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Devisen

Pfund heute im Bann von Angela Merkel

Claudio Kummerfeld

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Bevor wir zur Sache kommen, müssen wir zurückschauen auf den gestrigen Tag, und warum das britische Pfund plötzlich Stärke zeigte. Mittags schrieben wir über einen Brief von Boris Johnson Richtung EU. Auch sonstige Aussagen zeigen, dass er letztlich genau wie Theresa May halbwegs verzweifelt versucht irgendwie einen “neuen besseren” Deal mit der EU zu verhandeln. Er verkauft sich in der Öffentlichkeit lediglich besser und aggressiver als May. Das Pfund fiel gestern, weil der Markt sah, dass die EU offenbar weiter neue Verhandlungen in Sachen Brexit ablehnt.

Gestern stieg das Pfund dank Angela Merkel

Dann gestern um 16 Uhr wurden Aussagen von Angela Merkel bekannt, dass man zwar nicht neu mit UK verhandeln wolle. Aber der entscheidende Punkt, die Grenze zwischen Nordirland und Irland (neue EU-Außengrenze), das seien doch eher technische Details, die man nebenbei regeln könnte – so kann man ihre Worte sinngemäß in Klartext übersetzen. Das gab dem Pfund sofort Auftrieb gegen Euro und US-Dollar. Im Chart sieht man Pfund vs USD seit dem 16. August. Mittig sieht man den gestrigen Anstieg um 100 Pips in relativ kurzer Zeit. Aktuell bröckelt dieser Gewinn wieder ab.

Pfund vs USD seit 16. August

Heute um 18 Uhr wird Boris Johnson im Kanzleramt in Berlin eintreffen und mit Angela Merkel über den Brexit reden. Wird er da was rausschlagen können, einen netten kleinen politischen Kompromiss, womit er den Backtstop aushebeln kann? Darin sollte man nicht all zu viele Hoffnungen setzen. Aber man weiß ja… Angela Merkel drückt sich sehr oft diplomatisch und kompromissbereit aus. Das muss aber nicht viel bedeuten. So hört man auch von “Mutti´s Bestem” Norbert Röttgen, dass der gestrige Brief von Johnson Richtung EU kein ernsthaftes Angebot gewesen sei. Und Boris Johnson würde das auch wissen, so Röttgen.

Im Bann von Merkel und Macron

Den heutigen Handelstag bis in die Abendstunden dürfte das britische Pfund davon abhängen, welche Äußerungen von Angela Merkel zum Thema Brexit an die Öffentlichkeit gelangen. Und morgen ist Boris Johnson ja in Paris zu Gast. Emanuel Macron dürfte deutlich härtere Bandagen anlegen als Angela Merkel. Die Grundtendenz für das Pfund für den Rest dieser Woche würden wir mal als “Gefährdet” bezeichnen. Man weiß nicht, was dabei herauskommt. Aber für Forex-Trader dürfte das Pfund für den Rest der Woche ein interessanter Markt sein.

2 Kommentare

2 Comments

  1. Avatar

    leftutti

    22. August 2019 15:06 at 15:06

    Steigt das British Pfündchen im Moment an, weil sich Boris schon wieder eine Watschn abgeholt hat und trotzdem vor Optimismus sprüht? 😂 Oder gibt es echte Gründe? Hat jemand Infos, ich kann nur folgendes finden:
    https://www.n-tv.de/politik/Johnson-holt-sich-naechste-Absage-ab-article21223023.html

  2. Avatar

    Michael

    22. August 2019 15:33 at 15:33

    Ich suche auch schon verzweifelt nach Infos und Nachrichten. Falls es keinen fundamentalen Grund gibt, wäre jetzt nochmal ein schöner Einstieg für einen weiteren Short. Die bestehenden laufen ja ohnehin glänzend.

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Devisen

Dax im Anstiegsmodus – dafür gibt es drei aktuelle Gründe

Claudio Kummerfeld

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Der Dax ist heute gut gelaunt. Von Freitag Abend aus gesehen bei Niveaus um die 12.250 Punkten auf CFD-Basis ging es heute früh rauf auf 12.400 Punkte, und seitdem in zwei Schüben weiter auf aktuell 12.567 Punkte. Dafür gibt es drei Gründe

China

Heute früh wurde für China der Caixin-Einkaufsmanagerindex für das Verarbeitende Gewerbe für Juli veröffentlicht. Mit 52,8 Indexpunkten kam er besser rein als im Juni (51,2) und auch besser als erwartet (51,3). Die Inlandsnachfrage sei nach der Coronavirus-Krise weiter angestiegen, obwohl die Exportaufträge und die Beschäftigung eher schwach geblieben seien.

Einkaufsmanager Deutschland

Heute früh um 9:55 Uhr gab es Einkaufsmanager-Daten für Juli zum Verarbeitenden Gewerbe in Deutschland. Mit 51 Indexpunkten lag man ebenfalls höher als im Vormonat (45,2) und höher als erwartet (50). Auch das ist positiv für den Dax.

Fallender Euro hilft dem Dax

Und ein schwacher Euro ist tendenziell immer gut für den Dax. Der Index mit stark exportlastig. Und je günstiger der Euro, desto günstiger können ausländische Kunden bei deutschen Produzenten einkaufen. Seit Freitag früh ist der Dollar-Index deutlich am Ansteigen, und der Euro deutlich am Fallen (hier die aktuelle Euro-Analyse von Agata Janik). EURUSD fällt seit Freitag von über 1,19 auf aktuell 1,1726. Ist dies nur eine technische Reaktion nach den starken Anstiegen des Euro in den letzten Wochen? Für den Moment jedenfalls hilft auch die Euro-Schwäche dem deutschen Leitindex nach oben. Beachten sollte man heute im Trading noch die ISM-Daten aus den USA, die um 16 Uhr veröffentlicht werden! Im Chart sehen wir seit Donnerstag Abend den Dax auf CFD-Basis (rot-grün) und den Euro vs US-Dollar in blau.

Chart zeigt Kursverlauf von Dax gegen Euro

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Devisen

Euro vs US-Dollar: Warum der Euro bald wieder steigen kann

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Ein 20 Euro Geldschein

In der letzten Woche verlief der Handel beim Euro zum US-Dollar ganz spannend. Es gab viel Volatilität im Markt und somit viele gute Trading-Möglichkeiten. Der übergeordnete Aufwärtstrend beim Euro vs USD ist stabil. Der Kurs ist erneut kräftig angestiegen und erreichte kurzfristig sogar die Marke von 1,1900. Dieser Widerstand hat sich jedoch bis jetzt als zu stark erwiesen und konnte nicht nachhaltig überschritten werden. Es ist aber nur eine Momentaufnahme, langfristig gesehen hat der Major definitiv noch mehr Aufwärtspotential. Wenn sich der Aufwärtstrend weiter so positiv, wie bis jetzt entwickelt, werden wir schon bald beim Euro zum USD die 1,2000 Marke sehen.

Am Freitag erfuhr EUR/USD eine leichte Korrektur. Mit dieser Gegenreaktion hat man schon seit Tagen gerechnet. Es ist häufig zu beobachten, dass solche Bewegung kurz vor dem Wochenabschluss stattfinden, wenn viele Trader ihre Positionen glattstellen. Es war also keine große Überraschung, dass der Euro vs USD am Freitag leicht gefallen ist. Wer kurzfristig orientiert ist, konnte vor der Short-Bewegung gut profitieren. Nachdem der Widerstand bei 1,1907 (Wochenhoch) gehalten hat, war es deutlich zu spüren, dass der Euro keine Kraft mehr hatte, einen erneuten Angriff auf der Long-Seite zu starten. Das Risiko war den Händlern einfach zu groß auf dem falschen Fuß erwischt zu werden. Niemand will ins Wochenende mit Verlusten gehen. Also lieber die Gewinne mitnehmen und das Kapital freihalten.

Die Bären haben schnell gemerkt, dass die Nachfrage nach dem Euro gesunken war und haben sofort frische Short-Orders am Markt platziert. Das hat die Abwärtsbewegung noch beschleunigt. Als die wichtige Unterstützung bei 1,1881 unterschritten wurde, sind auch die Break-Out Trader auf den fahrenden Zug aufgesprungen. Der Euro wurde gegen den USD abgewertet und der Kurs notierte am frühen Nachmittag bei 1,1835. Kurzfristig wurde die Abwärtsbewegung durch den 120er Moving Average gestoppt, der bei ca. 1,1801 verlief. Es war eine doppelte Unterstützung, die Bären haben hier ihre Short-Positionen mit einem schönen Gewinn geschlossen. Das hat den Euro vs USD kurzfristig entlastet, dann kam aber die zweite Short-Welle, mit der nicht viele Trader gerechnet haben. Diesmal hat sich im Markt genügend Dynamik entwickelt, um die Marke von 1,1800 nach unten zu durchbrechen. Der Kurs ist anschließend noch bis 1,1760 gefallen. Im späten Handel notierte der Major bei ca. 1,1795. Der Euro zum USD hat also zum Wochenschluss eine gesunde Korrektur erfahren, die schon längst fällig war.

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Der Tagesausblick für den Euro zum US-Dollar

Aktuell, am Montagmorgen, notiert der Euro zum US-Dollar bei 1,1772. In der asiatischen Session heute Nacht hat der Kurs zwar noch leicht nachgegeben, aber die Korrektur scheint demnächst abgeschlossen zu sein. Die Indikatoren im kurzfristigen Zeitfenster werden den Extrembereich vermutlich bald verlassen und frische Long-Signale generieren. Der nächste wichtige Widerstand befindet sich bei 1,1805. Sollte es den Bullen gelingen, diese Marke zu erobern, wird sich weitere Dynamik auf der Oberseite entwickeln. Der Kurs wird dann den Bereich von 1,1845 ansteuern. Auf diesem Niveau sollte man jedoch die Gewinne mitnehmen oder den Stop-Loss nachziehen und die Lage neu analysieren. Jetzt kann man noch nicht sagen, wie sich die Indikatoren zu dem Zeitpunkt verhalten werden. Auf der Unterseite befindet sich die erste wichtige Unterstützung bei 1,1742. Hier sollte der Kurs aber halten, da sich ansonsten das charttechnische Bild negativ verändern könnte. Der Daily Pivot Point beim Euro zum US-Dollar liegt heute bei 1,1813.

Chart zeigt Euro gegen US-Dollar

Die hier gezeigten Analysen stellen keine Anlageberatung dar und sind daher auch keine Empfehlung zum Kauf bzw. zum Verkauf eines Wertpapiers, eines Terminkontraktes oder eines sonstigen Finanzinstrumentes. Die Wertentwicklung der Vergangenheit bietet keine Gewähr für künftige Ergebnisse. Die bereitgestellten Analysen sind ausschließlich zur Information bestimmt und können ein individuelles Beratungsgespräch nicht ersetzen. Eine Haftung für mittelbare und unmittelbare Folgen aus diesen Vorschlägen ist somit ausgeschlossen.

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Anleihen

Goldpreis kurz vor 2.000 Dollar? Plötzlicher Rückfall – was ist das los?

Claudio Kummerfeld

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Der Goldpreis hatte bis vor wenigen Minuten noch den Drang Richtung 2.000 Dollar zu schielen. Das Rekordhoch von 1.921 Dollar wurde am Montag deutlich überschritten mit einem Hoch bei 1.981 Dollar. Am Mittwoch dann erneut das Hoch bei 1.981 Dollar. Dann kam der Markt wieder etwas zurück. Und heute früh machte der Goldpreis ein neues Allzeithoch bei 1.982 Dollar. Wie gesagt, bis vorhin wirkte es noch so, dass Gold mit einem Kursniveau von 1.975 Dollar nur darauf lauerte, weiter nach oben Richtung 2.000 Dollar zu laufen.

Goldpreis fällt plötzlich

Aber dann, vor wenigen Minuten, da rutschte der Goldpreis plötzlich runter auf jetzt 1.961 Dollar. Was ist da los? Markus Fugmann hatte gestern ein sehr interessantes Video veröffentlicht (hier anschauen) über die kursbewegenden Faktoren bei Gold. Und heute sehen wir, dass der US-Dollar, der tage- und wochenlang brutal gecrasht war, sich etwas erholt. Der Dollar-Index steigt seit heute früh von 92,52 auf jetzt 93,06 Indexpunkte. In den letzten Minuten ging es im US-Dollar noch etwas schneller nach oben, was gegen den Goldpreis drückt.

Anleihe-Rendite steigt ein ganz klein wenig

Und was Markus Fugmann auch erwähnte: Die fallenden Renditen für Staatsanleihen halfen dem Goldpreis zuletzt auch beim Steigen. Auch heute sind die Renditen für zehnjährige US-Staatsanleihen gefallen. Aber dann vorhin zeigte sich auch dort eine kleine Wende nach oben. Mag es auch nur eine technische Reaktion nach den starken Verlusten in den letzten Tagen und Wochen sein. Seit 15 Uhr steigt die Rendite von 0,53 auf 0,55 Prozent parallel zum steigenden US-Dollar. Bei steigenden Renditen für andere Geldanlagen wird das zinslose Gold natürlich weniger attraktiv für Anleger!

Beide Faktoren haben den Goldpreis offenkundig vorhin zum Rutschen gebracht. Der folgende Chart zeigt den Kursverlauf von Gold (rot-grün) gegen den Dollar-Index (blau) seit Montag. Die Korrelation im Verlauf dieser Woche ist klar zu erkennen. Ob der Drang Richtung 2.000 Dollar bald weitergeht? Finden Sie beim Klick an dieser Stelle hochinteressante Aussagen vom Rohstoff-Experten Eugen Weinberg zur grundsätzlichen Hausse im Goldpreis und im Silberpreis, und zur weiteren Aussicht.

Chart zeigt Goldpreis-Verlauf gegen US-Dollar

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