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Märkte

Ölpreis rutscht auf Krisen-Tief – jetzt kann es dramatisch werden!

Claudio Kummerfeld

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Beispielbild einer Öl-Pumpe

Der Ölpreis erreicht aktuell seinen Tiefststand vom 18. März, und hat ihn sogar noch leicht unterschritten. Jetzt wird es gefährlich! Erst am Freitag hatten wir getitelt „Nach und nach abwärts auf neue Tiefststände?“ Und jetzt nach dem Wochenende sieht es ganz danach aus! Lag der Ölpreis (WTI) am 18. März im Tief wenige Cents über der 20 Dollar-Marke, so lag das Tief heute früh bei 19,91 Dollar. Mit 20,16 Dollar liegen wir zwar aktuell ein klein wenig höher, aber die Lage ist nun extrem gefährlich. Es kann dramatisch werden.

Ölpreis an extrem wichtiger Marke

Diese Marke von 20 Dollar ist eine große runde Summe. Nicht nur deswegen ist sie wichtig. Sie war wie gesagt auch das jüngste Tief. Aber darunter befindet sich nur noch ein schwarzes Loch – um die Dramatik der Lage mal etwas klarer auszudrücken! Wir haben nun die tiefsten Stände seit dem Jahr 2001 erreicht. Rutscht der Ölpreis etwas deutlicher unter die Marke von 20 Dollar, könnten dort womöglich vorhandene Stop Loss-Orders zwecks Verlustbegrenzung aktiviert werden, was wiederum eine Verkaufslawine auslösen könnte. Ja, es kann noch deutlich weiter nach unten gehen. Das ist umso dramatischer, wenn man bedenkt, dass der WTI-Ölpreis noch im Januar bei 65 Dollar notierte.

Die aktuelle Lage

Auf der einen Seite hat der Öl-Krieg der Saudis den Markt geschockt. Sie fluten die Märkte. Aktuell gibt es keinerlei Anzeichen, dass sie ihre Lieferflut stoppen werden, die jetzt auch ganz konkret zu beginnen scheint. Saudi-Arabien sagt laut aktuellen Berichten, dass man derzeit nicht in Gesprächen mit Russland sei um den Markt auszubalancieren. Auf der anderen Seite haben wir nun mal den Nachfrageschock, ausgelöst durch das Coronavirus. Nichts scheint derzeit die Pulverisierung der Öl-Nachfrage stoppen zu können. Oder will die OPEC ihre Fördermenge jetzt mal eben halbieren, um überhaupt noch irgendeinen Einfluss auf den Ölpreis zu haben?

Es gibt Meinungen, dass die Nachfrage nach Öl durch das Coronavirus weltweit um 15-20 Millionen Barrels pro Tag einbricht, gut 20 Prozent weniger als im Vorjahr. Energy Intelligence sieht den Rückgang bei 10 Millionen Barrels pro Tag – auch das ist dramatisch. Und offenbar werden Fracking-Unternehmen in den USA derzeit gebeten weniger Öl zu produzieren, weil die Betreiber von Lagerstätten keine freien Kapazitäten mehr zu haben scheinen. So groß scheint der Nachfragerückgang derzeit zu sein, dass man viel, sehr viel Öl in die Lager pumpt, die nun aber an ihre maximalen Auslastungsgrenzen kommen. Für den Ölpreis sind das keine guten Aussichten. Kann man die 20 Dollar-Marke nicht halten, gibt es dann einen schnellen Abwärtsrutsch? Möglich wäre das, aber wissen tun wir es natürlich nicht. Bilden Sie sich ihre eigene Meinung!

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Ölpreis Verlauf seit dem Jahr 2005

2 Kommentare

2 Comments

  1. Avatar

    sabine

    30. März 2020 11:01 at 11:01

    Der Ölpreis wird noch weiter fallen. Unser Luxus, Kreuzfahrtschiffe, Urlaub in Mallorca, neue Bildschirme, immer das Neueste Auto usw. wird runterfahren. Und so schnell nicht wiederkommen.
    Jetzt hört auch endlich diese unsinnige und grünsozialistisch-aufgepeitschte Jagd nach noch neueren Abgassystemen bzw Autos auf. Denn die Autos, die bei der Herstellung die Natur bereits stark belastet haben, werden entsprechend gut genutzt. Und die Natur hat eine kleine Pause! Dann brauchts auch weniger Gehalt!

  2. Avatar

    Manni

    31. März 2020 11:52 at 11:52

    Oelpreis sinkt,und warum wird das Diesel (Benzin) nicht so schnell billiger?
    Die Preise müssten bereits schon unter einem € liegen.
    Ist das etwa von der Regierung so gewollt oder gibt es andere Gründe

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Aktien: „Janet Yellen macht euch reich!“ Marktgeflüster (Video)

„Janet Yellen macht euch reich – kauft Aktien“, so lautet das Mantra mit der Amtsübergabe an Biden in sozialen Medien in den USA. Wirklich?

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Claudio Kummerfeld

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Im Video auch besprochen werden zwei Handelsideen der trading house-Börsenakademie. Bei Netflix könne man market kaufen, und bei Microsoft könne man über das Vehikel einer Stop-Buy-Order auf steigende Kurse setzen.

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Rüdiger Born: Nasdaq-Charttechnik im Detail

Rüdiger Born

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Auch heute bespreche ich das Aufwärts-Szenario für den Nasdaq. Im folgenden Video gehe ich bei der Charttechnik mal so richtig ins Detail.

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