesweit 35.000 veranschlagt. Alternativ hätten auch saisonbereinigte Werte verwendet werden können, auf deren Grundlage man den bisher üblichen Effekt noch genauer hätte bestimmen können. Saisonbereinigte Werte stehen aber nicht für alle Regionen und Merkmalsausprägungen zur Verfügung, so dass je nach Fragestellung der Corona-Effekt unterschiedlich hätte berechnet werden müssen. Nach der einfachen Methode errechnet sich der Corona-Effekt der Arbeitslosigkeit für den Mai 2020 als Differenz der Vormonatsveränderung von +169.000 im Mai 2020 und der Vormonatsveränderung von +7.000 im Mai 2019. Inklusive des Korrekturfaktors von 35.000 aufgrund des o.g. Sondereffekts im Mai 2019 beläuft sich der Corona-Effekt damit für den Mai auf 197.000, nach 381.000 für den April. Der GesamtCorona-Effekt als Summe der Monate April und Mai beträgt 578.000.

Daten vom deutschen Arbeitsmarkt für Mai

weiterlesen

Anmeldestatus

Meist gelesen 7 Tage