Allgemein

Jerome Powell: Headlines der PK + Live-Feed – keine 0,75%-Zinsanhebungen, Inflation könnte „flatten out“; dovish!

Jerome Powell zu den Zinsen und der Bilanzreduzierung

Die zentralen Aussagen des Fed-Chefs Jerome Powell in Headlines: was sagt er zu den weiteren Zins-Schritten der Fed? Im FOMC-Statement hatte die US-Notenbank mitgeteilt, dass sie die Zinsen um 0,5% anhebt. Für die Märkte aber besonders wichtig ist die Bilanzreduzierung der Fed – für die USA steht viel auf dem Spiel, daher hat der Fed-Chef Powell einen Balance-Akt vor sich!

– Powell noch nicht auf der Bühne – jetzt ist er da..

– „Inflation is much too high“

– es ist extrem wichtig, dass wir die Inflation nach unten bringen

– Arbeitsmarkt extrem eng

– Löhne steigen so stark wie seit Jahren nicht mehr

– China-Lockdowns werden Lieferketten-Probleme verschärfen

– Ukraine-Krieg trifft auch US-Wirtschaft

– weitere 0,5%-Zinsschritte sind „auf dem Tisch“ bei den nächsten Sitzungen (FMW: also keine 0,75%-Anhebungen?)

– US-Wirtschaft sehr stark – sie kann Zinsanhebungen verkraften

Powell fertig – ein sehr kurzes Statement! Jetzt Fragen..

————

– Powell: „Job creation will slow“

– Lohnsteigerungen dürften sich abschwächen

– wenn Löhne fallen, fällt die Nachfrage, dann dürften sich Nachfrage und Angebot eher ausgleichen

– wir gehen davon aus, dass ein „soft landing or softish landing“ möglich ist – aber das wird nicht leicht

– Powell: 0,75%-Zinsanhebung ist nicht etwas, worüber wir nachdenken (FMW: das freut die Aktienmärkte!)

– wir sehen Anzeichen dafür, dass die Inflation „is flattening out“ (FMW: dovish!)

– ein Monat ist nicht genug, um die Entwicklung der Inflation zu beurteilen

– Powell: wir sehen keine Lohn-Preis-Spirale

– Powell: werden Zinsen wenn nötig über neutrale Rate anheben

– Powell: sind nicht fokussiert auf Aktienmarkt oder Immobilienmarkt, sondern achten sehr breit auf die financial conditions

– FMW: Powell verbreitet Optimismus, dass die Fed trotz Straffung der Geldpolitik weder Arbeitsmarkt noch Wirtschaft wirklich schwächt – was soll er auch anderes sagen – aber die Märkte mögen es..

Hier der Live-Link zur Pressekonferenz von Jerome Powell:



Kommentare lesen und schreiben, hier klicken

Lesen Sie auch

10 Kommentare

  1. – ein Monat ist nicht genug, um die Entwicklung der Inflation zu beurteilen

    Soll ich weinen oder lachen??

    1. Dr. Sebastian Schaarschmidt

      Die Inflation ist gekommen um zu bleiben und die Märkte werden entsprechend reagieren. Die Inflation selbst steigt seit Januar 21 von über 2 Prozent, dem ursprünglichen Plan der FED kontinuierlich an, von einem Monat kann also keine Rede sein.
      Es sind schon 16 Monate wo die 2 Prozent Marke überschritten wurde. Im Jahre 21 betrug die durchschnittliche Inflation schon 4,68 Prozent.
      Das waren 2,68 Prozent über der anvisierten Inflationsrate von 2 Prozent.
      Natürlich freuen sich die Märkte. Das ist es ja was ich immer sage, im Grunde verschärft sich noch die Finanzielle Repression weil die Realzinsen immer tiefer in den negativen Bereich gehen.
      Jetzt über 5,5 Prozent im Minus. Zum Vergleich im Jahre 2000 mit 2,5 Prozent im Plus!

  2. Dr. Sebastian Schaarschmidt

    Bei einer Inflation von über 8 Prozent die Zinsen auf eine Spanne von 0,75 bis 1,00 Prozent zu erhöhen ist keine Heldentat sondern die Fortsetzung der ultra laxen Geldpolitik.

    Damit bekommt er die Inflation nicht in den Griff. WTI, Nat. Gas ,Platin, Aluminium, Heat Oil, Gasoline, Baumwolle…alles steigt…

    Im Gegenzug sinken die Renditen der Staatsanleihen wieder unter 3 Prozent bei einer Inflation von 8,5 Prozent heißt das: Negative Realverzinsung von über 5,5 Prozent im Minus!
    Neues All Time High!
    Nach meiner bescheidenen Meinung wird die Inflation zum Jahresende zweistellig. Die Leitzinsen werden in einer Spanne von 2,5 bis maximal 3 Prozent liegen, die Inflation wird deutlich höher ausfallen als die FED glaubt.

  3. Tja, so bringen die den Aktienmarkt niemals runter und somit auch nicht die Inflation.

  4. Echte Experten am Werk, ja.
    Zuerst war alles transitory.
    Und nun ist es ebenfalls transitory („flattening out“).
    Stimmt. Pflanzenöl kostet bereits seit Tagen 4,99€/l und steigt nicht weiter im Preis.
    Womöglich haben wir den Peak gesehen!
    An Absurdität überbieten sich die Noten-Gangster weltweit geradezu.
    Als Zuschauer frage ich mich: Wir haben die ihren Studienabschluss hinbekommen? Ihr Abitur? Ihre Grundschule? Bestechung?
    „Die haben keine Ahnung“ – das ist noch eine freundliche Feststellung…

    Weil sonst mit diesen Dumbstern keiner spielen mag züchten sie sich ihr eigenes Biotop:
    Ein Heer an jungen Investoren/Innen, die jetzt wieder die Kurslücke kaufen können.
    So haben sie wenigstens ein paar Freunde oder Freundinnen, die sie abends anrufen können…
    So mancher Kurs-Höhepunkt erlebt sich zu zweit oder mehreren einfach noch herzlicher.

    Ich halte fest, Finanzmarkt 2022:

    – Der Grimms-Märchenmodus bei den Quartalszahlen teilweise in nie gesehenen historischen Höhen, Motto: verkaufe jedes Vierteljahr ein Vielfaches an Produkten an ein Vielfaches der Menschheit.
    – Hinzu kommt die grundsolide, selbsterneuernde Wall of Worry, die mit immer neuen Seuchen, Kriegen, Zwischenfällen den Noten-Gangstern immer neue „gute“ Gründe liefert die Märkte nach oben zu steuern
    – Das Buy-The-Dip-Game folglicherweise auf Autopilot laufend
    – Es gibt keine Schwerkraft, sondern nur neue Höhen als Ziel
    – Die intellektuelle Leistungsfähigkeit des eingeschleusten Führungspersonals nahe Erdmittelpunkt. Vermutlich handelt es sich bei Powell, Lagarde und anderen um ausrangierte Clownsfiguren aus einem Kinderpark, die rechtzeitig vor den Pressekonferenzen mit Schminke und Elektrizität versorgt werden und dann ihre einfachen 64-Bit-Atari-Sprachprogramme abspulen können – die Kurse steigen aber auch ohne diese Witzfiguren
    – Die Teuerung bei Lebenshaltungs- und sonstigen Kosten machen die Menschen mit ihren Buy-The-Dip-Zockerkonten locker dreimal wett
    – Der Unterhaltungswert geht gegen Null, da die Rallyes mittlerweile neunzigmal so lange dauern wie die (zwischendrin geplanten und gesteuerten) Mini-Crashs.
    – Fugmann und das Team der Finanzmarktwelt kämpfen weiter auf verlorenem Posten gegen all die cleveren Bitcoinsters, Teslamaniacs, Amazoniacs, Apple-istos, die auf allen verfügbaren Finanzforen täglich rausblasen, was für coole und kluge Jungs sie sind, weil es mit ihrem originellen Depot jeden Tag nach oben geht.

    Ja, das nenne ich echtes, großes Irrenhaus-Kino.
    Na dann prost!

  5. Nachdem Powell lange das temporäre Inflations Mantra predigte, hat er nun ein neues Thema.“ DIE WEICHE LANDUNG“ .Hätte er seine verbale harte Haltung der letzten Wochen gestern bestätigt, wäre schon jetzt die harte Landung passiert.Er ist zum Spielball zwischen Inflationsbekämpfer und Aktienkursstützer geworden und somit müsste er gleichzeitig zwei Herren dienen.Kann ein solcher Diener der erste Übermensch sein, dem eine weiche Landung gelingt? Der US Überflieger muss herunterkommen, entweder mit einer kurzen harten Landund oder mit einer längeren Bruchlandung mit mehreren Aufschlägen.

    1. @Flop, sehr starker Kommmentar!

    2. Harte Bruchlandung kann man wie einen Unfall aussehen lassen!

      Flash Crash – Computerfehler, Orderfehler, Hackerangriff

      Ich sehe schon die Zukunft in den USA:
      “Wir müssen unbedingt die Steuern senken um die Wirtschaft zu stützen” 🙈🙈🙈

      Powell hatte das Metadon für die Wallstreet Junkies sein können aber nein er will den reinen Stoff. Die Sucht ist temporär und am Höhepunkt. 😂😂😂

  6. Wenn Powell als WEICHE LANDUNG eine Landung IM WEICHEN SUMPF meinte, dann könnte er richtig liegen,er würde dann einige Meter unter dem Erdboden verschwinden,spätestens nach den Midterm Wahlen.Es gibt nur EINEN der die ganze Welt für längere Zeit an der Nase herumführen kann und der will bald für höhere Ziele auf den Mars fliegen.
    Wie alle Kriege begann auch das Desater von Powell mit einer Lüge.Zu Beginn sagte er mer sei nicht das Diensmädchen der Börse, wurde aber von Trump zum echten Freudenmädchen der Börse gezwungen.Nach der ausufernden Inflation hat ihn Biden wieder zur Klosterschwester umgebildet und als grossen Feind der Börse dargestellt.Jetzt möchte der Jeromie die alten Puffkollegen von der Börse nicht verärgern und pendelt zwischen Kloster und Puff hin und her.

    1. Und wenn Puff und Kloster das selbe sind? 😜🤣🤣

      Powell hat selbst über 100Mio an der Börse angelegt – er ist befangen

      Mir fällt gerade ein Lied ein. „Der Spieler“ von Achim Reichel
      https://youtu.be/YZATqY-ERns

Hinterlassen Sie eine Antwort

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.




ACHTUNG: Wenn Sie den Kommentar abschicken stimmen Sie der Speicherung Ihrer Daten zur Verwendung der Kommentarfunktion zu.
Weitere Information finden Sie in unserer Zur Datenschutzerklärung

Meist gelesen 7 Tage