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Märkte

Ölpreis steigt immer weiter – das sind die zahlreichen Gründe

Claudio Kummerfeld

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am

Eine Öl-Pumpe in der Wüste

Der Ölpreis steigt weiter an. Dafür gibt es mehrere Gründe. Aber vorher verbreite ich nochmal kurz schlechte Laune. Ich verweise auf meinen Artikel vom Dienstag, wo ich auf die Gründe hinwies, warum der Ölpreis zu hoch bewertet sein könnte. Denn die OPEC fördert ab Januar mindestens 500.000 Barrels pro Tag mehr Öl. Norwegen, Libyen und der Iran werden wohl auch mehr pumpen. Das sind alles Punkte, die eigentlich die Euphorie beim Öl bremsen sollten.

Aber derzeit ist vor allem die Impf-Euphorie groß, und damit die Hoffnung auf eine absehbare Konjunktur-Erholung, welche wiederum die Öl-Nachfrage anfachen könnte. Daher verwies ich am Dienstag auch darauf, dass diese Euphorie den Ölpreis noch weiter anfachen kann. Und so läuft es derzeit auch. Seit Ende letzter Woche ist WTI-Öl von 46,50 Dollar auf aktuell 48,31 Dollar gestiegen. Anfang November lag der Preis noch bei 35 Dollar.

Impfen und Stimulus

Neben der Impf-Euphorie steigen neben dem Ölpreis auch die Aktienmärkte, weil man aus den USA bald ein neues Konjunkturpaket erwartet, welches Konjunktur und Konsum in den USA anfachen dürfte. Wer interessiert sich da noch für die immer weiter explodierenden Staatsschulden? Abgesehen davon hat gestern Abend die Federal Reserve klargemacht, dass Gelddruck-Orgie weiter gehen wird, und dass die Zinsen weiter im Keller bleiben werden (hier die Details).

US-Dollar pusht Ölpreis

Die Fed schickte den US-Dollar mit diesen Standpunkten noch weiter in den Keller. Er fällt schon seit Tagen immer weiter, und seit gestern Abend gibt es den nächsten Abwärtsschub, der sichtbar wird im Dollar-Index, dem Währungskorb des US-Dollar gegenüber anderen Hauptwährungen. Die negative Korrelation zwischen dem US-Dollar und Rohstoffen die in US-Dollar gehandelt werden, funktioniert derzeit wieder. Siehe unter anderem Gold, aber auch Öl. Dementsprechend wird der aktuell weiter steigende Ölpreis auch und vor allem vom weiter fallenden US-Dollar befeuert.

Öl-Lagerbestände

Und gestern überraschten die Öl-Lagerbestände in den USA. Sie sanken im Wochenvergleich um 3,1 Millionen Barrels. Dies lässt im kurzfristigen Bild stärkere Nachfrage, weniger Angebotsmenge oder beides gleichzeitig vermuten. Gut, letzte Woche gab es einen gigantischen 15 Millionen Barrels Anstieg. Aber wenn der Markt schon bullisch eingestellt ist für den Ölpreis, dann nimmt man den gestrigen Rückgang der Lagerbestände als weitere Argumentationshilfe, um Öl immer weiter ansteigen zu lassen.

Chart zeigt Ölpreis im Verlauf der letzten drei Monate
WTI-Ölpreis im Verlauf der letzten drei Monate.

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Finanznews

Aktienmärkte: Ich werde bullisch – schnell verkaufen! Marktgeflüster (Video)

Wenn die Wirtschaft anspringt, dann müssen auch die Aktienmärkte steigen! Deshalb werde ich jetzt extrem bullisch – Aktien steigen immer!

Markus Fugmann

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Die Konjunktur in den USA brummt, wie heutige Daten zeigen – also werde ich jetzt bullisch für die Aktienmärkte! Denn wenn die Wirtschaft anspringt, dann müssen auch die Aktienmärkte steigen, oder? Dazu kommt jetzt auch noch der Stimulus in den USA – besser geht nicht! Und nächste Woche werden Apple, Facebook und Tesla ihre Zahlen berichten – das wird sicher extrem bullisch werden, denn die tollen Zahlen sind bestimmt noch nicht ausreichend eingepreist, oder? Ausserdem: Aktien steigen immer – das zeigt schon der Blick in die Geschichte! Und heute ist Janet Yellen als Finanzministerin bestätigt worden – können Sie sich an einen einzigen Tag erinnern, an dem die Aktienmärkte gefallen sind, als Yllen noch Fed-Chefin war? Eben..

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Allgemein

Dirk Müller über das Börsenjahr 2021: „Mit Gas und Bremse durch den Markt“

Claudio Kummerfeld

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Bulle und Bär - Dirk Müller will mit Gas und Bremse durchs Jahr kommen

Dirk Müller hat in einem aktuellen Interview über das Börsenjahr 2021 gesprochen, aber auch über die Corona-Restriktionen und den Bitcoin. Beim Thema Corona ist er der Meinung, dass die Beschränkungen nach einer flächendeckenden Impfung und rückläufigen Infektionszahlen nicht verschwinden würden. In welcher Form genau es weitergehe, könne er auch nicht sagen, aber gewisse Arten von Einschränkungen im Alltag würden dauerhaft bestehen bleiben. Dirk Müller erwähnt in dem Zusammenhang die auch bei der Grippe ständigen Mutationen und jährlich neuen Impfungen, um sich dagegen zu schützen. Corona käme dauerhaft als neues Risiko hinzu.

Dirk Müller über das die Aktienmärkte in 2021

Immer weiter steigende Börsenkurse sind laut Dirk Müller auch im Börsenjahr 2021 möglich, auch dank der Notenbanken. Aber, so seine Worte, alle Welt glaube es gehe an der Börse jetzt nur noch nach oben. Man frage sich nur noch, wie kräftig die Kursgewinne im Jahr 2021 ausfallen werden. Aber ein großer Börsencrash sei jederzeit möglich. Was dafür exakt der Auslöser sei, könne man vorher nie sagen. Ein Problem für die Aktienmärkte sei aktuell das Ansteigen der Anleiherenditen in den USA (aktuell 1,09 Prozent). Diese würden laut Dirk Müller unabhängig von der Politik der Notenbanken anziehen, weil die Inflationserwartungen in den USA zunehmen. Es stehe für 2021 eine Sektorenrotation bevor. Das Anlegergeld verlasse die Tech-Aktien. US-Banken würden interessanter werden, aber auch Branchen wie der Flüssiggas-Sektor. Er gehe mit Gas und Bremse durch das kommende Börsenjahr. Man solle für weiter steigende Kurse offen sein, aber mit Absicherung.

Bitcoin

Und was ist mit dem Bitcoin? Wochenlang war der Kurs ja kräftig gestiegen, dann wieder deutlich gefallen (hier unsere aktuellste Berichterstattung). Dirk Müller bleibt bei seiner bisherigen Meinung. Der Bitcoin sei eine eindeutige Zockerei, dahinter stehe kein echter Wert. Er könnte kräftig verlieren, aber auch unendlich weiter steigen.

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Konjunkturdaten

Aktuell: Öl-Lagerbestände +4,4 Mio Barrels (jetzt 486,6 Mio)

Claudio Kummerfeld

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Die wöchentlich vermeldeten Öl-Lagerbestände in den USA (Rohöl) wurden soeben mit 486,6 Mio Barrels veröffentlicht. Dies ist im Vergleich zur Vorwoche ein Plus von 4,4 Mio Barrels, wobei die Erwartungen zur Vorwoche bei -1,1 lagen.

Die Benzinbestände wurden im Vergleich zur Vorwoche mit -0,3 Millionen Barrels veröffentlicht. Die Erwartungen gegenüber der Vorwoche lagen bei +2,8 Millionen Barrels.

Die Dienstag Abend um 22:35 Uhr veröffentlichten API-Lagerbestände wurden mit +2,6 Mio Barrels beim Rohöl gemeldet (-0,3 erwartet).

Der Ölpreis (WTI) reagiert in den ersten Augenblicken nach Verkündung mit -7 Cents bei 52,43 Dollar.


source: tradingeconomics.com

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