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Devisen

Schweizer Franken: Warum er gegen den Euro weiter Stärke zeigt

Agata Janik

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am

Im mittelfristigen Zeitfenster befindet sich der Euro zum Schweizer Franken in einem stabilen Abwärtstrend. In der gestrigen Handelssitzung geriet der Euro zuerst erneut weiter unter Druck und der Kurs von Euro vs Schweizer Franken ist weiter gefallen. Im Tief notierte der Cross bei 1,0515. Diese Unterstützung hat dann gehalten und der Euro konnte sich danach leicht erholen. In den Vormittagsstunden hat der Euro leicht an Stärke gewonnen und der Kurs erreichte im Hoch den Widerstand bei 1,0555. Auf diesem Niveau war aber die Gegenbewegung zu Ende. In der amerikanischen Session gestern Nachmittag wurde der Schweizer Franken erneut favorisiert und die Bären haben beim EUR/CHF frische Short-Orders am Markt platziert. Der übergeordnete Abwärtstrend wurde bestätig. Der Euro wurde wieder abverkauft. In den Abendstunden notierte EUR/CHF bei ca. 1,0538.
Obwohl der Euro vs USD gestern durch die Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts über die EZB Anleihekäufe sehr belastet wurde, hat man keine Korrelation zum Euro vs Schweizer Franken gesehen. EUR/CHF bewegte sich in seinem eigenen Rhythmus.
Eine starke indirekte Korrelation zum EUR/USD konnte man dagegen gestern, nach dem Urteil des Bundesverfassungsgerichts, beim US-Dollar gegen den Schweizer Franken beobachten. Als EUR/USD massiv abverkauft wurde, hat der USD vs Schweizer Franken kräftig zugelegt. Ein solches Verhalten ist bei den beiden Majors nichts Ungewöhnliches und wiederholt sich häufig, wenn fundamentale Nachrichten veröffentlicht werden. Da dieses Muster den Händlern bekannt ist, profitieren davon diejenigen, die gerne den Schweizer Franken handeln.
Also, wenn sich jemand für das Forex-Trading interessiert, sollte die beiden Währungspaare parallel beobachten. Man kann oft gute Profite dadurch erzielen.

Der Tagesausblick für den Euro vs Schweizer Franken

Aktuell (Mittwochmorgen) notiert der Euro zum Schweizer Franken bei ca. 1,0535. Da der mittelfristige Abwärtstrend weiter intakt ist, haben die Bären heute schon den ersten Versuch auf der Short-Seite gestartet. Bis jetzt hat die wichtige Unterstützung bei 1,0525 gehalten und der Euro erholt sich momentan leicht wieder. Auf dem höheren Niveau sitzen aber bereits viele Verkaufsorders, die den Kurs sehr wahrscheinlich an einem weiteren Anstieg hindern werden. Die Indikatorenlage im mittelfristigen Zeitfenster beim Euro zum Schweizer Franken zeigt nach wie vor nach unten. Jede Gegenreaktion auf der Oberseite wird zum Verkauf des Euro genutzt. Die europäische Leitwährung ist angeschlagen, was darauf hindeutet, dass auch heute der Schweizer Franken davon profitieren wird.

Sollte die signifikante Unterstützung von 1,0525 brechen, werden die kurzfristigen Daytrader weiter auf den steigenden Schweizer Franken setzen. Die 1,0510 ist das nächste Kursziel. Sollte auch diese Marke brechen, wird die 1,0500 „big figure“ in den Fokus rücken. Diese gilt jedoch als eine starke psychologische Grenze und wird schwer zu durchbrechen sein. Wer also konservativ tradet, kann hier sein Take-Profit setzen. Wenn die Unterstützung hält, kann es sehr schnell zu einer Gegenreaktion auf der Oberseite kommen.
Sollte dagegen der Support bei 1,0525 halten, werden die Bären ihre Positionen glattstellen, was dem Euro eine kleine Entlastung verschaffen kann. Der nächste wichtige Widerstand befindet sich bei 1,0555 (das Hoch von gestern). Zusätzlich verläuft in diesem Bereich aktuell der 120er Moving Average, der den Kurs ebenfalls ausbremsen wird. Es ist also ein doppelter Widerstand. Es ist eher unwahrscheinlich, dass er heute genommen werden kann, da vermutlich beim EUR/CHF die Short-Seite favorisiert wird.
Der Daily Pivot Point beim Euro vs Schweizer Franken liegt heute bei 1,0537.

Der Schweizer Franken im Aufwärtstrend zum Euro

 

Die hier gezeigten Analysen stellen keine Anlageberatung dar und sind daher auch keine Empfehlung zum Kauf bzw. zum Verkauf eines Wertpapiers, eines Terminkontraktes oder eines sonstigen Finanzinstrumentes. Die Wertentwicklung der Vergangenheit bietet keine Gewähr für künftige Ergebnisse. Die bereitgestellten Analysen sind ausschließlich zur Information bestimmt und können ein individuelles Beratungsgespräch nicht ersetzen. Eine Haftung für mittelbare und unmittelbare Folgen aus diesen Vorschlägen ist somit ausgeschlossen.

Geldscheine des Schweizer Franken - mit anderer Optik als beim Euro

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Devisen

Aktuell: Pfund sieht kein Brexit-Problem, US-Dollar und Goldpreis in Bewegung

Claudio Kummerfeld

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am

Die aktuelle Lage bei Goldpreis, US-Dollar sowie im britischen Pfund sind Thema in diesem Artikel. Der Devisenmarkt reagiert tief entspannt auf die Ereignisse rund um den Brexit. Die Verhandlungen zwischen EU und UK sollen diese Woche weitergehen, aber die letzte Brexit-Deadline zur Klärung von Problem rückt unaufhaltsam näher. Und dann hört man heute, dass die britische Regierung an 200.000 Unternehmen Briefe verschickt, wonach diese Vorbereitungen für einen harten Brexit treffen sollten. Und zack, das britische Pfund rauscht ab in den Keller?

Nein, das Pfund steigt sogar leicht! Gibt es nicht? Doch, heute geschieht es genau so. Am Freitag hatten wir noch vor der großen Ungewissheit und dem Risiko gewarnt, übers Wochenende im Pfund engagiert zu sein. Die Trader sagen mit dem Kursverlauf heute: Leute, ganz entspannt, es wird noch einen Deal geben. Was für ein Optimismus! Pfund gegen US-Dollar hat seit Freitag Abend gut 80 Pips zugelegt auf aktuell 1,3018. Euro gegen Pfund hat verloren von 0,9066 auf aktuell 0,9048.

US-Dollar und Goldpreis spielen ihr Spiel

Der US-Dollar verliert schon seit heute früh. Die steigende Hoffnung auf eine Einigung für einen neuen Billionen-Stimulus in den USA schürt natürlich Hoffnung für eine bessere globale Konjunktur. Damit ist der „große sichere Hafen“ namens US-Dollar als Fluchtwährung weniger gefragt. So verliert der Dollar-Index (Währungskorb) seit heute früh von 93,75 auf aktuell 93,23 Indexpunkte.

Tja, und der Goldpreis? Die ständigen seit Tagen anhaltenden Versuche, deutlich über 1.900 Dollar zu laufen, scheiterten immer wieder. Erst heute Vormittag berichteten wir. Ein schwacher US-Dollar bedeutet in der Regel einen stärkeren Goldpreis. Und so kletterte er heute auch von 1.900 auf 1.918 Dollar in der Spitze um 14 Uhr. Aber bis jetzt kommt der Goldpreis wieder zurück auf 1.909 Dollar. Mal wieder scheint der Anlauf nach oben zu scheitern. Im Chart sehen wir seit Freitag früh den US-Dollar-Index in blau gegen den Goldpreis in rot-grün.

Chart zeigt Goldpreis-Verlauf gegen US-Dollar

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Devisen

Große Pfund-Wette übers Wochenende, US-Dollar und der Goldpreis

Claudio Kummerfeld

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Symbole für Pfund Euro, Yen und US-Dollar

Über das bevorstehende Wochenende hinweg wird womöglich eine große Pfund-Wette laufen. Die läuft folgendermaßen. Entweder das Pfund wird nächste Woche weiter deutlich fallen, oder es passiert gar nichts. Denn heute Mittag hat der britische Premier Boris Johnson mit einem harten Brexit gedroht. Die EU bewege sich nicht und habe nie ernsthaft verhandelt, so Johnson (hier mehr dazu). Daraufhin war das britische Pfund gegen den US-Dollar und gegen den Euro seit 12:50 Uhr gefallen.

Und die EU-Kommission hat geantwortet. EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen twitterte, dass man weiterhin an einem Deal arbeite, aber nicht zu jeden Preis (sie will wohl nicht als erpressbar in der Öffentlichkeit da stehen). Wie bereits geplant, werde das Verhandlerteam der EU nächste Woche nach London aufbrechen, so ihr kurzer Text. Also: Entweder die Drohung von Boris Johnson sollte lediglich seine eigene Verhandlungsposition verbessern (auf dicke Hose machen), oder es kommt nächste Woche zu einer Konfrontation, die sich nicht mehr lösen lässt. Das wäre wahrscheinlich für das britische Pfund ein ziemlich schlechtes Signal. Den ersten Vorgeschmack gab es vorhin. Euro gegen Pfund steigt von 0,9047 auf 0,9090. Pfund gegen US-Dollar fällt von 1,2957 auf 1,2920. Das waren noch keine Riesen-Bewegungen, aber der Devisenmarkt hat negativ auf die Johnson-Aussagen reagiert. Wer jetzt noch vorm Wochenende eine Pfund-Position öffnet, geht ein großes Risiko ein. Denn man weiß nicht, wie sich die politische Lage übers Wochenende entwickelt.

US-Dollar

Der US-Dollar stand vorhin unter der Fuchtel von US-Konjunkturdaten. Um 14:30 Uhr wurden die Einzelhandelsumsätze deutlich besser gemeldet als erwartet. Dann um 15:15 Uhr folgten Daten zur US-Industrieproduktion, die schlechter gemeldet wurden als erwartet. Und vorhin um 16 Uhr dann der dritte Akt heute Nachmittag. Daten der Universität von Michigan zeigen ein etwas besser als erwartetes Vertrauen der US-Verbraucher. Der US-Dollar in Form des Dollar-Index (Währungskorb) hat sich durch diese drei Daten bis jetzt nur minimal geändert mit einem Anstieg von 93,56 auf 93,63 Indexpunkten.

Goldpreis

Der Goldpreis hat seit 14 Uhr von 1.913 auf jetzt 1.905 Dollar verloren. Wir erinnern an unsere Berichterstattungen der letzten Tage. Immer wieder gab es Anläufe im Goldpreis über die Marke von 1.900 Dollar, sogar deutlich stärker als heute – und immer wieder fiel der Goldpreis unter diese runde Marke. Gold ist seit Tagen nicht stabil und zeigt keinen nachhaltigen Aufwärtsmove. Hauptsächlich schuld ist der US-Dollar, der sich seit Montag im Aufwärtstrend befindet, und Gold auf dem Weg nach oben blockiert. Im Chart sehen wir seit Wochenanfang den Goldpreis in rot-grün gegen den Dollar-Index in blau.

Chart zeigt Goldpreis gegen US-Dollar im Kursverlauf

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Allgemein

Brexit: Boris Johnson – steuern auf No Deal zu, harter Abgang wahrscheinlich

Markus Fugmann

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am

Kommt doch der harte Brexit? Boris Johnson hat genau das soeben angedeutet: solange sich die EU nicht bewege, so der britische Premier, werde es einen No Deal beim Brexit geben. Man würde dann eine Vereinbarung haben wie zwischen der EU und Australien, so Johnson.

Johnson weiter in Schlagzeilen:

– der von der EU vorgeschlagene Deal wie zwischen der EU und Kanada wird nicht funktionieren

– die EU hat nicht wirklich ernsthaft verhandelt, daher sollten wir uns auf einen Brexit ohne Deal vorbereiten

Das britische Pfund zunächst stärker unter Druck, nun aber doch mit einer (volatilen) Erholungsbewegung. Vermutlich gehen die Märkte davon aus, dass doch zu viel auf dem Spiel steht und halten daher die Aussagen von Johnson für eine Drohgebärde ohne wirklich ernsten Hintergrund. Aber aus unserer Sicht meint es Johnson durchaus ernst..

Ein harter Brexit wird wahrscheinlicher, sagt Premier Johnson

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