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Videoausblick: Das System Trump

Die Vorgehensweise von Donald Trump zeigt - wie schon beim Handelskonflikt mit China - eine klare Systematik. Aber bislang ist eben noch völlig unklar, ob das System Trump wirklich funktioniert. Das gilt vor allem für die Kündigung des Iran-Abkommens, denn zunächst ist das passiert, was Trump eigentlich verhindern will: der Ölpreis legt wieder deutlich zu..

Die Vorgehensweise von Donald Trump zeigt – wie schon beim Handelskonflikt mit China – eine klare Systematik: man macht einen radikalen Schritt, droht, bringt andere unter Druck, und hofft so, die eigenen Ziele durchsetzen zu können. Und wenn nötig (falls eine Eskalation droht) wird der Gegenseite dann etwas entgegen gekommen. Aber bislang ist eben noch völlig unklar, ob das System Trump wirklich funktioniert. Das gilt vor allem für die Kündigung des Iran-Abkommens, denn zunächst ist das passiert, was Trump eigentlich verhindern will: der Ölpreis legt wieder deutlich zu (in Erwartung eines Wegfalls des iranischen Öls vom Markt). Die Aktienmärkte nach der Rally nun in einer Seitwärtsbewegung, man wartet auf den nächsten Impuls, der heute durch die US-Eruegerpreise kommen könnte..



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4 Kommentare

  1. Das System Trump hat aus meiner Sicht eine große Intention – er will innenpolitisch auftrumpfen und dem amerikanischen Wählern beweisen: „Seht her , ich bin der Macher, der zu seinem Wort steht.“ Er sei kein Weichei, und ein exzellenter Dealmaker. Und dabei spielen geopolitische und weltwirtschaftliche Verwerfungen erstmal eine untergeordnete Rolle, so das Grundmuster eines erkennbar narzisstischen und megalomanen Präsidenten. Was für eine Körpersprache, als er gestern den gekappten Atomdeal in die Kamera hielt.! Gruß

  2. Hohe Ölpreise und niedriger Euro zwingt die Europäer zum handeln.Wir sollten die USA nicht unterschätzen…das dürfte ein Teil der Strategie sein.die Europäer dürften gegenüber den Iranern schlechte Karten haben – sie sind letztlich uneinig.

    1. „Hohe Ölpreise und niedriger Euro zwingt die Europäer zum handeln.Wir sollten die USA nicht unterschätzen…das dürfte ein Teil der Strategie sein.“

      Die USA sind weiter großer Ölimporteur und jeder USD mehr für Öl schadet dem inländischen Konsum.

  3. Wieso spricht eigentlich niemand mehr von den Frackern, früheres Dauerthema nicht nur bei FMW? Die waren doch immer das Argument für einen nie mehr steigenden Ölpreis.

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