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Regierungssprecher: Tsipras-Regierung droht zu scheitern

Markus Fugmann

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Von Markus Fugmann

Die Märkte sind sich sicher, dass es zu einem Deal zwischen Griechenland und seinen Gläubigern kommen wird. Möglicherweise ist diese Annahme richtig – aber dennoch könnte es zu einem Scheitern der Tsipras-Regierung mit anschließendem Grexit kommen, wenn dieser Deal dann nicht vom Parlament in Athen abgesegnet wird.

Davor hat nun der Sprecher der Athener Regierung Sakellaridis gewarnt:

„Wenn das Abkommen nicht die Zustimmung der Abgeordneten der Regierungsmehrheit erhält, kann die Regierung nicht bestehen bleiben“, so Sakellaridis heute Vormittag im griechischen Fernsehen.

Syriza verfügt über 149 Abgeordneten im 300 Sitze zählenden Parlament, hat also keine eigene Mehrheit. Daher braucht die Partei die 13 Abgeordneten des Koalitionspartners Unabhängige Griechen (Anel) – sollte der Koalitionspartner die Regierung verlassen, müsste sich Tsipras einen neuen Koalitionspartner suchen oder Neuwahlen ausrufen.

Das eigentliche Problem von Tsipras ist aber wohl weniger der Koalitionspartner, sondern vielmehr die eigene Partei: so treffen die von der Regierung vorgelegten Reformen treffen auf zunehmenden Widerstand des linken Flügels der Syriza. Heute Vormittag hatte bereits der Syriza-Abgeordnete und Vize-Parlamentschef Alexis Mitropoulos in einem Interview klar gemacht, dass er den Reformen nicht zustimmen werde. Sollte sich also innerhalb der Koalition keine eigene Mehrheit finden, müsste Tsipras zurück treten, auch wenn die Oppositionsparteien einer Vereinbarung zustimmen würden, so die Kernaussage von Regierungssprecher Sakellaridis. Anders als bei deutschen Parteien ist ein Fraktionszwang in der sich aus heterogenen Gruppen speisenden Syriza-Partei nicht durchsetzbar. Sakellaridis appellierte daher an die „individuelle Verantwortung“ der Syriza-Abgeordneten.

Die Regierung könne, so Sakkellaridis weiter, nun keine weiteren Zugeständnisse mehr machen. Ausgeschlossen seien daher weitere Einsparmaßnahmen, die über die Vorschläge der Athener Regierung hinaus gingen. Zwar ist dieser Hinweis des Regierungssprechers auch taktisch zu verstehen – schließlich dürften die Gläubiger weiteren Druck ausüben, um weitere Zugeständnisse zu erhalten. Aber eines ist klar: die Macht von Tsipras ist fragil, er ist eingeklemmt zwischen den Forderungen der Gläubiger und dem starken linken Flügel der Partei. Wie er daraus einen Ausweg finden soll, ist derzeit nicht absehbar – aber das scheint die Finanzmärkte in ihrem undifferenzierten Optimismus nicht wirklich zu stören..

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Markus Koch LIVE vor dem Handelsstart in New York – Impfstoff-Montag 3.0

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Markus Koch meldet sich im folgenden Video LIVE vor dem Handelsstart in New York. Den dritten Montag in Folge veröffentlicht ein Pharmahersteller einen konkrete Impfstoff-Meldung.

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SAP nach Kurssturz antizyklisch kaufen? – Werbung

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Lieber Börsianer,

das war nicht das Gelbe vom Ei, liebe SAP! Während die US-Konkurrenz in den Coronazeiten mit Cloud und anderen digitalen Anwendungen punktet, tritt die europäische Branchengröße auf der Stelle. Unter dem Strich sank der Umsatz um 4 %, während der operative Gewinn sogar um 12 % schrumpfte.

Offensichtlich sind die schwachen Quartalszahlen keine Eintagsfliege. So hat man die Umsatz- und Gewinnprognosen auch für die Jahre 2021 und 2022 gleich nach unten korrigiert. In der Folge erlebte die Aktie einen mächtigen Ausverkauf und verlor zeitweise über 20 % ihres ursprünglichen Wertes. Das kommt einem mittelprächtigen Erdbeben gleich.

Wo hakt es bei der SAP, warum kann das Unternehmen aus Walldorf zunächst nicht an die starken Wachstumsraten der vergangenen Jahre anknüpfen? Ich sehe drei Faktoren:

1)
Negative Währungseffekte: Die Dollarschwäche bzw. Eurostärke hat die Gewinnentwicklung spürbar belastet. Die US-Konkurrenz hingegen profitiert vom weichen Dollar.

2)
Das Covid-Virus: Die Software-Palette des Unternehmens ist nur eingeschränkt Corona-fest. Ein Beispiel: Mit der SAP-Software Concur planen die Unternehmenskunden der SAP Dienst- und Geschäftsreisen ihrer Mitarbeiter. Es bedarf keiner besonderen Erklärung: Diese Anwendung war in diesem Jahr kein Verkaufsknüller, sondern schlichtweg überflüssig.

3)
Schwächen in der Cloud: Aus der Branche hört man, dass SAP derzeit Defizite im Cloud-Geschäft hat. Die Kunden streben in die Cloud, allein SAP konnte nicht immer liefern. Hier gilt also: US-Konkurrenten wie Oracle und Salesforce haben hier die Nase vorne. Deshalb schwächelt das Neugeschäft der SAP.

Gleichwohl haben die Investoren – wie so oft – das Kind mit dem Bade ausgeschüttet. Der Kursrücksetzer war zwar notwendig, aber in seiner Dimension stark übertrieben. SAP verfügt über eine treue Kundenbasis. Rund 74 % des Umsatzes beruhen auf langfristigen Software-Verträgen. Mit anderen Worten: Das Unternehmen wird auch künftig gut verdienen und verfügt über die Mittel, um den technologischen Rückstand im Cloud-Geschäft wettzumachen.

Trotzdem: Kurzfristig ist die SAP-Aktie sicherlich noch kein Kauf. Wie gesagt es wurde schon Porzellan zerschlagen und Vertrauen verloren. Das deutsche Software-Unternehmen muss sich also nun…..

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Achtung Trader: Deutsche Börse führt „Xetra Trade-at-Close“ ein

Claudio Kummerfeld

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Achtung Trader! Ab 24. November bietet die Deutsche Börse für Trades über Xetra eine neue Handelsmöglichkeit an, die „Xetra Trade-at-Close“ Order. Sie bietet laut aktueller Aussage der Deutschen Börse eine zusätzliche Möglichkeit für Handelsteilnehmer zum offiziellen Schlusskurs zu handeln. Der Service steht dann für alle Wertpapiere im Xetra-Handel zur Verfügung. Hier die Details zu dem neuen Angebot im Wortlaut von der Deutschen Börse:

„Schlussauktionen gelten als Säule der Marktstabilität und des Anlegerschutzes. Sie bündeln die Liquidität pro Wertpapier zu einem Zeitpunkt und gewährleisten eine effiziente Preisbildung unter Berücksichtigung aller relevanten Informationen. Xetra Trade-at-Close adressiert die wachsende Nachfrage nach Orderausführungen am Ende des Handelstages“, sagt Michael Krogmann, Geschäftsführer der Frankfurter Wertpapierbörse.

Der neue Service bietet verschiedene Vorteile: Mit Xetra Trade-at-Close können Marktteilnehmer Aufträge auch nach Ende der Schlussauktion auf Xetra eingeben. Sie profitieren davon, zu einem festen Preis zu handeln, ohne an der Preisbildung in der Schlussauktion teilzunehmen. Außerdem erhalten sie eine zusätzliche Möglichkeit, Positionen vor Ende des Handelstages zu schließen und dabei mit zusätzlicher Liquidität im börslichen Handel zu interagieren.

Wird die Option Trade-at-Close für eine Order ausgewählt, werden Aufträge, die in der Schlussauktion nicht ausgeführt wurden, automatisch in die Trade-at-Close-Phase übertragen. Während der Trade-at-Close-Phase können auch neue Orders eingegeben werden. Der Schlusskurs wird vor allem von Buy-side-Kunden wie Pensionskassen oder Investmentfonds zur Berechnung von Portfoliorenditen, zur Bewertung von Investmentfonds und als Grundlage für viele Derivategeschäfte verwendet.

Xetra-Bildschirme der Deutschen Börse
Xetra-Bildschirme. Foto: Deutsche Börse AG

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