Folgen Sie uns

Aktien

Lust auf einen garantierten totalen super Kursgewinn mit einer Uran-Aktie? Bitte alle Alarmglocken läuten lassen!

Dort wird doch tatsächlich in der Headline geschrieben „Die Aktie mit Gewinn-Garantie“, womit man ebenfalls auf die Aktie „Senator Minerals“ hinweist. Auf den Inhalt der Mitteilung gehen wir jetzt mal…

Redaktion

Veröffentlicht

am

FMW-Redaktion

Wir stoßen heute beim selbstverständlich völlig sinnlosen Surfen im Internet auf einer recht seriösen Webseite auf eine Werbeanzeige, die über einen Google-Werbebanner eingespielt wird. Auf den allermeisten Webseiten findet man diese Google-Werbebanner, auf denen ständig wechselnde Werbung eingeblendet wird. Die Webseitenbetreiber haben selbst keinen aktiven Einfluss, wer denn gerade welche Werbung einspielt.

Die große Banner-Werbung stammte vom Portal Deutscher Investorenbrief. Dort wird die Uran-Minen-Aktie „Senator Minerals“ beworben. Es gäbe eine 360%-Kurschance. So bewirbt man die Aktie dort mit voller Kraft und schreibt unter anderem „Nutzen Sie diese einmalige Kaufchance und legen Sie einige Stücke der Senator Aktie in Ihr Wertpapierdepot.“ Es wirkt eher wie der Verkauf von Heizdecken. Alleine schon einen konkreten Gewinn von 360% zu benennen, wirkt mehr als komisch.

Wer bei Google einfach nur mal den Firmennamen der Aktie eingibt, stößt auf einen Text des Autors „Börsentipps“. Dort wird doch tatsächlich in der Headline geschrieben „Die Aktie mit Gewinn-Garantie“, womit man ebenfalls auf die Aktie „Senator Minerals“ hinweist. Auf den Inhalt der Mitteilung gehen wir jetzt mal nicht näher ein. Sicher steht dort irgendwas von tollen neuen Projekten und einer rosigen Zukunft des Unternehmens.

Aber von der Headline „Die Aktie mit Gewinn-Garantie“ ist es risikotechnisch ein verdammt weiter Weg bis hin zum Totalverlustrisiko. Denn scrollt man die Meldung ganz runter, findet sich im Disclaimer folgender Hinweis. Zitat auszugsweise:

RISIKEN: EIN INVESTMENT IN DIESER ANLAGEKLASSE KANN ZUM TOTALVERLUST FÜHREN!

Der Herausgeber der Werbemitteilung ist die StockMarketing & Communications UG (haftungsbeschränkt). Die Werbemitteilung erfolgt im Auftrag der Senator Minerals Inc. Die Werbemittel und Texte wurden durch Mitarbeiter der StockMarketing & Communications UG (haftungsbeschränkt) erstellt. Die StockMarketing & Communications UG (haftungsbeschränkt) erhält für diese Werbemitteilung eine Vergütung, deren Mitarbeiter halten einen geringen Anteil Aktien von Senator Minerals Inc., hierdurch entsteht ein eindeutiger Interessenskonflikt!

Und die Aktie selbst? Die ganze Firma hat derzeit einen Börsenwert von 25 Millionen Euro. Der Kurs steht heute bei 1,19 kanadischen Dollars. Anfang 2016 stand er noch bei 0,06 kanadischen Dollars. Also ein Gewinn von 2000%. Wow, mag man da denken. Die Aktie ist ja voll der Knaller. Da muss man jetzt unbedingt einsteigen, oder? Haben Sie vielleicht schon mal den Film „Wolf of Wall Street“ gesehen? Auch sonst dürfte vielen, aber nicht allen Börsianern dieses Prinzip längst bekannt sein, dass Aktien durch Promotion im Preis gepusht werden. Vor dem großen Kursanstieg sind natürlich die „richtigen Leute“ eingestiegen, die nach dem Push zu hohen Kursen verkaufen. Irgendwann fehlen dann die Anschlusskäufe, und der Kurs bricht in sich zusammen. Auch im deutschen Börsen-TV trat vor Jahren ein ehemaliger Bäcker-Geselle auf, der vor der Kamera rum hampelte und dubiose Nischen-Aktien anpries. Die Resultate waren am Ende sehr oft desaströs.

Wir wissen nicht, ob diese hier erwähnte Aktie vielleicht doch der Mega-Knaller sein wird. Wir wissen nicht, ob die Promotion-Leute rund um diese Firma seriös oder unseriös sind. Wir wissen nicht, ob die Aktie immer so weiter steigt, oder bald brutal einbricht. Aber wir wissen eines: Bei der Rede von einem garantierten Gewinn und der Aussicht auf 360% Gewinn sollte man alle Alarmglocken läuten lassen. Allergrößte Vorsicht ist geboten! Der beste Ratschlag lautet: Schalten Sie den gesunden Menschenverstand ein, und überlegen Sie mal, was es bedeutet, dass ihnen jemand einen Gewinn garantiert, und ein paar Zeilen tiefer im Kleingedruckten von Totalverlust-Risiken spricht, und davon, dass es sich um bezahlte PR handelt.

Die BaFin übrigens hat in ähnlichen Fällen in den letzten Monaten eindringliche Warnungen ausgesprochen, beispielsweise diese hier. Aber eines kann man den PR-Leuten in SachenSenator Minerals nicht vorwerfen, nämlich dass sie ihre Interessenkonflikte verschweigen. Also, bitte stets solche Knaller-Meldungen ganz zu Ende lesen, auch das Kleingedruckte im Disclaimer!


Der Chart der Senator Minerals seit 2009.

Hier klicken und kommentieren

Hinterlassen Sie eine Antwort

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

ACHTUNG: Wenn Sie den Kommentar abschicken stimmen Sie der Speicherung Ihrer Daten zur Verwendung der Kommentarfunktion zu.
Weitere Information finden Sie in unserer Zur Datenschutzerklärung

Aktien

Markus Koch im Interview mit Dr. Jens Ehrhardt – Markt war überkauft

Redaktion

Veröffentlicht

am

Von

Markus Koch spricht im folgenden aktuellen Interview mit Dr. Jens Ehrhardt über die aktuelle Börsenlage. Dr. Ehrhardt ist der Meinung, dass die Börse zuletzt überkauft war, und dass die Kurse deswegen gerade zurückkommen. Das Thema Optionen spielt dabei eine wichtige Rolle. Angesprochen werden im Interview technische wie auch fundamentale Faktoren.

weiterlesen

Aktien

Wer an der Börse seine Gefühle ausschaltet, gewinnt! – Werbung

Avatar

Veröffentlicht

am

Werbung

Lieber Börsianer,

was ist Ihre Lieblingsaktie? Welchem Titel halten Sie unbedingt die Treue und gehen quasi mit ihm durch dick und dünn? Hier verzeihen Sie auch einmal schlechte Nachrichten, weil Sie von dem Unternehmen wirklich überzeugt sind. Das Phänomen der Lieblingsaktie kann auch gleich für eine ganze Branche gelten. So schworen viele Privatanleger vor einigen Jahren auf Unternehmen aus der Edelmetall-Branche. In fester Erwartung eines Euro-Untergangs wurde diese Branche für viele Privatanleger zum bevorzugten Ort der Investition.

Typisch für eine solche Situation ist, dass wir die Nachrichtenlage dann nur noch sehr eingeschränkt wahrnehmen. Schlechte Nachrichten zu unserer Lieblingsaktie blenden wir aus. Gute Nachrichten hingegen bewerten wir in ihrer Bedeutung für die Kursentwicklung über.

Mehr noch: Oftmals bilden wir in unseren Lieblingsaktien deutliche Übergewichtungen in unseren Depots, weil wir hier gerne mehrfach kaufen. Plötzlich steht Ihre Lieblingsaktie dann für 10 oder 20 % Ihres Gesamtdepots.

Aber wie entsteht eigentlich so eine Lieblingsaktie in unserem Depot? In aller Regel steht am Anfang zunächst eine starke Performance. Folglich mögen wir diese Aktie, weil sie uns eben zunächst viel Rendite beschert hat. Am besten können wir die Produkte unseres Lieblingsunternehmens im Alltag auch noch erfahren und quasi anfassen.

Tatsächlich schätzten in der Vergangenheit viele deutsche Privatanleger die Aktien von BMW oder Daimler, weil sie privat ein entsprechendes Auto fuhren. Studien haben diesen Zusammenhang mehrfach belegt.

Investieren Sie nicht in der Branche, in der Sie arbeiten

Für die Entstehung einer Lieblingsaktie oder einer Lieblingsbranche ist auch oft unser ausgeübter Beruf von Relevanz. So habe ich jahrelang in meinen Depots Bank-Aktien übergewichtet, weil ich ein Kind der Branche bin. Hier fühlte ich mich wohl, hier kaufte ich gerne. Richtig clever war diese Übergewichtung freilich nicht, wie die Performance vieler Bank-Aktien im Rückblick zeigt. Ich habe Zeit gebraucht, um diesen Wirkfaktor zu verstehen und schließlich abzuschalten.

Ein ähnliches Beispiel: Ein Ingenieur im Maschinenbau wird mit großer Wahrscheinlichkeit sein Depot erheblich mit Aktien dieser Branche befüllen. Er liebt die Arbeit, die er tut. Er mag die Produkte, mit denen er arbeitet. Folglich liebt er auch

Wollen Sie meine komplette Analyse lesen?

weiterlesen

Aktien

Dax und die Risikoaversion – aktuelle Analystenmeinungen

Redaktion

Veröffentlicht

am

Von

Risikoaversion und der Dax - wie geht es weiter?

Werden Dax, Dow und Co nach dem jüngsten Kursverlusten weiter fallen? Risikoaversion (auch Risk Off genannt) ist das Wort der Stunde, also die Flucht in den sicheren Hafen namens US-Dollar und hochwertige Anleihen, in Zeiten immer weiter steigender Corona-Ängste, welche die wirtschaftliche Erholung gefährden. Hier zunächst zwei aktuelle Video-Beiträge von Jochen Stanzl von CMC Markets:

Milan Cutkovic

Hier drucken wir die aktuelle Meinung von Milan Cutkovic ab, Marktanalyst bei Axitrader:

Die Börsen wurden zum Start in die neue Handelswoche von der Realität eingeholt. Dank des billigen Geldes der Notenbanken, drastischer Stützungsmaßnahmen der Regierungen weltweit sowie einer starken Nachfrage nach den Technologieaktien als Pandemie-Gewinner kannte der Aktienmarkt in den vergangenen Monaten nur den Weg nach oben. Die jüngsten Corona-Warnungen nach dramatisch steigenden Infektionszahlen sind nun eine kalte Dusche für die Investoren und die Erinnerung daran, dass wir uns weiterhin inmitten einer globalen Pandemie befinden.

Dass die Zahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus im Herbst wieder steigen würde, wurde generell erwartet. An den Aktienmärkten bestand jedoch die Hoffnung, dass die Regierungen die Situation nun deutlich besser unter Kontrolle haben und weitere Lockdowns nicht nötig sein würden. In Großbritannien aber kalkuliert die Regierung aber bereits wieder mit einem solchen Szenario und bereitet weitere landesweite Restriktionen vor. Es besteht die Sorge, dass weitere Länder in Europa dem Beispiel folgen werden und die Wirtschaft erneut zum Stillstand kommt.

In den USA steht kein Durchbruch im Ringen um ein neues Corona-Hilfspaket in Sicht. Für die Anleger ist dies frustrierend, vor allem nach dem die Federal Reserve nicht weit genug ging. Ohne weitere Stimulus-Maßnahmen der Regierung könnte die Konjunkturerholung auf der anderen Seite des Atlantiks ins Stocken geraten.

Auch am Devisenmarkt ist in naher Zukunft mit erhöhter Volatilität zu rechnen. Neben der Pandemie dürften die US-Präsidentschaftswahl, die Brexit-Verhandlungen und geopolitische Spannungen die Wechselkurse wieder stärker bewegen. Aktuell sind aufgrund der Risikoaversion vor allem der US-Dollar und der japanische Yen gefragt.

Jasper Lawler

Jasper Lawler von LCG sagt aktuell (hier auszugsweise zitiert), dass er heute die Reaktion der Anleger auf den gestrigen großen Risiko-Off-Tag an allen Märkten, den so genannten „Battery Day“ von Tesla und die Aussage des Fed-Vorsitzenden Jay Powell beobachten werde. Der gestrige Tag sei ein klassischer Risiko-Off-Moment gewesen, an dem Aktien und Kryptowährungen einbrachen, während Staatsanleihen, der US-Dollar und der Yen zulegen konnten. Tech-Aktien würden sich seit einigen Wochen zurückziehen, aber gestern sei der Ausverkauf breiter gewesen, da die Industrieunternehmen im Dow schwer getroffen wurden. Der Silberpreis fiel am Montag an einem Punkt um 10%.

Einige Marktteilnehmer hätten auch argumentiert, dass das traurige Ableben der Richterin Ruth Bader Ginsburg und der Streit um ihre Nachfolge im Obersten Gerichtshof ein neues US-Konjunkturpaket noch unwahrscheinlicher gemacht habe. Wenn der Rückgang nur auf die Stimmung zurückzuführen ist, dann erhöhe dies die Chance auf einen Rückschlag am nächsten Tag – auch wenn einige wichtige technische Niveaus, darunter die 50 DMA im S&P 500 nachgegeben haben – dies begünstige weitere Abwärtsbewegungen.

Teslas Battery Day sei zum Teil ein PR-Gag, und zum Teil etwas Wesentliches für die Zukunft der Elektrofahrzeuge. Jede neue Generation von Tesla-Batterien sollte in der Lage sein, mehr Energie zu speichern und eine längere Lebensdauer zu haben – und damit die Reichweite und Kosten von Elektrofahrzeugen auf ein Niveau zu bringen, das von der breiten Masse akzeptiert werde.

Jasper Lawler weist auch darauf hin, dass Jerome Powell heute Nachmittag bei einer von drei Gelegenheiten in dieser Woche vor dem Finanzdienstleistungsausschuss des Repräsentantenhauses über das CARES-Gesetz aussage – d.h. über das erste Konjunkturpaket. Für Großbritannien wird erwartet, dass Premierminister Boris Johnson gegen Mittag in einer Erklärung vor dem Unterhaus weitere Sperrmaßnahmen ankündigen wird.

weiterlesen

Anmeldestatus

Meist gelesen 7 Tage

Wenn Sie diese Webseite weiter verwenden, stimmen Sie automatisch der Verwendung von Cookies zu. Zur Datenschutzerklärung

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um Ihnen das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn Sie diese Website ohne Änderung Ihrer Cookie-Einstellungen verwenden oder auf "Akzeptieren" klicken, erklären Sie sich damit einverstanden.

Schließen