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Klimawandel – die Rettung ist nah

Für den menschengemachten Anteil beim Klimawandel bahnt sich eine Lösung an – jedoch zu einem hohen Preis!

Hannes Zipfel

Veröffentlicht

am

Selbst die Wissenschaft ist sich nicht einig, in welchem Ausmaß wir selbst schuld sind am Klimawandel. Für den menschengemachten Anteil bahnt sich eine Lösung an – jedoch zu einem hohen Preis.

Klimawandel – weiße Elefanten und schwarze Schwäne

Verschwörungstheoretiker verweisen gern darauf, dass regelmäßig im Vorfeld von Krisen, die das politische Establishment in Erklärungsnöte bringen, externe Angstfaktoren medienwirksam platziert werden. Vor allem die Weltgesundheitsorganisation (WHO) steht dabei regelmäßig im Verdacht, Handlanger der Machtelite zu sein. Die zeitliche Nähe zwischen außerordentlichen Bedrohungslagen und sich anbahnenden Krisen kann natürlich Zufall sein.

Um dies seriös zu beurteilen, fehlt mir schlicht und einfach der Informationszugang. Eines muss man rückblickend aber konstatieren: Weder Rinderwahn noch Ebola, Geflügelpest, Schweinegrippe oder Terroranschläge haben die menschliche Zivilisation ins Chaos gestürzt. Sogar das Ozonloch schließt sich wieder, wie die NASA bestätigt. Der aktuelle weiße Elefant auf der Bühne, der Klimawandel, hat das Potenzial von diversen tatsächlich existenziellen Risiken für unsere Zivilisation und die Demokratie abzulenken.

Zum Beispiel von globalen Migrationsbewegungen, zunehmender Überbevölkerung und die damit im Zusammenhang stehende abnehmende Qualität industriell produzierter Nahrungsmittel. Selbst das Thema globale Schuldenkrise wird von der kollektiven Angst vor dem Klimawandel überschattet. Dies wird auch daran deutlich, dass Deutschland gerade in die Rezession abrutscht, viele Schwellenländer in der Dollarkrise versinken, die Eurozone vor existenziellen Herausforderungen steht – aber politisch erfolgreich nicht etwa eine Partei ist, die diese Themen adressiert oder Lösungen anbietet. Bei Wahlen und in Umfragen kann eine Partei deutlich zulegen, die sich den Klimawandel übergroß auf ihre Fahnen geschrieben hat. Dabei wird sich ausgerechnet dieses Problem – zumindest der menschengemachte Teil – in den nächsten Jahren ganz von allein lösen.

Blühende Landschaften – anders als gedacht

Kurz nach der Wende prägte Helmut Kohl den Begriff „Blühenden Landschaften“ und meinte damit die wirtschaftlichen Perspektiven für Ostdeutschland. Es kam tatsächlich sehr schnell und sehr nachhaltig zu blühenden Landschaften – aber nicht in der Ökonomie, sondern in der Ökologie.

Die ostdeutsche Industrie brach in den Neunzigerjahren fast vollständig zusammen. Die Produktion in den fünf neuen Bundesländern war nicht wettbewerbsfähig, die Kundschaft in Osteuropa brach weg, da sie ebenfalls bankrott war und Wettbewerber aus dem Westen achteten zum Teil sorgsam auf die Vermeidung neuer Konkurrenz aus dem Osten. Lediglich als steuersubventionierter Absatzmarkt und für Aufbauhelfer mit Buschzulage war der Osten ad hoc eine ökonomische Erfolgsgeschichte.

Positive Nebeneffekte des Produktionskollaps waren jedoch, dass man z. B. in Bitterfeld wieder weiße Wäsche auf den Balkon hängen konnte, die Fische nicht mehr bäuchlings in der Elbe schwammen und historische Denkmäler und Schlösser nicht mehr vom Schwefel zerfressen vor sich hin faulten. Die Luft war sauber und die Natur blühte auf. Vielleicht trug der Zusammenbruch des Ostblocks sogar zur Erholung der Ozonschicht bei (nur eine Vermutung des Autors).

Fakt ist, dass neben neuen, umweltschonenden Technologien auch der massenhafte Zusammenbruch von sozialistischen Zombiefirmen für die ostdeutsche Umwelt sehr positiv war. Übrigens sind Zombiefirmen auch aktuell wieder ein wachsendes Phänomen. In der jüngeren Vergangenheit konnte man im Jahr 2009 diese Kausalität beobachten: als die deutsche Wirtschaft krisenbedingt 5 Prozent schrumpfte verschwanden schweren Diesel-LKW auf den Autobahnen von heute auf morgen wie vom Erdboden verschluckt. Ökonomische Krisen tun der Umwelt offenbar durch die signifikante Reduktion wirtschaftlicher Aktivität gut.

Sollten sich die Befürchtungen einer Vielzahl von Ökonomen, Geldpolitikern, Unternehmern und Bürger bestätigen, steht die Welt in den nächsten Jahren vor dem Ende des seit dem Zweiten Weltkriegs andauernden übergeordneten Schulden- und Wirtschaftszyklus und damit vor einer historischen Kapitalismuskrise mit vermutlich zweistelligen Einbrüchen der wirtschaftlichen Aktivität. Damit hätte sich die Reduktion der CO2-Emissionen und die Erreichung der Klimaziele von ganz allein erledigt – mit sehr schmerzhaften existenziellen Konsequenzen für die meisten Menschen.

Fazit

Alle in Deutschland politisch Verantwortlichen sind aufgerufen, eine adäquate Balance der politischen Themen zu wahren, sonst könnte ein Wechsel im Staatsmanagement schneller und anders bevorstehen, als es aktuell in den Massenmedien noch propagiert wird. Fragen sie mal die Geldpolitiker in der EZB, warum sie immer aggressiver in den Krisenmodus umschalten? Sicher nicht wegen der wirtschaftlichen Folgen des Klimawandels.

Der wirtschaftliche Abschwung und der Klimawandel

29 Kommentare

29 Comments

  1. Avatar

    Christian Bucher

    1. September 2019 19:03 at 19:03

    „Ökonomische Krisen tun der Umwelt offenbar durch die signifikante Reduktion wirtschaftlicher Aktivität gut. Damit hätte sich die Reduktion der CO2-Emissionen und die Erreichung der Klimaziele von ganz allein erledigt – mit sehr schmerzhaften existenziellen Konsequenzen für die meisten Menschen.“ Dieser Text ist mi­s­an­th­ro­pisch und der Autor hat meiner Meinung nach als Kind eine massive emotionale Fehlentwicklung durchgemacht.

  2. Avatar

    Christian Bucher

    1. September 2019 20:53 at 20:53

    Nachtrag: sehr gute Satire. Nach nochmaligem Durchlesen bin ich zu dem Schluss gekommen, dass es Satire sein muss. Sehr gute Satire!

  3. Avatar

    oscar

    1. September 2019 21:15 at 21:15

    Top Beitrag ! Sehr viel Wahres und realistisches im Text. Nicht von den dauermedialen Leergeschwätz das Hirn wegblasen lassen und an den Grünen Irrsin auch nur eine Minute verschwenden. So langsam werden die Leute wach und kapieren was ihre Zukunft werden soll und wer diese bis in den Schlüpfer bestimmt…na gute Nacht. Es ist Neo Stalinismus…alle sind gleich nur ein Paar sind immer gleicher! Aha…

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    Hesterberg

    2. September 2019 00:57 at 00:57

    @Christian Bucher
    Eine massive emotionale Fehlentwicklung scheint mir eher bei Ihnen vorzuliegen oder hatten Sie gestern einfach nur zu lange in der Sonne gelegen?
    Die Richtigkeit der von Ihnen zitierten Textpassage kann nicht ernsthaft angezweifelt werden und hat mit Menschenfeindlichkeit überhaupt nichts zu tun.

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      Christian Bucher

      2. September 2019 08:05 at 08:05

      Sie scheinen dazu zu neigen, den Klimawandel und seine Folgen völlig überzubewerten. Die Bekämpfung des Klimawandels ist Not und Elend einfach nicht Wert!

      • Avatar

        leftutti

        2. September 2019 16:17 at 16:17

        Sie scheinen dazu zu neigen, die kurz-, mittel- und langfristigen Folgen des Klimawandels bereits heute bestens zu kennen. Können Sie uns alle an Ihrem Wissen teilhaben lassen, und Ihre Erkenntnisse auch wissenschaftlich und fundiert untermauern?

      • Avatar

        leftutti

        2. September 2019 21:52 at 21:52

        @Christian Bucher, hoffentlich haben Sie mich nicht missverstanden. Sie sollen keine monatelange Doktorarbeit verfassen, für eine Kommentarfunktion sind 30 Minuten Recherche und ein paar zusammenfasende Zeilen bereits ausreichend. Hilfreich wären als Ergänzung ein paar möglichst vielschichtige, breit gestreute, glaubwürdige, überprüfbare und wenigstens ansatzweise seriöse Quellen, wie z. B.

        https://www.netdoktor.ch/krankheit/klimawandel/klimawandel-macht-krank-6864859
        https://www.myclimate.org/de/informieren/faq/faq-detail/detail/News/was-sind-die-folgen-des-klimawandels/
        https://www.scinexx.de/dossierartikel/seuchenherd-europa/
        https://www.forstwirtschaft-in-deutschland.de/forstwirtschaft/forstwirtschaft-in-deutschland/klimawandel/

        Auch korrekte Zitate sind ok:
        Amerikas Präsident Donald Trump warnte deswegen nach einer Einsatzbesprechung mit seiner Bundesbehörde für Krisenmanagement Fema einmal mehr vor den katastrophalen Folgen. Seine Auswirkungen werden über Hunderte Meilen oder mehr vom Auge des Sturms entfernt spürbar sein, sagte er während der Sitzung am Sonntag. Er [Trump] zeigte sich überrascht, dass ein Sturm überhaupt so stark sein könne.
        https://www.faz.net/aktuell/gesellschaft/ungluecke/trump-warnt-vor-hurrikan-dorian-16362636.html
        Man beachte: Über Hunderte Meilen oder mehr! Das wären dann Tausende Meilen, also bis nach Kalifornien oder dem neuen Bundesstaat Grönland ;)

        Wer in drei oder mehr selbstbewussten 1,5-Zeilern zu komplexen wissenschaftlichen Themen Schlussfolgerungen veröffentlicht, muss auch auf Anfrage Inhalte und Argumente liefern. Analoges gilt auch für weniger wissenschaftliche Hexenjagden auf persönlicher Ebene. Behauptungen und Schlussfolgerungen sind soviel überzeugender, wenn sie nicht nur der eigenen Fantasie entspringen.

        @Man on the Moon, ich hoffe, Sie sehen mir nach, dass ich schon wieder umweltpolitische Themen anspreche, was ja nicht zum Kernthema von FMW gehört, was wahrscheinlich auch etliche Leser stört. Ich dachte nur, bei dem Thema dieses Artikels…

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    Sven Balerte

    2. September 2019 01:18 at 01:18

    Sie setzen den Klimawandel und seine Folgen in eine Reihe mit Rinderwahn, Ebola oder Geflügelpest?

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    Lausi

    2. September 2019 05:10 at 05:10

    Es braut sich halt der perfekte Sturm zusammen: Einerseits die Überschuldungskrise und andererseits der Klimawandel! Es ist vielleicht müßig darüber zu diskutieren, was von beiden schlimmer ist – wobei der Klimawandel natürlich sehr viel längerfristig wirkt. Ich könnte mir vorstellen, dass der kommende Wirtschafts- und Finanzzusammenbruch eine kleine Delle beim globalen CO2-Anstieg hinterlassen wird – sehr viel mehr wohl nicht. Viele Klimaforscher sind ja der Meinung, dass aufgrund der Kipppunkte der Klima-Drops sowieso schon gelutscht ist. Also: Nach uns die Sintflut… :-(

    • Avatar

      Claudia

      2. September 2019 23:51 at 23:51

      Meinen Sie den Sturm über den Bahamas @leftuti? So schlimm war’s noch nie 👆👆👆👆👆

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    Bernd Suffert

    2. September 2019 08:34 at 08:34

    Dass Sie das Ende der sich längst abzeichnenden kapitalistischen Verwertungslogik (ihres Funktionierens) gleichsetzen mit „sehr schmerzhaften existenziellen Konsequenzen für die meisten Menschen“ zeigt, dass Sie die Kategorien „finanziell“ und „existenziell“ in ihrer Bedeutung nicht voneinander zu unterscheiden vermögen. Tatsächlich verzichten fürs Geldverdienen „die meisten Menschen“ schon jetzt auf ein existenziell befriedigendes Leben. Von den vielen Millionen zu schweigen, die sich auf der Flucht befinden, um den im Chaos versinkenden Weltregionen zu entkommen, die vom Kapitalismus teils niederkonkurriert, teils als für die Verwertungszwecke „unbrauchbar“ abgeurteilt wurden. Ihre Satire trifft sehr gut die Realsatire einer Gesellschaft, die allen Ernstes glaubt, dass es zum „Leben“ der Erwerbsarbeit bedarf; sei es auch, dass dieses Abstraktum „Arbeit“, das sich allein vor dem Profitmotiv zu rechtfertigen weiß, Produktionsprozesse in Gang hält, die die stofflichen (physikalichen, biologischen) Grundlagen des Lebens zerstören, also in Destruktionsprozesse umgeschlagen sind. Dass es so weit kommen wird mit dem kapitalistischen Wachstumszwang, hat Marx übrigens bereits in der Mitte des 19. Jahrhunderts vorausgesagt.

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      leftutti

      2. September 2019 12:17 at 12:17

      @Bernd Suffert, das ist eine sehr interessante, intelligente und bemerkenswerte Sichtweise. Es freut mich außerordentlich, dass sich neben den zahlreichen und ständig wiederholten Plattitüden einiger Oscar-Preisträger ab und zu auch einmal Intellekt, Wissenschaft und die Erkenntnis größerer Zusammenhänge in dieses Forum verirren.

      Ich hoffe, Sie bereichern diese Kommentarfunktion künftig weiterhin als einer der raren und tapferen Antagonisten zu den sehr häufig leider extrem einseitigen und wissenschaftlich nicht selten irrelevanten Postulaten. Dazu müssen Sie allerdings ein dickes Fell und darüber eine Art Neoprenanzug mitbringen ;)

      • Avatar

        Jan

        2. September 2019 13:22 at 13:22

        Ein sehr guter Kommentar @Michael!

        • Avatar

          leftutti

          2. September 2019 13:53 at 13:53

          Jetzt lassen Sie es mal langsam wieder gut sein! Wir haben uns alle in den letzten Wochen sehr über Ihr originelles Verwirrspiel amüsiert, doch langsam beginnt es sich abzunutzen und zusehends mehr Leser zu nerven. Schreiben Sie mal etwas Neues und Intelligentes, überzeugen Sie die Leser durch Argumente und nachvollziehbare Gedankengänge.

          • Avatar

            Claudia

            2. September 2019 15:34 at 15:34

            Ist wirklich nervig!

          • Avatar

            Münzsammler

            2. September 2019 17:47 at 17:47

            @leftutti: Meinen Sie damit den Autor des Artikels oder einen Kommentator?

          • Avatar

            leftutti

            2. September 2019 18:13 at 18:13

            @Münzsammler, wieso sollte ich den Autor meinen? Die Einrückung des Kommentares zeigt doch, an wen die Antwort adressiert ist. Da er unter falschem Namen an einen falschen Adressaten schreibt, kann ich ihn leider nicht namentlich ansprechen.

            Für den Fall, dass Sie hier ironisch auf den Autor anspielen, schreiben Sie ihm das lieber selbst in einem eigenen Thread.

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    Claudia

    2. September 2019 10:32 at 10:32

    „Bei Wahlen und in Umfragen kann eine Partei deutlich zulegen, die sich den Klimawandel übergroß auf ihre Fahnen geschrieben hat“. Wie sich erst gestern in Sachsen und Brandenburg wieder gezeigt hat.

    • Avatar

      leftuti

      2. September 2019 13:25 at 13:25

      Liebe @Claudia ich hoffe, Sie meinen nicht diese AFD?

      • Avatar

        Claudia

        2. September 2019 20:45 at 20:45

        @Fremder Hans Wurst, vorgestern haben Sie noch lautstark vor applaudierendem Publikum mit breiter Gorillabrust getrommelt: „Lassen Sie Ihre Troll-Armee ruhen und Ihre nie enden-wollende Debatte über die Grünen und die AfD sowieso“. Und jetzt eröffnen Sie das Thema AFD erneut, nachdem zuvor Ihr Kampfhund @oscar dezent und mit viel Feingefühl die Grünen ins Spiel gebracht hat. Echt glaubhaft und überzeugend, auch wenn Sie sich noch immer nicht an Ihren wahren Namen erinnern.

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          Aufklärer

          2. September 2019 22:20 at 22:20

          @Claudia, hier ein möglicher Ansatz, wer Hanswurst sein könnte:
          https://de.m.wikipedia.org/wiki/Da_Leftutti

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            Claudia

            2. September 2019 23:16 at 23:16

            @Aufklärerischer Hanswurst, Aha! Endlich verstehe ich!
            „Leftutti entstand wahrscheinlich zu Anfang des 20. Jahrhunderts, als sich in Bayern Gastarbeiter aus Italien für eine Beschäftigung mit „Lavoro tutti“ („Ich übernehme jede Arbeit“) bewarben“.
            Ein italienischer Hanswurst, Diener oder Handlanger hat also den Job übernommen, sich beim gebürtigen Bayern Markus Fugmann als Leftutti unter eigenem und vielen anderen Namen selbst zu beschimpfen. Hoffentlich entlarven Sie @Herrn Fugmann damit nicht als Sklavenhalter, der den italienischen @Columbo oder auch Herrn Draghi als Klick-Multipikator für eigene PR-Zwecke missbraucht.

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            Aufklärer

            3. September 2019 07:53 at 07:53

            @ Claudia, Sie sind ja wirklich sehr engagiert, bravo!
            Wenn man das so liest, könnte man auch auf die Idee kommen, dass ein anderer beliebter Forist sein lustiges Orang Utan-Affenkostüm abgestreift hat und nun mal wieder in Frauenkleidern durchs Forum stolziert.

        • Avatar

          Aufklärer

          2. September 2019 22:44 at 22:44

          • Avatar

            Tortenheber

            3. September 2019 17:12 at 17:12

            Das ist ja ein Hammer! Das ausgerechnet die Grünen mit solchen Methoden arbeiten hätte ich nicht gedacht. Hoffentlich gibt es hier im Forum keine Nachahmer.

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    Bernd Suffert

    2. September 2019 13:32 at 13:32

    @leftutti, danke für den freundlichen Kommentar. Auch dafür, dass Sie großzügig über den grammatischen Dreher am Anfang meines Beitrags hinweggesehen haben. Ich bin natürlich kein Einzelkämpfer. Weitere Beiträge mit dieser antikapitalistischen Tendenz finden Sie unter streifzuege.org. Mein Verfassername lautet dort „Peter Klein“.

    • Avatar

      leftutti

      2. September 2019 15:47 at 15:47

      @Bernd Suffert, einen grammatischen Dreher kann ich beim besten Willen nicht entdecken. Ergänzend möchte ich meinem obigen Kommentar noch dahingehend präzisieren dass Sie sich bitte nicht darüber wundern sollten, wenn plötzlich etwas befremdliche, eher persönliche Kommentare mit anti-antikapitalistischen Tendenzen unter Ihrem Namen auftauchen.

      Vielen Dank für den interessanten Link. Wie ich soeben dort lesen konnte, hat der erwähnte Autor Peter Klein bereits sehr treffende und interessante Gedanken und Thesen zum Thema Populismus auf abstrakter und theoretischer Ebene veröffentlicht. Ich erlaube mir, kurz daraus zu zitieren: Der Populismus, mit dem wir es heute zu tun haben, scheint mir dagegen, was die vorherrschende Stimmungslage betrifft, mit dem Katzenjammer gleich zu beginnen. Von Begeisterung für eine Idee oder für ein neu ins Auge gefasstes Ziel ist weit und breit nichts zu spüren, von einem Aufbruch zu neuen Ufern kann keine Rede sein … Er [der darin vorherrschende Phänotypus] mault und nörgelt und ist ein ‒ vorwiegend männlicher ‒ Miesepeter.
      https://www.streifzuege.org/2017/der-dritte-anlauf/

      Auf empirischer Ebene können Sie diesen Phänotypus hier täglich mehrfach live erleben, bevorzugt diskriminierend und beleidigend unter Ihrem eigenen Namen. Bitte lassen Sie sich davon nicht abschrecken, weitere Kommentare zu veröffentlichen.

  10. Avatar

    Bernd Suffert

    2. September 2019 16:10 at 16:10

    @leftutti: „Das sich abzeichnende Ende der Verwertungslogik“, hätte es heißen sollen, nicht: das Ende der sich abzeichnenden Verwertungslogik. Wenn`s kein grammatischer Dreher ist, ist es halt ein sinnentstellender. Beste Grüße, BS.

    • Avatar

      leftutti

      2. September 2019 16:43 at 16:43

      @Bernd Suffert, so etwas fällt aber auch nur einem Autor mit Ihren sprachlichen Kompetenzen auf. Ich sehe darin noch nicht einmal im Ansatz eine Sinnentstellung. Wo wir gerade bei dem Thema sind, wundern Sie sich ebenfalls nicht, wenn unter Ihrem Namen nur mehr über Grammatik und Rechtschreibung geschrieben wird. Auch das ist eine temporäre Modeerscheinung aus dem wundersam erweiterten intellektuellen Repertoire des oben zitierten vorherrschenden Phänotypus.

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Aktien

Aktienmärkte: Coronakrise verändert die deutsche Sparkultur

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Verändert die Coronakrise die deutsche Sparkultur – gibt es nun eine große Lust auf die Aktienmärkte? Man hätte es eigentlich schon länger erwarten können: Die finanzielle Repression schlägt langsam mehr und mehr zu, bereits seit 2012 hat die Europäische Zentralbank den Einlagenzins für Banken auf null gesetzt und nebenbei deren Geschäft mit der Fristentransformation zerstört, damit gab es auch für den deutschen (Geld-)Sparer fast keine Möglichkeit mehr das Geldvermögen real zu vermehren. Was auch schon früher der Fall war, über Jahrzehnte – doch da war es dem Normalsparer nicht aufgefallen, es gab Zinsen und die Inflationsrate knabberte reichlich unbemerkt an der Rendite.

Doch jetzt ist offiziell eine Änderung im Sparverhalten durch die Bundesbank bestätigt worden – die Deutschen investieren in der Coronakrise mehr in Aktien.

Aktienmärkte: Rendite gibt es für die Übernahme von Risiko

Es gibt darüber viele Untersuchungen, wie zum Beispiel durch Credit Suisse Global Investment Returns, in denen nachgewiesen wurde, dass es über viele Jahrzehnte für risikolose Geldanlagen keine nennenswerte Realrendite gegeben hat. Was natürlich in keinem Prospekt von Banken erscheinen würde..

Ein Extrembeispiel: Im Jahr der Superzinsen 1981 gab es noch zweistellige Sparzinsen auf Kurzläufer – aber wie hoch war damals die Inflationsrate und die weiteren Kosten wie Steuern oder Spesen? In Summe eben auch zweistellig.

Seit der Finanzkrise wurden die Zinsen immer weiter abgesenkt, natürlich unter dem Ziel (Zwang), die Kapitalmarktzinsen so weit zu senken, damit die EU mit ihren zum Teil hoch verschuldeten Mitgliedsstaaten nicht auseinanderfiel. Natürlich zulasten der kleinen Sparer, bei denen sich nicht nur die Sparzinsen der Nullzone näherten, sondern auch die Rendite der fast 90 Millionen Lebensversicherungsverträge. Soviel zur Historie, mit Corona und der ständigen Diskussion über Strafzinsen bei den Banken setzte eine Verhaltensänderung ein, hin zur verstärkten Anlage in Aktienmärkte.

Neue Rekordvolumina in Aktien

Wer hätte das gedacht: Ausgerechnet im Jahr der Coronakrise, in dem die Aktienmärkte in bisher noch nicht gesehener Geschwindigkeit in die Tiefe gerauscht waren, stiegen viele Deutsche verstärkt in die Aktienanlage ein. Mit 23,9 Milliarden Euro investierte man hierzulande in Aktien und übertraf den Rekord von 2007, kurz vor der Finanzkrise. Wenn das mal kein schlechtes Omen ist..

Diese Zahlen ermittelte das Analysehaus Barkow Consulting, basierend auf Angaben der Deutschen Bundesbank.

Bereits seit einigen Monaten melden Onlinebroker einen richtigen Boom bei der Anmeldung neuer Depots und in der Folge auch von Rekordumsätzen. Gerade junge Leute stiegen ein in die Aktienmärkte, aber auch besonders bei den billigen Exchange Traded Funds (ETFs), im viel beworbenen Sparplanprinzip.

Die vielen Berichte in den Wirtschaftsseiten der Zeitungen über das Ansparen in großen Indizes haben offensichtlich ihre Wirkung nicht verfehlt.

Insgesamt hat die Sparquote der Deutschen in diesem Jahr zugenommen. Aus Sorge vor dem Arbeitsplatzverlust und bei manchen auch aus Mangel an Ausgabemöglichkeiten durch die zahlreichen Reisebeschränkungen. So kletterte das Volumen der Spareinlagen seit dem Beginn des Lockdowns im zweiten Quartal auf den Rekordbetrag von 109 Milliarden Euro – in drei Monaten.

Wie erwähnt, gerade in dieser Zeit erhöhten die Deutschen – völlig konträr zu früheren Rezessionsphasen ihre Aktienanlagen – und damit sprang ein Teil des Vermögens durch das Aktienmarkt-V gleich in die Höhe.

Das Vermögen der Deutschen

Nachdem das Vermögen der Deutschen wegen der Coronakrise im Jahr 2020 zunächst gesunken war, ist es bis zum Ende des 1. Halbjahres auf eine neue Rekordmarke gestiegen – auf 6630 Milliarden Euro. Verursacht durch eine höhere Sparrate, derer, die genügend auf der hohen Kante hatten und durch den Anstieg der Aktienmärkte – bei denjenigen, die die Gelegenheit im Frühjahr genutzt hatten. Das Vermögen der Deutschen gliedert sich zum 30.6. nach Angaben der Deutschen Bundesbank wie folgt:

2443 Milliarden Euro – Lebensversicherungen
1882 Milliarden Euro – Girokonten, Bargeld
811 Milliarden Euro – Termingeld, Spareinlagen
794 Milliarden Euro – Aktien
666 Milliarden Euro – Investmentfonds
115 Milliarden Euro – Schuldverschreibungen
30 Milliarden Euro – Sonstiges

Jede Menge Geld, um es wie die Norweger zu machen, die mit ihrem staatlichen Pensionsfonds (Aktienanteil 69,6 Prozent) an der Ein-Billionen-Eurogrenze anklopfen, womit jeder Bewohner Norwegens rechnerisch im Besitz von 185.000 Euro wäre.

Einer bremst: unser Finanzminister

Es ist das Aufregerthema in Finanzkreisen (gewesen), die Einführung der Finanztransaktionssteuer in Deutschland. Mit der Folge, dass gerade die aufblühende Aktienkultur gleich wieder abgewürgt würde. Ist Finanzminister Scholz nicht bewusst, das es eventuell über Jahre hinaus keine Zinsen für die Altersvorsorge mehr geben könnte, der hohen Verschuldung vieler EU-Staaten geschuldet? Dass Lebensversicherungen kaum mehr etwas abwerfen, man aber allein schon aus demografischen Gründen Vorsorge betreiben muss? Wäre es nicht vielleicht sogar angebracht, langfristiges Aktiensparen steuerfrei zu gestalten – Stichwort Spekulationsfrist, so wie vor 2009? Aber der Staat braucht Geld und „Mister Girokonto“ hält eh nicht all zu viel von der Aktienanlage.

Fazit

Die Deutschen in der Coronakrise auf dem angelsächsischen Weg zu einer Aktienkultur? Mal sehen, schließlich haben wir noch unseren Finanzminister Olaf Scholz, der in seinem Gesetzesentwurf zur Finanztransaktionssteuer tatsächlich den Aktiensparer besteuern und den Heavy Trader außen vor lassen wollte.

Aus den obigen Statistiken lässt sich Folgendes feststellen und schlussfolgern: Was für ein großes Vermögen die obere Hälfte der Deutschen doch besitzt und welche Gedanken in den Köpfen der Finanzpolitiker umherschwirren könnten, wenn sie auf die Zahlen der Deutschen Bundesbank und die Lust der Deutschen auf Investments in die Aktienmärkte blicken. Was wiederum keine gute Botschaft für den relativ „wehrlosen“ Mittelstand in Deutschland ist, wenn man berücksichtigt, dass die Staatsschulden (Nettokreditaufnahme) 2020 um 217 Milliarden Euro und 2021 nochmals um 96 Milliarden Euro zunehmen werden – vorerst.

In der Coronakrise entwicklen die Deutschen Lust auf die Aktienmärkte

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Indizes

Wall Street: Der gestrige Abverkauf – und die weiteren Aussichten

Markus Fugmann

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Der gestrige Hanelstag verlief für die Wall Street nicht gerade optimal: nach starkem Start (Stimulus-Hoffnungen!) ging es dann doch dynamisch bergab. Dow Jones und S&P 500 nun in vier der letzten fünf Handelstag negativ, der Nasdaq 100 sogar mit der längsten Verluststrecke seit dem August 2019.

Wall Street – warum der Abverkauf?

Was ist da passiert? Von den elf Sektoren des S&P 500 war kein einziger im Plus (hier ein gute Übersicht). Auffallend ist zunächst einmal, dass trotz der Schwäche der Wall Street der Dollar nicht wirklich zulegen konnte – ungewöhnlich, denn zuletzt waren schwache Aktienmärkte meist gleichbedeutend mit einem starken Dollar. Hinzu kam, dass ich der Nebenwerte-Index Russell 200 besser hielt als die anderen US-Indizes der Wall Street – und das obwohl gerade dieser Index von einem Scheitern der Stimulus-Gespräche in den USA besonders betroffen wäre.

Stärker vom gestrigen Abverkauf der Wall Street betroffen waren dagegen die Tech-Werte – möglich ist, dass die Broker nach dem kleinen Verfall letzten Freitag Absicherungspositionen (Kleinanleger kaufen Calls auf Aktien wie Apple, die Broker müssen ihr Risiko minimieren durch den Kauf der Aktie) aufgelöst haben.

Aber hören wir zunächst einmal die Einschätzung von markus Koch, der ein Tagesfazit zum geschehen an der Wall Street gibt:

Wie geht es heute weiter? Sehen wir, wie so oft, einen „turnaround tuesday“? Kommt es heute zu einer Einigung in Sachen Stimulus – nachdem Nancy Pelosi für heute eine Deadline gesetzt hat?

Michael Silve sieht sich die Ausgangslage auf verschiedenen Ebenen an – was spricht für eine Fortsetzung des gestrigen Abverkaufs, und was für eine Erholung?

Die Wall Strete nach dem gestrigen Abverkauf - wie geht es weiter?

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Anleihen

Anleihen und Zinsen – eine weltweite Vernichtung der Anlegergelder

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Für viele Großanleger gibt es seit Jahrzehnten eigentlich nur zwei große Anlageklassen – Anleihen oder Aktien: Um das Anlagekapital langfristig zu vermehren, oder um regelmäßig Zinsen oder Dividenden einzunehmen, wie es zum Beispiel Pensionsfonds tun, um die Kunden im Alter zu versorgen. Und gerade dieser ehemals so sichere und zuverlässliche Renditebringer ist durch die Interventionen der Notenbanken geradezu marginalisiert worden. Dabei müssen viele Institutionelle wie Versicherungen sogar ihren Hauptanteil der Finanzanlagen in Anleihen positionieren. Dort geschieht derzeit weiterhin viel Absurdes mit weitreichenden Konsequenzen.

Anleihen: Lage an den Rentenmärkten wird immer skurriler

In Europa schütteln viele Ökonomen nur noch den Kopf über die Kapitalmarktzinsen, speziell im Bereich der Staatsanleihen.

Zinsen um die ein Prozent für Langläufer in hoch verschuldeten Ländern, wie Griechenland oder Italien, liegen auf Höhe mit den amerikanischen Pendants. Einem Land (USA), welches trotz der eminent hohen aktuellen Verschuldung in seiner 244-jährigen Geschichte noch nie einen Staatsbankrott erleben musste und welches noch einen absoluten Ausnahmestatus innehat, da der US-Dollar als Weltreservewährung einen Sonderbonus genießt.

Aber auch für die am längsten laufenden Anleihen der Staaten im Zentrum Europas – Österreich, Schweiz und Deutschland – müssen für die 30- oder 50-jährigen Staatsanleihen fast keine Zinsen mehr gezahlt werden.

Die ultimative Begründung für die derzeitige Ausnahmestellung der Aktienmärkte

Diese wird von einer Erhebung durch die US-Großbank JPMorgan geliefert:

Weltweit gibt es für 17 Billionen Dollar an Anleihen keine oder sogar Minuszinsen
Berücksichtigt man die jeweiligen Inflationsraten, so beträgt die Summe der Anleihen, die eine negative Realrendite abwerfen 32 Billionen Dollar, oder 76 Prozent aller Staatsanleihen von Industrieländern
Woher sollen die vielen Kapitalsammelstellen, die auf Einnahmen angewiesen sind, eine Rendite erwirtschaften?

Fazit

Die Zinslandschaft in großen Teilen der Welt ist fast schon als brutal zu bezeichnen – für die Halter der Papiere.

Man kann täglich hundert Indikatoren heranziehen, um die Überbewertung der Aktienmärkte zu begründen. Vom Shiller-KGV, dem Buffett-Indikator, historischen Vergleichen zur Bewertung von Aktien zur Gesamtwirtschaft und vieles mehr. Aber wir haben auch eine historisch einmalige Situation. Wenn allein die drei großen Notenbanken (Fed, EZB, BoJ) in ihren Bilanzen schon über 20 Billionen Dollar stehen haben, die zum großen Teil von Käufen von Anleihen herrühren, kann es das Regulativ Anleihemarkt zu Aktienmarkt in alter Form nicht mehr geben.

Anders ausgedrückt: Was juckt ein KGV der Aktienmärkte von 20 bis 30, wenn selbst die großen Anleihemärkte ein mindestens dreistelliges aufweisen?

Und noch sieht es nicht nach einer Wende aus – weder bei den Käufen von Anleihen, noch bei den Kapitalmarktzinsen. Die Kapitalsammelstellen stehen täglich vor dem Problem, einerseits neue Gelder anlegen zu müssen, andererseits ihren Auszahlungsverpflichtungen nachzukommen. Dies ist für mich der Hauptgrund dafür, warum die Aktienmärkte einfach nicht größer korrigieren wollen. „There is no alternative!“ (TINA).

Zwar gab es den brutalen Einbruch wegen Corona im Februar/März, aber damals musste jeder Aktieninvestor mit dem Schlimmsten rechnen und seither hat die „Zerstörung“ der Zinsmärkte erst so richtig Fahrt aufgenommen. Wie könnte dieser Zustand sich zumindest etwas ändern? Schon öfters erwähnt: Ein substanzieller Anstieg der Inflation, der zu einem Anstieg der Kapitalmarktzinsen führt – nicht zu einem Anstieg der Leitzinsen.

Werden neue Schuldenprogramne 2021 bei einer Erholung der Wirtschaft dazu führen? Wenn es zumindest wieder etwas positive Realzinsen gibt? Wir werden es sehen, zunächst an den Zins-Charts.

Die absurde Entwicklung bei Anleihen - oder warum die Aktienmärkte so hoch stehen

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