Folgen Sie uns

Indizes

Jerome Powell – Headlines seiner Rede + Live-Feed: wenig dovish, 0,5%-Senkung praktisch ausgeschlossen

Markus Fugmann

Veröffentlicht

am

Jerome Powell mit einer Rede in Zürich über den wirtschaftlichen Ausblick und Geldpolitik – anschließend gibt es ein Q&A, also Fragen und Antworten. Die Aussagen Powells sind die letzte öffentliche Äußerung eines FOMC-Mitglieds, bevor die „blackout period“ beginnt (also keine geldolitischen Aussagen mehr gemacht werden im Vorfeld der Fed-Entscheidung..

Erstes Fazit FMW: wenig dovishes, sehr optimistisch in Sachen US-Konjunktur, aber man werde angemessene Schritte machen wenn nötig. Eine Zinssenkung von 0,5% erscheint aufgrund solcher Aussagen eigentlich ausgeschlossen! Wahrscheinlich wird die Fed dann im September noch einmal die Zinsen um 0,25% senken als eine Vorsichtsmaßnahme, aber ob es dann weitere Zinssenkungen gibt ist alles andere als sicher..

– noch hat Powell nicht angefangen, nach wie vor eine Vorstellungs-Rede des Konferenz-Leiters in überschaubarem englisch..

– Powell steht am Tisch und muß erst einmal sagen, wie toll er die Schweiz findet..er hat schon einige Urlaube dort verbracht..

– jetzt geht es um seine Werdegang bis zum Fed-Chef

– Frage: ob Powell es bereut habe, unter Trump Fed-Chef geworden zu sein – Powell sagt natürlich „nein“..

– Powell: US-Wirtschaft geht es gut, Ausblick bleibt auch gut, mit moderatem Wachstum und einem robusten Arbeitsmarkt, aber es gibt Risiken..

– Konsum bleibt robust, aber manufacturing eher schwach, ist aber nur ein kleiner Teil der US-Wirtschaft

– Inflation bei 2%-Ziel

– globale Wirtschaft abgekühlt, vor allem China und Deutschland

– werden alles tun, damit das Wachstum erhalten bleibt

– jetzt spricht der Chef der Schweizer Nationalbank (SNB), Jordan, des weltweit größten Hedgefonds mit angeschlossenem Staat..

– Powell: Unsicherheit wegen Handelskrieg ist groß

– Arbeitsmarkt ist weiter stark, viele Menschen kehren in ihn zurück, „labor market is tight“

– Powell: erwarte keine Rezession in den USA

– sind in einem Umfeld geringeren Wachstums und niedriger Zinsen mit niedrigerer Inflation, das schränkt die Möglichkeiten einer Notenbank ein; Notenbanken brauchen andere Instrumente

– jetzt geht es um Kryptowährungen und Libra..die USA würden keine eigene Kryptowährung anstreben

– Diskussion zwischen Powell und Jordan beendet, jetzt Fragen..

– Powell: achten auf die Daten, politische Risiken – all das beziehen wir in unsere Entscheidung mit ein

12 Kommentare

12 Comments

  1. Avatar

    BrettonWood

    6. September 2019 18:58 at 18:58

    Jordan ist der aktuelle Chef der SNB…der Rest ist ja ne nette Bezeichnung für die Schwiez 😂😂😂

    Habe ich das richtig verstanden das es die grösdte Herausforderubg ist das die Zinsen in Zukunft nahe bei 0 liegen man dann nicht wie in der Vergangenheit helfen könne ubd man daher neue Instrmente und Strategien entwickeln muss???

  2. Avatar

    Roberto

    6. September 2019 19:18 at 19:18

    der Fed Chef dämpft die Erwartungen auf stärkere Zinssenkungen und der Markt der das vorher eingepreist hat fällt aber trotzdem nicht. Das ist weiteres Indiz dafür das es nicht damit zu tun haben kann. Es steht was anderes dahinter. Ich denke es sind die starken Märkte die nunmehr saisonal im Vorwahljahr swieso steigen. Da kann kommen was will. Der Markt wird NICHT fallen.

    • Avatar

      Adam Zipfel

      6. September 2019 20:35 at 20:35

      @Roberto, Sie sprechen mir aus der Seele. Ich darf dazu stellvertretend meinen Namensvetter Hannes Zipfel von der FMW zitieren:
      „Sollten Sie mal wieder einen „Experten“ undifferenziert über die Börsenweisheit lamentieren hören, dass politische Börsen kurze Beine hätten, dann können Sie ihm getrost die Kompetenz absprechen. Es ist lediglich die Durchhalteparole von Schönrednern und Börsen-Cheerleadern, wenn die Kurse mal wieder nicht wie an der Schnur gezogen nach oben wollen“.
      https://finanzmarktwelt.de/boersenweisheit-die-duemmste-ist-nicht-tod-zu-kriegen-139464/

  3. Avatar

    Rbird

    6. September 2019 19:52 at 19:52

    >>>> in überschaubarem englisch.. <<< dafür hat jetzt der Fed Chef auch ein Original Appenzeller Ledergürtel erhalten als Dank :-)

  4. Avatar

    Doris

    6. September 2019 20:05 at 20:05

    Irgendwie war das klar, dass der Dow erst fällt für diejenigen, die Zinssenkungen eingepreist haben.
    Aber … jetzt steigen die „ Klugen“ ein nach der Rede von Üowell … denn … es geht um die Unternehmen, die Powell nach wie vor stark sieht, genauso wie den Arbeitsmarkt ! Die „ Dickfische“ haben jetzt Grund, einzusteigen, denn der Ausblick ist momentan nicht zu schlecht ! Zumindest ist das Powells Ansicht scheinbar ! Also ist klar, dass der „ auf Unternehmen basierte Dow jetzt hochgehen muss ! Es sind ja nicht ALLE so dumm , und ignorieren den Erfolg der Unternehmen !!
    Powell sieht die Wirtschaft stark … also …
    Eine Einigung im Handelskrieg wird es eh nicht geben ! Warum auch ? Trump liebt die Einnahmen durch die Zölle !! Er kann gar keine Kompromisse mehr machen zb im Bereich Stahl…. dann würden ja die gerade super neuen Jobs der arbeitenden Stahlarbeiter ( Amus) wieder wegfallen !! Und die neuen Stahl und auch Kohle/ Fas etc Raffinerien wieder pleite gehen durch Billigprodukte aus China ! Es wird keine Einigung im Handelskrieg geben !
    Wohl aber einen massiven Einbruch im Konsumverhalten der Amis !
    Ist doch klar, dass die wie irre im Juli/August konsumiert haben ! Es muss doch immer wieder heißen : demnächst wird alles teurer !! Dann kauft man doch ( und nimmt dafür auch Kredite auf , solange es noch billig ist ), wie verrückt ! Die beste Motivation zu kaufen ist doch : demnächst wird alles teurer !
    Der Konsum wird sich nach Weihnachten extrem abschwächen … weil das og Argument dann wegfällt ! Dann IST nämlich alles teurer !!! Anfang 2020 und nachfolgend … kriegt Trump voll die Klatsche !!! Er steht schon jetzt mit dem Rücken zur Wand !
    Meine persönliche Meinung !!

    • Avatar

      Torsten

      7. September 2019 08:14 at 08:14

      „Die beste Motivation zu kaufen ist doch : demnächst wird alles teurer!“

      Ach so? warum wird alles teuerer, wir haben doch kaum Inflation? Die Notenbanken wollen doch mit ihrer Politik das alles teuerer wird (2% Ziel). Nur leider spart der Konsument dann am meisten wenn er keine Zusatzeinnahmen ( z.B. Zinsen ) bekommt. Die Wenigsten haben Aktien oder Immobilien als Geldanlage.
      Am meisten spart man wenn man etwas nicht kauft!!! Und das ist wieder deflationär.
      Man muss zwischen Unternehmen und Privatkonsum unterscheiden. Mir nutzt es nix 1000 kg Kartoffeln zu kaufen nur weil sie billig sind, falls ich eine Pommesbude hätte dann ja. :)

  5. Avatar

    Doris

    6. September 2019 20:36 at 20:36

    Was glaubt Ihr, warum Trump mit den Zöllen auf deutsche Autos so „ rumeiert „??
    Na klar … damit alle, die sich „ irgendwann“ ein deutsches „ Premium-Modell“ JETZT kauft ! Denn dass fließt in das Konsumverhalten massiv mit ein ! Und stärkt … durch gute Daten … seine Position gegenüber China !
    Er braucht eine starke Konsumwirtschaft !!! 70% des Bips)
    Und die Amis lieben deutsche Autos !!
    Jetzt kaufen sie… nicht wenn sie 25 % teurer sind.
    Und JETZT braucht er die guten Konsumzahlungen !!
    Eigentlich ist die ( seine) Denke doch echt einfach 😀
    Wenn der Konsum sich erst mal abschwächt … ist seine Wiederwahl gefährdet !
    Im Übrigen glaube ich fest daran, dass Powell die Zunsen GAR nicht weiter senken wird ! Woher soll er denn dann die Gläubiger her nehmen, die die USA so dringend braucht ?? War doch die letzten Male schon mehr als schwer, neue Gläubiger zu finden ! Wo China weitestgehend wegfällt ??

  6. Avatar

    Beobachter

    6. September 2019 22:01 at 22:01

    @Roberto u.Adam Zipfel u.Eva ohne Zipfel u alle andern VORWAHLJAHR STATISTIK GLÄUBIGEN.
    Bei früheren Wahlen wurden im Vorjahr die Steuern u.Zinsen gesenkt um im Wahljahr zu boomen.Der Steuersenkungsbonus ist diesmal schon vorbei u.die Zinsenkungen sind nach10Jahren Tiefzinsphase unwirksam oder sogar schädlich.Zudem könnte das Wahljahr gerade in die unvermeidliche Rezession fallen. Irgendwann ist Schluss mit lustig.Das Timing von Trump passt nicht.Er hätte 2017/2018 eine Korrektur zulassen müssen um im Wahljahr wieder mit steigenden Börsen den chinesischen Henkern zu entkommen.
    Irgendwie habe ich das Gefühl,dass die Chinesen den Absturz hinauszögern u.die Börsen stützen, wie auch gerade heute wieder ,umpurzle vor den Wahlen den finalen Hammer herauszuholen.

    • Avatar

      Adam Zipfel

      6. September 2019 23:40 at 23:40

      @Beobachter, bei genauerem Lesen meines ironisch-zynischen Kommentares würden Sie normalerweise feststellen, dass unser beiden Ansichten voll auf einer Wellenlänge schwingen. Leider ist es in einem Klima voller Misstrauen inzwischen kaum mehr möglich, die Intention von Kommentaren richtig einzuordnen. Eigentlich wollte ich dem opportunistischen Fatalismus der inzwischen vorherrschenden Mainstream-Meinung nur einen dezent-ironischen Spiegel vor Augen halten. Das ist wohl gründlich misslungen. Ihre Ansichten und Kommentare schätze ich sehr.

  7. Avatar

    Torsten

    7. September 2019 08:40 at 08:40

    Wenn der Markt ein mögliches Ende im Handelsstreit USA-China feiert, wie würde die Börse erst feiern wenn Trump nicht wiedergewählt wird, weil von Seiten der Demokraten ein Ende des Konfliktes bei einem Wahlgewinn ausgegangen wird.

    zeichnet sich eine Wahlniederlage von Trump ab – Aktien kaufen
    sieht es nach einer Wiederwahl von Trump aus – Aktien verkaufen

    !Teilverkäufe natürlich nur!

  8. Avatar

    Beobachter

    7. September 2019 10:29 at 10:29

    @ Torsten, ein Ende des Handelskriges können nur Naive feiern, der Krieg ist ein Krieg um Weltherrschaft u.der wird länger dauern u.hat eben erst begonnen.Die Börsen werden mit oder ohne Trump irgendwann fallen.Wenn die Demokraten gewinnen ,hätten sie Interesse sofort den Trump-Ballon platzen zu lassen, um die Schuld den Republikanern in die Schuhe zu schieben.Da gibt es auch Statistiken, dass im ersten Jahr nach den Wahlen unkonventionelle Entscheide , ( Steurn erhöhen,Schulden abbauen) gemacht wurden, um nachher wieder besser dazustehen.
    @ Adam Zipfel,danke für die Übereinstimmung,ich habe wirklich gedacht,sie würden Robertos Meinung teilen.Bei ihm weiss man nie, einmal ist er Vollbär, dann wieder Vollbulle, dann ist er wieder erstaunt ,weil man wirklich nicht weiss was er ist.
    Eines ist sicher, noch jede Übertreibung wurde irgendwann korrigiert.Es gibt 2 Möglichkeiten schuldenfinanzierte Wachstum zu normalisieren.
    1. Man macht es selber u.erträgt Einschränkungen, oder
    2. Der Markt macht es später mit brutalen Konsequenzen. ( Ich glaube von Ewald Mises)

    • Avatar

      Torsten

      7. September 2019 14:34 at 14:34

      Niemand hat Interesse etwas „Platzen“ zu lassen.
      „Niemand weiss ob eine Aktie steigt oder fällt, halte die Kunden im Riesenrad fest, eröffne neue Ideen für die Kunden wo er seinen Gewinn parkt, wir kassieren die Provision und verwandeln sie in klingende Münze, nur das zählt“ ( so ähnlich aus dem Film „Wolf of Wall Street“ )
      Mitmachen oder fernbleiben! Hin und her macht Taschen leer! usw.

      Wer an einen Bitcoin von 100.000 USD glaubt kauft Bitcoin
      Wer Apple bei 500 USD in 10 Jahren sieht kauft Apple Aktien
      Und wer an den Weltuntergang glaubt der macht noch ein paar schöne Urlaubsreisen!

      Schönes WE!

Hinterlassen Sie eine Antwort

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

ACHTUNG: Wenn Sie den Kommentar abschicken stimmen Sie der Speicherung Ihrer Daten zur Verwendung der Kommentarfunktion zu.
Weitere Information finden Sie in unserer Zur Datenschutzerklärung

Indizes

Aktienmärkte: Ist es wirklich möglich, den Markt richtig zu timen?

Avatar

Veröffentlicht

am

Ist es wirklich möglich, die Aktienmärkte richtig gut zu timen? Das Thema ist so alt wie die Börse: Wie gelingt es mir den Markt zu schlagen, durch geschickte Aktienauswahl, durch überragende Analysefähigkeiten- und Hilfsmittel, durch beste Marktinformationen oder durch ein gutes Bauchgefühl? Dass dies für die allermeisten Anleger und Fondsmanager auf Dauer nicht möglich ist, zeigen viele Statistiken, die nicht so gerne herumgereicht werden. Selbst Nobelpreisträger in Wirtschaftswissenschaften oder Wirtschaftsprofessoren sind teilweise grottenschlechte Kurzeitinvestoren, der Markt mit seinem Rückkoppelungssystem macht es unendlich schwer, ihn zu schlagen. Wie wir auch gerade wieder in der aktuellen Entwicklung sehen können.

Aktienmärkte: Die gerne verschwiegene Langzeitbilanz

Wenn man genau hinsieht, findet man die Statistiken, die aufzeigen, wie schwierig es is,t zum Beispiel den Leitindex der Welt, den S&P 500, über einen längeren Zeitraum, zum Beispiel über 15 Jahre, zu schlagen. Das gelingt nur wenigen – und selbst der größte Investor alive, Warren Buffett, hat in den letzten Jahren so seine Schwierigkeiten am Markt dranzubleiben.

So gilt vermutlich nach wie vor der Spruch des legendären Fondsmanagers von Fidelity, der das Timingproblem der Aktienmärkte auf den Punkt brachte:

„Anleger haben mit der Vorbereitung auf oder dem Antizipieren von Marktkorrekturen viel mehr Geld verloren als in den Marktkorrekturen selbst.”

Betrachten wir hier nur einen Chart von advisorperspective, der die Korrekturen der Aktienmärkte in ihrer Tiefe und ihrem zeitlichen Verlauf während des letzten Zyklus seit der Finanzkrise aufzeigt:

Aktienmärkte, Timing und Korrekturen

Es gab in der Zeit seit der Finanzkrise 19 Phasen im S&P 500, in denen der Markt über fünf Prozent korrigiert hat und nur einen Bärenmarkt (Corona 2020), zweimal blieb man nur wenige Zehntel über der Eintrittsschwelle. Jedes Mal sprang die Federal Reserve ein, um ein weiteres Durchsacken der Aktienmärkte nach unten zu verhindern. Deshalb habe ich vor ein paar Tagen geschrieben, dass es unsinnig wäre zu glauben, dass die Notenbank gerade in der jetzigen brenzligen Situation am US-Arbeitsmarkt in Attentismus verfallen würde und einen Einbruch der Aktienmärkte mit all seinen Konsequenzen für den US-Konsum ohne Intervention zuließe. Irgendwann kommt natürlich der Moment, wo dies nichts mehr hilft.

Aber ein Weiteres ist aus diesem Chart zu lesen. Es gab gar nicht so viele richtige Einbrüche der Aktienmärkte – der Notenbank und der Alternativlosigkeit geschuldet – und vor allem wurden diese Korrekturen zumeist in sehr kurzer Zeit wieder ausgebügelt. Was ein Timing am Markt wieder einmal sehr schwierig gemacht hat.

Zu dieser Thematik des Timings gibt es auch eine interessante Untersuchung eines Fondsmanagers von HQ Trust, Sven Lehmann. Dieser hat berechnet, dass es in den letzten 14.524 Handelstagen beim Dax (entsprechend 55 Jahre) um sechs Prozent per annum nach oben ging. Diese Performance wurde an nur 55 Handelstagen erzielt –  wer da nicht investiert war, hätte eine Null-Performance erreicht. Natürlich könnte man sagen, wenn man die 55 schlechtesten Tage ausgelassen hätte, dann…..! Aber dies wäre das umgekehrte Glücksspiel.

Was uns nicht davon abhält, es immer wieder zu versuchen.

Die aktuelle Korrektur

Dass eine Korrektur der Aktienmärkte im Herbst ansteht, konnte so ziemlich jeder erkennen, der die Exponentialfunktion gewisser Charts betrachtet hat – Apple, Tesla, Nasdaq und Co. Die Frage war „nur“, wann diese genau einsetzen wird, wie tief sie ausfallen wird und natürlich wann man wieder einsteigen sollte. Ähnliches hatten wir schon im Rekordeinbruch vom Februar/März erlebt, als die großen Indizes binnen eines guten Monats eine Korrektur in Rekordgeschwindigkeit vollzogen hatten. Einige Geldverwalter hatten blitzschnell die brisante Lage erkannt und waren sukzessive aus dem Markt ausgestiegen, viele Anleger aus Sachzwängen. Aber wann wieder einsteigen, angesichts einer Nachrichtenlage, die unser limbisches System aktiviert, welches unentwegt mit emotionalen Attacken Alarm schlägt?

Wie lautete ein Spruch, den ich vor Kurzem in diesem Zusammenhang gelesen habe? „Wer behauptet zu Höchstkursen ausgestiegen zu sein und dann zu Tiefstkursen wieder zurück in den Markt, ist entweder ein Lügner oder der Teufel“. Natürlich gibt es auch Zufallstreffer, aber das ist wiederum eine andere Geschichte.

Fazit

Es geht weiter im Kampf um die Deutungshoheit an den Märkten – der Einzelne gegen Millionen von Marktteilnehmern, die nicht auf die Gegenwart blicken, sondern zu antizipieren versuchen, was Wirtschaft und Aktienmärkte in sechs bis neun Monaten machen werden (Daytrader ausgenommen). Die unbekannte Zukunft: Was macht das Rennen um die Präsidentschaft, was der Covid-19-Impfstoff oder sogar eine beginnende Herdenimmunisierung, wie sie aus manchen Metropolen in Ansätzen gemeldet wird? Was die Gelddruckorgien? Kommt es zu einem Anstieg der Kapitalmarktzinsen und einer leichten Rückkehr der Inflation?

Führt 2021 ausgerechnet eine Wirtschaftserholung zu einem Einbruch der Aktienmärkte, weil dann das Geld in der Wirtschaft gebraucht wird? Alles Fragen, für die keiner derzeit eine Antwort parat hat. Aber deshalb funktioniert Börse (und nicht das Market Timing), denn ansonsten wäre das System Börse von einem Moment auf den anderen tot..

 

Wie gut funktioniert Timing für die Aktienmärkte wirklich?

weiterlesen

Finanznews

Aktienmärkte: Die Rally als Botschaft? Biden gegen Trump! Videoausblick

Markus Fugmann

Veröffentlicht

am

Für die Aktienmärkte dürfte die Fernsedebatte zwischen Biden und Trump in der Nacht auf den Mittwoch ein zentrales Ereignis werden! Bislang gehen die Märkte angesichts des schwachen Verlaufs im September offenkundig davon aus, dass Biden neuer US-Präsident wird – aber vielleicht hat sich das seit gestern geändert: rechnet man nun damit, dass Biden eine schlechte Figur in der Debatte machen wird, womit sich die Lage zugunsten von Trump drehen wird? Die Rally gestern jedenfalls war sehr breit gefächert – und zugleich ein impulsiver Short-Squeeze aufgrund der massiven Short-Positionierung institutioneller Anleger. Als Faustregel kann gelten: geht es im Oktober nach oben für die Aktienmärkte, gewint Trump, geht es nach unten, gewinnt Biden..

Werbung: Traden Sie smart mit Capital.com: https://bit.ly/316AkWq

weiterlesen

Indizes

Börse LIVE um 9 Uhr mit Mario Steinrücken – ist die Korrektur vorbei?

Avatar

Veröffentlicht

am

Ist die Korrektur an der Börse schon wieder vorbei und sollte ich jetzt schon wieder Aktien kaufen? Genau dieser Frage gehen wir im heutigen „Börse LIVE-Stream“ ab 9:00 Uhr nach.

Der US-Leitindex S&P 500 hat das erste markante Unterstützungsniveau erreicht. Dort haben sich die Bullen schon wieder positioniert und den weiteren Abverkauf vorerst gestoppt. Die zum Wochenstart aufgekommene Dynamik ist ein deutliches Zeichen der Stärke. Aus diesem Grund befindet sich im S&P 500 zwischen 3.300 und 3.320 Punkten ein technisches Kaufniveau. Die genaue Vorgehensweise wird im Livestream besprochen. Hier können Sie kostenfrei teilnehmen:

https://youtu.be/uoVexhsWYEY

Auch der Silberpreis notiert aktuell an einem langfristig interessanten Niveau und wird im Livestream besprochen.

Um 9:00 Uhr nimmt Mario Steinrücken die wichtigsten Märkte im Livestream unter die Chartlupe. Neben dem Fahrplan für die nächsten Wochen, werden bestimmt auch wieder interessante Trading-Ideen besprochen. In der „Börse LIVE“ haben Sie außerdem die Möglichkeit Ihre Aktien, Indices, Währungen und Edelmetallen aus technischer Sicht betrachten zu lassen.

S&P 500 Chart

Mario Steinrücken ist Daytrader. Er hat sich auf das Orderflow Trading im E-Mini S&P 500 Futures (ES), Nasdaq 100 Futures (NQ) und Dow Jones Futures (YM) spezialisiert. Seine professionelle Trader Laufbahn startete er 2004 im Aktienhandel der Börse Stuttgart. Später arbeitete er zusammen mit Dirk Müller an der Frankfurter Börse im Aktienhandel. Er besitzt die Xetra- und Eurex Lizenz und war ebenso als Futures Trader bei der Wertpapiereigenhandelsgesellschaft „Gass Capital Markets“ in Frankfurt tätig. Seine Begeisterung für Trading versucht er seinen Followern mit Tipps und Tricks auch auf seinem eigenen YouTube Kanal näher zu bringen.

weiterlesen

Anmeldestatus

Meist gelesen 7 Tage

Wenn Sie diese Webseite weiter verwenden, stimmen Sie automatisch der Verwendung von Cookies zu. Zur Datenschutzerklärung

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um Ihnen das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn Sie diese Website ohne Änderung Ihrer Cookie-Einstellungen verwenden oder auf "Akzeptieren" klicken, erklären Sie sich damit einverstanden.

Schließen