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Märkte

Ölpreis bricht deutlich ein, 20 Dollar-Kursziel – die aktuelle Lage

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Beispielbild einer Öl-Pumpe

Der Ölpreis ist über Nacht weiter stark gefallen! Gestern formulierten wir es bewusst als Frage, ob das Niveau um die 30 Dollar im WTI-Öl von Montag auf Dienstag schon eine Erholung sei. Nun sind wir alle schlauer. Denn der Ölpreis ist in den letzten 24 Stunden von dem Level um die 30 Dollar auf aktuell 25,96 Dollar gefallen.

Ölpreis im Sog des Gesamtmarkts

Der Öl-Krieg der Saudis geht weiter, und sorgt für eine Öl-Schwemme am Weltmarkt. Dies drückt den Ölpreis nach unten. Und das Coronavirus zieht derzeit den gesamten Kapitalmarkt immer weiter nach unten. Die letzten Tage tun Notenbanken und zuletzt auch die Regierungen viel, sogar sehr viel, um dem Markt, den Unternehmen und der Bevölkerung zu signalisieren: Wir retten euch, wir halten die Wirtschaft am Laufen (hier der aktuelle Kommentar von Markus Fugmann). Vielleicht wird das mit weiteren brachialen Methoden auch erst einmal funktionieren? Aber im Augenblick ist einfach viel zu viel Panik im Markt. Die Aktien fallen weiter. Der Dow 30 notiert trotz jüngsten Erholungsversuchen aktuell kurz vor der 20.000 Punkte-Grenze. Und so wird auch der Ölpreis (erwartete Nachfrageschwäche bei Öl) nach unten gezogen. Gestern Abend gab es den ersten Abwärtsschub, und heute früh folgte der zweite Richtung 26 Dollar!

API-Daten und die heutigen offiziellen lagerbestände

Gestern sprachen wir von der Feuertaufe für Öl. Denn gestern Abend um 21:30 Uhr deutscher Zeit wurden die privat erhobenen API-Daten für die Rohöl-Lagerbestände in den USA veröffentlicht. Sie sind überraschenderweise um 0,4 Millionen Barrels im Vergleich zur Vorwoche gefallen, bei einer Erwartung von +3,1 Millionen Barrels. Haben die Amerikaner Benzin gehamstert? Oder liegen die API-Daten daneben, wie es in der Vergangenheit schon hin und wieder vorgekommen ist? Denn tatsächlich wissen wir es erst genau heute um 15:30 Uhr deutscher Zeit, wenn die US-Energiebehörde „EIA“ die offiziellen Lagerdaten veröffentlicht. Es wird spannend. Der Ölpreis reagierte heute Nacht wenig auf die API-Daten. Abwarten, was heute Nachmittag passiert!

Aktuelle Analystenmeinungen

Jasper Lawler von der London Capital Group kommentiert die Lage bei Öl heute früh folgendermaßen. Nach einer Woche der Konsolidierung scheine der Ausbruch im Ölpreis nach unten gerichtet zu sein. Das schiere Ausmaß des Nachfrageschocks ohne Intervention der OPEC lasse einen weiteren Ölpreisschock nach Süden eher wahrscheinlich erscheinen.

Naeem Aslam von Avatrade meint, dass Öl derzeit von allen Seiten heimgesucht werde. Die zerrüttete Nachfrage, das Überangebot und der anhaltende Angebotskrieg zwischen Saudi-Arabien und Russland würden den Händlern noch mehr Probleme bereiten. Der Ölpreis befinde sich in einem starken Abwärtstrend, und es ist wahrscheinlich, dass der Preis das Niveau von 26,05, das sich im Februar 2016 während der Angebotsschwemme gebildet hatte, tatsächlich durchbrechen werde (FMW-Anmerkung: Aktuell befindet sich der Markt genau auf diesem Niveau). Solange die Versorgungslage und der Ausbruch des Coronavirus nicht unter Kontrolle sei, sehen er für Investoren keinen Sinn darin, sich trotz eines hohen Rabatts auf diesen Handel einzulassen.

Ach ja, noch was. Goldman Sachs hat nun seine Prognose für den WTI-Ölpreis angepasst. Laut aktuellen Berichten sieht Goldman den Preis im Durchschnitt im 2. Quartal bei 20 Dollar pro Barrel. Zuletzt lag die Prognose bei 29 Dollar.

WTI Ölpreis seit dem 19. Februar
Der WTI-Ölpreis im Chartverlauf seit dem 19. Februar.

Ein Kommentar

Ein Kommentar

  1. Avatar

    Hartz - Scheich

    18. März 2020 11:34 at 11:34

    Tiefer Ölpreis, gut für die Konjunktur wie zwei Gurus mit 100Jahren Börsenerfahrung meinten.Alles hat immer zwei Seiten, sogar das hässliche Virus wird gewisse positive Auswirkungen haben.

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Finanznews

Aktienmärkte: Katastrophen-Zahlen – warum (noch) kein Abverkauf? Marktgeflüster (Video)

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Heute absolut katastrophale Arbeitsmarktdaten aus den USA und regelrechte Abstürze auch bei europäischen Konjunkturdaten – warum aber halten sich die Aktienmärkte angesichts solcher Horro-Meldungen noch recht passabel? Ist das alles wirklich schon eingepreist? Blicken die Aktienmärkte schon „hinter die Kurve“ und erwarten eine Besserung der Lage? Das Gegenteil ist der Fall: erst bei den anstehenden Daten, die den März volll erfassen, wird die ganze Dimension der Coronavirus-Krise sichtbar werden. So liegen die ersten Prognosen für die US-Arbeitsmarktdaten bei 20 Millionen (!) verlorenen Jobs. Aber neben der Erholung beim Ölpreis gibt es einen Grund, warum sich der Abverkauf de Aktienmärkte (noch) in Grenzen hält..

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Indizes

Rüdiger Born: Dax, Dow, Öl und Gold zum Wochenschluss

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Der Schub nach oben in den Indizes ist verloren gegangen. Die US-Arbeitsmarktdaten haben Dax und Dow wenig beeindruckt. Im Öl wird die Trendrichtung nach der Korrektur nach oben fortgesetzt. Wollen Sie abgesehen von meinen täglichen Analysen im Trade des Tages noch viel mehr und vor allem aktuellere Trading-News von mir erhalten, auch aufs Handy? Nutzen Sie dazu gerne meinen neuen Service „Trade to Go“ (einfach hier anmelden). Auch dieses Angebot ist für Sie völlig kostenfrei!

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Märkte

Ölpreis im Aufwärtsrausch – die große Wette auf Montag

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Öl-Pumpe Beispielfoto

Der Ölpreis steigt, und steigt, und steigt – zumindest bis 14:30 Uhr! Seit gestern wird die Wette auf die große globale Fördermengenkürzung beim Öl immer konkreter. Donald Trump tweetete über eine Summe von 10 Millionen Barrels Fördermengekürzung, ohne zu sagen wer denn wie viel kürzen soll. Alle zusammen, oder nur Saudis und Russen? Heute nahmen die Gerüchte und Berichte zu (wir berichteten). Die OPEC plant für Montag eine Online-Konferenz – nicht nur mit ihren eigenen Mitgliedern und Russland. Am besten soll wohl der ganze Planet teilnehmen, damit eine möglichst breite Allianz zustande kommt, um über weniger Förderung den Ölpreis zu pushen.

Ölpreis haussiert vor Wochenende

Startete die Blitz-Hausse im Ölpreis gestern bei unter 22 Dollar im WTI-Öl, so lag der Markt heute Vormittag bei 25 Dollar. Bis heute um 14:30 Uhr erreichte der Ölpreis mit 28,53 Dollar seinen Höhepunkt. Es ist wohl kein Zufall, dass der Markt genau ab diesem Zeitpunkt gedreht hat, so dass der Kurs jetzt wieder bei 26,41 Dollar liegt (Chartverlauf seit dem 24. März). Das ist immer noch ein kräftiger Gewinn seit gestern, aber ein spürbarer Rückgang vom Hoch. Um 14:30 Uhr wurden die US-Arbeitsmarktdaten veröffentlicht, die dramatisch schlechter ausfielen als erwartet. Das drückt auf die Konjunkturaussichten. Je mieser die Konjunktur, desto mieser die Nachfrage nach Öl.

Die OPEC-Wette auf Montag

Nun läuft die Wette auf Montag! Dann will die OPEC ihre Online-Konferenz abhalten. Aktuelle Berichte zeigen, dass Russland womöglich bereit ist für die Teilnahme an einer großen koordinierten Kürzung – wenn Saudis und die USA mitmachen. Und da wird es knifflig. Donald Trump kann den privaten Öl-Unternehmen in den USA gar keine Anordnung erteilen, dass sie ihre Fördermengen kürzen sollen. Höchstens könnten Industrieverbände Absichtserklärungen aussprechen. Die Gerüchteküche brodelt derzeit. Was Montag passiert, weiß niemand. Es könnte in einem Desaster enden, weil keine Einigung zustande kommt.

Es könnte Absichtserklärungen geben, oder eine Einigung für Fördermengenkürzungen, die am Markt als zu gering erachtet werden. Es gibt also jede Menge Risikofaktoren für den Ölpreis bis Montag. Will man ihn weiter steigen lassen, dann müssten wohl schon große Hausnummern vereinbart werden. Zum Beispiel die bereits genannten -10 Millionen Barrels pro Tag, oder mehr? Die Wette läuft. Wer übers Wochenende long im Öl bleibt, hofft auf eine tolle Einigung am Montag. Von dieser Hoffnung ist nun aber einiges bereits berücksichtigt im Ölpreis, der seit gestern  knapp fünf Dollar zugelegt hat.

Verlauf im Ölpreis seit dem 24. März

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