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Devisen

US-Dollar steht vor einer weiteren Aufwertung – Druck gegen Gold und Euro

Claudio Kummerfeld

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US-Dollar Beispielbild

Der US-Dollar ist seit Montag gut am Ansteigen (wir berichteten bereits über diesen aktuellen Trend). Aber wie geht es weiter? Schaut man sich um und hört sich um, dann sieht es so aus, als könne sich dieser Trend fortsetzen. Und ein weiter steigender US-Dollar bedeutet in erster Linie weiterhin Druck gegen den Goldpreis und gegen den Euro, aber auch gegen den Yen. Der US Dollar Index (Währungskorb des US-Dollar gegen andere Hauptwährungen) ist von Montag bis heute früh von 97,00 auf 97,96 Indexpunkte gestiegen. Das ist eine starke Bewegung! Gestern Abend wurde auch die wichtige Marke von 98 Indexpunkten überschritten, und im Chart wirkt es so, als wolle der US-Dollar weiter aufwerten! Der folgende Chartverlauf zeigt den Dollar-Index seit dem 28. Oktober.

Dollar Index Verlauf seit dem 28. Oktober

Experten sehen US-Dollar vor weiterer Aufwertung

Zahlreiche Experten sehen derzeit offenbar die Möglichkeit, dass sich der Trend für eine weitere Aufwertung im US-Dollar fortsetzt. Hauptsächlich verantwortlich ist dafür der zunehmende Optimismus für eine Einigung im Handelskrieg zwischen China und den USA. Aber wir möchten an dieser Stelle darauf hinweisen, wie wackelig diese Kiste doch ist, und wie schnell diese Euphorie und damit der Dollar-Anstieg wieder vorbei sein kann! Aber die Experten sehen derzeit Optimismus. So sagt Tsutomu Soma von SBI Securities in Tokio laut CNBC, dass die grundlegende Stimmung auf „Risk On“ eingestellt sei, was positiv für den US-Dollar sei, und negativ für den japanischen Yen.

Milan Cutkovic von AxiTrader sagt heute früh ganz aktuell, dass der US-Dollar gefragt sei. Sollte es zu einem Handelsabkommen mit China kommen, könnte dies der leicht schwächelnden US-Konjunktur einen Schub geben. Währenddessen dürfte sich der Druck auf den Euro erhöhen – schwache Konjunkturzahlen und eine Fortsetzung der lockeren Geldpolitik seitens der Europäischen Zentralbank sorgen für einen negativen Ausblick, so seine Worte.

Ipek Ozkardeskaya von der London Capital Group erwähnt die gestiegenen Anleiherenditen (USA 10 Jahre gestern im Hoch bei 1,96%, jetzt aktuell 1,90%). Die Rendite deutscher zehnjähriger Staatsanleihen stieg seit letztem Freitag von -0,41% auf das Hoch von -0,23% gestern Abend (aktuell -0,25%). Der Dollar Index habe den 98er-Widerstand bei Seite geschoben, weil positive Signale vom Handelskrieg Zinssenkungswünsche rund um die Fed weggewischt hätten. Laut Ipek Ozkardeskaya habe der verringerte Renditen-Spread der Kern-Peripherie in der Eurozone nicht viel dazu beigetragen um den Euro zu unterstützen. Euro vs US-Dollar habe nur einen Hauch über dem 50% Fibonacci Level aus Oktober bei 1,1030 notiert. Der hawkische Unterschied zwischen den geldpolitischen Erwartungen zwischen Fed und EZB würden Euro vs US-Dollar weiter Richtung 1,1000 drücken (aktuell 1,1052).

Also, im Augenblick wirkt es so, als könnte der US-Dollar heute vielleicht weiter steigen. Das würde relativ automatisch Druck auf den Goldpreis (seit Montag von 1.513 auf 1.471 Dollar gefallen) und den Euro ausüben.

Euro vs US-Dollar seit dem 11. Oktober
Euro vs US-Dollar seit dem 11. Oktober.

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Devisen

Freudige Nachricht für Gold-Anleger, Robert Halver über Aktienmärkte, Ideen zu Pfund und Facebook

Redaktion

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Eine freudige Nachricht für Anleger, die in Gold-Produkte wie ETCs investieren. Bisher waren nämlich Gewinne auf physisches Gold nach 12 Monaten steuerfrei. Jetzt gibt es ein Gerichtsurteil, wonach ein Goldprodukt dem physischen Gold gleichgestellt wurde. Auch hier sind die Gewinne nach 12 Monaten steuerfrei. Dies liegt daran, dass man sich als Anleger bei diesem Produkt (ETC) das Gold auch physisch ausliefern lassen kann. Möglicherweise können Sie sich sogar gezahlte Steuern erstatten lassen. Fragen Sie hierzu Ihren Steuerberater. Manuel Koch geht im folgenden Video auf diesen Sachverhalt ein.

Auch bespricht er mit Robert Halver die aktuelle Lage am Aktienmarkt. Seine Empfehlung: Trotz aktueller Unsicherheiten sollte der Anleger am Ball bleiben und über Aktiensparpläne investieren. Auch bespricht Manuel Koch im Video zwei Handelsempfehlungen der trading house-Börsenakademie. Euro gegen Pfund sei eine Kaufidee über das Vehikel einer Stop-Buy-Order. Die Aktie von Facebook könne man shorten über eine Stop-Sell-Order. Beide Ideen werden im Detail erläutert.

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Devisen

Aktuell: Türkische Lira fällt schnell und kräftig auf Rekordtief – hier der Grund

Claudio Kummerfeld

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Türkei Flagge

Die türkische Lira fällt seit einigen Minuten schnell und kräftig in den Keller gegen US-Dollar und Euro. US-Dollar gegen Lira steigt seit 13 Uhr von 7,80 auf aktuell 7,97 – ein neues Rekordtief für die Lira. Und der Euro steigt aktuell gegen die türkische Lira von 9,22 auf 9,43 – das ist ebenfalls ein neues Rekordtief für die türkische Währung.

Grund dafür ist die ganz frische Verkündung der türkischen Zentralbank, dass man den Leitzins unverändert bei 10,25 Prozent belässt. Rückblick: Am 24. September hatte die türkische Zentralbank überraschend den Leitzins um 200 Basispunkte angehoben, von 8,25 Prozent auf 10,25 Prozent. Für heute lagen die Markterwartungen bei einer weiteren Anhebung von 175 Basispunkten auf 12 Prozent. Nötig wäre das, um endlich die ständige Abwertung zu stoppen, der sich die türkische Lira seit geraumer Zeit ausgesetzt sieht.

Und dieser erste Zinsschritt vom 24. September schien nicht auszureichen, um am Devisenmarkt eine Kehrtwende für die Lira einzuläuten. Die jetzige Enttäuschung am Devisenmarkt über die ausgebliebene Zinserhöhung bringt die türkische Lira zu diesem schnellen Absturz (im Chart sehen wir den steigenden US-Dollar gegen die Lira in den letzten 30 Tagen – der letzte Aufwärtsbalken zeigt die ganz aktuelle Bewegung).

Chart zeigt US-Dollar gegen türkische Lira in den letzten 30 Tagen

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Anleihen

Woher die aktuelle Euro-Stärke kommt – ein Analyst gibt Hinweise

Claudio Kummerfeld

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Das Euro-Symbol

Der Euro steigt seit genau zwei Tagen gegen den US-Dollar spürbar an von 1,1700 auf aktuell 1,1865. Dafür könnte es einen interessanten Grund geben. Man schaue auf den gestrigen Tag. Quasi unbemerkt von der breiten medialen Öffentlichkeit hat die EU ihre erste eigene Anleihetranche am freien Anleihemarkt platziert. Laut Berichten (siehe beispielsweise Bondguide) sei die Attraktivität dieses Angebots an EU-Anleihen schwer zu übersehen gewesen. Denn Moody’s habe die EU-Anleihen mit „Aaa“ bewertet. Und der Emissionspreis sei so festgesetzt worden, dass die Emission vom Markt gut aufgenommen wurde. Eine Nachfrage von 233 Milliarden Euro traf auf gerade mal 17 Milliarden Euro Angebot! Das zeigt, wie groß die Nachfrage der Institutionellen nach den Anleihen der EU war. Und wo soll da noch das Risiko sein, wenn Brüssel selbst die Anleihen ausgibt, und nicht ein Einzelstaat?

EU-Anleihen als Grund für aktuell steigenden Euro?

Eben dieser Drang in ein neues Anleihevehikel, nämlich eine zentrale Emission von EU-Anleihen, könnte bei den großen global agierenden Investoren (Fonds, Versicherungen, Pensionskassen etc) einen verstärkten Drang in den Euro verursachen. Der Deutsche Bank-Analyst George Saravelos hat ganz aktuell einige sehr interessante Aussagen zum Euro veröffentlicht mit der Headline „Someone likes Europe“, also übersetzt „Irgendwer mag Europa“. Über das große Auftragsbuch im Vorfeld der Emission sei ausführlich berichtet worden, aber weniger über die große Nachfrage seitens der Notenbanken, so seine Aussage. Nahezu 40 Prozent der gestrigen zehnjährigen Emission der EU wurden laut George Saravelos von den Notenbanken aufgenommen, was fast doppelt so viel sei wie die durchschnittliche Inanspruchnahme bei früheren europäischen Emissionen.

Warum das wichtig sei? Erstens seien Notenbanken in der Regel nicht abgesicherte Investoren, so dass eine starke Nachfrage von dieser Seite nach den neuen EU-Anleihen eine direkte Nachfrage für den Euro gegenüber dem US-Dollar bedeute, so George Saravelos. Zweitens sei die hohe Nachfrage von Notenbanken für diese neuen EU-Anleihen ein Vertrauensvotum für den Euro als Reservewährung, insbesondere in einer Zeit, in der die dominierende Rolle des Dollars in Frage gestellt werde.

Aber George Saravelos sagt auch, dass dieses aktuelle Ereignis nicht als alleiniger Grund für die aktuelle Euro-Stärke gesehen werden soll. Es solle auch in den Kontext größerer struktureller Verschiebungen gestellt werden. Es gehe um einen extrem starken negativen Policy-Mix für den US-Dollar. Die großes US-Haushaltsdefizite, eine sehr lockere Geldpolitik der Fed und sich verschlechternde Außenhandelskonten der USA. Schon vor den Wahlen in den USA verschlechtern sich diese Trends, so George Saravelos. Schauen wir an dieser Stelle mal auf den Chart. Er zeigt Euro gegen US-Dollar im Verlauf der letzten 30 Tage. Ist das neue „Aufnahmevehikel“ der EU (meine Wortkreation) für internationale Investorengelder aktuell ein zusätzlicher Impuls, der den Euro-Anstieg befeuert? Gut möglich.

Chart zeigt Kursverlauf von Euro gegen US-Dollar

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