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Marktgeflüster (Video): Monster-Gap am Montag?

Der wahrscheinliche Raketen-Test Nordkoreas am Wochenende, vor allem aber der Hurrikan Irma sind die Haupt-Risiken, die zu einem Monster-Hap am Montag führen könnten! Was wird passieren? Sollte Irma große Verwüstungen anrichten, könnte das eine Welle des Patriotismus in den USA auslösen, dazu eine Art Burgfrieden zwischen Republikanern und Demokraten. Heute die sprichwörtliche Ruhe vor dem Sturm, der Dollar kann sich leicht erholen von seinem vorherigen Abverkauf..

Markus Fugmann

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Markus Fugmann

Von Markus Fugmann

Der wahrscheinliche Raketen-Test Nordkoreas am Wochenende, vor allem aber der Hurrikan Irma sind die Haupt-Risiken, die zu einem Monster-Gap am Montag führen könnten! Was wird passieren? Sollte Irma große Verwüstungen anrichten, könnte das eine Welle des Patriotismus in den USA auslösen, dazu eine Art Burgfrieden zwischen Republikanern und Demokraten. Das ist auch eine Chance für Trump, der sich derzeit auffallend präsidial gibt (und sehr viel twittert, ohne damit die Märkte zu erschrecken!). Was auch immer passiert: schon die minimale Handelsrange der US-Märkte in den letzten Tagen macht eine Entladung in einer große Bewegung durchaus wahrscheinlich! Heute die sprichwörtliche Ruhe vor dem Sturm, der Dollar kann sich leicht erholen von seinem vorherigen Abverkauf..

9 Kommentare

9 Comments

  1. Avatar

    Marko

    8. September 2017 18:45 at 18:45

    Sollte „Irma“ Verwüstungen anrichten, ja, dass wird der Sturm wohl anrichten, aber : das wissen die Amis doch ?

    Es gab schon Stimmen, dass man den Sturm in „Ivanka“ umbenennen sollte. Soviel zum Thema „nichtvorhander Klimawandel“ :D

    Ein Gap sehe ich nicht, auf jeden Fall keine große Bewegung, und ich weiß, welches Gap „Ihr“ meint…

    Ich sehe Europa auf dem „aufsteigenden Ast“…. Warum, na darum, weil Europa (bisher) gar nix gemacht hat, während die Konkurrenz… ;)

  2. Avatar

    Mr. Jones

    8. September 2017 19:01 at 19:01

    Ja, vielen Dank, ich wünsche ihnen ein entspannte und angenehmes Wochenende.

  3. Avatar

    Wolfgang M.

    8. September 2017 19:14 at 19:14

    Viele sagen (M. Fugmann): „Wir gehen vor dem Wochenende raus aus dem Markt“! Wenn der Markt um 22:00 Uhr noch bei diesem Indexstand steht, wage ich zu prognostizieren, dass wir (gesetzt den Fall Kim Jong Un feuert keine Rakete auf Seoul ab und Irmas Zerstörungswut hält sich in Grenzen) am Montag ff. Shortsqueeze Teil 2 sehen. Viele Charttechniker, die bis vorgestern noch Kursziele um die 10800 ausgegeben haben, reden plötzlich davon, dass der Abwärtstrend des Dax seit 19. Juni beendet ist. Obwohl ich nichts von kurzfristiger Charttechnik halte, (wie viele Abwärtstrends, Doppeltops u.ä. haben wir in den letzten Monaten schon präsentiert bekommen?) kann dies dieses Mal stimmen, weil ein unglaublicher Konsensus bezüglich des schrecklichen Monats September gegolten hat. Ich weiß, es gibt noch einige „wenn, dann“ in dieser Prognose. Vor allem wird es spannend, ob der Dow sein Plus tatsächlich vor dem Wochenende halten kann.

  4. Avatar

    Michael

    8. September 2017 21:34 at 21:34

    Hat eigentlich irgendjemand irgendeine Ahnung, warum sich seit einigen Wochen die weltweit unbedeutende und wenig verbreitete Währung eines separatistischen Inselchens jenseits des Ärmelkanals auf Explosionskurs befindet?
    Ist das nun so eine Art Fluchtwährung oder ein letztes Aufbäumen vor dem wirtschaftlichen und sozialen Zusammenbruch?
    Keiner schreibt und spricht über die Entwicklung eines Separatistenstaates, der demnächst den wichtigsten Teil seiner Wirtschaftskraft (Finanzsektor) abtreten muss.

  5. Avatar

    Beobachter

    10. September 2017 20:52 at 20:52

    Monster Gap,für einmal kann ich die Folgerung von Realist Fugmann nicht nachvollziehen,wenn es am Montag kein Abwärtsgap gibt wird es bestenfalls quer gehen u.nicht unbedingt aufwärts,da in den letzten Tagen mehrere relative Fragen positiv ausfielen für die Börse
    ( Schuldengrenze, FED + EZB Sitzung) Ich sehe im Moment Nichts das die Börsen viel höher treiben sollte ausser man sähe es positiv wenn nur halb Florida überschwemmt würde u. der Koreaner seine Bombe erst ein wenig später losschiesst.Auch der Bericht von SteveJakobs (wenn man daran glaubt) spricht ja nicht für höhere Kurse.

  6. Avatar

    Beobachter

    10. September 2017 20:56 at 20:56

    Korrektur,sollte heissen Steen Jakobsen

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Coronakrise: Die unheimliche Hausse der Schusswaffen-Hersteller

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Amerikaner kaufen in der Coronakrise Waffen, Deutsche dagegen Toilettenpapier – wie Analysen aus dem Frühjahr gezeigt haben. Kurz vor den US-Wahlen steigt die Unsicherheit in vielerlei Hinsicht – und die Aktienkurse von Waffenherstellern. Waffenkäufe in den USA sind in Zeiten der Coronakrise schon seit längerer Zeit feststellbar –  jetzt aber gesellen sich noch weitere Ursachen dazu. Die Steigerungen bei den Kursen der Waffenfirmen brauchen sich nicht einmal hinter den Tech-Werten zu verstecken. Und wieder einmal könnte ein Regierungswechsel einen Boom auslösen.

Das Recht des Amerikaners zum Waffenbesitz

Wie oft wurde in den USA schon über eine Verschärfung des Waffenrechts diskutiert, zumeist im Zusammenhang mit Amokläufen! Stets beruft sich die US-Waffenlobby in Gestalt der NRA – National Rifle Association of America, Nationale Schützen-Vereinigung – auf das verfassungsrechtlich garantierte Recht der Amerikaner zum Waffenbesitz.

Im 2. Zusatzartikel der Verfassung der Vereinigten Staaten, verabschiedet bereits am 15. Dezember 1791 hieß es:

„Da eine wohlgeordnete Miliz für die Sicherheit eines freien Staates notwendig ist, darf das Recht des Volkes, Waffen zu besitzen und zu tragen, nicht beeinträchtigt werden.“ Obwohl es immer wieder Versuche gibt dieses uralte „Grundrecht“ abzuändern, unterstützen insbesondere die Republikaner mit ihrem Präsidenten Donald Trump die Interessen der NRA. Da ein Regierungswechsel zu den Demokraten sehr wahrscheinlich geworden ist, haben die Aktien von Waffenherstellern einen weiteren Aufwind bekommen – man erwartet Hamsterkäufe im Falle eines Wahlsiegs von Joe Biden.

Die Hausse der Revolveraktien im Jahr der Coronakrise – oder Amerikaner kaufen Waffen, Deutsche Toilettenpapier

So lautete eine etwas scherzhaft gemeinte Feststellung zu Zeiten des Lockdowns im April. Betrachtet man sich aber die Entwicklung der Aktien von Pistolen-, Revolver-, und Gewehrherstellern in den letzten neun Monaten, so erkennt man, dass dies kein billiger Kalauer gewesen ist. Im Übrigen waren die Regale mit dem Toillettenutensil eine Zeitlang wirklich Mangelware in Deutschland.

Die Performance:

Konnte der große S&P 500 in diesem Jahr bisher um sieben Prozent zulegen, so ging es mit den Aktien der weltbekannten Waffenfirma Smith&Wesson um 135 Prozent nach oben, die weniger bekannte Firma Sturm Ruger aus Southport (Connecticut) bringt es immerhin auf 51 Prozent. Allein im Monat Oktober ging es bereits um 8 beziehungsweise 9,5 Prozent nach oben.

Waren es im Spätwinter Sorgen der Amerikaner vor Plünderungen infolge der Coronakrise, später die Angst vor Unruhen im Lande wegen des gewaltsamen Todes des Afroamerikaners George Floyd, so fürchtet man sich jetzt vor einem möglichen Chaos nach dem 3. November, sollte es keinen eindeutigen Sieger geben. Zusätzlich sorgen sich die Waffennarren vor härteren Regelungen, insbesondere von Schnellfeuerwaffen, die für die Demokraten ein echtes Übel darstellen. In Deutschland würde manche Waffengattung unter die Regelungen des Kriegswaffenkontrollgesetzes (KrWaffKontrG ) fallen. Die Chefs der Waffen-Firmen in den USA hingegen freuen sich über die Nachfrage, man komme mit den Auslieferungen kaum hinterher.

Absonderliche Entwicklungen unter den Reps und Dems

Die eindeutige Positionierung von Demokraten und Republikanern haben in der Vergangenheit zu seltsamen Entwicklungen der Aktienkurse von Waffenfirmen geführt. Unter den acht Jahren von Präsident Barrack Obama stiegen die Aktien von Sturm Ruger um etwa 900 Prozent, weil der Demokrat zwar immer für schärfere Waffengesetze eintrat, dieses im Kongress aber nicht durchsetzen konnte. Unter Donald Trump stieg die Aktie dieser Firma nur um mickrige 16 Prozent, weil sich die NRA der Unterstützung des Präsidenten sicher sein konnte. Jetzt könnte Joe Biden aufgrund der Coronakrise ins Weiße Haus zurückkehren, um die Ideen von Barack Obama in die Tat umzusetzen.

Wozu brauchen die Amerikaner so viele Waffen?

Diese Frage kommt einem sofort in den Sinn, wenn man sich die Statistiken über den Waffenbesitz in den USA betrachtet – eine „kleine“ Privatarmee. 43 Prozent aller Amerikaner leben in einem Haushalt mit mindestens einer Schusswaffe. Es gibt in den USA 300 Millionen Waffen, Pistolen und halbautomatische Sturmgewehre.

Fazit

Es ist für uns Europäer schon eine schauerliche Vorstellung: Dass es in fast jedem zweiten Haushalt Schusswaffen gibt, dass Millionen von Amerikanern selbst im Handschuhfach ihres Wagens eine Waffe mitführen. Gerade in der jetzigen Situation eines gespaltenen Landes, in dem sich bestimmte Gruppierungen im Lande unversöhnlich und fanatisch gegenüberstehen, bei einem Präsidenten, der vieles gewähren lässt, um es höflich auszudrücken. Dazu die Coronakrise mit ihren wirtschaftlichen Folgen: Gestiegene Waffenkäufe und gestiegene Aktienkurse bei Smith&Wesson und Co, ob das nicht der gefährlichste Teil der Aktienhausse in den USA ist?

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