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Anleihen

Videoausblick: Nicht aus dem Schneider

Die US-Indizes konnten gestern den Abverkauf stoppen, der Dax legte daraufhin wieder zu und stieg bis zur unteren Kante des gestrigen Abwärtsgaps (bei 10470) Punkten – aber die US-Indizes sind weiter technisch angeschlagen..

Markus Fugmann

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Markus Fugmann

Die US-Indizes konnten gestern den Abverkauf stoppen, der Dax legte daraufhin wieder zu und stieg bis zur unteren Kante des gestrigen Abwärtsgaps (bei 10470) Punkten. Und auch bei den US-Indizes ist noch lange nicht wieder alles gut: der S&P500 handelt weiterhin (erstmals drei Tage hintereinander seit Februar) unter seiner 100-Tages-Linie und bleibt damit technisch angeschlagen. Heute wird es für die US-Indizes brisant: mit Citigroup, JP Morgan und Wells Fargo erreicht die US-Berichtssaison einen ersten Höhepunkt. Dazu noch die US-Einzelhandelsumsätze als wichtiger Indikator für die US-Konjunktur. In China die Erzeugerpreise erstmals seit vier Jahren wieder positiv (zum Vorjahresmonat) – reicht das, um dem Dax auf die Sprünge zu helfen?

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12 Kommentare

12 Comments

  1. Avatar

    bauer

    14. Oktober 2016 08:21 at 08:21

    Guten Morgen @Fugmann
    Die Yellen-Oma geht mir schon lange auf den Seier…die kann man wirklich nicht mehr für VOLL nehmen!
    Wird Zeit,daß da mal ein Rep.dran kommt…
    Die Ergebnisse der US-Banken,wird man event.in die Tonne werfen und somit könnte der „black friday“ seinen Lauf nehmen.
    DAX wird auf die 10200 u.DOW unter 18000 fallen.

    Keine WERBUNG:
    A0LC1M ….seit 3/16 (0,02) bis heute dabei!–Obwohl doch Gold fällt!
    Der Hui wird heute seine 220 machen und die Metallwelt ist wieder im LOT.
    Da brauchen aber DAX-Jünger einen langen Atem…um so eine Performance hinzulegen.
    Stellt euch vor, ihr verpennt das UMSCHICHTEN …..

    MfG
    der bauer o.Hirn

  2. Avatar

    Mike

    14. Oktober 2016 09:30 at 09:30

    Morgen Herr Fugmann,

    zur welcher Uhrzeit kommen die Daten von Citigroup, JP Morgan und Wells Fargo ?

    • Markus Fugmann

      Markus Fugmann

      14. Oktober 2016 09:33 at 09:33

      Morgen @Mike, müsste so um den Bereich 14Uhr herum sein – wir beobachten das und bringen heute die Zahlen so zeitnah wie möglich..

      • Avatar

        Mike

        14. Oktober 2016 09:51 at 09:51

        Danke Herr Fugmann für die Antwort.

        LG Mike

        • Markus Fugmann

          Markus Fugmann

          14. Oktober 2016 10:09 at 10:09

          gerne Mike!

      • Avatar

        bauer

        14. Oktober 2016 09:51 at 09:51

        —-wir beobachten das und bringen heute die Zahlen so zeitnah wie möglich..—-
        Die (Zahlen)werden dann den Bankencrsh auslösen,somit keine Zinserhöhung…,das aber den DAX&DOW nichts bringen wird.
        Schaun mer mal,was @Fugmann uns heute serviert…..

  3. Avatar

    bauer

    14. Oktober 2016 09:41 at 09:41

    Da spricht mir doch Herr J.Stranzl ganz human aus dem Mund!
    Die Gier, spielt nat.für diejenigen,die um die 10000 erst eingestiegen sind,eine überporpotionelle Rolle,denn DIE glauben doch ECHT noch an einen Jahresgewinn im DAX!…ICH WARNTE SCHON VOR EINEM DOPPELTOP um die 10700!!!
    Wer mir folgt,der kann auf die dt.MINI-RENTE getrost verzichten!
    Auch ein dummer „bauer“,findet auch mal ein goldenes Korn…
    Schönen Tag noch…

  4. Avatar

    bauer

    14. Oktober 2016 10:00 at 10:00

    Die (Zahlen)werden dann den Bankencrsh auslösen,somit keine Zinserhöhung…,das aber den DAX&DOW nichts bringen wird.
    Schaun mer mal,was @Fugmann uns heute serviert…..

  5. Avatar

    Alejandro

    14. Oktober 2016 15:19 at 15:19

    @bauer: Sie werden langsam so glaubwürdig wie die verehrte Frau Yellen. Sie kündigen ständig etwas an und dann passiert nichts….

    Lassen Sie doch den Dingen ihren Lauf …grundsätzlich teile ich ihre Meinung, das die nächste große Abwärtswelle nicht mehr lange auf sich warten lässt.
    Jedoch wird es kein Ereignis sein, das wir jetzt auf dem Schirm haben…

    Gerne lasse ich mich eines besseren Belehren ;-)

    • Avatar

      bauer

      14. Oktober 2016 17:36 at 17:36

      Wenn schon von 1987 ect.geschrieben wird und das noch mitte okt.,siehe @fugmann,dann muß ich halt auf den schwarzen montag verweisen.
      Heute ist es ein grüner Freitag(leider)
      Aber solange sie mich nicht mit Riße vergl.,dann ist ja alles im Lack,ne wa..
      Einen Schluck auf den Crash,der noch auf sich warten läßt.

  6. Avatar

    Lossless

    14. Oktober 2016 15:37 at 15:37

    Markus, habe gerade ein Info bekommen (Quelle möchte ich nicht nennen) die Deutsch wird zusätzlich noch einmal 10.000 Stellen abbauen… ergo 19.000 bei der Deutschen.

    • Markus Fugmann

      Markus Fugmann

      14. Oktober 2016 15:41 at 15:41

      @Lossless, danke! Hatte ich auch schon als Meldung gesehen..

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Allgemein

EZB ebnet argumentativen Weg für lang anhaltende Rettungsmaßnahmen

Claudio Kummerfeld

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am

Die EZB-Zentrale in Frankfurt

Seit der Finanzkrise 2008 veranstaltet die EZB ein Anleihekaufprogramm nach dem nächsten. Die Zinsen sinken im großen Bild gesehen immer weiter. Egal wie gut es der Konjunktur in der Eurozone zwischen 2008 und 2020 wieder ging. Die EZB druckte immer weiter Geld, kaufte immer weiter Anleihen. Länder wie Italien wurden mit EZB-Geld und immer weiter sinkenden Zinsen am Leben erhalten. Nach der Krise war vor der Krise.

Und nun, kommt nach der Coronakrise (die Impfstoffe kommen ja bald) wieder die nächste Krise, nämlich die Rettung der überschuldeten Unternehmen? Deswegen muss die EZB (wie es auch die Fed macht) zusammen mit den Regierungen der Mitgliedsstaaten immer weiter retten, retten und retten. Denn ja, wir wissen es alle. Mit gigantischen Kreditprogrammen, Zuschüssen, Kurzarbeitergeld uvm werden in Europa die Nöte der Coronakrise gemildert, und Probleme optisch versteckt. Am besten erkennt man das beim Thema Kurzarbeitergeld. In Deutschland wurde die ausgeweitete Funktion dieses Instruments erst letzten Freitag im Bundestag bis Ende 2021 verlängert – welch ein Zufall, bis zur Bundestagswahl kann die Kurzarbeit in ihrer jetzigen Form also weiterhin als neuer Dauerzustand für eigentlich arbeitslose Arbeitnehmer genutzt werden. Ein Schelm, wer Böses dabei denkt.

EZB kommt mit „Nicht zu früh aufhören“-Argumentation

Aber zurück zur EZB. Die einfache wie auch clevere Aussage der EZB lautet am heutigen Montag (frei und sinngemäß zusammengefasst): „Wenn wir die Hilfen zu früh einstellen, gefährden wir den Erfolg“. Tja, und wann das Ende der Hilfen angebracht ist, das ist bei der EZB bekanntermaßen eine sehr dehnbare Ansichtssache (siehe Anleihekäufe seit 2008 bis heute – hier eine wunderschöne historische Übersicht zu dem Thema). Im Rahmen ihres heute veröffentlichten Finanzstabilitätsberichts hat die EZB auch einen einzelnen Artikel veröffentlicht, bei dem es um die „Bewertung von Schwachstellen von Unternehmen“ in der Eurozone geht.

Und die Schwachstelle scheint offenbar darin zu bestehen, dass EZB und Regierungen ihre Hilfsprogramme zu früh auslaufen lassen könnten. Man sieht die Probleme wohl auch vor allem beim Zugang zu Krediten und bei steigenden Finanzierungskosten. Die Unterstützung durch die Geldpolitik der EZB habe dazu beigetragen, die tatsächlichen Insolvenzen bisher unter Kontrolle zu halten. Staatliche Kreditgarantien und Konkursmoratorien hätten eine groß angelegte Welle Unternehmenspleiten verhindert. Aber eine beträchtliche Anzahl von Unternehmen könnte gezwungen sein Konkurs anzumelden, wenn diese Maßnahmen zu früh aufgehoben werden oder die Kreditvergabebedingungen der Banken verschärft werden, so die heutige Aussage der EZB. Tatsächlich deute die historische Ko-Bewegung des Anfälligkeitsindikators mit den Unternehmensinsolvenzen und dem BIP-Wachstum darauf hin, dass sowohl die Regierungspolitik als auch die niedrigen Fremdfinanzierungskosten dazu beigetragen hätten, die Auswirkungen der Verschlechterung des Gesundheitszustands der Unternehmen auf die tatsächliche Zahl der Insolvenzen zu dämpfen – auch wenn die Auswirkungen je nach Land, Sektor und Unternehmensgröße unterschiedlich seien.

Dieser neu entwickelte Indikator mache laut EZB deutlich, dass die Anfälligkeit des Unternehmenssektors auf ein Niveau gestiegen ist, das zuletzt während der Staatsschuldenkrise im Euroraum beobachtet wurde. Finanzierungsrisiken hätten sich dank verschiedener Unterstützungsmaßnahmen bisher nicht materialisiert, aber die Anfälligkeit der Unternehmen könne weiter ansteigen und ein Niveau erreichen, das während der globalen Finanzkrise beobachtet wurde. Insbesondere wenn die zweite Welle der Pandemie die wirtschaftliche Erholung zum Stillstand bringe und das Wachstum schwächer ausfällt als prognostiziert, könnte ein frühzeitiger Ausstieg aus den Stützungsmaßnahmen schließlich zu einem deutlichen Anstieg der Unternehmenskonkurse führen, mit Auswirkungen auf die Finanzstabilität auch für die Banken im Euroraum, so die EZB.

Aus Rettung wird Dauerzustand

Tja, haben sie es auch rausgelesen? Diese Aussagen (wie auch jüngst die Warnung von Christine Lagarde vor der Rezession) bieten die perfekte Vorlage, damit KfW-Kredite, Null- und Negatzvinsen, Kurzarbeitergeld, Anleihekäufe in Billionenhöhe etc immer so weitergehen, Jahr für Jahr. Nicht denkbar? Nochmal, ich möchte erinnern an die letzten zwölf Jahre seit der Finanzkrise! Natürlich sind viele Maßnahmen sicherlich gut und richtig wie die KfW-Kredite, Zuschussprogramme etc. Aber vor allem was die EZB da anrichtet mit ihren Kaufprogrammen und abgeschafften Zinsen. Diese Maßnahmen, wenn sie jahrelang immer weiter beibehalten werden, schaffen ein Gesamtumfeld, das nicht mehr ohne zinslose Kredite leben kann, und Staaten die nicht mehr ohne negative Anleiherenditen leben können. Man gewöhnt sich an diese schöne neue Welt sehr schnell – oder besser gesagt, man hat sich längst daran gewöhnt. Ein Ende dieser Geldpolitik der EZB, ist die überhaupt noch vorstellbar bei der Schuldenexplosion bei Staaten und Unternehmen? Entweder immer so weitermachen, oder man riskiert einen großen Knall.

EZB-Grafik zur Verwundbarkeit der Unternehmen
Grafik: EZB

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Anleihen

China hält immer weniger US-Staatsanleihen – warum das kein Problem ist

Claudio Kummerfeld

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am

US-Flagge

China hält immer weniger US-Staatsanleihen. Laut aktueller Veröffentlichung des US-Finanzministeriums hielt China im Monat September ein Volumen von 1,061 Billionen US-Dollar. Vor genau einem Jahr waren es noch 1,102 Billionen Dollar. Der aktuelle Stand ist der niedrigste Wert seit drei Jahren. Der folgende Chart  zeigt, dass die Tendenz seitdem stetig fallend ist. Will sich da jemand unabhängig vom US-Dollar machen?

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Man kann gleich aus zwei Gründen sagen, dass diese Entwicklung für die USA als gigantischer Neuschulden-Aufnehmer kein echtes Drama darstellt. Denn die folgende Detailgrafik mit den aktuellsten Daten zeigt, dass das Volumen von US-Staatsanleihen, das durch ausländische Eigentümer gehalten wird, binnen Jahresfrist sogar gestiegen ist von 6,92 auf 7,07 Billionen Dollar.

Und zweitens kauft die US-Notenbank Federal Reserve genau wie die EZB und zahlreiche andere Notenbanken derzeit ja in gigantischem Ausmaß die Schulden des eigenen Landes auf. Nur so können die Länder in dieser Coronakrise massiv neue Schulden machen, und das auch noch mit traumhaft günstigen Konditionen. Seit Beginn der Coronakrise im März hat die Fed für 2 Billionen Dollar US-Staatsanleihen aufgekauft. Noch Mitte Februar lag die Rendite für zehnjährige US-Staatsanleihen bei 1,57 Prozent. Jetzt sind es 0,86 Prozent.

Grafik zeigt die größten ausländischen Eigentümer von US-Staatsanleihen

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Allgemein

Logik der Transferunion: Fünf-Sterne fordern EZB zu Schuldenerlass für Italien auf

Claudio Kummerfeld

Veröffentlicht

am

Geld aus dem nichts von der EZB?

Die mit in der italienischen Regierung sitzende Fünf-Sterne-Bewegung hat heute in einem Blog-Eintrag die Europäische Zentralbank dazu aufgefordert, dass sie Italien einfach Schulden erlassen solle. Aber halt. Wie, was, warum? Die EZB kauft seit Jahren in Billionen-Höhe Anleihen von Euro-Mitgliedsstaaten auf, so auch die von Italien. Offiziell nicht, aber de facto werden die Regierungen von der EZB durchgefüttert (Staatsfinanzierung), mit oft nicht mehr vorhandenen Zinsen.

Und in der Coronakrise hat die EZB nochmal kräftig nachgelegt mit neuen Aufkaufprogrammen in Höhe von 1,35 Billionen Euro. So konnten die Länder in der Eurozone sich in der Coronakrise weiter kräftig verschulden, und die EZB stand als Aufkäufer am Anleihemarkt stets parat. Nun soll die EZB laut Fünf-Sterne-Bewegung Italien doch bitte diejenigen Schulden erlassen, die mit der Schuldenaufnahme für die Bewältigung der Coronakrise zu tun haben. Laut dem Blog-Eintrag gehe es um eine Summe von 140 Milliarden Euro, die bis Jahresende noch auf 200 Milliarden Euro steigen werde.

Die Fünf-Sterne-Bewegung deutet auch an, dass man sich am liebsten die Streichung aller italienischen Schulden wünscht, die von der EZB gehalten werden. Aber doch auf jeden Fall diejenigen, die mit Corona zusammenhängen. Denn das wäre leicht machbar und fair. Tja, so ist das im sozialistischen Märchenland. Man nimmt Kredite auf, die man eh nicht zurückzahlen will. Und in diesem Fall… was soll´s, die EZB gehört ja eh den Mitgliedsstaaten, also auch Italien? Daher kann man praktisch selbst Geld drucken, es an sich selbst verleihen, und dann sich selbst (über das Vehikel der EZB) die eigenen Schulden erlassen?

So einfach geht Politik im linken Märchenland, wo Geld aus dem Nichts entsteht, wo es nicht erwirtschaftet werden muss, und wo aus so einer Vorgehensweise keinerlei Probleme entstehen. Und natürlich, da kann man sich sicher sein… selbst wenn die EZB diese Forderungen gegenüber Italien wirklich streichen würde (was nicht passieren wird), dann wäre dies nicht die letzte derartige Forderung. Dann würde es heißen: Schaut her, es geht doch. Dann kann die EZB von nun an auch als Dauer-Einrichtung neue Anleihen kaufen, und danach auf die Rückzahlung der Forderungen verzichten. Dass die EZB dann selbst Verluste in Billionenhöhe anhäufen würde, welche wiederum Italien und alle anderen Eigentümer der EZB zu bezahlen hätten… egal.

Der Chefvolkswirt der Commerzbank twitterte zu dieser Forderung aus Italien vor wenigen Minuten, dass dies die politische Logik der Transferunion sei. Ja, was soll man dazu noch sagen? Erst das Geld nehmen, und dann nicht zurückzahlen wollen, weil man es sowieso nie vor hatte. Das Geld entsteht ja irgendwo im luftleeren Raum. Aus der Illusion wird eine Wirklichkeit. Wo ist also das Problem, wenn man diese Schulden einfach streicht? So einfach und angenehm ist diese linke Sichtweise auf komplexe finanzielle Zusammenhänge.

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