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USA: Darum wird es bald einen gigantischen Sprung in der Staatsverschuldung geben

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Seit Anfang März klebt die offiziell sichtbare US-Staatsverschuldung wie angewurzelt bei 22,02 Billionen US-Dollar. Das ist eigentlich unmöglich. Denn die USA machen seit Jahren immer mehr Schulden. Mehr, mehr, mehr! Zuletzt titelten wir im Mai US-Staatsverschuldung: Erhöht sich die Summe bald schlagartig um 300 oder 400 Milliarden Dollar? Dieser sprunghafte Anstieg von jetzt auf gleich könnte bald bevorstehen, und noch viel größer ausfallen. Vielleicht wird die Staatsverschuldung der USA dann plötzlich von 22 auf 22,5 oder 22,6 Billionen Dollar steigen?

Dieses Phänomen gab es schön öfters. Denn immer, wenn eine in Washington DC vereinbarte Schuldenobergrenze erreicht wurde, stieg die offizielle US-Staatsverschuldung „erst einmal“ nicht weiter, sondern blieb exakt an der offiziellen Marke hängen. Und aktuell liegt diese Marke halt eben bei 22 Billionen Dollar. Bis einen neue Obergrenze vereinbart ist (Verhandlungen laufen seit Monaten), werden die neuen Schulden buchhalterisch/optisch in die Zukunft verschoben, oder sonst wie nicht offiziell verbucht.

Streit um Anstieg der US-Staatsverschuldung für zwei Jahre beerdigt

Aber wenn die neue Einigung im Kongress erzielt wurde, dann können alle buchhalterischen Zaubertricks bereinigt werden, und alle in den letzten Monaten tatsächlich aufgelaufenen Neuverschuldungen können für die offizielle Statistik des US-Finanzministers nachgebucht werden. Dann kommt es zu genau so einem gigantischen Sprung in der US-Staatsverschuldung. Und dieser Tag rückt schnell näher. Denn die Kontrahenten im US-Kongress haben sich verständigt. Bis zum Jahr 2021 beende die Einigung zur quasi Aufhebung der Grenze die Gefahr einer Zwangsverwaltung (geschlossene Behörden, nicht gezahlte Gehälter etc). Das sagten in einer gemeinsamen Erklärung die Verhandlungsführer, unter anderem Nancy Pelosi. Die Demokratin spricht stolz darüber, dass man es geschafft habe die nicht militärischen Budgeterhöhungen stärker zu steigern als die militärischen. Die Vereinbarung soll in den nächsten Tagen zügig durch den Kongress kommen (bald stehen 6 Wochen Sommerpause an), und dann von Donald Trump unterzeichnet werden.

Offenbar wird Donald Trump in den nächsten beiden Jahren ohne große Beschränkung richtig kräftig Geld ausgeben können. Die Schulden werden weiter steigen, und im Kongress gibt es erstmal keinen Streit mehr. So kann er vorgezogene Wahlgeschenke verteilen in Form von staatlichen finanzierten Ausgaben (Rüstungsprojekte). Im Klartext: Die US-Regierung kann jetzt zwei Jahre volle Pulle aus allen Rohren Schulden machen, und die Schuldenuhr wird rasch ansteigen. Vielleicht sind die USA Ende 2019 schon bei 23 Billionen Euro Staatsverschuldung angekommen?

Die folgende Grafik (Auflistung des US-Finanzministeriums) zeigt die tägliche Entwicklung der offiziellen US-Staatsverschuldung seit Mai 2019.

US-Staatsverschuldung Tagesveränderung

Hier der offizielle Text zur Einigung im Kongress, veröffentlicht von Nancy Pelosi:

“Today, a bipartisan agreement has been reached that will enhance our national security and invest in middle class priorities that advance the health, financial security and well-being of the American people.

“Importantly, Democrats have achieved an agreement that permanently ends the threat of the sequester. We are pleased that the Administration has finally agreed to join Democrats in ending these devastating cuts, which have threatened our investments to keep America Number One in the global economy and to ensure our national security. With this agreement, we strive to avoid another government shutdown, which is so harmful to meeting the needs of the American people and honoring the work of our public employees.

“Democrats are also pleased to have secured robust funding for critical domestic priorities in this agreement. Democrats have always insisted on parity in increases between defense and non-defense, and we are pleased that our increase in non-defense budget authority exceeds the defense number by $10 billion over the next two years. It also means Democrats secured an increase of more than $100 billion in funding for domestic priorities since President Trump took office.

“We must never let the full faith and credit of the United States come under threat, and therefore are proud to have achieved a suspension of the debt limit until July 31, 2021. After a long negotiation, we have only agreed upon offsets that were part of an earlier bipartisan agreement.

“The House will now move swiftly to bring the budget caps and debt ceiling agreement legislation to the Floor, so that it can be sent to the President’s desk as soon as possible. With this agreement, we can avoid the damage of sequestration and continue to advance progress for the people.”

4 Kommentare

4 Comments

  1. tm

    23. Juli 2019 10:56 at 10:56

    „Offenbar wird Donald Trump in den nächsten beiden Jahren ohne große Beschränkung richtig kräftig Geld ausgeben können.“

    Ja, wird er können und machen, allerdings hat der Kongreß dem Haushalt bereits zugestimmt, insofern ist es immer wieder eher seltsam, wenn die Schuldengrenze nicht den Haushaltsbeschlüssen angepasst wird.

    Im Juni lag das Defizit im US-Bundeshaushalt tatsächlich bei nur 8,5 Mrd. USD – für Trump nicht schlecht, allerdings haben seine Vorgänger außerhalb von Rezessionszeiten im Juni üblicherweise Überschüsse verzeichnet.

  2. Rainer Winkler

    23. Juli 2019 23:37 at 23:37

    Deutschlan dhat fast genau so viel Schulden!

    https://www.welt.de/wirtschaft/article157171883/Auf-unsere-Kinder-wartet-die-7-7-Billionen-Euro-Luecke.html

    +
    12 Billionen Haftung für die Südländer!
    Hans Werner Sinn warnte schon vor Jahren-doe Presse schweigt.
    https://www.youtube.com/watch?v=Ui0NOk_lSbU

    • tm

      24. Juli 2019 12:28 at 12:28

      Wenn Sie im Falle Deutschlands die impliziten Schulden einfach zu den externen Schulden addieren – was m.E. ohnehin problemtisch ist – dann müssten Sie das für die USA auch machen. Und dann liegen die USA wieder weit vorne und Italien steht gut da.

  3. Shong09

    24. Juli 2019 13:00 at 13:00

    Herr Winkler,

    Sie dürfen nicht Äpfel mit Birnen vergleichen.
    Entweder von beiden Staaten die offizielle oder die tatsächliche Staatsverschuldung.
    Dann kommen Sie auch auf richtige Ergebnisse

    Gucken Sie mal das Pensionssystem (dessen Unterdeckung) in den USA an. Bin mir auch nciht sicher, ob die aggregierte Staatsverschuldung (Bund, Land Kommunen) in den USA ausgewiesen wird, oder nicht nur die des Bundes. Das nur als einige wenige der diversen Stichpunkte dazu

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Aktuell: China-Delegation bricht Reise in USA vorzeitig ab, Märkte unter Druck

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Soeben hat das The Montana Farm Bureau mitgeteilt, dass die Reise einer chinesischen Delegation in den Mittleren Westen vorzeitig abgebrochen wurde – diese Reise galt als Voraussetzung für den Kauf von US-Landwirtschaftsprodukten durch die Chinesen als Zeichen des guten Willens bzw. als Vorbereitung eines Interim-Deals (zu den Hintergründen dazu siehe den Artikel „China – Trump „ahnungslos“, Interim-Deal möglich“).

Trump hatte noch vor wenigen Minuten gesagt, dass man mit China große Fortschritte mache – die Märkte jedenfalls sehen die vorzeitige Abreise der chinesischen Delegation als schlechtes Zeichen.

Hintergrund könnte sein, dass Trump zuvor bei einer Pressekonferenz einen solchen Interims-Deal abgelehnt hatte mit den Worten: „I am not looking for a partial deal. I am looking for a complete deal“.

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US-Wirtschaft: Das 8 Billionen Dollar Geheimnis

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Die immer wieder betonte relative Stärke der US-Wirtschaft in einer Welt des Abschwungs ist keine besondere Leistung, wenn man sich vergegenwärtigt, mit welcher Dosis Schuldensteroiden diese Stärke erkauft wurde. Doch wie nachhaltig ist dieses Wachstumsmodell, das uns immer wieder als Vorbild verkauft wird?

USA Statue of Liberty
Foto: pixabay / Ronile

US-Wirtschaft – die Relationen stimmen nicht mehr

Nach Schätzungen der Fed soll die US-Wirtschaft in diesem Jahr real, also nach Abzug der Inflation, um 2,4 Prozent wachsen. Nicht schlecht in einem Umfeld des globalen Abschwungs. Aber bei genauem Hinschauen wir klar, woher das Wachstum kommt und wie teuer es erkauft wird.

Die Gesamtverschuldung der USA, also die öffentliche plus die private Verschuldung, hat in diesem Jahr die Schallmauer von 70 Billionen Dollar durchbrochen. Aktuell sind es bereits 74,3 Billionen US-Dollar. Das entspricht einer Neuverschuldung von knapp 8 Billionen US-Dollar auf Jahresbasis, davon allein 3,5 Billionen US-Dollar resultierend aus Zinszahlungen. Die Gesamtverschuldung der US-Bundesregierung beträgt aktuell 22,5 Billionen US-Dollar, ein Plus von 1,1 Billionen US-Dollar im laufenden Fiskaljahr.

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Auf der anderen Seite wird die US-Wirtschaft, wenn die optimistischen Prognosen der Fed zutreffen, in diesem Jahr ohne Inflationsbereinigung um 4 Prozent oder 820 Milliarden US-Dollar wachsen, ausgehend von 20,5 Billionen US-Dollar BIP in 2018. Setzt man das Schuldenwachstum (hier der Gesamtschuldenstand) zum Wirtschaftswachstum ins Verhältnis, dann kommt man auf ein Verhältnis von 10:1 (8 Billionen zu 820 Mrd. US$). Selbst wenn man den fiskalischen Stimulus, also die staatliche Neuverschuldung, isoliert betrachtet, liegt dieser in US-Dollar 25 Prozent über dem nicht inflationsbereinigten Wachstum der gesamten US-Wirtschaft.

Dieses Missverhältnis zwischen Schulden- und BIP-Wachstum wird durch das ökonomische Defizit ausgedrückt, dass in diesem Jahr einen neuen Rekordstand erreichen wird (Schaubild endet Ultimo 2014).

US-Wirtschaft - Ökonomisches Defizit

Ohne Steroide geht es nicht mehr

Eines der größten Probleme dieser Schuldenkaskade sind die Kreditkosten. Der Anteil der Neuverschuldung, der ausschließlich für den Schuldendienst aufgewendet werden muss, steigt im Zeitverlauf exponentiell an. Die US-Regierung muss aktuell 600 Mrd. Dollar jährlicher Zinsen schultern.

US-Regierung Zinskosten

Der Zinseszinseffekt gilt eben auch für die Schuldnerseite. Schon aus diesem Grund werden die Gesamtverbindlichkeiten exponentiell weiter steigen. Im Gegenzug müssen die Zinsen auf null und tiefer fallen, sofern man diese Art des gedopten Wirtschaftsmodells noch einige Zeit am Leben erhalten möchte.

Fazit

Wie würde das Wachstum der US-Ökonomie wohl aussehen, hätte es keine Billionen schwere schuldenfinanzierte Steuersause gegeben? Die USA befänden sich wie Deutschland bereits in der Rezession. Doch nach der Party kommt der Kater: Die Wachstumsdynamik schwächt sich im Jahr Zwei nach der „größten Steuerreform aller Zeiten“, so Donald Trump, in den USA schon wieder ab. Was bleibt, sind die Schulden und die Zinsen darauf, deren Anteil am US-Staatshaushalt durch die Decke schießt. Tja, wenn Wachstum so einfach wäre, dann hätte die Menschheit seit Christi-Geburt einfach nur neue Schulden produziert – zu null Zinsen versteht sich und finanziert durch Alchemisten. Genau dieses Wunder wollen uns die modernen Alchemisten der Zentralbanken weismachen. Doch wie heißt es so schön: Aus der Vergangenheit lernen heißt Zukunft gewinnen. Man sollte sich in seiner ganz privaten Anlagestrategie darauf einstellen, dass auch das aktuelle ungedeckte Schuldgeldsystem untergeht und mit ihm das amerikanische Wirtschaftswunder nebst der Welt-Leid-Währung US-Dollar.

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Fed druckt wieder Geld

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Getrieben von den Ereignissen musste die Fed in dieser Woche bereits dreimal Notfallliquidität in den Dollar-Geldmarkt pumpen. Die bescheidene Summe von 203 Mrd. US-Dollar floss dabei bislang an US-Banken, die im Gegenzug US-Staatsanleihen bei der Notenbank abluden.

Fed – so kann man sich irren

Wie schnell die Realität die Bürokraten im Elfenbeinturm der Fed einholen würde, hätten sich die Zentralbanker wohl selbst nicht träumen lassen. Man hat das Gefühl, dass die Damen und Herren „Währungshüter“ in Sachen QE zum Jagen getragen werden wollen. Wir haben ja schon verstanden, warum Geldpolitiker nicht die Wahrheit sagen dürfen, aber sie sollten die Wahrheit wenigstens nicht ignorieren. Das immer wieder vorgetragene Mantra von Fed-Chef Jerome Powell, der US-Wirtschaft gehe es gut und Risiken seien nur auf äußere Einflüsse zurückzuführen und es sich bei den letzten beiden Zinssenkungen lediglich um Versicherungsschritte handelte und im Übrigen keine Zinssenkungs-Serie anstehe, wirken immer grotesker. Ab wann ist eine Serie eigentlich eine Serie? Aber das nur am Rande.

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Ja, die Wachstumsdynamik der US-Wirtschaft ist noch okay – aber zu welchem Preis? Allein das Budgetdefizit der Bundesregierung wird für das Fiskaljahr 2018/19 mit aktuell ca. 1,1 Bio. US-Dollar erwartet. Das sind 240 Mrd. US-Dollar mehr als ursprünglich angesetzt. Im nächsten Fiskaljahr, das am 1. Oktober beginnt, sollen es gemäß Schätzungen des Congressional Budget Office 1,2 Bio. US-Dollar Defizit sein.

Aktuell liegt das Haushaltsdefizit der USA bei 4,7 Prozent des BIP, bei einer erwarteten annualisierten Wachstumsrate von aktuell lediglich 1,9 Prozent des BIP. Für einen Aufschwung ist dieses Verhältnis von Schuldendynamik zu Wachstum sehr schlecht und zeigt die Abhängigkeit der US-Konjunktur von rasanter Neuverschuldung. Generell zeigt das Verhältnis zwischen Gesamtschuldenwachstum und Wirtschaftswachstum in den USA eine erstaunliche Entwicklung: Mittlerweile werden für 1 US-Dollar Wirtschaftswachstum fast 10 US-Dollar Schuldenwachstum benötigt. Doch dazu in einem separaten Artikel in Kürze mehr.

Seitdem das regelmäßige Kasperletheater um das Anheben des Schuldenlimits (sog. Debt Ceiling) legislativ beerdigt wurde, stellt sich die aktuelle Schuldenexplosion der Bundesregierung in Washington folgendermaßen dar:

Fed QE - US-Schulden

Eine erstaunliche Entwicklung, wenn man bedenkt, dass Präsident Trump im Wahlkampf die Reduzierung der Staatsverschuldung bis zum Jahr 2024 auf null versprach.

Schaut man sich die Explosion der Staatsverschuldung und die damit einhergehende Schwemme von Staatsanleihen an, dann sollte dieser Faktor ganz oben auf der Beobachtungsliste der Fed stehen. Doch diese zeigt sich völlig überrascht von dem Phänomen. Schon mehrfach bestritt Jerome Powell, dass die US-Staatsverschuldung irgendeinen Einfluss auf die Geldpolitik der Zentralbank habe.

QE erzwungen

Doch in dieser Woche hat die Realität die Notenbanker eingeholt. Wegen akuter Liquiditätsengpässe musste die Fed am Dienstag, Mittwoch und Donnerstag in drei Tranchen insgesamt 203 Mrd. US-Dollar an Liquidität über außerordentliche Offenmarktgeschäfte in das Bankensystem pumpen. Im Gegenzug wurden von den Banken US-Staatsanleihen als Sicherheiten bei er Fed hinterlegt. Interessant ist, dass offenbar der Erwerb genau dieser Staatsanleihen durch die Banken mit zur Dollarknappheit beitrug. Eine Rekordemission des US-Finanzministeriums an Schuldpapieren in dieser Woche war neben Sonderfaktoren ein wesentlicher Auslöser der Liquiditätskrise. Der Staat hatte über seine Schuldenaufnahme so viel Geld aus dem Finanzsektor abgesaugt, dass dieser ohne das Anwerfen der digitalen Notenpresse der Fed schlicht kollabiert wäre. Damit wurde de facto ein QE on demand erzwungen. Nur so konnte ein Dominoeffekt mit der Ansteckung anderer Märkte gerade noch verhindert werden.

Das Schweigen der Fed

Auf der jüngsten Pressekonferenz im Anschluss an die Offenmarktausschusssitzung der Fed am Mittwoch erwähnte Jerome Powell die Operation am offenen Herzen des US-Finanzsystems mit keiner Silbe und dass, obwohl die Fed am gleichen Tag weitere 75 Mrd. US-Dollar in den Markt pumpen musste. Am Donnerstag reichte dann selbst diese Summe nicht aus, da die Banken zusätzlich 84 Mrd. US-Dollar benötigten. Das Schweigen der Fed zu diesem Thema zeigt die Dramatik der Situation. Doch die Liquiditäts-Kuh ist nicht vom Eis: Bis zum Ende des Jahres werden allein von der US-Bundesregierung Anleihen im Volumen von über 600 Mrd. US-Dollar emittiert. US-Finanzexperten rechnen daher damit, dass spätestens im November dieses Jahres das QE on demand von einem regulären QE abgelöst wird. Alles andere wäre unverantwortlich, denn bei der jüngsten „special open market operation“ wäre der Patient fast wegen eines technischen Versagens der Notenbank-IT verstorben.

Fazit und Ausblick

Die Fed kann die Realität leugnen, wie sie will, aber am Ende muss auch sie sich dem Diktat der überbordenden Schuldenlast nebst Neuverschuldung beugen. Schlussendlich wird sie erneut zum Gläubiger der letzten Instanz mutieren, da nur sie die benötigten Mittel bereitstellen kann – via digitaler Notenpresse. Natürlich kann sie einen Teil dieses schmutzigen Geschäftes auslagern, z. B. an die Bank of Japan, die im Rahmen ihres QE-Programms seit Oktober letzten Jahres wieder massiv US-Treasuries kauft. Das amerikanische Bankensystem allein ist mit der Flut an neuen Schuldpapieren der Trump-Administration überfordert, wie die jüngsten Ereignisse verdeutlichen. Weiter sinkende Zinsen und Gelddruckprogramme á la Japan sind auch in den USA daher keine Frage von zyklischem Wachstum, Beschäftigungsentwicklung, Teuerungsraten oder äußeren ökonomischen Einflüssen, sondern hauptsächlich notwendig zur essenziellen Aufrechterhaltung der Schuldentragfähigkeit in den USA. Es bleibt dabei: It´s the debt, stupid!

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