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Tatsächliche Lage der Wirtschaft? Da müssen Sie schon Sahra Wagenknecht schauen!

Redaktion

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Wie steht es um die Lage der deutschen Wirtschaft denn nun tatsächlich? Laut Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier geht es rasch aufwärts. Es ist schon fast eine Tragikkomödie, aber gerade die linke Sahra Wagenknecht zeigt im folgenden Video einen guten Überblick über die tatsächliche Lage der Wirtschaft. Natürlich ist die linke Einfärbung ihrer Ideen nicht zu überhören.

Sahra Wagenknecht mit interessanter Analyse

Aber dennoch kann man ihr in der Analyse der aktuellen Lage in vielen Punkten zustimmen. Sie bespricht die von der Bundesregierung viel zu rosig dargestellte Lage, unter anderem die gestiegene Arbeitslosigkeit, und die versteckte Arbeitslosigkeit namens Kurzarbeit, die derzeit bei 4,5 Millionen betroffenen Personen liegt. Auch bespricht Sahra Wagenknecht die anstehende Pleitewelle deutscher Unternehmen, die nur deswegen noch nicht stattfindet (sogar sinkende Insolvenzzahlen), weil die Pflicht Insolvenz anmelden zu müssen, bis Jahresende ausgesetzt ist. Die Pleitewelle deutscher Unternehmen sei laut Sahra Wagenknecht nicht ausgeblieben, sondern nur aufgeschoben.

Wie auch wir bei FMW spricht Sahra Wagenknecht die Tatsache an, dass der deutsche Einzelhandel derzeit den Aufschwung der Konjunktur nicht etwa unterstützte – sondern dass die Einzelhandelsumsätze nach der Mehrwertsteuersenkung sogar rückläufig sind. Ihre Meinung ist, dass diese 20 Milliarden Euro-Steuersenkung verschenktes Geld gewesen sei, denn die Menschen hätten einfach Zukunftssorgen, und würden deswegen weniger konsumieren. Laut Sahra Wagenknecht beruhe der derzeitige Aufschwung in Deutschland nur auf Nachfrage aus dem Ausland, vor allem aus China (hier wird der DIHK als Quelle genannt). Er sei nicht durch gestiegene Nachfrage aus dem Inland verursacht worden.

China macht es richtig?

Sahra Wagenknecht erwähnt auch die mit 9 Milliarden Euro Steuergeld gerettete Lufthansa, die dennoch Arbeitsplätze abbaue. Grundsätzlich stellt sie die Frage in den Raum, ob nicht den Falschen geholfen werde, und ob man nicht besser nach China schauen solle. Und ja, es ist schon beachtlich. Sahra Wagenknecht legt sich hier fest, und erwähnt ganz klar, dass China die richtigen Maßnahmen ergriffen habe um aus der Krise zu kommen, nämlich mit massiven Investitionen in Infrastruktur, Industriepolitik und Forschung, mit Staatsgeldern. Dies sei der richtige Weg. Kommt hier wieder die linke Denkweise durch, dass die grundlegenden Zukunftsinvestitionen vom Staat kommen sollen? Richtige Zustandsanalyse, aber falsche Zukunftsidee?

Sahra Wagenknecht

Sahra Wagenknecht. Foto: © Raimond Spekking / CC BY-SA 4.0 (via Wikimedia Commons)

 

6 Kommentare

6 Comments

  1. Avatar

    Macwoiferl

    11. September 2020 16:18 at 16:18

    Wieso falsche Zukunftsidee @Markus Fugmann??
    Besser in Bildung, Internet und Straßenbau investiert als in Rettungspakete!
    Ahso, ja, sorry, das ist ja eine Finanzseite.
    Da geht es nur um EINIGE Menschen, die schnell reich werden wollen.
    Denen muss man das Steuergeld hineinschieben.
    Subventionen für Raff-Hansa und Räuber-Tui, das ist Zukunft.
    Milliarden für Goldman, wenn es wieder mit Griechen-Anleihen umeinander juxt.
    Da darf man linke Ideen natürlich nicht gut finden, logo…
    Schade!

    • Avatar

      Quintus

      11. September 2020 20:03 at 20:03

      @ Macwoiferl
      Ihr Vorwurf in Richtung Herrn Fugmann ist wahrlich deplaziert.
      Eine gute Analyse gebiert nicht automatisch DIE Lösung des Problems und ein voreiliger Schuß aus der linken Hüfte ist dazu ebenfalls nicht geeignet.
      Frau Wagenknecht wird bei finanzmarktwelt ,die ihre Kompetenz in Wirtschaftsfragen vielfach bewiesen hat, lediglich der ihr zustehende Respekt gezollt. Nicht mehr und nicht weniger!
      Lehnen sie sich zurück und genießen den Zusammenbruch des westlichen PonziFINANZSystemes, bzw. halten sie sich gut fest es folgt eine starke LINKS-Kurve, Ob das Ergebnis zu ihrer Zufriedenheit ausfallen wird wage ich allerdings zu bezweifeln……

      Mit freundlichen Grüßen
      Quintus

    • Avatar

      Melania

      11. September 2020 22:06 at 22:06

      @Macwoiferl, wer braucht schon Bildung, Internet und Straßenbau?
      Oder Schienenbau, digitale Infrasruktur und Energiewandel?
      Saubere Umwelt, Wasser, Luft und Klima?
      Immer wenn jemand diesen Mist braucht, sorgen freie Märkte für sofortige Verfügbarkeit und perfekte Umsetzung.
      Musst sie nur 50 bis 100 Jahre lassen und nicht dauernd nerven.
      Anfrage und Nachgebot regeln das vielleicht immer irgendwann, mit Milliarden Hilfen von anderen.
      Oder so oder auch nicht.
      Befreit die geknechteten Märkte und Leistungsträger, jetzt, always and everywhere.
      Schaut auf das Land der ungebrezelten Möglichkeiten,
      Great Again!!!

      God shave !!! Amelia,
      äh Angelica,
      äh Angelina,
      äh Amigico,

      Fuck, Fake, never posted this … Missunderstood …
      Miss Under …

  2. Avatar

    Markus

    11. September 2020 18:33 at 18:33

    Ja, da kann ich erstens MACWOIFERL nur zustimmen und zweitens eine weitere Frage aufwerfen.
    Was machen wir denn bitte im Fall einer Pandemie mit einem gefährlicheren Virus als sars cov 2. Es ist ja nicht die Frage ob, sondern nur wann dies passieren wird. Unser System würde ja jetzt schon einen weiteren so geringen lockdown wie wir ihn in der BRD hatten nicht verkraften. Aber die Frage stellt sich scheinbar nicht.
    Alles muss genau so werden wie es war. Keine Frage nach dem Sinn und der Vernunft unseres Systems. Und vor allem der Robustheit in Krisen. Krisen bedeuten scheinbar nichts anderes als noch mehr Umverteilung von unten – Schulden der Allgemeinheit – nach oben – Profiteure der Geldschwemme.
    Und wenn wir mal von Kurzsichtigkeit sprechen. In Erwartung eines „heißen Virusherbst/winter.
    Wie kann es sein dass wir nicht einmal ausreichend Impfdosen gegen die normale Grippe für alle haben die sich Impfen sollten? Müssten wir nicht in einer solchen Situation genug für alle haben?

  3. Avatar

    Lügendoktor

    13. September 2020 19:57 at 19:57

    Hebt sich irgendwie auf: Hübsche Wagenknecht mit realer unschöner Analyse. Nicht so hübscher Altmaier mit aufgehübschter unwahrer Analyse.Die Schönredner ( Lügner) meinen es doch nur gut mit dem Volk, weil sie keine Panik verbreiten wollen.Die Lügen werden aber immer schneller aufgedeckt, nur dumm wenn es kurz vor den Wahlen passiert wie bei Donald.

  4. Avatar

    Peter

    17. September 2020 11:25 at 11:25

    Egal wie man zur Analyse steht, mein Respekt geht an Herrn Fugmann, weil er auch nicht mainstream kompatible Meinungen zu Wort kommen lässt.
    PS: zu China sehe ich es anders. Z. B. Wird dort der Turbolader wirklich extrem schnell fortentwickelt, gleiches gilt für den Maschinenbau. Sie sind dabei sich von Europa /deutschland unabhängig zu machen. Corona ist hier „lediglich“ Brandbeschleuniger. Hier sollte Frau Wagenknecht den gesamten Kontext beachten….

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Neofiskalismus – die Zeit für größere Regierungsaktivitäten ist gekommen

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Eine neue Ära vermehrter Regierungsaktivitäten hat begonnen und wird sich wahrscheinlich noch über Jahrzehnte fortsetzen, so die Analyse des Global Macro Research Teams von Insight Investment. Das Insight’s Global Macro Research Team hat für dieses Phänomen einen neuen Begriff eingeführt: „Neofiskalismus“. Damit soll eine sich abzeichnende Ära beschrieben werden, in der Regierungen durch ihre Finanzpolitik eine noch direktere und offensivere Rolle in der Wirtschaftspolitik und -steuerung ausüben. Dies steht in starkem Kontrast zu dem gegenwärtigen Modell, unter dem Zentralbanken weitestgehend in der Lage waren, geldpolitische Entscheidungen ohne politische Intervention zu treffen.

Das neoliberale Paradigma reduzierter Regierungsinterventionen in der Wirtschaft ist in Gefahr. Längerfristige Trends gingen bereits in diese Richtung, aber die Notfallpolitik, die zur Bewältigung der COVID-19-Krise angewandt wurde, hat einen möglichen Wendepunkt geschaffen. Das Global Macro Research Team hat fünf Folgen für die Märkte identifiziert:

1)
Die Anleihenmärkte könnten für einen langen Zeitraum ähnlich wie in Japan werden. Eine im historischen Vergleich relativ geringe Volatilität könnte dazu führen, dass die Suche nach Renditen die Spreads verringert und die Zinskurven abflacht.

2)
Ein Anstieg der Inflation könnte Anleiherenditen kurzfristig nach oben treiben, wenn sie eine Abschwächung der quantitativen Lockerung bewirkt. Solche Gelegenheiten dürften attraktive Einstiegspunkte sein, solange längerfristig erwartet wird, dass die Inflation nach den Finanzierungsengpässen in der Wirtschaft wieder auf den Zielwert zurückkehrt.

3)
Für Staaten ohne vollständige Kontrolle über die Währung, in der sie ihre Emissionen tätigen, sollte die Wirksamkeit der Regierung von entscheidender Bedeutung sein. Effektiv handelnde Regierungen, die in der Lage sind, die Produktivität und das Trendwachstum zu steigern, könnten das Verhältnis Schulden/BIP rascher reduzieren.

4)
Das Identifizieren von Regierungen, die in der Lage sind, das Trendwachstum zu maximieren, dürfte für die Aktienmärkte wichtig werden, da dies zu einem wichtigen Ertragsmotor wird.

5)
Unternehmen mit staatlicher Unterstützung dürften in Perioden mit Finanzierungsengpässen einen Vorteil haben.

Experte erklärt neues Phänomen des Neofiskalismus
Gareth Colesmith, Head of Global Rates and Macro Research bei Insight Investment

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Glas halb voll oder halb leer? 21 statt 33 Prozent der Betriebe stark von Corona betroffen

Claudio Kummerfeld

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Zahl von Corona stark beeinträchtigter Betriebe sinkt

Der eine sagt das Glas ist halb voll, der andere sagt es ist halb leer. Ansichtssache! So wohl auch in diesem Fall. Denn ab wann kann man sagen, dass sich die gesamtwirtschaftliche Lage so weit gebessert hat, dass die Coronakrise im großen Bild überstanden ist? Das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB), eine Forschungseinrichtung der Bundesagentur für Arbeit, hat heute aktuelle Umfrageergebnisse veröffentlicht. Regelmäßig befragt man 1.500 Betriebe.

Demnach berichteten für den Monat Mai 33 Prozent der Betriebe von starken negativen Corona-Auswirkungen auf das eigene Geschäft. Heute meldet das IAB, dass noch 21 Prozent der Betriebe von starken negativen Auswirkungen sprechen. Also ein Fünftel der Unternehmen ist immer noch ernsthaft von Corona beeinträchtigt, und das laut Bundesregierung vier Monate nach dem wirtschaftlichen Tiefpunkt der Krise. Der eine erachtet dies als großen Schritt in die richtige Richtung, der andere sieht darin ein Desaster, dass immer noch so viele Betriebe ernsthafte Probleme haben. Dazu hier einige Aussagen des IAB im Wortlaut:

Die Ergebnisse zeigen, dass sich die wirtschaftliche Situation der Betriebe sehr deutlich gegenüber dem Höhepunkt der Krise im Frühjahr verbessert hat“, erklärt IAB-Forscher Jens Stegmaier.

Von den im Mai stark negativ durch die Corona-Krise betroffenen Betrieben sind 49 Prozent weiterhin stark betroffen. 25 Prozent der im Mai stark negativ betroffenen Betriebe geben aktuell geringe negative Auswirkungen an, 23 Prozent keine oder gleichermaßen positive wie negative Auswirkungen und 3 Prozent überwiegend positive Auswirkungen.

Am heftigsten wurde das Gastgewerbe von der Corona-Krise getroffen: Im Mai lag der Anteil der Betriebe mit starken negativen Auswirkungen bei 78 Prozent und der Anteil mit geringen negativen Auswirkungen bei 17 Prozent. Aktuell sind 45 Prozent stark negativ betroffen und 17 Prozent gering negativ betroffen.

Im Bereich Information und Kommunikation waren im Mai dagegen nur 3 Prozent der Betriebe stark negativ betroffen. Gering negativ betroffen waren 25 Prozent. Aktuell sind 5 Prozent stark negativ und 29 Prozent gering negativ betroffen.

Das Verarbeitende Gewerbe liegt dazwischen: Für den Mai berichteten 37 Prozent der Betriebe von starken negativen und 28 Prozent von geringen negativen Auswirkungen. Aktuell sind 29 Prozent mit starken negativen Auswirkungen und 24 Prozent mit geringen negativen Auswirkungen konfrontiert.

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Geldpolitik: US-Notenbank macht Nullzins langfristig fest – Werbung

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Lieber Börsianer,

gestern haben sich im Rahmen ihres turnusmäßigen Treffens die US-Notenbanker nochmals zur Geldpolitik eingelassen. Dabei verzichtete man erstmals auf jede Geheimniskrämerei und garantierte dem Kapitalmarkt, den gegenwärtigen Leitzins von Null langjährig beizubehalten. Die Fed wird dabei auch zumindest vorübergehend Inflationsraten oberhalb der bisher starren Inflationsgrenze von 2 % akzeptieren.

Das war nicht der ganz große Wurf der Fed. Am Aktienmarkt hatte man doch auf eine weitere Lockerung der Geldpolitik gehofft. So hofften die Börsianer, dass die Notenbanker nächstens ihre Anleihenkäufe nochmals ausweiten und künftig auch im Junk-Bereich (Anleihen mittlerer und schlechter Qualität) einkaufen werden. Diese Phantasie ist nach der gestrigen Notenbank-Sitzung erst einmal vom Tisch.

Trotzdem hatten die Währungshüter rund um Jerome Powell auch positive Nachrichten für uns. Mittlerweile wissen wir, die Pandemie hat sich nicht so zerstörerisch auf die US-Volkswirtschaft ausgewirkt wie zuvor befürchtet. So rechnen die Analysten der Fed nun damit, dass die Arbeitslosenrate in den USA Ende des Jahres zwischen 7 und 8 % liegen wird, aktuell übrigens 8,4 %. Zuvor war man noch von einer Rate in der Spanne zwischen 9 bis 10 % ausgegangen.

Vor diesem Hintergrund sah der Offenmarktausschuss – das oberste Gremium der Fed – keine Notwendigkeit, kurzfristig weitere Mittel in den Markt zu pumpen. Folglich schwächelten die Aktienmärkte rund um den Globus zum Wochenausklang.

Eine Frage: Warum ist eigentlich die Geldpolitik der Fed, aber auch der EZB so immens wichtig für uns als Anleger? Warum reagieren die Märkte jedes Mal nahezu prompt auf die Einlassungen der Geldpolitiker?

Hierzu einige Hintergrund-Informationen: Die Geldpolitik bestimmt vereinfacht gesprochen, wieviel Geld die Wirtschaftssubjekte wie Unternehmen, Verbraucher und auch Investoren in der Tasche haben. Und je lockerer oder expansiver eine Geldpolitik, desto mehr Kapital befindet sich im Wirtschaftskreislauf. Und viel Geld bedeutet letztlich immer steigende Aktienkurse.

Damit ist die Geldpolitik neben der fundamentalen Entwicklung in den Unternehmen der große und entscheidende Faktor für die Aktienmärkte. Ich behaupte, dass die Börsenhausse der vergangenen Jahre ganz wesentlich auf der lockeren…..

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