Folgen Sie uns

Devisen

Italien: Wirtschaftsminister verspricht Geschenke für alle – aber wer zahlt´s?

„Die Tatsache, dass wir Deutschen den Zweiten Weltkrieg gewonnen haben, verdanken wir dem Amerikaner. Seitdem zahlen wir. Wir zahlen alles“. Auch Italien..

Markus Fugmann

Veröffentlicht

am

Die neue italienische Regierung will ein Wunder schaffen – nämlich ihre überaus großzügigen Wahlversprechen einzuhalten und gleichzeitig das Defizit unter der 2%-Marke zu halten. Italiens (parteiloser) Wirtschaftsminister Giovanni Tria gilt als eher moderater Vertreter der Koaltion aus Lega und Cinque Stelle, er will das Defizit eigentlich bei 1,5% des BIP halten – sieht sich aber Forderungenn vor allem der Cinque Stelle gegenüber, die das Defizit bei 2% bzw. 2,5% veranlagen wollen. Alles unter der 2%-Defizit-Marke wäre wohl für die Finanzmärkte gut ertragbar – alles über 2%, wie von Di Maio von der Cinque Stelle gefordert, eher nicht.

Die italienische „La Stampa“ berichtet heute, dass Cinque Stelle ein Veto gegen das Budget einlegen könnte, wenn die Grundforderungen der Partei nicht erfüllt werden – so etwa das bedingungslose Grundeinkommen, das ein zentraler Punkt des Wahlprogramms der eher in Süditalien erfolgreichen Partei darstellt.

Schon um die Koalition nicht platzen zu lassen, hat heute Tria in einer Rede alle Forderungen der Cinque Stelle übernommen:

– es werde ein Bürgergeld (bedingungsloses Grundeinkommen) geben in dem morgen vorgelegten Budget

– die Steuern für Unternehmen würden ab 2019 gesenkt

– die Einkommenssteuer werde dann in den Folgejahren gesenkt

– das Renteneintrittsalter müsse gesenkt werden

– die staatlichen Investitionen würden in den nächsten Jahren auf 3% des BIP erhöht werden (eine Reaktion auch auf den katastrophalen Zustand der Infrastuktur in Italien, sichtbar in dem Einsturz der Autobahnbrücke in Genua)

Insgesamt also: Steuern runter, Ausgaben rauf. Aber wie soll das eigentlich funktionieren? Derzeit hat Italien eine Schuldenquote von 130% des BIP – und hat das Glück, dass die EZB unter Mario Draghi die Refinanzierbarkeit dieser Schulden großzügig gewährleistet hat. Aber auch die Geduld der europäischen Notenbank scheint ein Ende zu haben – so hat heute EZB-Chefvolkswirt Praet recht undiplomatisch davon gesprochen, dass er einen großen Unterschied sehe zwischen Kommunikation/Worten und Taten bei der italienischen Regierung. Bums!

Nun aber ist Italiens neue Regierung in dem Dilemma, dass sie entweder liefert, was sie großzügig versprochen hat – oder eben Wort-brüchig wird, wenn diese Versprechen nicht finanzierbar sind. Wird Italien also sowohl die EZB als auch vor allem Deutschland brüskieren?

Sollte Italien aus dem Euro ausscheiden (was Stimmen in der italienischen Koalition schon länger fordern), müßte es – so hat es Draghi vor einigen Monaten klar formuliert – die Target2-Defizite bezahlen. Aber mit was? Mit Lira? Deutschland jedenfalls ist am Verwundbarsten bei einem ja durchaus möglichen Ausscheiden der Italiener aus dem Euro aufgrund seiner massiven target2-Überschüsse – und bliebe dann sehr wahrscheinlich auf eben diesen Forderungen sitzen.

 

(Grafik: Banca d´Italia; durch anklicken vergrößern)

 

Und so wollen wir abschließend Gerhard Polt zitieren aus seinem Stück „Und wer zahlt´s?“:

„Die Tatsache, dass wir Deutschen den Zweiten Weltkrieg gewonnen haben, verdanken wir meiner Meinung nach eindeutig dem Amerikaner. Aber der Amerikaner sagt: ‚I don’t pay!‘ Seitdem zahlen wir. Wir zahlen alles. Die Albaner zahlen wir, damit sie unten bleiben. Wenn sie nach oben kommen, zahlen wir, dass sie wieder nach unten gehen. Brennt in Thailand ein Puff, wir zahlen’s.“

Da zahlen wir doch lieber für Italien, oder?


Von Petar Milošević – Eigenes Werk, CC BY-SA 4.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=38860057

14 Kommentare

14 Comments

  1. Avatar

    Ketzerlehrling

    26. September 2018 13:34 at 13:34

    Wer es bezahlt? Die Frage verstehe ich als rein hypothetisch.

    • Avatar

      Ilse

      26. September 2018 14:20 at 14:20

      Vorsichtige Frage, wann hat Deutschland den zweiten Weltkrieg gewonnen??????????

      • Markus Fugmann

        Markus Fugmann

        26. September 2018 14:43 at 14:43

        @Ilse, das ist Satire von Gerhard Polt, und zwar tiefsinnige! Polt spielt dabei darauf an, dass (West-)Deutschland mit Geld sich freikaufte dafür, dass es militärisch nicht vorhanden war, aber von den USA geschützt wurde..

  2. Avatar

    Columbo

    26. September 2018 14:04 at 14:04

    Italien ist im Prinzip ein reiches Land und es hat Potential nach oben. Ich wäre da nicht so pessimistisch. Die neue Regierung kann es nur besser machen, schlechter als die vorhergehenden geht nicht mehr. Der Staat ist hauptsächlich bei seinen Bürgern verschuldet und die sind vermögender als in vielen anderen Ländern. Wenn Italien die geplanten Reformen durchzieht und damit sind einige Erleichterungen für Klein-unnd Mittelbetriebe gemeint, dann werden andere Euroländer am Zahltag viel größere Probleme haben, als Italien.

  3. Avatar

    asisi1

    26. September 2018 14:15 at 14:15

    Deutschland zahlt doch schon alles und die ganze EU Bande will, das es so bleibt.
    Von den fast 1 Billion Euro Target Salden werden wir nie und nimmer auch nur einen Euro sehen, der der das glaubt muss in die Kirche gehen!

  4. Avatar

    Max Müller

    26. September 2018 15:30 at 15:30

    Denke die Wahrnehmung über Italien wird bei uns falsch dargestellt. Zwar ist das Land im Vergleich zu uns reich, aber eine Art Lähmung hat sich bereit gemacht. Der Euro tut Italien nicht gut.
    Die Menschen sind sehr unzufrieden, deshalb auch die derzeitige Regierung.
    Italien könnte wirklich kippen und will sich nicht dem Diktat von Merkel oder der EU unterwerfen.
    Ein Gemisch aus 0% Zinspolitik, Flüchtlingen und Ohnmacht sorgt für Unsicherheit..

    • Avatar

      Columbo

      26. September 2018 16:03 at 16:03

      Derzeit kommen 100(hundert) Flüchtlinge am Tag nach Italien, wenn überhaupt.

      • Avatar

        Petikov

        27. September 2018 00:37 at 00:37

        Richtitsch, was kümmert es die deutsche Eiche, wenn das italienische Sozialsystem paar 1000 (tausend) Peitschenhiebe zusätzlich pro Monat verpasst bekommt. Die deutsche Eiche ist ja so moralisch überlegen und steht ja drüber. Sogar die kleinen Eicheln übernehmen gerne Bürgschaften für bedürftige ähhh was auch immer… Und dann fallen sie aus allen Wolken bzw. von allen Ästen, wenn sie feststellen, dass die Bürgschaft wirklich als solche gemeint war. Wer hätte gedacht, dass eine aufgesetzte, heuchlerische und unreflektierte „Solidarität“ was kosten kann. Ja, gespielt ist es ohne Zweifel. Nur leider ist das Ganze schon lange kein Spiel mehr.

        Wer Italiens Geschenke zahlt ist klar… Aber diesmal finde ich es nicht mal unfair. Aber möglicherweise bewegt sich demnächst was… Das merkel erinnert mich aktuell an einen mittelgroßen Meteoriten beim Eintritt in die Atmosphäre: er brennt, raucht, zischt und zerfällt von allen Seiten und aus allen Löchern, aber er hält bis zum Schluss den Kurs.

  5. Avatar

    Koch

    26. September 2018 19:04 at 19:04

    oder den salbungsvollen Worten von tm lauschen!An FMW:Keine Antwort vonnöten.Ich klinke mich aus.Kommt eh besser an,als meine Dauerkritik an den Pseudobörsen und dem momentan vorherrschendem System!Ich melde mich vielleicht wieder,wenn das Merkelregime Geschichte ist,also nach dem neoliberalen Endsieg!So long Fellowa!

    • Avatar

      leftutti

      26. September 2018 21:22 at 21:22

      @Koch, auf alle Fälle Antwort vonnöten!
      Sie verkörpern hier das übliche, klassische, archetypische Schema von reaktionären Trollen: Ein bis zwei Tage als Maulheld die Kommentarfunktionen mit haltlosen Ideologien und populistischen Grundsatzdebatten überfluten und sich nach den Antworten darauf als beleidigter Märtyrer zurückziehen. Noch ein letzter Aufruf an die Kollegen „So long Fellowa!“, und schon werden Fritz, Frank, Dieter und andere große Denker die nächsten Tage das Ruder übernehmen.

      Graduell einigermaßen wirksam, aber langweilig, leicht durchschaubar und sehr, sehr überflüssig.

  6. Avatar

    G3ckOoo

    26. September 2018 19:37 at 19:37

    Wer zahlts? Ist doch egal. Die 8 reichsten Menschen vielleicht? Die besitzen nämlich soviel wie die ärmere Hälfte der Menschheit.

    Alle 100 jahre bricht das Finanzsystem aufgrund wachsender Ungleichheit zusammen, da die Schuldenlast zu Gusten weniger Reicher von der Gesamtbevölkerung nicht mehr getragen werden kann.

    Der Euro hält den Laden am Laufen. Vollkommen egal ob die Target2 Salden jemals zurück kommen. Wenn die Ungleichheit nicht angegangen wird fliegt der Laden sowieso in die Luft. Am Ende wird nämlich durch einen Kollaps nur wieder Vermögen und Schulden gleichermaßen getilgt.

    Aufgrund dieser Probleme sieht man auch den Rechtsruck in der Welt. Auch alle anderen Dinge lassen sich ableiten, wie zB Immobilienenblase, Aktien, Flüchtlingsströme, Sozialstaatabbau,…

    https://youtu.be/SSBqeOLs_ds

    • Avatar

      Michael

      27. September 2018 00:41 at 00:41

      @G3ckOoo, nur ein paar rhetorische Fragen:
      Alle 100 jahre bricht das Finanzsystem aufgrund wachsender Ungleichheit zusammen
      Auf wie vielen Jahrhunderten basiert diese Aussage?
      Was meinen Sie mit „Finanzsystem“?
      Gab es um 1820, 1720, 1620 … 1020 bereits Zusammenbrüche des Finanzsystems oder ein Finanzsystem an sich?

      Oder meinen Sie vielleicht lediglich die Ungleichverteilung von Reichtum, Macht und Herrschaft?
      Die ist allerdings noch nie zusammengebrochen, die erweist sich als ein stabiles Naturgesetz menschlicher Gesellschaften. Hier gab es lediglich Verschiebungen von allein herrschenden Monarchen zum Adel, vom Adel zu bürgerlichen Kaufleuten, von den Kaufleuten zu kapitalistischen Gesellschaften bis hin zum derzeitigen globalen Aktien-, Banken- und Börsenwahnsinn.

      Auch vor 3000 Jahren besaßen die reichsten 8 Menschen bereits soviel wie die ärmere Hälfte der Menschheit, wenn nicht mehr. Ebenso zu Zeiten der Bibelüberlieferung, danach im Mittelalter, weiter zu Zeiten der Renaissance, im Barock Ludwigs XIV. und den folgenden Epochen war es nicht viel anders.
      Keine Revolutionen und die daraus hervorgegangenen Heilande, weder Napoleon, Kaiser Fritz und Willi, noch das dümmste brüllende Schwein der deutschen Geschichte konnten dieses Naturgesetz jemals widerlegen.
      Heute sind lediglich die Machtverhältnisse unvergleichlich perfider und verschlungener, die Kommunikationswege komplizierter und verfilzter geworden. Der Bürger (weißer Hautfarbe) darf ein- bis drei Mal pro Jahr per Schulden in Urlaub reisen und sich alle zwei, drei Jahre am neuesten (abgasmanipulierten) SUV aufgeilen.

      • Avatar

        Wolfgang M.

        27. September 2018 07:19 at 07:19

        @Michael. Sehr guter Kommentar, Ich frage mich schon seit Jahren, wie behauptet werden kann, dass es in der Vermögensverteilung in früheren Zeiten einmal anders gewesen sein soll. Denken wir nur an den Adel, der sich über Jahrhunderte seinen „Zehnten“ einkassierte, während das Volk bei regelmäßig auftretenden Missernten verhungerte.
        Der Kollaps von Währungen und Geldsystemen ist doch schon ein finanz-mathematisches Grundthema. Nehmen wir einfach einmal an, Vermögen und Schulden wüchsen um 7% per annum, das ergäbe dann eine Verdoppelung alle 10 Jahre. Welcher Betrag käme dann bereits in hundert Jahren zustande? Klar ist dies ein hoher Zinssatz, aber es ist schon etwas dran, wenn Albert Einstein sagte, für ihn sei der Zinseszinseffekt einer der stärksten Kröfte im Universum – und dies gilt für Vermögen und reziprok auch für Schulden.
        Gruß

Hinterlassen Sie eine Antwort

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

ACHTUNG: Wenn Sie den Kommentar abschicken stimmen Sie der Speicherung Ihrer Daten zur Verwendung der Kommentarfunktion zu.
Weitere Information finden Sie in unserer Zur Datenschutzerklärung

Devisen

Euro vs US-Dollar: Schnelle Erholung – Chance für ein Long?

Agata Janik

Veröffentlicht

am

50 Euro Geldscheine

Der Euro zum US-Dollar hat in der gestrigen Handelssitzung erneut seine Dominanz bestätigt. Nach der kurzfristigen starken Gegenreaktion auf der Unterseite, die durch die fundamentalen Daten (Pressekonferenz der Fed) am Mittwochabend verursacht wurde, konnte sich der Euro gestern fast gänzlich erholen. Der US-Dollar wurde nur zeitweise gegen den Euro favorisiert. Sobald die fundamentalen Nachrichten aber verdaut wurden, verlor der Greenback wieder an Attraktivität. Dieses Beispiel bestätigt erneut, dass die Wirtschaftsdaten meistens nur kurzfristig einen Einfluss auf den Devisenmarkt haben. Händler, die gerne News handeln, sollten das wissen und bereit sein, immer schnell zu reagieren. Der Euro hat am Mittwochabend und in der Nacht zum Donnerstag kräftig verloren und notierte im Tief bei 1,1735. Das hat jedoch die Euro-Bullen nicht abschrecken können. Sie haben gestern den Euro vs USD wieder gekauft und der Kurs bewegte sich fast den ganzen Tag fast nur noch in die nördliche Richtung.

Schon am Donnerstagmorgen erreichte EUR/USD kurzfristig die 1,18 „big figure“. Auf dem Niveau von 1,1813 traf der Major auf einen Widerstand, der vorerst gehalten hat. Der Kurs erfuhr eine leichte Korrektur. Bei 1,1781 war diese aber schon zu Ende. Ab diesem Zeitpunkt haben die Bullen erneut angegriffen. Die 1,18 Marke stellte für den Euro zum USD keine Hürde mehr dar. Der Kurs hat diesen Widerstand ohne Schwierigkeiten überwunden. Darüber lagen viele Stop-Loss Orders, die natürlich gezogen wurden. Dadurch hat der Euro eine zusätzliche Dynamik entwickelt. Ab dann ging es für das Währungspaar langsam aber konstant nach oben. Auch während der amerikanischen Session konnte sich der Euro klar durchsetzen. Im Bereich von ca. 1,1830 traf der Kurs auf einen doppelten Widerstand. Die beiden Moving Averages (120er und 420er) begegneten sich.

Es war unklar, ob der Euro diese Hürde brechen wird. Es hat aber geklappt, was schon eine kleine Überraschung war. EUR/USD stieg dann in den Abendstunden noch ein wenig weiter und erreichte gestern im Tageshoch die Marke von 1,1854. Die Volatilität hat dann aber nachgelassen und der Kurs ist in eine Seitwärtsphase übergegangen. Die Kerzen wurden ganz klein. Die Händler haben sich zurückgezogen. Der gestrige Tag hat bestätigt, dass der übergeordnete Aufwärtstrend bei EUR/USD noch nicht zu Ende ist. Der Euro zum USD bleibt stark. Es wird sich vermutlich in den nächsten Stunden entscheiden, ob die Bullen vor dem Wochenschluss noch einmal die 1,19 Marke angreifen werden.

Einladung zum LIVE Webinar am 24.09.2020
Das Thema lautet: „Forex-Handelssignale mit AUTOMATISCHER Umsetzung“.
In dieser Sendung werde ich Ihnen das automatische Trading der Zukunft vorstellen und die verschiedenen Handelsstrategien erklären. Ich zeige Ihnen auch, wie Sie diese KOSTENLOS nutzen und am Forex Markt hohe Profite erzielen können. Die vorgestellten Handelsstrategien haben in den letzten 12 Monaten > +30 % Rendite erwirtschaftet. Mehr Info sowie Anmeldung hier: www.forex-sun.com

Der Tagesausblick für den Euro vs US-Dollar

Aktuell, am Freitagmorgen, notiert der Euro zum USD bei ca. 1,1848. In der asiatischen Sitzung heute Nacht, gab es kaum Bewegung im Markt. Die meisten Händler halten sich noch zurück. Das wird sich aber bald ändern. Heute erwartet uns bei EUR/USD ein spannender Handelstag. Wenn es den Bullen gelingt, das letzte High von gestern bei 1,1854 zu nehmen, kann es für den Major richtig interessant werden. Die Break-Out Trader werden dann vermutlich auch ihre Chance auf der Oberseite suchen. Über 1,1855 liegen viele Stops. Das wissen die Long-Trader und werden versuchen, den Kurs dahin zu ziehen. Wenn es klappt, kann sich die Aufwärtsbewegung schnell beschleunigen. Der nächste wichtige Widerstand befindet sich bei 1,1881. Wenn diese Marke bricht, wird die 1,19 „big figure“ angesteuert werden. Es ist eher unwahrscheinlich, dass der Major diese Marke noch vor dem Wochenende erobern wird. Auf der Unterseite hat EUR/USD die erste wichtige Unterstützung bei 1,1831 und dann bei 1,1803. Der Daily Pivot Point beim Euro vs USD liegt heute bei 1,1812.

Der folgende Chart zeigt Verlauf von Euro gegen US-Dollar

Die hier gezeigten Analysen stellen keine Anlageberatung dar und sind daher auch keine Empfehlung zum Kauf bzw. zum Verkauf eines Wertpapiers, eines Terminkontraktes oder eines sonstigen Finanzinstrumentes. Die Wertentwicklung der Vergangenheit bietet keine Gewähr für künftige Ergebnisse. Die bereitgestellten Analysen sind ausschließlich zur Information bestimmt und können ein individuelles Beratungsgespräch nicht ersetzen. Eine Haftung für mittelbare und unmittelbare Folgen aus diesen Vorschlägen ist somit ausgeschlossen.

weiterlesen

Devisen

Rüdiger Born: Interessante Möglichkeiten bei Dow, Nasdaq und Euro

Redaktion

Veröffentlicht

am

Von

Interessante Tradingmöglichkeiten könnten sich ergeben bei Dow Jones, Nasdaq und Euro gegen US-Dollar. Interessant dabei ist, dass die Ideen bei den US-Indizes nicht simultan laufen. Mehr dazu im folgenden Video. Wollen Sie meine täglichen Analysen im „Trade des Tages“ erhalten? Dieses Angebot ist für Sie völlig kostenfrei! Melden Sie sich dafür einfach hier an.

weiterlesen

Devisen

Türkische Lira fällt spürbar auf neues Rekordtief – die aktuelle Lage

Redaktion

Veröffentlicht

am

Von

Türkei Flagge

Die türkische Lira fällt heute auf ein neues Rekordtief gegen den US-Dollar gefallen, nachdem sie erst Anfang der Woche weitere Schwäche zeigte aufgrund eines Downgrades einer Ratingagentur. Für einen US-Dollar musste man gestern noch 7,49 Lira bezahlen, heute sind es 7,55 Lira. Auch gegen den Euro erreicht die Lira aktuell ein neues Rekordtief bei einem EURTRY-Wechselkurs von 8,92 (gestern noch 8,89).

Dollar-Stärke drückt gegen türkische Lira

Der heutige weitere Fall für die türkische Lira begann um 7 Uhr früh. In Verbindung bringen kann man dies mit der Verkündung der US-Notenbank Federal Reserve von gestern Abend 20 Uhr. Die Aussagen von Fed-Chef Jerome Powell zeigen, dass die US-Konjunktur besser laufen soll als bislang angenommen. Und die Fed hat keine Andeutungen für neue eigene Stützungsprogramme für die US-Konjunktur geliefert. Diese Infos gaben dem US-Dollar über Nacht Auftrieb. Und wo der US-Dollar ansteigt, da verliert in der Regel alles, was gegen den US-Dollar gehandelt wird.

Und für die türkische Lira bedeutete das seit heute früh einen weiteren Abwertungsschub, der sich auch heute Nachmittag fortsetzt mit einem USDTRY-Anstieg auf 7,56. Zwar hat der US-Dollar in Form des Dollar-Index (Währungskorb des Dollar gegen andere Hauptwährungen) heute wieder einen Teil seiner Gewinne abgegeben. Aber gegenüber der türkischen Lira legt er auch jetzt weiter zu. Dies kann man als Indiz ansehen, dass aus markttechnischer Sicht womöglich etwas passiert ist. Wurden zahlreiche Stop-Buy-Orders in USDTRY ausgelöst, welche den Dollar gegen die Lira aktuell weiter stärken? Gut möglich. Jedenfalls gab es tagelang eine Seitwärtsphase in dem Währungspaar knapp unter der Marke von 7,50. Von daher ist es gut denkbar, dass sich viele Trader Einstiegsmarken über 7,50 ausgesucht haben, die heute ausgelöst wurden, und nun für weiteren Abwertungsdruck für die türkische Lira sorgen.

Chart zeigt US-Dollar gegen Türkische Lira in den letzten 30 Tagen

weiterlesen

Anmeldestatus

Meist gelesen 7 Tage

Wenn Sie diese Webseite weiter verwenden, stimmen Sie automatisch der Verwendung von Cookies zu. Zur Datenschutzerklärung

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um Ihnen das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn Sie diese Website ohne Änderung Ihrer Cookie-Einstellungen verwenden oder auf "Akzeptieren" klicken, erklären Sie sich damit einverstanden.

Schließen