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Notenbanken: Schneeballsystem – wann geht Vertrauen in Geld verloren?

Markus Fugmann

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am

Die Notenbanken haben ein Schneeballsystem geschaffen – immer neue Schulden werden durch immer neue Anleihenkäufe finanziert. Mit den neuen Programmen der EZB finanziert etwa die EZB die gesamte Neuverschuldung der Eurozone. Jörg Krämer, Chefanalyst der Commerzbank, hat das so formuliert:

„Seit Ausbruch der Pandemie entsprechen die Nettokäufe an Staatsanleihen durch die EZB den Netto-Anleiheemissionen der Euro-Staaten. Mit anderen Worten: Die EZB hat faktisch die gesamten Haushaltsdefizite finanziert.“

Die Notenbanken in einer Zwickmühle, aus der sie nie wieder herauskommen

Die Notenbanken haben sich mit ihrer Schneeball-Geldpolitik in eine Zwickmühle manövriert, aus der sie nie wieder heraus kommen – das sagt der Vermögensverwalter Bert Floßbach (bekannt vor allem durch die Vermögensverwaltung Floßbach von Storch). Kein Land sei absehbar mehr in der Lage, aus der Schuldenfalle heraus zu kommen. Die Zinsen müssen, um diese Verschuldung überhaupt noch irgendwie tragbar zu machen, ewig niedrig bleiben.

Was aber passiert, wenn die Inflation deutlich ansteigt – eigentlich müssten die Notenbanken dann ja die Zinsen anheben, um die inflationären Tendenzen zu bekämpfen. Aber aufgrund der Verschuldung dürfen eben die Zinsen nicht mehr steigen. Aus dieser Falle gibt es kein Entrinnen. Die entscheidende Frage aber ist: Wann verlieren die Menschen das Vertrauen in das Geld der Notenbanken? Und zwar in das FIAT-Geld aller Notenbanken!

Sehen Sie hier die Aussagen von Bert Floßbach, der die Dinge auf den Punkt bringt: Was aber bedeutet das für die verschiedenen Asset-Klassen?

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Die Notenbanken und ihr Schneeball-System

4 Kommentare

4 Comments

  1. Avatar

    Schneeflöcklein

    30. Dezember 2020 11:30 at 11:30

    Flossbach erklärt die Lage sehr realistisch. Da er unabhängig ist ,darf er das Wort SCHNEEBALLSYSTEM auch aussprechen. Eines ist sicher, alle bisherigen Schneeballsysteme sind geplatzt und je länger es gestützt wird umso grösser wird der Schaden werden.Gab es da nicht einmal etwas in Ungarn wo am Schluss fast das ganze Land involviert war?

  2. Avatar

    Schneeball

    30. Dezember 2020 11:45 at 11:45

    Nachtrag: Googen- Zockende Finanzmärkte zerstören die Marktwirtschaft

  3. Avatar

    Übelkeit

    30. Dezember 2020 12:01 at 12:01

    Das Vertrauen in das Geldsystem geht verloren wenn die Mehrheit begreift, dass wir in einer Matrix leben. Einer Matrix in der vermeintlich alles „steigt“, in Wahrheit jedoch fällt. Die moneträe Illusion der Weimarer Republik oder Venezuellas ist nichts anders als der DAX gemessen in Gold seit platzen der Dot-Com-Blase. Direkte Staatsfinanzierung, Insolvensverschleppung, Aktienkäufe durch die Notenbanken, MMT ist nur der verzweifelte Versuch das System am Leben zu halten. Welcher Politiker ist schon freiwillig bereit die Verantwortung für Fehlentscheidungen die vor Jahrzenten getroffen wurden zu übernehmen? Zum Glück gibt es ja nun ein Virus, und zum Glück hat die WHO die Definition einer Pandemie geändert.

  4. Avatar

    thinkSelf

    1. Januar 2021 12:38 at 12:38

    Zuerst einmal ist es wichtig zu verstehen was Schulden sind. Bei einem Kredit handelt es sind nämlich nicht zwangsläufig um Schulden. Besicherte Kredite (wie eine Haushypothek) gar keine Schulden, sondern Pachtverträge bei denen eine Art Mietkauf vereinbart wurde (Stufenweise Eigentumsübertragung durch die Tilgung).
    Schulden dagegen zeichnen sich dadurch aus das es sich immer um eine UNGEDECKTE Forderung handelt. Also das Versprechen erhaltene Güter durch eine erst in der Zukunft zu erbringende Arbeitsleistung zu „bezahlen“. Normallerweise würde niemand der bei Verstand ist, jemanden Unbekannten, gegenüber dem er kein Druckmittel hat solch einen Kredit gewähren. Druckmittel hat z.B. die Mafia in Form ihrer Schlägertrupps.

    Damit trotzdem Schuldkredite vergeben werden, garantiert der Staat, genau genommen die Menschen die dessen Machtmittel kontrollieren, den Gläubigern, das er notfalls nackte Gewalt anwendet um die Schuldner zur Erbringung der Leistung zu zwingen (Endpunkt ist dabei immer die Versklavung des Schuldners, eine Methode die in einigen Ländern vorübergehend nicht angewendet wird).

    Tritt nun der Staat selbst als Schuldner auf läuft die Sache etwas anders. Hier garantiert der Staat seinen Gläubigern das er notfalls mit roher Gewalt diejenigen Menschen zur Begleichung der Schuld zwingen wird die sich in seinem Machtbereich befinden. Und die von ihm ausgegebenen Schuldscheine behalten so lange ihren Tauschwert, wie die Gläubiger = Geldbesitzer davon überzeugt sind, das diese Form legaler Enteignung (vulgo Steuern) noch funktioniert. Sobald daran Zweifel aufkommen bricht das System zusammen und die Schuldscheine verlieren ihren Tauschwert.

    Nun hat sich der Staat aber in die Lage gebracht, das er trotz totaler Kontrolle über seine Burger durch die aktuelle Panikmache nicht mehr in der Lage ist, das Versprechen des gewaltsamen Schuldeneintriebs aufrecht zu erhalten. Ganz im Gegenteil erzählt er nun jedem, das Schulden ohnehin nicht zurückgezahlt werden müssen.
    Die Frage ist nun, wann die ersten Verkäufer nicht mehr bereit sind ihre Güter gegen diese nun faktisch völlig wertlosen Schuldscheine zu akzeptieren. Die explodierenden Immobilien- und anziehende Rohstoffpreise sind bereits ein erster Hinweis darauf. Auch die zunehmend zurückgehenden Investitionen zeigen das. Denn niemand rechnet noch damit, das er für seine Arbeit noch bezahlt wird.

    Jetzt hoffen bloß noch alle Protagonisten auf die Gnade der frühen Geburt und hoffen der Knall erst nach ihrem Ableben kommt.

    Und an die Adresse der Babyboomer gesagt: Diese Generation (also meine) wird das Ding mit voller Wucht abbekommen und zwar in Form von Alterselend (Armut ist dagegen schon eine Art Wohlstand).Und das auf breiter Front. Die zukünftigen Generationen werden in sofern in Mitleidenschschaft gezogen, als das ihr Startniveau deutlich absinkt. Macht aber nichts. Spätestens die Urenkel werden gar nicht mehr wissen das es je anders war.

    Entkommen kann dem niemand. Und schon gar nicht mit „Vermögens- und Geldanlagen“. Denn an die muss man im Notfall nicht nur rankommen, sondern man muss sie auch robust verteidigen können. Ist der Zusammenbruchsprozess weit genug fortgeschritten, werden nur die oben schwimmen die erstens über eine ausreichende Feuerkraft und zweitens keinerlei Skrupel verfügen diese einzusetzen.

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