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Peinlich: USA erreichen Schuldenobergrenze 2 Tage früher als erwartet

Redaktion

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FMW-Redaktion

Die USA werden die selbst gesetzte Obergrenze ihrer Verschuldung früher erreichen als erwartet. Das hat der Finanzminister der USA, Jacob J. Lew, in einem Brief an den Sprecher der Republianer im Abgeordnetenhaus, John Boehner, mitgeteilt. Und: damit werden die USA schon am 03.November – und nicht erst am 05.November, wie zunächst vorhergesehen – ihre Schuldenobergrenze erreichen.

Grund für den früheren Termin: das Finanzministerium hat noch einmal genau nachgeforscht – und festgestellt, dass 4 bis 6 Milliarden Dollar weniger in der Kasse sind als erwartet. Wenn die Schuldenobergrenze dann am 03.November erreicht ist, hätte das US-Finanzministerium weniger als 30 Milliarden Dollar in der Kasse. Und das ist weit weniger (“far short”) als die Ausgaben an bestimmten Tagen, die die USA leisten müssen, so Lew in dem Brief an Boehner.

Und Lew weiter: der Trend bei den Projektionen der verfügnaren Mittel sei klar negativ:

“The trend in our projected net resources has continued to be negative. I respectfully urge Congress to take action as soon as possible, raise the debt limit without delay, and remove an unnecessary threat to our economy.“

Schon jetzt nutzt das US-Finanzministerium nicht näher bezeichnete „extraordinary measures“, um die Schuldenobergrenze nicht schon jetzt zu erreichen – man trickst also, um den Termin möglichst weit nach hinten zu verschieben. Durschnittlich liegen die Ausgaben der USA bei 60 Milliarden Dollar pro Tag.

Nun also muß der Kongreß bis 03.November der Anhebung der Schuldenobergrenze zustimmen, sonst droht erneut die Schließung von staatlichen Behörden. Dafür bedarf es jedoch der Zustimmung der Republikaner, die allerdings tief gespalten sind in dieser Frage. So war Bohener aufgrund seiner innerparteilichen Widersacher zunächst zurückgetreten, doch sein designierter Nachfolger scheiterte ebenfalls am innerparteilichen Widerstand der Radialkonservativen – sodass der als gemäßigt geltende und als Vermittler erfahrene Boehner vorerst weiter im Amt bleibt. Die Radikalkonservativen hingegen lehnen eine weitere Anhebung der Schuldenobergrenze weiterhin ab, sodass die Abstimmung über die Anhebung der Schuldenobergrenze für die Partei zur Zerreißprobe werden könnte – und für die gesamte USA zu einem schweren Problem..

4 Kommentare

4 Comments

  1. Avatar

    joah

    15. Oktober 2015 16:10 at 16:10

    Werfen wir mal einen Blick zurück in die Historie: gab es da schon einmal in einem konstanten Fortbestehen einer Währung eine Sperre der Schuldenobergrenze? Nein, denn sonst wären die allein schon durch Logik nicht da, wo sie aktuell sind. Einfach das Theater darum gekonnt ignorieren, denn die Entscheidung steht aus Alternativlosigkeitsgründen ohnehin schon fest.

    • Avatar

      joah

      15. Oktober 2015 16:38 at 16:38

      Nichtsdestotrotz geschehen schon andere Zustände, die auf nichts gutes mehr hindeuten: der Gangweg ist dennoch klar.

  2. Avatar

    Chris

    15. Oktober 2015 19:13 at 19:13

    Die Yankees haben genauso wenig eine schuldenobergrenze wie wir eine Zuwanderungsobergrenze,nicht wahr Mutti?

  3. Avatar

    Bobo

    19. Oktober 2015 07:42 at 07:42

    Die Rep können nicht einfach zustimmen. Erst mal muß abgelehnt werden, dann wütende Reden. Eventuell auch eine kurze Schließung der Behörden. Erst dann kann der Kongress zustimmen. Die Medien nennen das dann den Sieg der Vernunft. Die Show sind die Parteien den Wählern einfach schuldig.

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Zinskosten: So gigantisch sind die Ersparnisse für Kreditnehmer im Langzeitvergleich

Claudio Kummerfeld

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Dass Kreditnehmer in einem jahrelangen Umfeld immer weiter fallenden Zinsen die großen Gewinner sind, das ist kein Geheimnis. Aber es ist mal interessant zu sehen, wie viel Zinsen ein Häuslebauer vor 20 Jahren gezahlt hat, im Vergleich zu einem heutigen Abschluss, bei selber Kreditsumme und Tilgungshöhe. Die Interhyp AG hat aktuell einen Vergleich veröffentlicht, der die tatsächliche Dimension aufzeigt, wie viel Geld man heutzutage spart.

Hat man im Jahr 2000 abgeschlossen, entstanden bei einer Darlehenssumme für einen Immobilienkredit über 300.000 Euro und 2 Prozent Tilgung in 10 Jahren insgesamt 172.000 Euro an Zinskosten. Damals lagen die Zinsen bei 6,5 Prozent. Mit heute nur noch 0,8 Prozent hat man gerade mal noch 22.000 Euro Zinskosten! Das lohnt sich natürlich besonders für Häuslebauer, weil die Darlehenssummen hier so hoch sind, so möchten wir anmerken – aber die Sache hat einen Haken. Wo man als Kreditnehmer für Häuschen oder Eigentumswohnung extrem stark bei den Zinskosten spart, da zahlt man auf der anderen Seite drauf bei den in den letzten Jahren explodierten Immobilienpreisen.

Sicherlich sind die aktuellen Informationen der Interhyp AG auch eine schlecht versteckte Eigenwerbung, aber sei es drum. Die Experten sagen, auszugsweise im Wortlaut:

Auch wenn vielerorts die gestiegenen Immobilienpreise höhere Darlehenssummen erfordern, bleiben die Raten für viele Menschen leistbar. Der Zinsvorteil ermöglicht in vielen Fällen eine höhere Tilgung als früher. Die Expertin rät Eigenheimbesitzern, die Sparchancen für ihre Anschlussfinanzierung zu nutzen und sich schneller zu entschulden. Bauherren und Käufer sollten die Finanzierung wohlüberlegt angehen. Wichtig sei, bei der Finanzierung einen möglichen Zinsanstieg in Zukunft einzukalkulieren und mit langen Zinsbindungen und hohen Tilgungen vorzusorgen.

Hier auszugsweise weitere Aussagen von Interhyp. Zitat:

Im März 2020 sind die Zinsen auf ein neues Allzeittief von rund 0,7 Prozent im Mittel gefallen und auch jetzt liegen sie nur knapp darüber, berichtet Interhyp. Zum Teil sind sogar Bestzinsen von unter 0,5 Prozent möglich. Die Monatsrate für einen Musterkredit über 300.000 Euro (0,8 Prozent) beträgt im Herbst 2020 bei einer zweiprozentigen Anfangstilgung nur noch 700 Euro. Die Zinskosten über 10 Jahre liegen dafür heute nur bei 22.000 Euro – einem Bruchteil der Kosten bei Abschluss im Jahr 2000.

Rat der Experten: Sparchancen für schnelle Entschuldung nutzen

Um die Zinsersparnis zu verdeutlichen, hat Interhyp in der Beispielrechnung immer mit der gleichen Anfangstilgung gerechnet. Der Rat der Finanzierungsexperten ist jedoch, heute eine höhere Tilgung zu wählen. Das sei möglich mit Raten, die nicht wesentlich über denen früherer Jahre liegen. Mirjam Mohr: „Unsere Daten zeigen, dass Kreditnehmer ihre Entschuldung im Blick behalten. Die anfängliche Tilgung bei Bauherren und Käufern ist in den vergangenen zwei Jahrzehnten von unter zwei im Mittel auf über drei Prozent gestiegen. Bei der Anschlussfinanzierung ist sie sogar von unter drei Prozent auf rund sechs Prozent gestiegen.“ Viel sparen im Vergleich zu früher könnten vor allem Eigenheimbesitzer mit Bedarf für eine Anschlussfinanzierung. Bauherren und Käufer sollten mit Blick auf hohe Kaufpreise und Darlehenssummen auf Sicherheit achten, zum Beispiel, indem sie günstige Zinsen mit langen Zinsbindungen festschreiben oder viel tilgen. „Der Blick in die Vergangenheit zeigt, dass sich das Zinsniveau über die Jahre deutlich ändern kann“, sagt Mirjam Mohr.

Grafik zeigt im Langfristvergleich sehr stark gesunkene Zinskosten

Chart zeigt langfristig extrem stark sinkende Zinsen

Grafiken und Daten: Quelle Interhyp

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Marc Friedrich mit 5 Top-Investment-Ideen für die nächste Dekade

Redaktion

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Marc Friedrich

Der Bestsellerautor Marc Friedrich spricht in seinem aktuellen Video „Der größte Vermögenstransfer der Geschichte“ über viele aktuelle Kapitalmarktthemen. Vor allem geht es um die große Anfeuerung von bestimmten Assetklassen, verursacht durch die immer größeren Gelddruck-Orgien der Notenbanken.

Marc Friedrich mit 5 Investment-Ideen

Im späteren Verlauf des Videos spricht Marc Friedrich seine fünf Top-Investment-Ideen für die nächste Dekade an. Auffällig dabei ist, dass die Kategorien Aktien und Immobilien nicht dazu gehören. Eben diese Assetklassen haben die letzten Jahre massiv von der Geldschwemme der Notenbanken profitiert. Marc Friedrich präferiert Gold, Silber, Bitcoin, Minenaktien und Diamanten. Gut, es sind doch Aktien vertreten, aber nicht als Gesamtkategorie, sondern nur weil es um Firmen geht, die Rohstoffe aus dem Boden holen.

Knappe Güter bevorzugen

Marc Friedrich spricht auch ganz konkret an, warum diese Ideen nach seiner Meinung die besten Investment-Ideen der nächsten Jahre sein sollen. Sie würden andere Assetklassen in der nächsten Dekade des „Vermögenstransfers“ outperformen. Sie seien (und das ist ein wichtiger Aspekt) begrenzt durch die Natur (Edelmetalle) oder durch die Mathematik (Bitcoin). Tja, und in der Tat, andere Assets wie das Fiat-Geld auf Bankkonten kann beliebig stark vermehrt werden. Je mehr Geld, desto stärker der Verwässerungseffekt, und desto stärker womöglich in Zukunft der Vertrauensverlust der Bürger in das Finanzsystem? Und alles was in seiner Menge limitiert ist, wird immer begehrter?

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Aktuell: Pelosi schürt wieder Stimulus-Optimismus, Aktienmärkte mit Erholung

Markus Fugmann

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Soeben Nancy Pelosi auf ihrer Pressekonferenz: man habe Fortschritte gemacht bei den Gesprächen mit den US-Repubikanern, man sei fast am Ziel („progress has been made this week“; „we are just about there“).

Und die Aktienmärkte wieder mit einer Erholung, nachdem der Leitindex S&P 500 das Tief vom Montag unterschritten hat..

Aber Vorsicht: möglich ist, dass sich Pelosi nicht auf das gesamte Stimulus-Paket bezieht, sondern nur auf einen kleinen Teil davon:

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