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Markus Krall und Marc Friedrich: Crash 2021, Gelddrucken ersetzt Denken

Redaktion

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Markus Krall spricht über die Hyperinflation, in der Geld entwertet wird

Markus Krall und Marc Friedrich unterhalten sich im folgenden Gespräch über die aktuelle Krise, den möglicherweise anstehenden großen Crash, und die Zeit danach. Einig sind sich die beiden, dass es 2021 los gehen wird mit dem wirtschaftlichen Zusammenbruch. Markus Krall formuliert es recht klar, dass die Wirtschaftskrise längst da sei. Sie sei nur noch nicht bilanziert worden. Durch Maßnahmen wie die Aussetzung der Insolvenzantragspflicht sei die Krise bei Unternehmen und in Bankbilanzen nur noch nicht richtig transparent sichtbar.

Markus Krall und Marc Friedrich sehen die Hyperinflation

Markus Krall kann man aufgrund seiner zahlreichen Tweets über die Corona-Maßnahmen der Politik kritisch betrachten. Das sollte Kommentatoren und geneigte Beobachter aber nicht davon abhalten, seinen höchst interessanten Aussagen zur wirtschaftlichen Gesamtsituation zuzuhören, die er seit Monaten öffentlich präsentiert. Denn er ist absoluter Bankeninsider, und hat die letzten Jahre eine große Bankenkrise vorhergesagt. Zusammen mit Marc Friedrich bespricht er im folgenden Video Punkt für Punkt wichtiger Themen rund um die aktuelle Krise und zukünftige Entwicklungen.

Wichtig ist, was die nächsten Quartale passieren wird. Einig sind sich Marc Friedrich und Markus Krall, dass wir derzeit in einer deflationären Phase sind, auf die zwingend eine kräftige Inflation folgen soll. Nur wie schnell die Preise in eine Hyperinflation umschlagen, das könne man nicht genau vorhersehen. Entscheidend hierbei ist unter anderem, wann die Geldumlaufgeschwindigkeit anspringen müsste. Sehen Sie beim Klick an dieser Stelle genau zu diesem Punkt interessante Ausführungen von Hans-Werner Sinn.

Die EZB als großes Problem

Ein wichtiger Punkt im Gespräch zwischen Markus Krall und Marc Friedrich ist auch die zentral wichtige Rolle der EZB. Sie arbeite derzeit am digitalen Euro. Die EZB wisse, dass eine Hyperinflation (hier die Begriffserklärung) drohe. Sie wisse auch, dass die Leute aus dem Geld fliehen würden, wenn sie das Vertrauen darin verlieren. Mit einem digitalen Euro hätte die EZB Kontrolle über das gesamte Konsumverhalten der Menschen, und könnte zum Beispiel bestimmen, wie viel Geld die Bürger maximal in einem bestimmten Zeitraum ausgeben dürfen. Die Rolle der EZB insgesamt sehen die beiden grundsätzlich mehr als kritisch.

Der große Knall

Markus Krall macht wenig bis gar keine Hoffnung auf eine Rettung unseres jetzigen bestehenden Geldsystems. Der große Crash werde kommen. Je länger EZB und Politik die Probleme hinauszögern würden, desto schlimmer werde der unausweichliche große Knall sein. Immer mehr gesunde Firmen würden sich derzeit anstecken, weil sie als Lieferant zum Beispiel unwissentlich Forderungen gegenüber Zombieunternehmen aufbauen würden, die Forderungen nicht begleichen können. Auch wenn man die Aussicht der beiden auf eine Hyperinflation und einen großen Systemkollaps nicht zwingend teilen muss, so sind ihre Ausführungen und die Zustandsbeschreibungen der aktuellen Lage doch hochinteressant!

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15 Kommentare

15 Comments

  1. Avatar

    Rafael

    27. November 2020 13:59 at 13:59

    Zwei der großen Denker in einem Video – Danke!

  2. Avatar

    Crash

    27. November 2020 18:24 at 18:24

    Zwei große super Denker.
    Herr Krall hat recht der Crash kommt. Im Mai bei Dax 8000 Krall Prognose DAX fällt auf 5000 bis 6000, das Gegenteil trat ein. Im Sommer tönte er der Crash kommt im Herbst, kürzlich nachgefragt, wo ist der Crash, kommt im Dezember, nun Crash kommt 2021. Wenn man jahrelang tönt der Crash kommt hat man einmal recht nach vielen Jahren. In dieser Zeit haben Anleger die nicht solchen Crashpropheten folgen solide Gewinne eingefahren. Siehe Apple. Amazon usw.

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    leftutti

    28. November 2020 13:52 at 13:52

    @Columo, vielen Dank für den Link. Ein sensationell guter Artikel (bzw. eine ganze Serie), der den ganzen kruden Unsinn und Populismus mit chirurgischer Präzision offenlegt, seziert und Punkt für Punkt beleuchtet. Der die eigennützigen Motive all dieser Crash-Propheten gnadenlos ans Licht bringt und das wacklige Argumentationskonstrukt Stück für Stück zum Einsturz bringt.

    Bis am Ende tatsächlich nur noch der Propheten-Crash übrig bleibt und die gescheiterten Crash-Propheten als das bezeichnet, was sie auch tatsächlich sind: Es sind Populisten. Demagogen. Scharlatane.

  4. Avatar

    Lausi

    28. November 2020 19:00 at 19:00

    Verdammt noch mal – gibt es denn keine linken Crash-Propheten? Oh doch, ja: Greta! Ich liebe sie…

  5. Avatar

    Bert

    29. November 2020 14:22 at 14:22

    @Lausi, erst einmal vielen Dank für Ihren gelungenen Kommentar. Auch ich liebe Greta: das Mädchen verkörpert ganz gewiss eine Schönheit die von innen kommt, ferner umgibt Greta so eine überzeugende Aura, dazu ihre fachlich fundierte Prognosefähigkeit sowie die Harmonie in Mimik und Sprache….. Nun aber zu den Herren Friedrich/Dr. Krall: Das Gespräch von Friedrich mit Dr. Krall hatte ich mir in voller Länge angeschaut bzw. angehört. Einmal mehr ist meine Schlussfolgerung: Dr. Krall schätzt – auf Basis seiner fundierten wirtschaftswissenschaftlichen Ausbildung und seines kritischen Intellekts – die desolaten ökonomischen / geldpolitischen Weichenstellungen namentlich in der EU prinzipiell richtig ein. Seine Analyse, insbesondere den möglichen respektive wahrscheinlichen Verlauf einer deflatorischen hin zu einer inflationären Entwicklung (samt Ungemach) betreffend, deckt sich durchaus mit jüngeren Einschätzungen von Herrn Prof. Dr. Sinn, dem vormaligen Leiter des ifo-Instituts an der LMU (im vorliegenden Beitrag verlinkt). Allerdings möchte ich zu Dr. Krall einmal mehr eine Einschränkung vornehmen: er neigt meines Erachtens neuerlich dazu, die Negativspirale teils zu überzeichnen (z.B. hinsichtlich der von ihm angenommenen (malignen) Interventions-Repression staatlicher Stellen, etwa im Kontext des e-€). Hier hoffe ich bzw. gehe doch davon aus, dass eine derart üble Entwicklung nicht eintreten wird (wirklich sicher kann man sich leider nach allen bisherigen Erfahrungen mit Vertretern aus EU/EZB jedoch nicht sein).

  6. Avatar

    Columbo

    30. November 2020 10:30 at 10:30

    Warum empfiehlt Markus Krall in seinen Szenarien Bankencrash und Hyperinflation kategorisch nur 10-20% des Vermögens in Gold zu halten? Wäre mehr nicht logischer?
    Kann mir das einer der zahlreichen Krall-Kenner-Experten-Follower einmal genau erklären?
    Ein Goldverbot hat er ausgeschlossen, das kanns also nicht sein.
    Alle Krallfans, die ich bisher fragte, konnten mir darauf keine Antwort geben, einige waren selbst verwundert.

  7. Avatar

    Bert

    30. November 2020 17:16 at 17:16

    Guten Tag, Finanzinspektor Columbo. Nun bin ich zwar weder ein „Krallfan“ noch ein „Krall-Kenner-Experten-Follower“ (was immer das sein soll), kann aber Ihre Anfrage hinreichend beantworten: 1. Herr Dr. Krall empfiehlt „kategorisch“ gar nichts. 2. Als Geschäftsführer bei der überaus erfolgreichen Degussa Goldhandel kann er sich – aus Compliancegründen – nicht extrem in punkto Gold positionieren. 3. In dem aktuellen Beitrag „Dr. Markus Krall – über Geld, Gold und Aktien“, der als Video im Netz steht, finden sich die Hinweise von Herrn Dr. Krall zu historischen Goldverboten und auch aktuellen Ausweichstrategien hinsichtlich solcher malignen Repressionsmöglichkeiten. 4. Unabhängig von der Compliancethematik steht Herr Dr. Krall Edelmetallen, namentlich Gold, als Investitionsdestination ausgesprochen positiv gegenüber. Dem vorgenannten Video ist mithin zu entnehmen, dass er auch anderen Sachwerten wie Qualitätsaktien hohe Bedeutung beimisst. Der entsprechende Diversifikationsgedanke ist im Übrigen professioneller Standard. 5. Als Wirtschaftsexperte und erfahrener Investor steht Herr Dr. Krall allerdings EZB-Geldschrott und Lebensversicherungen mit ihrem EZB-Geldschrott/-Anleihenfokus sehr kritisch gegenüber. Im Hinblick auf die Angemessenheit dieser Kritik sind wir uns als vernunftbegabte Wesen zweifellos alle einig, sowohl Krallkritiker als auch „Krallfans“. 6. Dass Herr Dr. Krall leider zuweilen überzeichnet, ist unstrittig. Dass er mit seiner Prognose eines Deflations-Inflations-Szenarios samt Entwertung des EZB-Geldschrotts richtig liegt, dürfte wahrscheinlich sein. 7. Sollte Finanzinspektor Columbo über mehr als 50K € verfügen, so könnte eine Investition von 10-20% in Gold sicherlich sinnvoll sein, ferner die Abdeckung mit Qualitätsaktien als weiterer Sachwert (lediglich Überlegungen – bitte NICHT als Anlageempfehlungen verstehen, dies wäre unzulässig). Unterhalb von 50K handelt es sich letztlich um Peanuts, die nicht zwingend einer Investitionsstrategie bedürfen. Ich gehe fest davon aus, Ihnen mit diesen Überlegungen weitergeholfen zu haben. Beste Grüße aus Düsseldorf.

  8. Avatar

    Berta

    1. Dezember 2020 00:44 at 00:44

    @Bert, gelungener Kommentar über Greta! 👏 💪 Ein wenig abfällig gegenüber Menschen mit Aperger-Syndrom, vielleicht ein wenig voreingenommen und überheblich. Für manche mag das sogar etwas primitiv, abfällig und intolerant wirken.

    Herr Krall verkörpert dahingehend natürlich eine Ästhetik und Männlichkeit, die von ganz oben aus der Hirnrinde kommt. Entsprechend sensationell und überwältigend ist sein Auftritt. In sprachlicher und optischer Hinsicht. Der Mann weiß, dass Kleider Leute machen, also kleidet er seinen V-förmigen athletischen Körper auch entsprechend wie ein Lumpenkaiser. Seine zumeist über-gesunde Gesichtsfarbe ergänzt perfekt das volle lockige Haar, ein kräftiges Kinn und ein schlanker Hals machen Investoren zudem völlig wuschig. Sein volkstümlich-badischer Dialekt rundet die fachlich fundierte Prognosefähigkeit in MImik und Sprache harmonisch ab.

  9. Avatar

    Columbo

    1. Dezember 2020 08:44 at 08:44

    @Bert

    Wenn Markus Krall gegen seine Überzeugung und nur wegen seiner Position bei Degussa zu einer Unter-oder Übergewichtung von Gold raten würde, wäre das unseriös.
    Ich erwarte mir, daß die 10-20% seiner Überzeugung entsprechen. Und diese sind in meinen Augen angesichts der extremen Szenarien, die er entwirft, nicht nur zu wenig, sondern geradezu ein Widerspruch.
    Es ist wie so oft, Krall und die anderen Untergangspropheten schildern stundenlang sehr selbstsicher den Weltuntergang, aber haben keine oder schwache Lösungen. Mich interessieren Krall‘s politische Ideen nicht, sondern nur seine detaillierte Expertenmeinung vom Vermögenserhalt in der Krise. Damit geht er sehr sparsam um.

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    Mani- Pulator

    1. Dezember 2020 12:32 at 12:32

    Noch nie etwas von Diversifikation gehört ? Bekannterweise sind die grössten Manipulatoren ( Notenbanken) auch grosse Goldbesitzer. Man müsste verrückt sein über 20% des Vermögens in diese kriminellen Hände zu legen. Im Übrigen gibt M Krall verschiedene Typs zur Vermögenssicherung. Für eine richtige Beratung, müsste man die Situation und die Risikofähigkeit jedes einzelnen kennen.Nur ein Buffett kann sich leisten über 40% in einer Aktie zu halten, wobei Warren in letzter Zeit viele seiner Weisheiten missachtet hat .
    Da sie die Warnungen von Krall und Co. direkt oder indirekt immer kritisieren sollten sie m.M.eher die Typs von Roland u.Co. befolgen.
    P.S Das fortwährende Bashing der sogenannten Crash – Propheten wird immer lächerlicher.

  11. Avatar

    dontspeak@jpeg-repair.org

    1. Dezember 2020 12:38 at 12:38

    Kralls Empfehlungen zu Gold, zukünftsträchtigen Aktien, Währungen, Anleihen, (BILDUNG!) sind im Prinzip Konsens in der Investmentbranche. Jemandem zu raten, 100% seines Vermögens in Asset X zu stecken, wäre von vorne herein völlig unseriös.

    Warum nicht mehr Gold? Weil es nach der Krise wieder aufwärts geht, deshalb. Gold ist seine Absicherung für das „Unbekannte Unbekannte“. Wenn die Welt untergeht, reichen auch 20% meines bisherigen Vermögens um durchzukommen. Denn diese 20% werden dann unendlich viel mehr wert sein.

    Er hat ja zugegeben, dass er die Verläufe an den Aktienmärkten nicht antizipiert hat. Niemand kann ihn hindern schlauer zu werden.

    Die unter der Decke brodelnde Inflation durch die obsessive Gelddruckorgie der Notenbanken führt mMn dazu, dass _werthaltige_ Assets NIE WIEDER relevant abstürzen werden. Wer glaubt ernsthaft, dass an Anteil an einer METRO-Aktie nochmal auf 20% seines Wertes fällt? Als ob irgendjemand seinen Firmenanteil für so wenig Gegenwert verkaufen würde. Ausnahme sind Zwangsverkäufe bei Margin-Calls, die gibt es immer.

    Niemand wäre so hirnlos und würde sein Einfamilienhaus im Speckgürtel Stuttgart wieder zum alten Preis von 250.000 Euro verkaufen. Ein tolles Einfamilienhaus um Tausch gegen FIAT-Müll??? Warum sollte man so etwas bescheuertes tun???

    Völlig klar, die Asset-Blasen werden weiter dicker werden. Es wird keinen Absturz in Relation zu FIAT-Müll mehr geben. Nur in Relation zu anderen, noch besseren Assets, wie z.b. Bitcoin.

  12. Avatar

    Columbo

    1. Dezember 2020 14:59 at 14:59

    @Dontspeak

    Ihre Argumente sind logisch und vernünftig. Zu viel Gold ist natürlich schlecht, wenn es wieder aufwärts geht. Daß 20% Gold in „normalen“ Krisen ausreichen, verstehe auch ich,
    Nur beschreibt Markus Krall keine normale Krise. Er ruft den Supergau aus, Bankencrashs, Hyperinflation, Enteignungen, Währungsreformen, Arbeitslosigkeit, Armut…
    Nur angesichts derartiger Ereignisse passen in meinen Augen die 20% Goldreserven nicht mehr. Das war es, was ich meinte. Krall spricht eben nicht von einer „normalen“ Krise, bei ihm kracht es richtig, endgültig.

  13. Avatar

    Mike Lohmann

    1. Dezember 2020 17:12 at 17:12

    Die Holländer hatten auch mal alles in Sachwerte investiert. Und was aus den Tulpenzwiebeln damals geworden ist, wissen wir ja alle, nicht? Nein, dann werden wir wohl noch sehen, welche Aktien sich als Tulpenzwiebeln herausstellen werden. In der Zwischenzeit können wir stolz den EZB-Experten und Greta zuhören, wie man die Welt rettet. Während die Greta etwas von dem was sie spricht versteht, bin ich mir bei den EZB-Verantwortlichen inzwischen nicht mehr so sicher. Aber da könnte vielleicht helfen, die überzeugten Erfinder des EU-Finanz-Perpetuum-Mobiles zur Klärung der Frage, mal zu einem Intelligenztest einzuladen.

  14. Avatar

    Michael

    18. Dezember 2020 13:36 at 13:36

    Bitte an dieser Stelle immer sachlich-kritisch bleiben…Krall und Friedrich sind durchaus in der Liga der Crash-Propheten unterwegs bzw. dort einzuordnen…besonders besuche bei Populisten wie Ken Jebsen sollten zu denken und vor allem zum NACHdenken anregen !!

    Kritikpunkte bei Crash-Propheten
    https://aktienrebell.de/crash-propheten-13-kritikpunkte/

    Einfach mal lesen…kritisch bleiben !

    Gruß
    Michael

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Dirk Müller über das Börsenjahr 2021: „Mit Gas und Bremse durch den Markt“

Claudio Kummerfeld

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Bulle und Bär - Dirk Müller will mit Gas und Bremse durchs Jahr kommen

Dirk Müller hat in einem aktuellen Interview über das Börsenjahr 2021 gesprochen, aber auch über die Corona-Restriktionen und den Bitcoin. Beim Thema Corona ist er der Meinung, dass die Beschränkungen nach einer flächendeckenden Impfung und rückläufigen Infektionszahlen nicht verschwinden würden. In welcher Form genau es weitergehe, könne er auch nicht sagen, aber gewisse Arten von Einschränkungen im Alltag würden dauerhaft bestehen bleiben. Dirk Müller erwähnt in dem Zusammenhang die auch bei der Grippe ständigen Mutationen und jährlich neuen Impfungen, um sich dagegen zu schützen. Corona käme dauerhaft als neues Risiko hinzu.

Dirk Müller über das die Aktienmärkte in 2021

Immer weiter steigende Börsenkurse sind laut Dirk Müller auch im Börsenjahr 2021 möglich, auch dank der Notenbanken. Aber, so seine Worte, alle Welt glaube es gehe an der Börse jetzt nur noch nach oben. Man frage sich nur noch, wie kräftig die Kursgewinne im Jahr 2021 ausfallen werden. Aber ein großer Börsencrash sei jederzeit möglich. Was dafür exakt der Auslöser sei, könne man vorher nie sagen. Ein Problem für die Aktienmärkte sei aktuell das Ansteigen der Anleiherenditen in den USA (aktuell 1,09 Prozent). Diese würden laut Dirk Müller unabhängig von der Politik der Notenbanken anziehen, weil die Inflationserwartungen in den USA zunehmen. Es stehe für 2021 eine Sektorenrotation bevor. Das Anlegergeld verlasse die Tech-Aktien. US-Banken würden interessanter werden, aber auch Branchen wie der Flüssiggas-Sektor. Er gehe mit Gas und Bremse durch das kommende Börsenjahr. Man solle für weiter steigende Kurse offen sein, aber mit Absicherung.

Bitcoin

Und was ist mit dem Bitcoin? Wochenlang war der Kurs ja kräftig gestiegen, dann wieder deutlich gefallen (hier unsere aktuellste Berichterstattung). Dirk Müller bleibt bei seiner bisherigen Meinung. Der Bitcoin sei eine eindeutige Zockerei, dahinter stehe kein echter Wert. Er könnte kräftig verlieren, aber auch unendlich weiter steigen.

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EZB: Auf der Spur der wahren Gründe für das große Gelddrucken

Claudio Kummerfeld

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Die EZB-Zentrale in Frankfurt

Wir alle hören es seit Jahren und nehmen es zur Kenntnis. Offiziell betreibt die Europäische Zentralbank (EZB) ihre Geldpolitik (Zinsen und Anleihekäufe), um die Inflation von der Null-Linie in Richtung 2 Prozent zu bekommen. Und Bürger und vor allem Unternehmen sollen durch die Banken in der derzeitigen Krise günstige Finanzierungsbedingungen erhalten. Daher flutet man alles und jeden mit Notenbank-Euros, und die Banken können dem braven Mittelständler noch günstigere Kredite anbieten? So kommt die Wirtschaft in Schwung, und letztlich auch die Inflation? So geht natürlich die offizielle Story. Und tatsächlich?

Viele Beobachter der EZB-Politik behaupten oder meinen erkannt zu haben, dass es Frau Lagarde und vorher Mario Draghi in Wirklichkeit darum ging, mit günstigen Finanzierungskonditionen und mit massiven Anleihekäufen die Südländer in der Eurozone am Leben zu erhalten. So wolle man die Eurozone als Konstrukt zusammenhalten. Auch wir bei FMW haben uns in den letzten Jahren diverse Mal zu diesem Thema geäußert. Nach der gestrigen PK von Christine Lagarde ist uns der Kommentar von Dr. Jörg Krämer aufgefallen, dem Chefvolkswirt der Commerzbank. Man kann ihn also ruhig als seriöse Quelle bezeichnen.

EZB hält Bedingungen für Südländer günstig

Er hat seinen Kommentar betitelt mit der Headline „Was Günstige Finanzierungsbedingungen wirklich bedeuten“. Er zielt auch auf die oberflächlichen Gründe der EZB ab, nämlich Kreditkunden in der Wirtschaft zu günstigen Konditionen zu verhelfen. Es sei interessant zu beobachten, wie stark Christine Lagarde das Konzept der „günstigen Finanzierungsbedingungen“ betont habe. Sie folge dabei einem „holistischen Ansatz“ und habe verschiedene Zinsen im Blick – etwa die für Kredite an Unternehmen oder private Haushalte. Tatsächlich aber (so Jörg Krämer) dürfte es der EZB aber vor allem darum gehen, die Renditeaufschläge der Anleihen der besonders hoch verschuldeten Staaten zu begrenzen. So lasse sich beobachten, dass die EZB im Rahmen ihres PEPP-Programms immer dann mehr Staatsanleihen kaufe, wenn die Risikoaufschläge steigen (siehe Grafik). Zitat Jörg Krämer:

Laut der Nachrichtenagentur Bloomberg habe ein EZB-Vertreter gesagt, dass die EZB sogar bestimmte Höchstwerte für die Risikoaufschläge einzelner Staatsanleihen bestimmt habe. Offenbar sieht es die EZB als ihre Aufgabe an, die Währungsunion zusammenzuhalten, solange die hoch verschuldeten Staaten nicht ihre Hausarbeiten machen und damit latent die Existenz der Währungsunion gefährden.

Endet diese Politik der EZB, wenn das Corona-Aufkaufprogramm PEPP Anfang 2022 endet? Nein, Jörg Krämer glaubt, dass das Aufkaufen auch danach weitergeht, optisch eben nur über ein andere Vehikel. Die EZB werde dann das „normale“ Kaufprogramm namens APP aufstocken, und zwar von 20 auf 30 bis 40 Milliarden Euro pro Monat. Begründen dürfte sie dies unter anderem mit einer merklich unter zwei Prozent liegenden Inflation. Und ja, so möchten wir von FMW anmerken: So läuft es schon seit Jahren. Die Inflation, die ist einfach zu niedrig, deswegen muss man Billionen an Euros drucken und immer weitere Teile der Anleihemärkte aufkaufen. In Wirklichkeit will man, so nehmen wir es auch an, nur weiterhin gewährleisten, dass Italien, Griechenland, Spanien und Co sich so günstig wie nur irgend möglich immer weiter verschulden können.

EZB kauft mehr Anleihen um Spreads zu senken

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So sichern Sie Ihr Depot optimal ab – Werbung

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Lieber Börsianer,

die Aktienmärkte eilen von einem Rekord zum nächsten. Das Virus wühlt zwar weiterhin, und tatsächlich eilt auch die Anzahl der Covid-Neuinfektionen weltweit von einem Rekord zum nächsten. Wir vertrauen allerdings auf die Kraft des Impfstoffes und sehen die Volkswirtschaften dieser Welt nächstens befreit.

Bei so viel Euphorie beschleicht allerdings den ein oder anderen Börsianer ein ungutes Gefühl. Sie haben also das Bedürfnis Ihr Depot, Ihre Buchgewinne einmal zumindest teilweise abzusichern. Im Folgenden erkläre ich Ihnen, welche drei goldenen Regeln Sie berücksichtigen müssen, damit die Absicherung auch wirklich greift.

Das Absichern oder Shorten eines Depots ist kein Hexenwerk. Allerdings sind wir als Börsianer natürlich eher geeicht auf steigende Kurse und Chancen. Mit anderen Worten: Shorten zählt bei den meisten von uns nicht zur ersten Begabung.

Das sind die drei goldenen Regeln:

– Fassen Sie immer punktuell und kurzfristig zu!
– Definieren Sie Ihren Depotschwerpunkt und vergessen Sie Einzelaktien!
– Legen Sie eine prozentuale Absicherungsquote fest!

Was sagen uns diese Regeln konkret?

Zu 1. Ein Short – ganz gleich ob als Optionsschein, Short-ETF oder Zertifikat – ist kein Pkw-Anschnallgurt, den wir fortwährend zur Anwendung bringen. Erfolgreiches Shorten verlangt eine kurzfristige Marktmeinung. Solche Instrumente kaufen wir immer punktuell und lediglich für wenige Wochen oder Monate. Andernfalls verzichten wir auf Geld und Rendite. Dabei sind weniger die laufenden Kosten eines Short-ETFs oder eines Optionsscheins das Problem. Sondern: Shorts – egal in welcher Form – bringen uns Verluste, wenn der Markt entgegen unserer Prognose doch steigt. Zudem fehlt uns das Kapital für den Short auf der Aktienseite. Zu Deutsch: Ein unsauber gesetzter Short wird schnell zum doppelten Renditekiller.

Zu 2. Das ist offensichtlich: Wenn von 20 Ihrer Depotpositionen 15 aus dem DAX stammen, sichern Sie nicht gegen den S&P 500 oder NASDAQ-Index ab, sondern natürlich gegen den DAX. Als kluger Börsianer kennen Sie den Schwerpunkt Ihres Depots und erwerben dazu passend einen Short. Ganz wichtig: Vergessen Sie…..

Wollen Sie meine komplette Analyse lesen?

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