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Snap-Aktie mit ganz wildem Ritt – nach Absturz gestern Nacht jetzt die überraschende Wende!

Jetzt heute Mittag lagen die frühen vorbörslichen Notierungen der Snap-Aktie in den USA erstaunlicherweise über 15 Dollar, also um oder leicht über dem offiziellen Börsenschluss von…

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FMW-Redaktion

Wir hatten gerade erst vor wenigen Stunden darüber berichtet. Die Snapchat-Mutter „Snap Inc“ hatte gestern Abend nach 22 Uhr deutscher Zeit ihre Quartalszahlen veröffentlicht. Daraufhin war ab 22 Uhr der nachbörsliche Kurs um 17% gefallen auf 12,53 Dollar. Jetzt heute Mittag lagen die frühen vorbörslichen Notierungen der Snap-Aktie in den USA erstaunlicherweise über 15 Dollar, also um oder leicht über dem offiziellen Börsenschluss von gestern Abend. Damit war vorhin der ganze 17%-Verlust wieder neutralisiert.

Was für ein erstaunlicher Wandel über Nacht. Aber halt. Heute hatten erst einmal einige Banken die Snap-Aktie herabgestuft, so zum Beispiel die größte Bank der USA JP Morgan. Man stuft die Snap-Aktie herab auf „Untergewichten“ mit einem Kursziel von 10 Dollar. Stifel stuft die Aktie herab von Kaufen auf Halten mit einem Kursziel von 13 Dollar (vorher 18).

Und dann? Ganz frisch fliegt die Meldung auf den Tisch, dass der chinesische Internet-Konzern „Tencent“ 10% der Snap-Aktien kauft – oder besser gesagt gekauft hat! Nur wenige Stunden nach den für die Wall Street arg enttäuschenden Zahlen und bedrohlichen Aussichten bringt man nun diese Meldung, dass Tencent im vergangenen Quartal 145,8 Millionen Vorzugsaktien von Snap gekauft hat. Helfen tut diese News Snap im Tagesgeschäft kein bisschen.

Aber es ist ein heftiger und umfassender Vertrauensbeweis in die Aktie – so kann man es wohl ausdrücken! Welch ein Debakel für die Analysen, die gerade erst ihr Kursziel gesenkt haben, und diejenigen, die nachbörslich verkauft hatten… wie gesagt, in den ersten vorbörslichen Notierungen notierte die Aktie vorhin über 15 Dollar, und hat damit den kompletten nachbörslichen Verlust von gestern Abend ausgeglichen. Gestern ging es wie gesagt um 17% runter auf 12,53 Dollar. Jetzt ganz aktuell pendelt der Kurs vorbörslich zwischen 14 und 15 Dollar. Die Spanne heute lag vorbörslich schon zwischen 11,88 und 16,09 Dollar. Ein heißer Ritt für Trader mit Nerven aus Stahl.


Die Snap-Aktie seit Anfang September.


Die Snap-Aktie seit dem IPO am 1. März. Bisher keine Erfolgsstory für Aktionäre.

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Aktienrückkäufe: Warum ich nicht begeistert bin – Werbung

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Lieber Börsianer,

die langjährige Flutung der Finanzmärkte mit dem billigen Geld der Notenbanken hat mittlerweile zu einigen kuriosen Begleiterscheinungen geführt. Weil Geld nichts mehr kostet, verschulden sich einige Unternehmen bis über beide Ohren. Doch statt in Zukunftstechnologien zu investieren, kaufen sie lieber eigene Aktien zurück – Kurspflege nennt man das. Angeblich geschieht das zum Wohle der Anleger, denn durch die Aktienrückkäufe steigen in der Regel auch die Kurse.

Allerdings ist bei hochverschuldeten Unternehmen Vorsicht geboten. Denn bereits ein geringer Zinsanstieg stellt diese Unternehmen vor arge Probleme. Freilich sind nicht alle Aktienrückkäufe schlecht. Wenn sich das Unternehmen die Kurspflege leisten kann und damit Geld an die Aktionäre zurück gibt, ist das oft besser, als das Geld möglicherweise zu Negativzinsen im Unternehmen zu belassen. Doch vor Übertreibungen müssen Sie sich schützen.

Das Spielcasino ist eröffnet

In den USA sind mittlerweile nicht mehr Privatanleger, Pensionsfonds und Vermögensverwalter die größten Aktienkäufer, sondern die Unternehmen selbst. Das freie Spiel von Angebot und Nachfrage wird damit außer Kraft gesetzt. In den vergangenen zehn Jahren gaben die 500 Unternehmen des S&P 500 die gigantische Summe von fünf Billionen Dollar für eigene Aktien aus. Das entspricht in etwa dem Bruttoinlandsprodukt von Japan, der viertgrößten Volkswirtschaft der Welt.

90% der Unternehmen haben dafür mehr als die Hälfte ihrer Gewinne investiert. Das Geld fließt also nicht mehr in Fabriken, Maschinen, Produkte und Jobs sondern wird für die eigene Kurspflege eingesetzt. Die Big Player erhalten damit den Status Quo und überlassen die Entwicklung neuer Technologien den Start-Ups und der Konkurrenz aus Fernost.

Nicht unbedenklich ist dabei, dass vor allem in den USA ein Teil der Vorstandsvergütung an die Entwicklung des Aktienkurses geknüpft ist. Die Manager tun sich also vor allem selbst etwas Gutes, statt an die langfristige Konkurrenzfähigkeit Ihres Unternehmens zu denken. Wenn Aktien in solch riesigem Umfang zurückgekauft werden, dann handelt es sich um einen ernsten Eingriff in die Preisbildung der betreffenden Aktien.

Apple schlägt besonders gerne zu

Der größte Käufer eigener Aktien ist ausgerechnet Apple. Jetzt könnte man einwenden, dass Apple auch Milliardengewinne erzielt und sich deshalb die Rückkäufe leisten kann. Das ist prinzipiell richtig. Doch selbst Apple übertreibt mittlerweile. Im vergangenen Jahr wurden Anteile im Wert von 72 Milliarden Dollar zurückgekauft. Der freie Cashflow lag deutlich darunter. Selbst die Gewinnmaschine Apple nimmt also mittlerweile Fremdkapital auf, um Aktienrückkäufe zu finanzieren. Das wurde sogar von offizieller…..

Wollen Sie meine komplette Analyse lesen?

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