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Ölpreis-Hoffnung: An diese aktuellen Ereignisse klammern sich die Bullen

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Jede Woche aufs Neue wird anscheinend die Hoffnung aufgewärmt, dass sich Ölproduzenten innerhalb und außerhalb der OPEC auf eine Reduzierung der Öl-Fördermenge einigen könnten. Aber genau so oft wurden diese Träumereien durch Fakten zerschlagen.

Die Regierung von Saudi-Arabien lies heute verkünden man möchte Stabilität in den Ölmärkten erreichen. Man werde stetig in Kontakt mit allen wichtigen Ölproduzenten bleiben (auch Iran?) um Marktschwankungen zu begrenzen. Und man würde alle „koordinierten Aktionen“ begrüßen, so die Verlautbarung. Geht es noch allgemeiner und lauwärmer? Nach „Senkung“ oder „strikter Einfrierung“ der Fördermenge klang beides nicht.

Dem gegenüber steht aber der Fakt, dass die amerikanische Fracking-Industrie wohl ab der 40 Dollar-Marke ihre Förderung wieder massiv ausweiten möchte. Diese „Drohung“ absorbiert die minimale positive Stimmung, die die Meldung der Saudis hervorrief.

Aber es kommt noch schlimmer. Heute hat der Iran verkündet man habe im Februar seine Ölförderung drastisch erhöht – logisch, denn die Nachfrage aus Europa ist da und wird jetzt befriedigt. Die Exporte im Januar stiegen auf durchschnittlich 1,75 Million Barrels pro Tag. Am Wochenende hatte der stellvertretende iranische Ölminister Amir Hossein gegenüber CNN gesagt der Iran werde sich nicht selbst einschränken, nachdem man gerade erst von den Sanktionen losgekommen ist. Man wolle seine Produktion auf das Level von vor den Sanktionen ausweiten. Also, mal wieder ein Nackenschlag für die Ölbullen.

„We do not intend to sanction ourselves again after coming out of the sanctions. We want to increase our production to the level we used to produce prior to the sanctions. And at that time, then we can get together and discuss and strategize for the future.“

Für morgen hat Russlands Präsident Wladimir Putin die führenden Manager der russischen Ölindustrie zu sich bestellt. Was genau besprochen werden soll, wurde nicht verkündet, aber das dürfte klar sein. Es geht um die Fördermenge. Nur was ist die Zielsetzung von Putin? Haben die Ölmanager Ziele und Wünsche, oder kommen Sie nur um Putins Anweisungen entgegenzunehmen? Wird er die Fördermenge einschränken oder sogar zurückfahren lassen? Wenig wahrscheinlich, denn er sieht ja auch, wie lauwarm die Bemühungen bei den Golfstaaten sind.

Und zu guter Letzt ein Fakt, an den sich die Ölbullen ganz konkret seit Freitag klammern: Die rig counts, die Anzahl aktiver Öl-Bohrstellen in den USA, ist letzte Woche um weitere 13 auf 400 zurückgegangen (tiefster Stand seit Dezember 2009). Also tendenziell noch weniger Produktion, was basiert auf Firmenpleiten und das vorsorgliche Zurückfahren der Produktion . Die Fördermenge sinkt, also darf der Preis ruhig steigen, so die Hoffnung der Bullen. Aber wenn man gleichzeitig weiß, dass die Fracker halt nur auf Kurse von 40 Dollar und mehr warten, um dann schlagartig die Produktion wieder hochzufahren, ist das Tief bei den rigs nur ein geringer Trost.

Aktueller Stand: Ölpreis (WTI) bei 33,29 Dollar, kein starker Anstieg vorhanden.

Ölpreis
Der Ölpreis (WTI) seit Anfang des Jahres.

Ein Kommentar

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  1. Avatar

    Wolfgang Koch

    1. März 2016 06:11 at 06:11

    Bemerkungen zum alternativlosen weltweiten Ölmarkt!Wer,der weltweiten Anbieter des“schwarzen Goldes“,wird am Ende wohl der Gewinner sein?Wird es überhaupt einen geben?Ich denke,eher nicht.Die Chemiefracker werden es mit Sicherheit nicht sein!,selbst wenn der Trinkwasserimport nach Norddakota weder mengen-noch preismässig ins Gewicht fällt!Die Ölindustrie hat der Menschheit jahrelang die Angst vor dem Peak-Oil eingebläut!Realistisch ist nun aber,dass es die Menschheit tunlichst unterlassen sollte alle verfügbaren Ölvorkommen zu erschliessen&zu nutzen.Der Klimawandel sagt uns:Öl,Braunkohle,Kohlenstoff im allgemeinen, ist sowas von out.Von daher wird auch der Ölpreis langjährig niedrig bleiben,die Börsenbewertungen sinken,die Staatseinnahmen weniger werden,kurzum:Wir brauchen ein neues Wirtschaftssystem!Da ist nichts mit alternativlos Frau M.(Schon der Begriff macht mich wahnsinnig!) Ich bin durchaus selbstkritisch&sehe im Umgang mit den IT-Fähigkeiten meiner Töchter,dass das alles für mich „Neuland“ist.Ich habe daher die Grösse, als früher anerkanntes Alphatier der Familie,zurückzutreten,weil ich erkannt habe,dass ich derSchnelligkeit&der Komplexität der Entwicklung nicht mehr Folge leisten kann.Frau M.:Nehmen Sie sich ein Beispiel an mir:Rauten Sie ab!Der Kreis ist die Lösung!

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