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Marktgeflüster (Video): Wahrheit und Idioten!

Bekanntlich gibt es ja mehr als eine Wahrheit – daher ist die Wahlentscheidung der Amerikaner rational und idiotisch zugleich! Im Video versuche ich zu skizzieren, was unter Trump passieren wird, also welche Anlageklassen sich gut entwickeln werden – und welche schlecht!

Redaktion

Veröffentlicht

am

Markus Fugmann

FMW-Redaktion

Bekanntlich gibt es ja mehr als eine Wahrheit – daher ist die Wahlentscheidung der Amerikaner rational und idiotisch zugleich! Rational, weil sich für die meisten Amerikaner nur unter Trump etwas ändern kann – und idiotisch, weil die von Trump erwartbaren Änderungen überwiegend zu Lasten derjenigen gehen werden, die seine enthusiastischsten Anhänger sind. Warum? Weil durch Trumps Fiskalpolitik auf Pump (bedingt auch durch die Dominanz der Republikaner im Kongreß) die Preise steigen werden (was vor allem jene trifft, die ohnehin wenig Geld haben) – und der eigentliche Absahner wieder einmal die Wall Street sein wird!
Im Video versuche ich zu skizzieren, was unter Trump passieren wird, also welche Anlageklassen sich gut entwickeln werden – und welche schlecht!

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27 Kommentare

27 Comments

  1. Avatar

    Mulo

    9. November 2016 18:52 at 18:52

    „Die seine enthusiastischsten Anhänger sind. Warum? Weil durch Trumps Fiskalpolitik auf Pump.“ Unter einem demokratischem Präsidenten wäre es ebenso zu Fiskalpolitik auf Pump gekommen. Von Trump erwünschen sich die Geringverdiener eine bessere Arbeitstelle, wenn ich eine gut bezahlte Arbeitsstelle habe, dann ist der Preisanstieg nicht mehr schlimm.

  2. Avatar

    Martin

    9. November 2016 18:56 at 18:56

    Sehr geehrter Herr Fugmann,

    wer hat in den letzten Tagen Importzölle auf europäische Stahlprodukte verhängt? Ich denke das war noch Obama, ein Demokrat. Warum ist dann Trump ein Idiot?

    • Markus Fugmann

      Markus Fugmann

      9. November 2016 18:58 at 18:58

      @Martin, das wird bei Trump eine völlig andere Dimension haben! Es geht um Importzölle von 35% und 45% aus Ländern wie Mexiko und China – auf alle Produkte! Und das werden sich die Chinesen so nicht bieten lassen, so viel ist sicher..

  3. Avatar

    Roland Ebel

    9. November 2016 19:02 at 19:02

    Wieso können Sie das Wahlergebnis hinnehmen?
    Ich bin auch nicht erfreut.
    Aber die größte Volkswirtschaft hat gewählt – demokratisch –

    • Avatar

      Michael

      9. November 2016 19:41 at 19:41

      …mit einer Stimmenmehrheit gegen Trump, wie es derzeit aussieht…

  4. Avatar

    mona

    9. November 2016 19:07 at 19:07

    Heute hat sich auch FMW positiv für Gold geäussert. Hatte hier nicht ein User,mehrmals auf Gold hingewiesen?
    Ich dachte nicht,daß man heute noch unter 1300$ nachlegen kann.
    Eventuell sollte Trump u.a.die Reichen zur Verantwortung für seine Pläne heranziehen.

    • Avatar

      Michael

      9. November 2016 19:43 at 19:43

      Sollte er, aber eine Krähe hackt der anderen kein Auge aus.
      Er kommt ja auch nicht gerade aus der Armenschicht…

      • Avatar

        mona

        9. November 2016 20:11 at 20:11

        Trump könnte doch den Fehler von Präsident Nixon 1971 wieder gerade rücken?

        • Avatar

          Michael

          9. November 2016 21:39 at 21:39

          Welchen Fehler auch immer von 1971 sollte man fast 50 Jahre später gerade rücken können?
          Wir Deutschen entschuldigen uns seit mindestens 4 Generationen für etwas, das Menschen verursacht haben, die längst nur noch in Büchern existieren. Gerade rücken können wir das nicht mehr. Man kann nur lesen, denken, seine Schlüsse ziehen, sich weiter entwickeln…
          Ob Trump überhaupt weiß, was auch immer Nixon zu verantworten hat, bezweifle ich stark. Damals hat er mit Hilfe der politisch-wirtschaftlichen Situation seine ersten Millionen eingesackt: „In 1971, Donald Trump was given control of the company, which he later renamed the Trump Organization. He also moved his residence to Manhattan, where he began to make important connections with influential people.>/i>“

          • Avatar

            mona

            9. November 2016 21:54 at 21:54

            Den Fehler,den ich anspreche, ist die aufhebung des Goldstandarts unter Nixon während des Vietnamkrieges.
            Warum hat Nixon den Goldstandart beerdigt?

    • Avatar

      Michael

      9. November 2016 20:04 at 20:04

      Das sind doch jetzt wirklich undifferenzierte und pauschalisierende Aussagen.
      Die FMW hat sich heute „positiv“ zu (es heißt nicht für Gold geäußert, weil Trump die Wahl gewonnen hat und sich die nun folgende Unsicherheit mittel- bis langfristig mit hoher Wahrscheinlichkeit zugunsten der sicheren Häfen niederschlagen wird.
      Der erwähnte User brüllt seit Eröffnung der FMW-Website goldene Zeiten herbei, obwohl sich das Edelmetall seit 5 Jahren im Sturzflug befindet.
      Ich frage mich ohnehin schon den ganzen Tag, warum er heute nicht aus seinem Loch hervorkriecht? Hat er erst einmal zuviel gefeiert und muss er jetzt seinen (Gold)Kater erneut ertränken?

      • Avatar

        mona

        9. November 2016 21:38 at 21:38

        Entschuldigung,daß ich statt „von Gold“…“für Gold“ geschrieben habe.
        Seit 2000 sieht man aber eine sehr gute Performance bis heute!
        Aber während Trumps Wahlkampf,vor ca.6 Monaten,hatte ich auf Youtube ein Interview mit D.Trump gesehen,wo er sich speziell über Gold und den Goldstandart geäußert hatte.Er wurde gefragt,ob der Goldstandart wie vor 1971, in der heutigen Zeit eine Option wäre?
        Er ist nicht ganz abgeneigt davon!
        Der Gold-User hatte auch guten Grund dazu,um feiern zu können…
        Entweder verkaufte er heute früh oder er fischte unter 1300$ nochmal ab.
        Aber wir wissen es leider nicht.

  5. Avatar

    Claudius

    9. November 2016 19:44 at 19:44

    @Hr. Fugmann: Aufgrund des Wahlergebnisses in den USA ergibt sich eine seltene Gelegenheit (alle Senat/Repräsentantenhaus und Präsident) von einer Partei die man sehr sinnvoll nutzen kann.
    Grundsätzlich haben Sie die Probleme der USA bereits sehr oft und sehr gut beschrieben.
    -Deindustrialisierung die zu Kaufkraftverlust/ Arbeitslosigkeit führt. Aus nem Handwerker wird eben kein IT-Techniker zumal das keine Massenjobs sind. Viele Amerikaner brauchen 2 oder mehr schlecht bezahlte Jobs um die Familie durchzubringen und die gut bezahlten Jobs sind den Eliten vorbehalten.
    -keine moderne Infrastruktur, die Wirtschaftswachstum und neue Technologien nicht wirtschaftlich macht
    -eine sehr breite Schere zwischen arm und reich sowie eine in vielen Aspekten sehr heterogenen Gesellschaft.
    – ein enormes Handelsbilanzdefizit

    Was nun?
    Die Pläne Trumps
    1. Repatriierung der Unternehmensgewinne
    2. Radikale Senkung aller Einkommens und Unternehmenssteuern
    3. Schuldenfinanzierte Infrastrukturprogramme
    Wo führt das hin?
    – Kapital zum Investieren fließt zurück in die USA, das investiert werden kann/muss in Verbindung mit einer niedrigen Lohn/Einkommensbesteuerung führt zu einer verbesserten Wettbewerbsfähigkeit (Lohnstückkosten)
    – Durch die schuldenfinanzierten Infrastrukturprogramme fallen die Anleihen = steigende Renditen = steigende Zinsen = Inflation
    – Handelsbeschränkungen? Diese werden dann nur noch dort benötigt, wo wirklich große Diskrepanzen bei den Produktionsstrukturen zwischen USA und dem Handelspartner bestehen
    – Führt dies nicht zu einem noch größeren Handelsbilanzdefizit? Eher nicht. Durch die oben beschriebenen Maßnahmen wertet der USD ab. oh, dann wird ja alles noch schlimmer siehe jetzt schon GB, ich glaube nicht. Der USD wird im Vergleich zu den anderen Ländern zu einer wirtschaftlich bedeutenden Absatzmacht mit hohen Zinsen, ergo fließt noch mehr Kapital in die USA was die Renditen wieder drückt. Je mehr die Wirtschaft Wettbewerbsfähigkeit gewinnt = Handelsbilanz neutral wird, desto mehr wird der USD aufwerten. Ähnlich könnte es auch GB gehen, jedoch deutlich abgeschwächt, da nur die USA theoretisch noch alle Wirtschaftssektoren im Land haben.
    – Aber nur Schulden machen geht doch nicht? Nochmal Falsch. Der Vergleich zu den anderen Volkswirtschaften ist entscheidend, diese sind meistens auch nicht besser. Warum? Wenn man anstatt durch QE wie die EZB fast ne Billion € in die Finanzmärkte pumpt, dafür in Infrastruktur investiert führt dies zu zwei Profiteuren. Die Eliten und die Aktionäre die durch die Firmen Aufträge erhalten und die normalen Arbeiter die wieder einen Job haben, der auch so bezahlt ist, dass man davon leben kann. Wenn man auch Inflation hat gibt es eigentlich kein Problem, denn solange es keine Hyperinflation gibt, tragen alle Bevölkerungsschichten den gleichen Anteil und alle können sich auf die Spielregeln einstellen = Fairness. Bei QE profitieren nur die Großen, das hat zu Brexit und Trump geführt.
    – Was ist die Schlussfolgerung von all dem? Richtig, die Einführung eines Vollgeldsystems (eine unabhängige Zentralbank ist dann nicht mehr notwendig, denn ob Zentralbank oder Staatshaushalt ist eigentlich doch eh dasselbe, oder?)
    Leider wird dieses Thema in Europa nicht diskutiert (Ausnahme Schweiz).

    Grüße Claudius

    • Avatar

      mona

      9. November 2016 20:19 at 20:19

      USA ist kein Exportland,wie Deutschland!Trump kann also getrost auf chin.und deutsche Produkte verzichten,wenn er den Protektionismus voll durchzieht.
      Man wird die Sanktionen mit Rußland einfrieren und sich mit den angenehmen Partnern verständigen.
      Im 2,Halbjahr 2017,wird man sehen,wer im richtigen Zug sitzt.

    • Avatar

      Petkov

      9. November 2016 21:05 at 21:05

      Hallo Claudius,

      was Sie ansprechen (Infrastrukturinvestitionen) ist eigentlich Fiskalpolitik, wogegen QE streng genommen eine perverse Form der Geldpolitik ist. Eine effektive Fiskalpolitik kann in der €-Zone deswegen nicht aufgestellt werden, weil die Länder, die sie brauchen, die Finanzierung nicht hinbekommen. Und zwar wegen des Korsetts der Währungsunion. Diese Länder bekommen zwar tonnenweise Steuermiliarden aus anderen „Partnerländern“, das Geld darf aber nicht da eingesetzt werden, wo es effektiv wäre. Dafür gibt es nur zwei erfolgsversprechende Lösungsansätze: entweder die €-Zone verlassen oder aus der Währungsunion austreten ;-)

      Für so etwas braucht man jedoch richtige Politiker mit Mut und Weitsicht. Und aktuell sind wir in Europa froh, wenn uns die merkel einen Tag gönnt, an dem sie uns kein geisteskrankes Vorhaben aufbürdet, das wir zu schaffen haben. Man sollte sich nur anschauen, wer ihr aktuell wichtigster Verbündeter ist: nicht etwa irgendein europäisches Land, mit dem man in der Tat gemeinsame Werte und Weltanschauungen teilt, sondern der türkische Diktator.

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        maitdjai

        10. November 2016 04:57 at 04:57

        Genau! Die Sesselpubser in Bruessel, und vor Allem in Berlin, hat es nach dem Brexit zum 2 Mal (auf der falschen Arschbacke), aus ihrem selbsgerechten Schlaf gerissen!
        Nach den grossen Spruechen, wie z.B. von Steinmeier, werden sie wieder in den Allerwertesten der Amis kriechen. Nur ist nicht sicher, ob Trump diese Art von „Einlaeufen“ ueberhaupt will. Ein wenig „devotere‘ Art ist wahrscheinlich schon angesagt.

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      Lars

      9. November 2016 21:14 at 21:14

      Die Lohnstückkosten werden nicht fallen, denn die Löhne und Einkommen sollen ja nach Trumps Plänen auf ein menschenwürdiges Niveau („die normalen Arbeiter die wieder einen Job haben, der auch so bezahlt ist, dass man davon leben kann“ angehoben werden. Eine Lohn-/Einkommenssteuersenkung wird diese Erhöhungen niemals auffangen können.
      Handelsbeschränkungen nur noch dort, wo es genehm ist, da muss der Rest der Welt (=84% des weltweiten BIPs) erst einmal mitspielen.
      Die Inflation wird steigen und „den normalen Arbeitern, die wieder einen Job haben, der auch so bezahlt ist, dass man davon leben kann“ das Leben weiterhin erschweren.
      Der Binnenmarkt wird kurzfristig möglicherweise durch die Infrastrukturmaßnahmen profitieren, der Rückfall in das Industriezeitalter von Kohlekraft wird jedoch Probleme ganz anderer Natur aufwerfen.
      Amerikanische Exportgüter werden noch teurer, als sie es ohnehin schon sind. Ob auf Seiten der weltweit 84% nicht-Ami-BIP-Teilnehmer dann nicht auch Gegenmaßnahmen ergriffen werden, darf angezweifelt werden. Der Export dürfte noch mehr als jetzt kollabieren.

      Und was die Schweiz angeht: Darüber sollte man ein Tuch des Schweigens ausbreiten. Seit Urzeiten hält man sich politisch und moralisch aus allem heraus, um in Krisen-, Kriegs- und Friedenszeiten die Reichtümer von Nazis, Scheichs, Nachbarn, Freunden und Feinden anzulocken. Neutral und wert(e)frei.
      Zur Not verkauft man bei Bedarf Informationen über seine „Kunden“ zu Lasten der legendären schweizerischen Diskretion für unverschämte Summen.
      Und ab und an erschüttert man weltweit Anleger und Broker mir einer nie dagewesenen hinterhältigen Aktion (Anfang 2015).
      In der Literatur finden sich zahlreiche historische Definitionen für diese Einstellung: Opportunisten, Verräter, Leichenfledderer, Zyniker…

      • Avatar

        Petkov

        9. November 2016 21:34 at 21:34

        Lars, seien Sie jetzt bitte nicht neidisch auf die Schwiitzer. Sowohl zu der Informationspreisgabe als auch zu der Aktion mit dem Franken wurden sie schlichtweg gezwungen. Sie haben Letzteres zwar ohne Vorwarnung gemacht, aber die Vorwarnung hätte den gleichen Effekt. Wer als Anleger böse und irreparabel erwischt wurde, war selber zu gierig, opportun, zynisch usw.

        • Avatar

          Lars

          9. November 2016 23:54 at 23:54

          Neidisch?
          Worauf? Auf Kriegsprofiteure und Opportunisten ohne Moral?
          Wer und mit welchen Mitteln hat man die armen Schweizer denn gezwungen, Daten für Millionen zu verkaufen? Und die „Aktion mit dem Franken“ in einer Nacht- und Nebelaktion durchzuziehen? Die EU? Mal wieder??
          Nein, ich bin nicht neidisch. Nicht im Geringsten. Mir ist Moral nämlich wichtig, obwohl das mein größter Fehler und pure Dummheit zu sein scheint.
          Zitat zu Moral und Ethik:
          „Moral ist das, was man aus der Ethik macht. Ein Mann mit ethischen Grundsätzen weiß, dass er seine Frau nicht betrügen darf. Ein Mann mit Moral tut es nicht.“

          • Avatar

            Petkov

            10. November 2016 04:32 at 04:32

            Wenn das ihr größter Fehler ist, wissen Sie also selbst, dass insbesondere in der Politik Moral nur unter bestimmten Voraussetzungen und nur bei Gegenseitigkeit funktionieren kann. Was ist, wenn es bei fast allen Anderen spätestens bei der Ethik aufhört? Ab welchem Zeitpunkt greifen die Selbstschutzmechanismen anstelle die Moral? Bei Kleineren naturgemäß früher als bei Größeren.

            Die Kölner Silvesternachtvorfälle sind zwar das krasseste, aber bei weitem nicht das einzige Beispiel für das neue Phänomen rechtsfreier. Noch beweist Deutschland Moral, weil bisher keine nennenswerten Konsequenzen gezogen wurden. Das wäre im Sinne der Menschenwürde amoralisch. Zwar haben Opfer auch eine Menschenwürde, aber offenbar wiegt die „geschichtliche Verantwortung“ schwerer.

            Die Moral von der Geschichte: die ganze Welt hat die Deutsche Moral zur Kenntnis genommen, fragt sich aber, wie lange noch der Kessel dem Druck standhält und hat ein mulmiges Gefühl dabei. Selbst der Dalai Lama. Die Werte oder besser Ihre Interpretationen wurden zum Schutze der Gesellschaft geschaffen und werden angepasst, sobald sie nicht mehr diesem Zweck dienen. Die Schweiz ist an der Stelle viel berechenbarer und damit glaubwürdiger. Bei denen weiß man, was man hat und es ist nachhaltig. Damit retten die nicht die Welt, aber Verbrechen gegen die Menschlichkeit werden sie auch nicht bezichtigt. Sie verhalten sich immer rational und ihre Gesellschaft ist politisch und sozial noch im Gleichgewicht. Das kann man von Deutschland aktuell nicht vorbehaltlos behaupten.

        • Avatar

          Michael

          10. November 2016 00:31 at 00:31

          Gezwungen dazu, dass man für mehrere Millionen Redegeld das Schweigegeld-Gelübde bricht?
          Oh weh!!!!

          • Avatar

            Petkov

            10. November 2016 02:58 at 02:58

            Das Schweigegelübde ist den Schweizern Abermiliarden wert, also würden sie sie nicht freiwillig für paar poplige Millionen brechen. Die haben also aus der Situation das Beste gemacht. Sie glauben, jemand tauscht einfach so ein Pferd gegen eine Henne? Oh weh!!!

  6. Avatar

    Lossless

    9. November 2016 19:51 at 19:51

    Trump kann jetzt jedes Gesetz durchwinken… Absolute Merheit im Senat und Repräsentantenhaus. ;-)

  7. Avatar

    Lossless

    9. November 2016 20:11 at 20:11

    Mehrheit

  8. Avatar

    Hondo

    9. November 2016 21:37 at 21:37

    Herr Fugmann,
    Ich möchte Ihnen einmal gratulieren für die recht gute Vorhersage des Trump Sieges ich war in Ihren Aussagen oft bei Ihnen. Nur weil etwas offensichtlich erscheint heißt es nicht , das es auch wirklich so ist. Also nochmal super gemacht.

    • Avatar

      Petkov

      9. November 2016 22:14 at 22:14

      Mich macht es nur stutzig, das FMW auch den Brexit vorgeahnt hat. Haben Sie sich schon Gedanken über den merkwürdigen Kamerawinkel bei den Videos von Hr. Fugmann gemacht? Perfekt optimiert, um die Glaskugel zu verstecken.

      Und jetzt im Ernst: große Klasse, herzlichen Dank auch von mir.

  9. Avatar

    Gixxer

    9. November 2016 23:59 at 23:59

    Ist es wirklich so, dass Clinton mehr Stimmen erhalten hat?
    Zwischenzeitlich lag doch Trump mal mit über einer Mio Stimmen vorne und in den noch ausstehenden Staaten lag er ebenfalls vorne.

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Aktien

Aktien: Die Rally und die Cocktail-Theorie von Peter Lynch

Ibrahim Sonay

Veröffentlicht

am

Klar, Corona ist das Gesprächsthema Nummer-Eins, doch dicht auf den Fersen folgt derzeit schon das Thema Aktien!

Aktien: Woher stammt die Cocktail-Theorie?

Der berühmte Magellan-Fonds Manager Peter Lynch, ein Maestro der Investment-Welt aus den 80er-Jahren, stellte damals die Interessante Cocktail-Theorie auf, um die unterschiedlichen Marktprognosen darzulegen, die er über Jahre entwickelt hatte, während er auf Partys herumstand.

Phase Eins

Gar nicht über Aktien sprechen die Leute in der ersten Phase, eines leichten Marktanstiegs, nachdem sie längere Zeit am Boden lagen, ohne Bewegung und Beachtung. Fragte man Lynch auf der Party, was er denn so beruflich treibe, antwortete er, dass er einen Aktienfonds manage. Daraufhin nickten die Leute freundlich und gingen weiter, um sich mit dem Nächsten auf der Party über Belangloses zu unterhalten. War dies der Fall, so wusste Lynch, dass der Markt vor einer Erholung stand.

Phase Zwei

Nachdem Lynch seinen Beruf nannte, blieben die Partygäste meist etwas länger – aber auch nur so lange, um ihn klar zu machen, wie gefährlich doch Aktien seien. Danach sprachen die Partygäste wieder übere andere Themen. Auch dies beobachtete er und stellte somit fest, dass die Börse in der zweiten Phase steckt, denn die Aktien stiegen bereits, doch es interessierte (noch) niemanden.

Phase Drei

Der Markt war bereits um 30 % gestiegen und Lynch wusste, dass ihn auf der Party eine neugierige Schar von Menschen umringen würde. Viele euphorische Zeitgenossen nahmen ihn beiseite, um herauszufinden, in was sie denn nun investieren sollten und fast jeder sprach von Aktien. Damit war klar, Phase Drei ist erreicht.

Phase Vier

In der vierten Phase umzingelten ihn die Leute erneut, aber diesmal nicht um zu erfragen, worin sie investieren sollten, sondern um ihn Tipps und Ratschläge zu geben, welche Aktien er kaufen solle. Erfuhr er Tage später, dass die Empfehlungen der Partygäste aufgingen, so erkannte Lynch, dass der Markt in Phase Vier steckt: Das Hoch war erreicht – ein Rückschlag der Märkte stand kurz bevor.

Das aktive Zuhören kann sehr wertvoll sein. Halten Sie also ihre Augen und Ohren auf. Auf lange Sicht sollte jeder für sich selber entscheiden, worin er sein Geld investieren möchte – ob er dabei Prinzipien, Ethik oder Trends berücksichtigt. Eines zeigt uns die Vergangenheit der Aktienmärkte jedoch: wenn man Aktien von Qualitäts-Unternehmen findet und das zu einem guten Preis, erzielt man über Jahre Rendite.

Aktien und die Cocktail-Theorie

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Aktien

Aktien: Die 2020-er, wieder das Jahrzehnt der Aktie?

Die Jahre 2010 bis 2020 war ein Jahrzehnt für die Aktien – den Notenbanken sei Dank! Aber wie sieht es für die 2020er-Jahre aus?

Wolfgang Müller

Veröffentlicht

am

Die Jahre 2010 bis 2020 war ein Jahrzehnt für die Aktien – den Notenbanken sei Dank! Aber wie sieht es für die 2020er-Jahre aus?

Derzeit wird viel spekuliert über die Zukunft nach Corona. Ein Jahrzehnt hat begonnen, in dem die Schulden weltweit auf noch nie gesehene Höhen gestiegen sind. Für einen Dollar Wachstum mussten in den USA bisher bereits sieben Dollar neue Schulden aufgenommen werden, um dieses zu generieren – die Demographiefalle schlägt in vielen Industriestaaten unbarmherzig zu. Deshalb sollte es schwierig werden, das Potenzialwachstum der letzten Jahrzehnte überhaupt zu halten. Man kann sich vieles vorstellen und darüber diskutieren, es gibt aber ein paar fundamentale Gesetzmäßigkeiten in neuzeitlichen Gesellschaften. Auch wenn das durch Geldhäuser ausgerufene Jahrzehnt der Aktien recht interpretationsbedürftig ist.

Aktien: Die Wirtschaft ist der Ast, auf dem wir alle sitzen

Bei allen Dikussionen über das FIAT-Geld, über Schulden und einem Auseinanderdriften der Gesellschaften in der Einkommensverteilung, darf man eines nicht übersehen: Ohne eine funktionierende Wirtschaft, ohne Steuereinnahmen funktioniert kein Gemeinwesen. Die Aufwendungen für einen Staat mit seiner Regierung, seiner Verwaltung, seiner Justiz, seiner Polizei, seinem Militär, seinem Gesundheits- und Bildungssystem, können nicht durch die Druckerpresse der Notenbanken produziert werden, zumindest nicht für lange. Die Kosten müssen durch Steuereinnahmen der Unternehmen und bei den Bürgern erwirtschaftet werden.

Was passiert denn in einem Staat, in dem durch Krieg oder Aufstände Polizei und Militär ausgeschaltet werden? Eine erste Reaktion in einem solchen Land (beispielsweise nach den Umstürzen im Irak oder Lybien) sind stets sofort Plünderungen, aber auch Vergewaltigungen und andere Abscheulichkeiten.

Anleihen können auf null gesetzt und entwertet werden, Schulden durch Währungsreformen vernichtet, aber ein Teil der Wirtschaft bleibt immer erhalten und damit auch der Aktienmarkt und die Aktien.

Denn was stellt der Aktienmarkt dar? Die Beteiligung an Unternehmen, an der Volkswirtschaft, bei allen stets immer wieder zu korrigierenden Entgleisungen. Damit wird auch im Jahrzehnt nach Corona höchstwahrscheinlich der Spruch von Warren Buffett, aus den letzten Jahren des 20. Jahrhunderts weiter gelten:

“Langfristig werden die Aktienmärkte für gute Nachrichten sorgen. Im 20. Jahrhundert durchlebten die USA zwei Weltkriege und weitere traumatische und teure militärische Konflikte. Eine Depression, mehrere Rezessionen, Börsenpaniken, Ölschocks, Virenpandemie und den Rücktritt eines Präsidenten. Dennoch stieg der Dow Jones von 66 auf 11.497.”

Sondersituation Deutschland

Deutschland wird im Anleihebereich als ein sicherer Hafen angesehen – mit fatalen Folgen für Sparer und Vorsorgesysteme. Denn wie sollen selbst bei leicht steigenden Zinsen Vorsorgeleistungen, Versicherungs- und Pensionsleistungen erwirtschaftet werden? Deutschland sitzt inmitten von Ländern, die sich keine höheren Zinsen leisten können. Der Zinseszinseffekt schafft erst ab einem Zinssatz von drei Prozent in überschau- und erlebbaren Zeiträumen einen Vermögensaufbaueffekt. Aber wie würden die Belastungen für die Staatshaushalte ausfallen, wenn die Renditen für Staatsanleihen in diese Regionen zurückkehren sollten. Die europäische Staatengemeinschaft mit ihrer Zentralbank wird also versuchen über die Zeit aus diesem Dilemma herauszukommen. Die Anleihelaufzeiten auf 30/50 Jahre plus verlängern, wie in Griechenland im Ansatz geschehen.

Die erzielbaren Renditen reichen nicht für das bisherige Vorsorgesystem. Wird man etwa den norwegischen Weg gehen und die Quote an Aktien erhöhen? Das Börsen-Urgestein Gottfried Heller (Partner von André Kostolany) hat auf einem Börsentag schon vor zwei Jahren die Prognose gewagt, dass Versicherer ihre Statuten ändern werden (müssen), um eine auskömmliche Rendite zu erwirtschaften und ihren ständigen Auszahlungsverpflichtungen nachzukommen. Die langlaufenden Anleihen im Bereich von 10 Jahren und mit ertragreichen Kupons, sind am Auslaufen. Allzu viele 30-jährige hat man sicher nicht in den Portfolios. Also wohin mit den Kundengeldern in Zukunft? In grüne Projekte, Private Equity u.ä.?

Was macht eine Allianz, eine der großen Dividendenzahler (4,8 Prozent aktuell), wenn es nicht einmal mehr am (nicht nutzbaren) Markt für Junk Bonds solche Renditen gibt? Der Zyklus der sinkenden Zinsen seit dem Jahr 1980 ist mit den großen Zinsschritten in den USA im März am Ende angelangt. Bis zuletzt konnte man wegen der Durationseffekte stets Gewinne mit den Anleihen erwirtschaften, so auch noch einmal im Jahr 2020. Aber wenn die Zinsen nicht unter null fallen, gibt es künftig kaum noch etwas – keine Kupons und keine Kursgewinne bei fallenden Zinsen.

Was machen Großfirmen mit ihren Betriebsrenten, Stiftungen mit ihren Anlagegeldern in den nächsten Jahren? Es spricht sehr viel für die Dividendentitel in diesem Jahrzehnt. Mit all ihren Schwankungen und vermutlich sind die jahrelangen Renditen von acht Prozent plus per annum auch bei Weitem nicht mehr realistisch. Aber wo sind die Alternativen?

Fazit

Obwohl ich absolut nichts davon halte, größere Zukunftsprognosen zu stellen – daran verbrennen sich schon ständig ganze Organisationen und Thinktanks die Finger, mit einer Heerschar von Professoren – so bin ich schon davon überzeugt, dass das jetzige Jahrzehnt wieder das Jahrzehnt der Aktien sein wird. Mit großen Schwankungen, Crashs, die Exzesse bereinigen werden, aber auch begründet in der Tatsache, dass man zwar Geldsysteme verändern und vernichten kann, aber nicht die Produktionsanlagen oder die Betriebe in einer Volkswirtschaft, ohne die es kein Überleben gibt, apokalyptische Szenarien einmal ausgenommen.

Es ist aber auch wahrscheinlich, dass es ein wesentlich langsameres Wachstum an den Börsen geben wird, nach Preisexzessen und deren Bereinigung, wie man es in Japan seit 31 Jahren nun schon beobachten kann. Aber selbst wenn Euro oder Kryptowährungen scheitern, wofür hat man nach 250 Staatsbankrotten seit 1800 (sowie 68 internen Pleiten) noch keinen Ersatz gefunden? Für Aktien..

Werden die 2020er-Jahre ein Jahrzehnt für Aktien?

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Aktien

JP Morgan-Quartalszahlen: Deutlich besser als erwartet – Milliarden-Rücklagen für faule Kredite aufgelöst

Claudio Kummerfeld

Veröffentlicht

am

Soeben wurden JP Morgan-Quartalszahlen veröffentlicht. Hier die wichtigsten Kennzahlen. Der Umsatz liegt bei 30,16 Milliarden Dollar (Vorjahresquartal 29,2/Erwartungen 28,7). Der Gewinn liegt bei 3,79 Dollar pro Aktie (Vorjahresquartal 2,57/Erwartungen 2,62).

In der Grafik unten sieht man es in der dritten Spalte. JP Morgan hat im letzten Quartal die Risikofürsorge für faule Kredite um 1,9 Milliarden Dollar reduziert, wodurch natürlich der Gewinn erhöht wird. JPM ist der Meinung, dass sich das wirtschaftliche Umfeld (im Sinne der Zahlungsmoral der Kunden) bessert, und vor allem dass Firmenkunden nach wie vor frisches Geld am Kapitalmarkt aufnehmen können. Insgesamt spricht die Bank davon, dass sogar 2,9 Milliarden Dollar an Kreditreserven umgewandelt und in den Gewinn von 12,1 Milliarden Dollar verschoben wurden. Ohne diese Buchung wären es nicht 3,79, sondern nur 3,09 Dollar Gewinn pro Aktie, so die Headline-Aussage der Bank.

Zitat aus dem aktuellen Bericht von JPM:

The provision for credit losses was a net benefit of $1.9 billion, compared to an expense of $1.4 billion in the prior year driven by reserve releases in the current quarter. The Wholesale reserve release was $2.0 billion, reflecting an improvement in the macro-economic scenarios and the continued ability of clients to access liquidity and capital markets. The Consumer reserve release was $0.9 billion, in Home Lending, primarily due to improvements in HPI expectations and portfolio run-off. The prior year included a net reserve release in the Consumer portfolio and a net reserve build in the Wholesale portfolio. Net charge-offs of $1.1 billion were down $444 million from the prior year, driven by Card.

Die Aktie notiert vorbörslich mit +0,7 Prozent.

Hier das Headline-Statement von JPM-CEO Jamie Dimon:

Jamie Dimon, Chairman and CEO, commented on the financial results: “JPMorgan Chase reported strong results in the fourth quarter of 2020, concluding a challenging year where we generated record revenue, benefiting from our diversified business model and dedicated employees. While we reported record profits of $12.1 billion, we do not consider the reserve takedown of $2.9 billion to represent core or recurring profits – essentially reserve calculations, while done extremely diligently and carefully, now involve multiple, multi-year hypothetical probability-adjusted scenarios, which may or may not occur and which can be expected to introduce quarterly volatility in our reserves. While positive vaccine and stimulus developments contributed to these reserve releases this quarter, our credit reserves of over $30 billion continue to reflect significant near-term economic uncertainty and will allow us to withstand an economic environment far worse than the current base forecasts by most economists.”

Dimon added: “In Consumer & Community Banking, deposits grew 30% or over $200 billion driven primarily by growth in the Federal Reserve’s balance sheet and the continuation of modest market share gains. Within our consumer lending franchise, auto and retail mortgage originations were both up more than 20%. Consumer spending continued to recover, as reflected in combined debit and credit card spend being up for the full quarter. The Corporate & Investment Bank delivered another impressive quarter with growth in Global Investment Banking fees of 34% and Markets revenue of 20%. With a record quarter, Commercial Banking earned $3.3 billion of investment banking revenue in 2020, surpassing its previous $3 billion long-term target. In Asset & Wealth Management, AUM grew 17% due to higher asset values and net inflows of over $190 billion into long-term and liquidity products over the last twelve months.”

Dimon concluded: “We ended the year with a CET1 ratio of 13.1% (vs. 12.4% at the beginning of the year) and capital above $200 billion, providing us with meaningful capacity to further invest in our business and communities, while returning capital to
our shareholders. This increase in capital was after raising over $2 trillion of credit and capital for our consumer and institutional clients around the world, which includes nonprofits and U.S. government entities, including states, municipalities, hospitals and universities and adding net $12 billion to credit reserves. We also hold $1.4 trillion of cash and marketable securities, which is currently over $450 billion in excess of what is required. We opened branches in new markets, improved our digital capabilities, and made acquisitions that will enhance our product offerings and deepen our engagement with our customers. We also continued to invest in our communities – for example, through our initial commitments to support those most impacted by the pandemic and our longer-term commitment to advance racial equality and promote economic growth. Our earnings power and healthy capital position also provide us the flexibility to pay dividends and return excess capital to shareholders through share repurchases. I want to end by thanking our frontline colleagues and those working from home who quickly adapted to the pandemic and safely helped our clients, customers, communities and governments.”

Grafik zeigt aktuelle JP Morgan-Quartalszahlen

JP Morgan-Quartalszahlen - Jamie Dimon
Jamie Dimon. Foto: Steve Jurvetson Creative Commons Attribution 2.0

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