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USA unter Trump: Unruhen und Ausschreitungen – rechtes weißes Establishment und frustrierte Afroamerikaner

Donald Trump formt – entgegen den demografischen Realitäten der USA – eine neue weiße Herrschaftsriege. Die Wahrscheinlichkeit, dass es absehbar zu „Rassenunruhen“ bislang selbst in den USA unbekannten Ausmaßes kommen wird, ist extrem hoch!

Markus Fugmann

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Von Markus Fugmann

Die ersten Besetzungen von zentralen Regierungs-Posten durch Donald Trump lassen schon erahnen, was da kommen wird! So soll Jeff Sessions neuer Justizminister werden – Sessions zählt zu den Ultrakonservativen bei den Republikanern und ist eine zentrale Haßfigur der US-Bürgerrechtsbewegung.

Neuer Auslandschef des CIA wird Matt Pompeo: bekennendes Mitglied der Tea Party, lebenslanges Mitglied der Nationa Rifle Associaten (also der mächtigen Waffen-Lobby in den USA), dazu ein Verfechter des Lagers in Guantanamo. 2013 hatte Pompeo Guantanamo besucht – damals waren einige Häftlinge in den Hungerstreik getreten. Nach dem Besuch sagte er über die Hungerstreikenden: „die meisten von ihnen sahen so aus, als hätten sie kürzlich zugenommen“. Er sitzt für den Bundesstaat Kansas im Senat und gilt auch in Sachen Finanzen als Hardliner (er stimmte gegen Kompromisse, die versuchten, die Schließung von Regierungsbehörden aufgrund des Überschreitens der Schuldenobergrenze zu verhindern).

Dazu noch der Breitbart-Chef Bannon als Sonderberater und wohl wichtigste Bezugsperson von Donald Trump – er verficht teilweise rechtsextreme bis rassistische Thesen, will eine Art konservative Revolution unter Hinwegfegung nicht nur der Washingtoner Eliten, sondern auch rechtsstaatlicher Prinzipien. Dagegen ist der neue Stabschef Priebus für Trump absehbar nur ein Kontaktmann zu den Etablierten in der Partei der Republikaner, aber kaum mit echtem Einfluß auf Entscheidungen Trumps.

Vor allem Afroamerikaner dürften sich nicht finden bei weiteren Besetzungen zentraler Stellen der Regierung. Mithin hat und wird also Trump – entgegen den demografischen Realitäten der USA – eine neue weiße Herrschaftsriege formen, die sicher nicht im Sinne der Afroamerikaner in den USA ist bzw. wenig Rücksicht auf Anliegen und Interessen dieser Gruppe nehmen wird. Gleichwohl haben die Afroamerikaner durch die Präsidentschaft Obamas in gewisser Weise ein neues Selbstbewußtsein entwickelt, das sich etwa in der Bewegung „Black Lives Matter“ manifestiert.

Gunnar Heinsohn hat unter anderem in seinem Buch „Söhne und Weltmacht“ gezeigt, dass es vor allem junge Männer sind, die bei nicht vorhandener Perspektive auf Jobs (und Familiengründung), mithin als bei nicht vorhandener Aussicht auf einen respektierten Platz in der Gesellschaft, zu Revolutionen bzw. Gewalttaten neigen. Es ist daher davon auszugehen, dass nach der Machtübernahme Trumps die Unruhen, die bei Tötungen von Afroamerikanern durch weiße Polizisten vor der Wahl Trumps entstanden, sich noch wesentlich ausweiten und radikalisieren. Es ist also sehr wahrscheinlich, dass es zu großflächigen „Rassenunruhen“ kommen wird, die das, was in dieser Richtung schon in den letzten Jahren der Fall war, bei weitem in den Schatten stellen!

Guido Lingnau hat darauf hingewiesen, dass die Altersstruktur der Afroamerikaner in den USA stark der von Tunesien ähnelt – unmittelbar bevor von Tunesien der „Arabische Frühling“ ausging, der zunächst eine Jugendrevolte war von jungen Männern, die keine Chance auf Teilhabe an der Gesellschaft sahen:

Afroamerikanische (vor allem männliche) Jugendliche hatten bis vor kurzem immerhin die Illusion, dass ein „Schwarzer“ in den USA es zu etwas bringen, sogar Präsident werden kann. Es wird mit dem Abschied von Hoffnungen und realen Lebensperspektiven für Afroamerikaner viel Frustration geben – dazu eine Polizei, die für ein hartes Vorgehen bis hin zu rassistischen Handlungen von Polizeibeamten gegenüber Afroamerikanern Rückendeckung durch das neue Establishment bekommen wird!

Das weiße Amerika hat nun, im Widerspruch zu den demografischen Fakten (vor allem der Zunahme von Latinos und Asiaten in den USA) die unumschränkte Herrschaft übernommen. Es will diese Vormachstellung unter allen Umständen gegen den demografischen Trend sichern, will sogar diesen demografischen Trend wieder umkehren zugunsten eines weißen Amerika. Das ist einer der Gründe, warum Trump Illegale ausweisen lassen und die Mauer an der mexikanischen Grenze bauen will!

Amerika, du stehst vor ganz schweren Zeiten!

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Die Unruhen von Ferguson im August 2014
Foto: Loavesofbread – Eigenes Werk, CC-BY-SA 4.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=34803387

22 Kommentare

22 Comments

  1. Avatar

    frank.trg

    18. November 2016 17:40 at 17:40

    Das Obama-Kabninett wurde bekannlich durch die Citigroup bestimmt. Dabei wurde dann nach Quoten ausgewählt. Sprich es haben Frauen, Schwarze und andere Minderheiten hohe Posten erhalten und zwar nur aufgrund ihrer Hautfarbe, nicht aufgrund ihrer Kompetenz. Den Sinn hinter solchen Quoten verstehe ich bis heute nicht und diese sind in meinen Augen diskriminierend weil dabei vor allem die Herkunft eine Rolle spielt.; Die Aufregung über Breitbart-Chef Brannon (übrigens NICHT Breitbard!) verstehe ich auch nicht. Es wird zwar behauptet dass die News-Seite rassistisch sei, ein Beweis dafür wird nicht geliefert. Kann mir jemand ein Beispiel nennen woran man erkennt dass Breitbart oder Bannon rassistisch ist?

    • Markus Fugmann

      Markus Fugmann

      18. November 2016 17:44 at 17:44

      @frank, wer die Seite regelmäßig verfolgt, weiß das. Sie ist an der Grenze zum Rassismus und Antisemitismus. Brannon hat übrigens seine Kinder von einer Schule nehmen lassen, weil dort jüdische Kinder waren. Es kam zu einem Rechtsstreit – Begründung von Brannon für diesen Schritt: Juden erziehen ihre Kinder zu Weicheiern, er wolle nicht, dass seine Kinder mit solchen Leuten Umgang hätten..

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        sabine

        18. November 2016 22:04 at 22:04

        a) Das mit den Kindern behauptet seine Ex. Sein Sprecher sagt, es sei gelogen. Aber hier steht es als Fakt?
        Zitat aus „i-news“ (=internat.-news aus Israel)
        ————-
        A spokesperson for Bannon denied the accusations made in the testimony, telling the NY Daily News that „Mr. Bannon never said anything like that and proudly sent the girls to Archer for their middle school and high school education.“ Ein Sprecher von Bannon widerspricht den Anklagen und sagt dem NY Daily News, daß „Mr. Bannon nie so etwas gesagt hat und das er voller Stolz seine Töchter zur Archer-Schule gesendet hat.“
        ————–
        Wer lügt jetzt? Wenn er lügt, würde er sich vor seiner Umgebung lächerlich machen, da er jetzt „kneifen“ würde.
        Zu verwundern ist, daß sich die Kinder nicht melden und die Wahrheit klarstellen. Das wär doch das Einfachste, Sauberste und Schnellste.
        http://www.i24news.tv/en/news/international/americas/123815-160827-trump-campaign-ceo-bannon-branded-an-anti-semite-by-ex-wife

        c) Ansonsten muß man mit der Antisemit-Keule meiner Meinung nach vorsichtig sein. Es ist immer das Leichteste, jemanden fertig zu machen.

        • Avatar

          sabine

          18. November 2016 22:28 at 22:28

          Der Witz mit dem Rassismus bei Trump und Anhängern ist ja, daß Trump keine Probleme mit einer dunkelhäutigen Frau hat. Da war er mal kurz nicht Rassist. Auch bei seiner ersten Frau wohl nicht. (Tschechin.) Aber dann gleich wieder.

        • Avatar

          Lars

          19. November 2016 00:48 at 00:48

          Wenn eine Ex etwas sagt, sollte auch der Ex antworten. Und nicht ein offizieller Sprecher. Bevor der Bandit offiziell der mächtigste Mensch der Welt wird, sollte er die Stärke beweisen, wenigstens seine kleinlichen Privataffären zu klären.

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            sabine

            19. November 2016 13:30 at 13:30

            ?
            .
            Kommt es nicht oft vor, daß der Angeklagte etwas durch seinen XY verlauten läßt? Sogar bei uns Nicht-Millionären?

        • Avatar

          Petkov

          19. November 2016 01:05 at 01:05

          Hallo Sabine, interessante Sachen haben Sie da recherchiert. Mich wundert es allerdings nicht, dass sich die Kinder raushalten. Vielmehr wünsche ich mir sogar, dass es so bleibt. Das wäre an sich die nächste Grausamkeit, die Kinder zu zwingen, Partei zu ergreifen: pro Mama oder pro Papa… Entweder oder. So eine Entscheidung ist keinem zuzumuten.

          Insgesamt ist das Thema dieses Artikels äußerst düster und diffizil. Und auch wenn es zweifellos egoistisch ist, habe ich mich bis vor kurzem immer damit beruhigt, dass es bei uns in Europa noch nicht so weit gekommen ist. Aber zuletzt überkommt mich immer mehr der Verdacht, dass wir einstweilen auch in Europa Nährboden für ähnliche Entwicklungen schaffen. Hoffentlich ist es nur ein Popanz.

    • Markus Fugmann

      Markus Fugmann

      18. November 2016 17:50 at 17:50

      @frank, in der aktuellen Print-Version der Zeit sind einige Headlines von Breitbart zitiert – das läßt an Eindeutigkeit nichts zu wünschen übrig..

    • Avatar

      Michael

      18. November 2016 21:03 at 21:03

      @frank.trg
      Sie verschieben ständig ihre Wahrnehmung in Richtung eines Goebbels, stümperhaft und plump zwar, aber immerhin genauso perfide:
      „Sprich es haben Frauen, Schwarze und andere Minderheiten hohe Posten erhalten und zwar nur aufgrund ihrer Hautfarbe, nicht aufgrund ihrer Kompetenz.“
      Das bedeutet nach Ihrem verwirrten Gefasel, dass „Frauen, Schwarze und andere Minderheiten“ zahlenmäßig in der Minderheit gegenüber weißen Männern oder deutlich geringer in ihrem menschlichen Wert einzuschätzen sind?
      Frauen aller Couleur dürften statistisch etwa 51% der Bevölkerung beanspruchen, schwarze Männer nochmal ein paar zweistellige Prozent, andere „Minderheiten“ wie Hispanics-Machos auch noch ein paar zweistellige %.
      Und weiter in Ihrem sinnfreien Gesülze: Den Sinn hinter solchen Quoten verstehe ich bis heute nicht und diese sind in meinen Augen diskriminierend weil dabei vor allem die Herkunft eine Rolle spielt.
      Quoten in der Politik sollen doch die Bevölkerung widerspiegeln.
      Sie aber wollen weiße Männer im Kabinett. Am Besten zu 100% !!!
      Warum? Sind Ihnen Frauen unangenehm? Empfinden Sie pigmentierte Haut als schmutzig, als ansteckend?

      • Avatar

        frank.trg

        18. November 2016 21:29 at 21:29

        @Michael – ich bin gerne zu einer Diskussion bereit. Die Nazikeule (Goebbels) kannst du aber stecken lassen!
        Was sollen die Unterstellungen? Ich habe Minderheiten nicht abgewertet, sondern stelle das Quotensystem in Frage. Allgemein im Leben (Job, Politik, etc.) sollten Minderheiten oder Frauen weder diskriminiert noch künstlich bevorteilt werden. Wenn ein Mensch die gefragte Kompetenz hat, sollte er den Job bekommen und nicht weil er weiß oder schwarz oder eine Frau ist. Das ist der springende Punkt.

        • Avatar

          Michael

          19. November 2016 01:30 at 01:30

          Ich habe Ihnen zwar kein Du angeboten, aber da Ihnen höfliche Umgangsformen fremd zu sein scheinen, soll es mir recht sein.
          Wie ich Sie schon zitiert habe:
          „Sprich es haben Frauen, Schwarze und andere Minderheiten hohe Posten erhalten und zwar nur aufgrund ihrer Hautfarbe, nicht aufgrund ihrer Kompetenz.“
          Nun lese ich aus Ihrem Kommentar heraus, dass Sie auch kein Problem hätten, wenn eine Frau afrikanischen oder mittleren bzw. fernöstlichen Ursprungs deutsche Bundeskanzlerin oder amerikanische Präsidentin werden würde, sofern sie nur die gefragte Kompetenz hat.
          Was auch immer die „(vom wem auch immer gefragte und wie auch immer beurteilte Kompetenz)“ sein mag, ich entschuldige mich für meine oben genannte Unterstellung. Sie haben sich etwas missverständlich ausgedrückt, und ich habe Sie nicht als den liberalen Humanisten verstanden, der Sie im Kern anscheinend sind.

      • Avatar

        sabine

        18. November 2016 21:50 at 21:50

        Michael:
        a) Ihr Ton ist wesentlich krasser, als der von Frank.
        Das alte Problem des Pharisäers – er ist der Bessere und darf alles. Auch roh über seinen Nächsten herfallen, wenn dessen Meinungen (u.U.) schräg sind. Gemäß der Meinung des Pharisäers. (Die richtigen Pharisäer waren tatsächlich fromme gottesfürchtige Juden. Zumindest in der Öffentlichkeit.)

        b) Ihre „kräftigen“ Statements haben natürlich auch den Sinn, daß andere, die das nicht genau so erkennen wie Sie, zurechtgerückt werden. Alte Schule.

        • Avatar

          Michael

          19. November 2016 01:46 at 01:46

          @Sabine:
          a) Ich habe nie mit Ihnen diskutiert und weiß jetzt nicht, was Sie von mir genau wollen.
          b) Ich habe nie behauptet, ein Pharisäer oder ein Heiliger zu sein. Bin ich nun fromm und gottesfürchtig, oder behaupte ich es nur?
          c) Was erkenne ich laut Ihrer Antwort b), das andere nicht erkennen?

          Wovon sprechen Sie eigentlich? Ich habe eine Meinung kund gegeben, die klar und eindeutig ist. Was sollen diese biblischen Grundsatzdiskussionen, die Sie führen und mir an Ihrer Statt als „alte Schule“ unterstellen?

          • Avatar

            sabine

            19. November 2016 13:37 at 13:37

            @Michael: Sie sagen über jemand Fremden im Netz: „Sie verschieben ständig ihre Wahrnehmung in Richtung eines Goebbels, stümperhaft und plump zwar, aber immerhin genauso perfide“. Merken Sie nix? Das finde ich genauso primitiv, wie sie den Beitrag des anderen, wenn nicht noch schlechter, da Sie ja der Gutmensch sind. Im Zorn ist keine Gerechtigkeit.
            Pharisäer als Begriff ist nicht mehr religiös konnektiert, sondern beschreibt einfach nur eine Haltung. Für mich sind Gutmenschen Pharisäer, die die Fliege seihen (aus dem Essen herauslesen), aber das Kamel schlucken. (Ein Vergleich aus dem NT, der sagt, im Kleinlichen sind sie selbstgerecht, supergenau und von oben herab. Übertreten aber selbst das Gesetz in wichtigen Dingen heimlich.)

  2. Avatar

    frank.trg

    18. November 2016 17:56 at 17:56

    @Markus Fugmann, danke für die Antwort. Ich schaue auch ab und zu auf Breitbart, finde es aber ehrlich gesagt nicht so spannend. Klar sind sie konservativ, anti-Establishment und Pro-Trump, aber Rassismus oder andere Vorwürfe wie sie zur Zeit durchs Netz geistern sind mir noch nicht aufgefallen. Nur mal als Anregung, man sollte nicht gleich jede konservative Meinung als rassistisch, homophob od. xenophob etc. abtun. Genau dieses pauschale Draufschlagen ohne vorab die Realität abzuklären regt mich und viele andere Menschen auf. Genau das erzeugt Wut gegen die „Medien“. Der Hinweis mit Brannon und den jüdischen Kindern ist allerdings wirklich anrüchig und möglicherweise rassistisch. Danke für den Hinweis. Solche Infos sind wirklich interessant, anstatt aus der Luft gegriffene Anschuldigungen.

    • Avatar

      sabine

      18. November 2016 22:10 at 22:10

      In israelischen Medien wird es distanziert betrachtet und nicht als bewiesen.
      „Bannon was accused by his ex-wife of being an anti-Semite during court testimony given in 2007 as part of a bitter child custody battle.“
      http://www.i24news.tv/en/news/international/americas/123815-160827-trump-campaign-ceo-bannon-branded-an-anti-semite-by-ex-wife
      Seine Ex behaupte das während des Gerichtsstreits aus dem Jahr 2007. Ob da immer alles stimmt??? (Siehe Lombardis und Polizeieinsatz….) Meine Frau hat bei der Scheidung vor dem Rechtsstreit auch gelogen. Um des Kindes willen.

      • Avatar

        sabine

        18. November 2016 22:11 at 22:11

        statt „vor dem Rechtsstreit“ muß es „bei…“ heißen.

  3. Avatar

    Daniel Berg

    18. November 2016 19:03 at 19:03

    12 Stunden nach dem Wahlsieg war meine klammheimliche Freude ueber den Sieg Trumps verschwunden. Die Aktienmaerkte sind sofort nach oben gelaufen, allen voran die Banken. Trump ist gegen das Establishment – ich lach spaeter drueber.

    • Avatar

      leser

      18. November 2016 20:13 at 20:13

      Exakt. Und an der Spitze der Gewinner steht GS. Das gibt in der Tat zu denken. Die Wallstreet scheint keine Angst vor Trump zu haben…

  4. Avatar

    Short-Trader

    19. November 2016 13:15 at 13:15

    So oder so ist das Land jetzt gespalten und wartet auf eine kleine Zündung um zu explodieren.
    Ich denke , wir werden erstmal abwarten, was Mr. Trump in den ersten 200 Tagen seiner Amtszeit macht, denn vieles seiner Versprechen wollte er in dieser Zeit schon umsetzen.
    Also spätestens Mitte 2017 wissen wir mehr, ob er ein Populist ist oder nicht.

  5. Avatar

    Schleswig-Holsteiner

    20. November 2016 10:21 at 10:21

    Wie `Journalismus`funktioniert ? Hier ein Beispiel:

    http://www.achgut.com/artikel/eine_stern_stunde_des_investigativen_journalismus

    Es gibt ihn nicht mehr, den investigativen Journalismus. Die sog. Journalistinnen haben u. a. ihr Handwerk nicht mehr gelernt und sind abhängig. Wir sind ständiger Propaganda durch Politik und Medien ausgesetzt. Der Anfang vom Ende der Demokratie.

  6. Avatar

    Jörg

    21. November 2016 00:32 at 00:32

    Die Hetze gegen Trump ist einfach absurd – schon die Behauptung im Titel: „rechtes weißes Establishment und frustrierte Afroamerikaner“!

    Es war Hillary Clinton, die hat seinerzeit für den faschistoiden Barry Goldwater bzw. für seien Kampagne gearbeitet hatte! Nicht Trump! Unlängst las ich, daß 1/3 der schwarzen US-Bürger für Trump gestimmt hat.

    Hier ein Artikel der sehr schön aufzeigt, warum gegen Trump so gehetzt wird:
    http://thesaker.is/fear-and-loathing-inside-the-deep-state/

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Lockdown: Was läuft falsch bei den Corona-Maßnahmen?

Markus Fugmann

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Heute dürften in Deutschland und Frankreich neue Beschränkungen und Corona-Maßnahmen bis hin zum Lockdown verkündet werden. Im Grunde reagieren die durch die starken Anstiege alarmierten Regierungen in Europa alle ähnlich. Nach Informationen des Informations-Mediums für Intellektuelle, also bild.de, dürfen ab 04.November in Deutschland sich maxiximal zehn Menschen treffen, die wiederum maximal aus zwei Haushalten stammen dürfen.

Lockdown, Corona-Maßnahmen und Anreizkonflikte

Viele Menschen gehen davon aus, dass die Corona-Maßnahmen schon gerechtfertigt seien – auf der anderen Seite gibt es jene, die das Coronavirus und die damit verbundenen Maßnahmen latent verharmlosen – und nicht selten eine Verschwörung der Eliten vermuten zur Entmündigung der Bürger. Symbol dafür ist ihnen der Lockdown.

Nun müssen die Regierungen die Bevölkerung schützen – aber sind die getroffenen Maßnahmen gerechtfertigt? Professor Christian Rieck macht auf zwei zentrale Probleme der Maßnahmen deutlich, die häufig entweder zu „Überreaktionen“ oder zu „Unterreaktionen führen.  Es gebe viele „Anreizkonflikte“, die zu problematischen Reaktionen der Betroffenen führen, so Rieck.

In folgendem Video erklärt er, was er damit meint:

 

Lockdown und Corona-Maßnahmen - sind sie gerechtfertigt?

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Daniel Stelter: Die Zeitbombe tickt für Deutschland! Was jetzt passieren muß

Markus Fugmann

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Daniel Stelter zählt fraglos zu den besten Köpfen in Deutschland: Er zeigt immer wieder, dass das scheinbar so reiche Land in Wirklichkeit gar nicht so reich ist – und vor allem ab dem Jahr 2030, wenn die Babybommer in Rente gehen, die demografischen Probleme faktisch zu einer Unfinanzierbarkeit der Rentenversprechen führen.

Daniel Stelter über die tickende Zeitbombe Deutschlands

Was also tun? Als Pionier das Klima retten, wie Bundesregierung und EU propgaieren durch eine „Klimaplanwirtschaft„? Überall mehr Staat angesichts der massiven Einbrüche der Wirtschaft in der Coronakrise? Daniel Stelter plädiert für das Gegenteil: für einen funktionierenden Kapitalismus – denn die weiter ausgreifenden Versuche des Staates, die Wirtschaft zu lenken, wird die Wirtschaftstätigkeit bremsen statt zu beschleunigen.

Kürzlich hat Thorsten Polleit in seinem Buch  „Der Antikapitalist: Ein Weltverbesserer der keiner ist“ genau darauf aufmerksam gemacht: der Kapitalismus ist nicht unser Problem, sondern die Lösung – wenn man ihn denn funktionieren lassen würde. Aber der Ruf nach staatlicher Lenkung wird gerade in der Coronakrise immer lauter, immer tiefer mischt sich die „Obrigkeit“ in die Wirtschaft ein (etwa indem man die Insolvantragspflicht aussetzt und damit Zombie-Firmen weiter durchschleppt). Man kauft Zeit durch staatliche Rettungsmaßnahmen, ohne diese Zeit für Reformen zu nutzen. Alle reden „vom Verteilen und Besteuern“, statt die Wohlstandmehrung im Fokus zu haben – so formuliert es Daniel Stelter.

Fakt ist: „Die Lasten steigen, während unsere Wirtschaftskraft sinkt“, so der Ökonom. Also müsste die Struktur geändert werden – etwa bei der tickende Zeitbombe, der Rente. Hier schlägt Daniel Stelter einen Staatsfonds im Stile Norwegens vor, bei dem der Staat jedem Bürger unter 65 Jahren 25.000 Euro schenkt, die dann in die Finanzmärkte investiert werden. Auch in der EU müsste sich einiges ändern – und hier hat Stelter einen ungewöhnlichen Vorschlag: Deutschland und die andere Euro-Länder sollten sich auf Kosten der EZB entschulden können!

In folgendem Video fasst Stelter das zusammen, was für Deutschland und die Lösung seiner Probleme jetzt zwingend notwendig wäre:

 

Daniel Stelter über die tickende Zeitbombe in Deutschland

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Der Stimulus kommt garantiert!

Hannes Zipfel

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USA Flagge

Ohne die massiven Geldzuflüsse der letzten Monate an die westlichen Finanzmärkte, allen voran in den USA, wären die Kursstände heute ganz andere. Bricht dieser Zustrom an frischem Geld mangels neuem Stimulus ab oder das Kapital flieht aus Angst vor neuen Lockdowns in Cash, dann folgt der nächste Corona-Crash. Daher wird es einen Stimulus geben. Die Frage ist nur: von wem?

Der Stimulus ist systemrelevant

Der Internationale Währungsfonds (IWF) rechnet in seinem jüngsten „World Economic Outloook“ mit einem Rückgang der globalen Wirtschaftsleistung in diesem Jahr in Höhe von 4,4 Prozent (Seite 29). Für die größten acht Industrienationen (G-8) sogar mit einer Kontraktion in Höhe von 5,8 Prozent.

Demgegenüber stehen fiskalische COVID-19-Hilfen in durchschnittlich zweistelliger prozentualer Höhe des jeweiligen Bruttoinlandsprodukts (BIP). Im Falle Deutschlands würde dies gemäß der aktuellen Schätzung des IWF zum deutschen BIP-Wachstum in 2020 bedeuten, dass ohne finanzpolitische Hilfen unsere Wirtschaft in diesem Jahr um 14,9 Prozent einbrechen würde. Die der USA um 17,5 Prozent und das Bruttoinlandsprodukt Japans würde ohne fiskalische COVID-19 Stimuli gar um -26,4 Prozent kollabieren.

Grafik zeigt Stimulus je nach Land

Sollte es also, wie es sich nun in den weltweiten Statistiken abzeichnet, zu einer erneuten Covod-19-Welle kommen, wären sowohl die Projektionen des IWF hinfällig als auch die exorbitanten Hilfsgelder nicht ausreichend, um eine ökonomische Katastrophe zu verhindern. Dieser Tatsache sind sich die Regierungen aller betroffenen Staaten sicher bewusst. Daher ist entsprechend den wirtschaftlichen Belastungen in Folge erneuter signifikanter Einschränkungen des öffentlichen Lebens mit neuen Finanzhilfen zu rechnen. Es wäre jedenfalls politisch sehr nachteilig für die Verantwortlichen, einen solchen fiskalischen Stimulus abzulehnen. Die ökonomischen und gesellschaftlichen Folgen wären unabsehbar.

Der Ausgang der US-Wahlen ist für den Stimulus nicht entscheidend

Momentan schauen die Marktteilnehmer sehr genau auf die Umfragewerte zu den US-Wahlen am 3. November sowie den Äußerungen der politischen Führer beider Lager (Demokraten und Republikaner) zum Thema neuer Stimulus.

Dabei ist es grundsätzlich für neue Finanzhilfen völlig unerheblich, wer die Wahlen Anfang November gewinnt, sofern es ein Ergebnis gibt. Als im März dieses Jahres der „Coronavirus Aid, Relief, and Economic Security Act“ (CARES) unterzeichnet wurde, gab es weder einen Präsidenten Joseph Biden, auf den viele Marktteilnehmer aktuell in Sachen Stimulus die größeren Hoffnungen setzen, noch einen einheitlich dominierten Kongress. Dennoch initiierten sowohl das Weiße Haus als auch die beiden Kammern des Kongresses, also der republikanisch dominierte Senat, als auch das demokratisch dominierte Abgeordnetenhaus seit dem 3. März insgesamt vier Hilfsprogramme, die bis heute eine Dimension von insgesamt 2,8 Billionen US-Dollar angenommen haben.

Das Staatsdefizit spielte dabei selbst für die größten Gegner staatlicher Verschuldung keine Rolle. Warum sollte das im Falle einer Wiederholung einer solchen ökonomischen Notlage anders sein? Die Finanzierung ist auf jeden Fall über die US-Notenbank Fed sichergestellt.

Die Fed positioniert sich bereits

Sollte es jedoch zu keinem Wahlergebnis kommen bzw. für eine längere Zeit kein Wahlsieger feststehen, könnte immer noch ein Notkompromiss zwischen den Parteien von einer neuerlichen akuten Notlage erzwungen werden. Und selbst wenn aus unbekannten Gründen tatsächlich kein neuer fiskalpolitischer Stimulus kommen sollte, stünde immer noch die Geldpolitik bereit um einzuspringen. Verbal haben sich die US-Notenbanker längst positioniert: Sie fordern permanent neue fiskalpolitische Stimuli und haben sich selbst zusätzlich dem Ziel verschrieben, auch mithilfe der Geldpolitik die soziale Schere in den USA zu schließen.

Auch ganz praktisch war die US-Notenbank Fed in die Stützung der größten Volkswirtschaft der Welt involviert: Seit Beginn der Epidemie im Februar dieses Jahres hat die Fed ihre Bilanz durch den Ankauf von Schuldpapieren um 3 Billionen US-Dollar aufgestockt. Mit in dieser Summe enthalten sind Kreditfazilitäten für größere Unternehmen.

Um eine Kaskade an Insolvenzen zu verhindern, nahm die Fed seit Mitte Juni dieses Jahres Anleihen von Unternehmen mit weniger als 15.000 Mitarbeitern und einem Jahresumsatz von unter 5 Milliarden US-Dollar mit auf ihre Bilanz. Die eigens hierfür gestartete „Main Street Lending Facility“ ist mit einer Staatsgarantie abgesichert. Damit schließt die Fed eine Finanzierungslücke, kommen doch für staatliche Hilfen aus dem Paycheck Protection Program (PPP) ausschließlich nur Unternehmen mit weniger als 500 Mitarbeitern in Frage.

Das Besondere an diesen Kreditfazilitäten ist die Tatsache, dass die Fed erstmals direkt als Kreditgeber auftrat, ohne den Umweg über das US-Finanzministerium zu gehen. Zählt man nun diesen Tabubruch, die permanente Forderung nach neuen Stimuli und das selbst gesteckte Ziel der Schließung der sozialen Schere in den USA zusammen, dann ist der Schritt hin zu Finanzhilfen für weite Teile der US-Unternehmen, Selbstständigen und Privathaushalte direkt aus der Notenpresse nicht mehr weit. Zumindest ist es eine Art Rückversicherung für einen Stimulus in den USA im Falle einer nicht handlungsfähigen Regierung. Dies gilt übrigens auch für die anderen großen Notenbanken dieser Welt, die zum Teil mit direkten Aktienkäufen in Sachen Tabubruch in diesem Fall schon weiter sind als die US-Notenbank Fed.

Das Timing-Problem

Selbst im Falle der Entwicklung eines marktreifen Impfstoffs wird es wohl noch bis weit ins Jahr 2021 dauern, bis die Pandemie durch Impfungen und Therapien weltweit eingedämmt werden kann. Bis dahin bleiben aus Sicht der Politik v. a. Präventionsmaßnahmen die einzige effektive Möglichkeit. Dies wiederum bedeutet anhaltende wirtschaftliche Schäden bis hin zum de facto Entzug der Existenzgrundlage für ganze Branchen.

Es ist nur eine Frage der Zeit, bis die Börsen auch in den USA dies verstehen. Bereits bei der ersten Pandemiewelle fiel der sprichwörtliche Groschen an den US-Märkten recht spät, dann aber sehr schnell und sehr heftig. Erst Ende Februar realisierte die Wallstreet, dass die Pandemie keinen Bogen um Amerika macht.

Ob die Amerikaner im Zuge der aktuellen Datenlage in Sachen COVID-19-Pandemie schneller schalten, ist ungewiss. Daher bleibt für Anleger das Timing-Problem die eigentliche Herausforderung. Auch deshalb, weil der Druck auf die Institutionen einen neuen Stimulus zu liefern erst dann zu Handlungen führt, wenn die Börsenkurse als Krisenbarometer hellrot aufleuchten.

Fazit und Strategieansatz

Nach wie vor ist Timing an der Börse eher eine Kunst als eine Wissenschaft und oft vom Glück begleitet. Wolfgang Müller schrieb dazu vor Kurzem einen interessanten Artikel mit dem Titel: „Aktienmärkte: Buy and Hold – nach wie vor im Vorteil?“.
In Anbetracht der Tatsache, dass ein Stimulus im Falle einer erneuten deutlichen wirtschaftlichen Abschwächung systemrelevant und damit so gut wie sicher ist, besteht wenig Grund, Vermögenswerte zu veräußern, die man mittelfristig halten möchte.

Für Trader bietet sich eine simpel anmutende Strategie an, die bereits im Frühjahr dies Jahres sehr profitabel war: Zunächst jetzt etwas Pulver trocken halten. Kommt es im Zuge sich wieder verschlechternder Konjunktur- und Unternehmenszahlen zu einem nochmaligen heftigen Rücksetzer an den Aktienmärkten, kann man in mehreren Tranchen ab dem Unterschreiten der einfachen gleitenden 200-Tage-Durchschnittslinie, z. B. beim S&P 500, in den Markt einsteigen und abwarten, bis der neue Stimulus kommt und die Märkte wieder nach oben zieht.

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