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Nun hat auch Südkorea die Zinswende eingeleitet

Südkorea Flagge

Die ungarische Zentralbank hat vorgestern erst das dritte Mal in wenigen Wochen die Zinsen angehoben von 0,60 Prozent auf 1,50 Prozent, und damit eindeutig eine Zinswende eingeleitet. Man will den Zinserhöhungszyklus so lange fortsetzen, bis sich die Inflationsaussichten nachhaltig in der Nähe des Zentralbankziels stabilisieren. Russland hatte vor vier Wochen seinen Leitzins um einen vollen Prozentpunkt angehoben auf 6,5 Prozent. Wo die Federal Reserve im Herbst womöglich für die USA das Tapering startet (Runterfahren der Anleihekäufe), da sehen wir heute in Südkorea das nächste Land mit einer Zinswende. Die dortige Zentralbank hat heute nämlich den Leitzins von 0,50 Prozent auf 0,75 Prozent angehoben.

Der folgende Chart zeigt den Verlauf im südkoreanischen Leitzins in den letzten 10 Jahren. Man erkennt auch hier eine Zinswende nach dem Rekordtief bei 0,50 Prozent. Laut heutiger Aussage der Zentralbank in Seoul deuten derzeit alle verfügbaren Informationen darauf hin, dass sich die Weltwirtschaft weiter erholt hat, unterstützt durch beschleunigte Impfungen und die Lockerung von Beschränkungen der Wirtschaftstätigkeit in wichtigen Ländern. Auf den globalen Finanzmärkten seien die Renditen von Staatsanleihen in den wichtigsten Ländern unter dem Einfluss des Wiederauflebens von COVID-19 gesunken.

Der US-Dollar sei stärker geworden und die Aktienkurse in den Schwellenländern seien gefallen, was vor allem auf die Möglichkeit zurückzuführen sei, dass die US-Notenbank im Laufe des Jahres mit der Drosselung ihrer Wertpapierkäufe beginnen werde. Mit Blick auf die Zukunft geht man bei der Zentralbank von Südkorea davon aus, dass das globale Wirtschaftswachstum und die globalen Finanzmärkte vor allem von der Schwere des Wiederauftretens von COVID-19 und dem Stand der Impfstoffverteilung sowie von geldpolitischen Veränderungen in den wichtigsten Ländern und deren Auswirkungen beeinflusst werden.

Die Inflation in Südkorea ist laut der Zentralbank aufgrund der steigenden Preise für Erdölprodukte, landwirtschaftliche Erzeugnisse, Viehzucht und Fischereierzeugnisse sowie des beschleunigten Anstiegs der Dienstleistungspreise weiterhin hoch und liegt bei etwa 2 Prozent. Die Inflationserwartungen der breiten Öffentlichkeit seien auf einen Wert von Mitte 2 Prozent angestiegen. Den Prognosen zufolge werde die Inflation in diesem Jahr auf unter 2 Prozent ansteigen und damit die Mai-Prognose von 1,8 Prozent übertreffen.


source: tradingeconomics.com



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