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Thyssenkrupp mit Horror-News – aber die Aktie steigt

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Egal, wo man hinschaut. Conti, BASF, Schaeffler und, und, und … so ziemlich die gesamte deutsche Industrie hat gefühlt schon gewarnt und Prognosen gesenkt aufgrund der schwächelnden Konjunktur. Heute kommt der alte große Name ThyssenKrupp hinzu. Aus der aktuellen Veröffentlichung ist zu entnehmen, dass der Gewinn quasi hinweggefegt wurde. Der Gewinn vor Steuern und Zinsen sank in den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres um 85% auf 124 Millionen Euro. Unterm Strich ist es sogar ein Periodenfehlbetrag von -170 Millionen Euro. Die Sparte Stahl bei Thyssenkrupp hatte im Vorjahreszeitraum (9 Monate) noch 597 Millionen Euro Gewinn geliefert, jetzt sind es 75 Millionen Euro Verlust.

Auch die Prognose passt Thyssenkrupp nach unten an. Zitat:

Vor dem Hintergrund der schwächer als erwarteten konjunkturellen Entwicklung und insbesondere der gestiegenen Rohstoffkosten für Eisenerz hat thyssenkrupp seine Prognose für das laufende Geschäftsjahr 2018/2019 angepasst. Die negativen Mengen-und Margeneffekte haben insbesondere Auswirkung auf die Geschäfte mit Auto-Komponenten und Werkstoffen. Das Bereinigte EBIT wird voraussichtlich bei rd. 0,8 Mrd € liegen (vorher: 1,1 bis 1,2 Mrd €; Vorjahr 1,4 Mrd €). Die Anpassung auf das Bereinigte EBIT spiegelt sich auch im Free Cashflow vor M&A wider. Hier rechnet der Konzern mit Mittelabflüssen von mehr als 1 Mrd € (vorher: im hohen 3-stelligen Millionen-Euro-Bereich negativ; Vorjahr: -134 Mio €). Beim Jahresüberschuss erwartet thyssenkrupp weiterhin einen negativen Wert (Vorjahr, vor Effekten aus Anpassung nachzuholender planmäßiger Abschreibungen in Höhe von 107 Mio €: 60 Mio €)

Und dann schaut man heute auf die Aktie. Bricht sie massiv ein? Nein, sie steigt gegenüber gestern Abend um 1,5%. Der Grund? Man schaue auf den Chartverlauf der Aktie seit 2016. Alleine seit letztem Sommer hat sich die Aktie halbiert. Auch jüngst ist die Aktie kräftig gefallen. Man hat also am Markt dank all der Umsatz- und Gewinnwarnungen anderer Unternehmen für Thyssenkrupp schon negative Anpassungen erwartet, und ist jetzt quasi erleichtert, dass es nicht noch schlimmer gekommen ist.

Thyssenkrupp Aktie seit 2016

Thyssenkrupp Zentrale
Die Thyssenkrupp-Zentrale. Foto: Tuxyso / Wikimedia Commons CC BY-SA 3.0

Ein Kommentar

Ein Kommentar

  1. Denker

    8. August 2019 11:42 at 11:42

    Alles nur noch völlig gaga…

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Deutsche Bank baut ab, Handelskrieg, Apple, Silber

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Diese Woche ist einiges los an den Märkten. Volatilität kommt in die Kurse durch den Handelskrieg. Sissi Hajtmanek und Manuel Koch besprechen im folgenden Video die aktuelle Gemengelage mit ihrer möglichen Auswirkung auf die Börse. Aber auch viele andere Themen bewegen die Börsianer derzeit wie die Deutsche Bank, Commerzbank, Apple und Silber.

Deutsche Bank und Commerzbank

Die Commerzbank schließt 250 Filialen. Die Deutsche Bank hat im Aktiengeschäft viel abgebaut. Wie geht es weiter? Es wird wohl zunehmend mehr weg verlagert von den Filialen ins Digitale. Die DB hatte jüngst nach Medienberichten eine Klarstellung veröffentlicht. Hier nochmal im Wortlaut:

Die Deutsche Bank plant keinen weiteren Stellenabbau über die Pläne hinaus, die der Vorstand am 7. Juli verkündet hat. Damals gab die Deutsche Bank eine neue Strategie bekannt, die mit dem Abbau von weltweit 18.000 Stellen bis 2022 auf dann 74.000 Stellen einhergehen soll. Ziel des Abbaus ist es, die bereinigten Kosten des Deutsche-Bank-Konzerns um mehr als ein Viertel auf 17 Milliarden Euro zu senken. Eine Aufteilung nach Regionen und Bereichen haben wir damals nicht kommuniziert, und wir werden dies auch weiterhin nicht tun. Sobald Entscheidungen über den konkreten Stellenabbau gefallen sind, werden sie zu allererst mit den Kolleginnen und Kollegen in den betroffenen Bereichen besprochen. Wiederholt hat der Vorstand deutlich gemacht, dass alle Teile unserer Bank ihren Beitrag leisten müssen. Selbstverständlich wird auch in Deutschland eine substanzielle Zahl von Stellen wegfallen, da es der mit Abstand größte Standort der Deutschen Bank ist. Dabei ist der schon geplante Abbau von Arbeitsplätzen im Zuge der Integration der Postbank bereits in der Gesamtzahl von 18.000 Stellen enthalten.

Apple und Silber

Die Apple-Aktie wird im folgenden Video ab Minute 3 im Detail besprochen, fundamental wie auch charttechnisch. Ist die Aktie ein Kauf? Im Video werden auch konkrete Kursmarken genannt. Aber auch Silber wird besprochen mit 37% Plus in wenigen Monaten. Auch hier wird für einen möglichen Kauf ein Einstiegsszenario besprochen.

Kursverlauf der Deutsche Bank-Aktie seit Mitte 2018
Kursverlauf der Deutsche Bank-Aktie seit Mitte 2018.

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Handelskrieg: Bringen neue Verhandlungen die Wende für den Aktienmarkt?

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Lieber Börsianer,

endlich redet man wieder miteinander! Derzeit befindet sich der chinesische Chefverhandler Liu He in Washington und ringt mit dem US-Handelsbeauftragten Robert Lighthizer um einen Kompromiss im zuletzt ausgeuferten Handelskrieg zwischen China und den USA. Der Druck, der auf beiden Seiten lastet, ist enorm. In den USA machen vor allem die Wirtschaftsverbände, aber auch führende Republikaner Druck auf den US-Präsidenten. Man will jetzt endlich eine Annäherung sehen und das leidige Thema von der Agenda nehmen. Vor allem die US-Industrie leidet unter den neuen Sonderzöllen: Dort ist die Stimmung so schlecht wie seit 2009 nicht mehr. Auch der Beschäftigungsaufbau in den Unternehmen der Industrie-Branchen stagniert bereits seit…..

Den gesamten Artikel können Sie lesen, wenn Sie sich für den Newsletter „Profit Alarm“ anmelden. Sie erhalten dann täglich per Email eine exklusive Analyse. Der Service ist für Sie völlig kostenfrei!

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SAP-Quartalszahlen glänzen, CEO tritt zurück, Aktie reagiert deutlich

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SAP hat heute Nacht schon seine Quartalszahlen veröffentlicht. Womöglich früher als gedacht, weil der langjährige CEO Bill McDermott überraschend seinen Rücktritt bekanntgegeben hat? Die Gründe für seinen Rückzug sind nicht bekannt, aber ein zweiköpfiges Führungsduo wird seine Arbeit fortsetzen.

Aber nun zu den Quartalszahlen von SAP. Die glänzen. Der Umsatz steigt im Jahresvergleich von 6,02 auf 6,79 Milliarden Euro (+13%). Der Gewinn nach Steuern klettert von 0,97 auf 1,26 Milliarden Euro. Ein sehr guter Zuwachs, der so kräftig nicht erwartet worden war! Die Erlöse aus dem Cloudgeschäft steigen von 1,3 auf 1,79 Milliarden Euro. Die operative Marge klettert von 20,5% auf 24,7%. Da bleiben keine Wünsche offen. Die Reaktion der Börsianer ist klar. Die Nachfolge des CEO findet reibungslos statt, die Zahlen sind mehr als gut. Die Aktie steigt heute um 7,3%.

SAP Quartalszahlen Details

Im Chart seit Ende 2018 kann man den aktuellen Anstieg in der SAP-Aktie gut sehen.

Verlauf SAP-Aktie seit Ende 2018

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