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Aktien

Vor Start der Berichtssaison: Amazon, Netflix, Apple etc – der große Goldrausch

Claudio Kummerfeld

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Als würde man jeden Tag aufs Neue Gold finden, oder als wäre man im Keller der EZB an der Druckerpresse. Der Kasten spuckt einfach immer neues Geld aus. So muss man sich vorkommen, wenn man vor Monaten Aktien wie Amazon, Zoom oder Netflix gekauft hat. Es geht einfach immer weiter nach oben. Der Technologie-Index Nasdaq erklimmt nur aufgrund der großen Tech-Schwergewichte daher immer neue Rekordstände, anders als der Gesamtmarkt, der das Corona-Tal immer noch nicht verlassen hat.

Amazon und Co treiben Nasdaq immer höher und höher und höher

Der Nasdaq erreichte heute Nacht den Höchststand auf CFD-Basis bei 10.674 Punkten. Was für ein Wahnsinn, nachdem der Technologieindex Ende Februar kurz vor Start des großen Börsencrash noch bei 9.745 Punkten stand, und im Tief bis auf 6.655 Punkte abstürzte. Wenige große, stark im Index gewichtete Aktien ziehen den Index hoch, und suggerieren damit, dass die ganze Tech-Branche prächtig laufen würde! Amazon ist wohl der prominenteste Highflyer. Die Aktie erreicht aktuell auch ein neues Rekordhoch, mit einem Aktienkurs von über 3.000 Dollar (3.057 Dollar gestern Abend). Noch am 20. Februar, kurz vor dem Börsencrash, notierte die Aktie bei 2.175 Dollar. Woher kommt dieser Mega-Schub?

Es ist relativ einfach. Die Coronakrise hat die Volkswirtschaften und das Konsumverhalten der Bürger schubartig weiter Richtung Internet verschoben. Jeder Anbieter, der rein zufällig zu diesem Zeitpunkt das passende Geschäftsmodell hatte, profitiert in gigantischem Ausmaß. Bei Amazon ist es auch am Eindeutigsten. Die Leute hocken zuhause, scheuen die Ansteckungsgefahr, oder haben auch keine Lust mit Maske einfachen zu gehen. Also, einloggen bei Amazon und einkaufen.

Netflix und Co eilen auch von Rekordhoch zu Rekordhoch

Ebenso läuft die Aktie Netflix aus nachvollziehbaren Gründen. Die Leute hoch mehr denn je zuhause und gucken Glotze. Filme und Serien über Netflix vertreiben die Zeit. Daher wird jetzt schon mal eingepreist, dass die Abo-Zahlen ab April immer weiter explodiert sind (das war schon im 1. Quartal für den Monat März gut erkennbar). Die Netflix-Aktie konnte seit dem 20. Februar von 390 auf jetzt 493 Dollar steigen. Im folgenden Chart haben wir den Verlauf der Aktien von Netflix und Amazon übereinander gelegt seit Sommer 2019. Der Börsencrash von Februar und März 2020, der ist nur noch eine Randnotiz in diesem Chart?

Chart zeigt Verlauf von Amazon-Aktie gegen Netflix-Aktie

Auch Aktien wie Zoom explodieren regelrecht. Der Videokonferenz-Anbieter legt seit Februar eine Kurssteigerung von 90 auf 261 Dollar hin. Die Aktien der Google-Mutter Alphabet schlossen gestern bei 1.499 Dollar, und sind damit nur noch 30 Dollar entfernt von ihrem Kurs vor dem Start des großen Börsencrash im Februar. Mit 240 Dollar notiert die Facebook-Aktie 20 Dollar höher als vor dem Start des Crash. Und Apple notierte im Februar bei 324 Dollar. Jetzt sind es 373 Dollar, Rekordhoch. Und das wo Apple noch nicht mal eine Art Monopol-Stellung hat wie Amazon! Die Tech-Aktien sind des Wahnsinns, möchte man meinen! Die Wette ist in vollem Gange. Denn was jetzt in immer höheren Kursen dargestellt wird, sind letztlich die Hoffnungen auf das, was in wenigen Tagen verkündet wird – nämlich die Quartalszahlen dieser Konzerne. Dann wird es wirklich entscheidend. Können Amazon, Netflix und Co die extrem hohen Erwartungen an die Zuwächse dank der Coronakrise erfüllen? Oder eben nicht, und es gibt einen kräftigen Abverkauf?

Amazon-Chef Jeff Bezos
Amazon-Chef Jeff Bezos. Foto: Steve Jurvetson – Flickr: Bezos’ Iconic Laugh – Ausschnitt aus Originalfoto – CC BY 2.0

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Aktien

SAP meldet Quartalszahlen – Aktie fällt dramatisch! Übertrieben? Kaufchance?

Claudio Kummerfeld

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Frau arbeitet an Schreibtisch in Büro

SAP hat heute seine Quartalszahlen veröffentlicht. Hier die wichtigsten Kennzahlen. Der Umsatz liegt bei 6,53 Milliarden Euro (Vorjahresquartal 6,79). Der Gewinn nach Steuern liegt bei 1,65 Milliarden Euro (Vorjahresquartal 1,26 Milliarden Euro).

Während die Finanzdaten des letzten Quartals halbwegs ok sind, scheint die Börse regelrecht geschockt zu sein von einem anderen Aspekt der Veröffentlichung von SAP. Denn die Aktie verliert heute dramatische 20 Prozent, wegen der Aussichten für das laufende Gesamtjahr 2020. Umsatz- und Gewinnerwartungen werden nur ganz leicht nach unten revidiert, aufgrund der zweiten Corona-Welle und den damit einhergehenden neuen Restriktionen, die sich auch auf Unternehmen und ihre Aufträge auswirken. Und dafür gleich 20 Prozent Bestrafung im Aktienkurs? Ist das nicht zu viel? Hier könnten sich die Anleger mal überlegen, ob das eine Kaufchance für die Aktie ist (das ist keine Kaufempfehlung unsererseits, sondern nur ein Gedankenspiel).

SAP auszugsweise im Zitat zur Gesamtjahresaussicht:

Der bisherige, am 8. April 2020 veröffentlichte Ausblick der SAP für das Gesamtjahr 2020 spiegelte die bestmögliche Schätzung der SAP hinsichtlich des Zeitpunkts und der Geschwindigkeit einer Erholung von der Corona-Krise wider. Dieser Ausblick
ging davon aus, dass die Länder ihre Wirtschaft hochfahren und die Einschränkungen für die Bevölkerung gelockert würden,
sodass sich die Nachfrage im dritten und vierten Quartal allmählich verbessert.

Auch wenn weiterhin ein stabiles Interesse an den Digitalisierungslösungen der SAP besteht, da Kunden widerstandsfähiger
und agiler aus der Krise hervorgehen möchten, wurde kürzlich in manchen Regionen das öffentliche und wirtschaftliche Leben erneut eingeschränkt, und die Belebung der Nachfrage fiel verhaltener aus als erwartet. Des Weiteren geht die SAP aus
denselben Gründen nicht mehr davon aus, dass sich die SAP-Concur-Erlöse aus Geschäftsreisen in den verbleibenden Monaten des Jahres 2020 deutlich erholen werden.

Die SAP aktualisiert deshalb ihren Ausblick für das Gesamtjahr 2020 und erwartet nun, dass:

• die Clouderlöse (Non-IFRS, währungsbereinigt) in einer Spanne zwischen 8,0 Mrd. € und 8,2 Mrd. € liegen werden (zuvor
zwischen 8,3 Mrd. € und 8,7 Mrd. €).
• die Cloud- und Softwareerlöse (Non-IFRS, währungsbereinigt) in einer Spanne zwischen 23,1 Mrd. € und 23,6 Mrd. € liegen werden (zuvor zwischen 23,4 Mrd. € und 24,0 Mrd. €).
• die Umsatzerlöse (Non-IFRS, währungsbereinigt) in einer Spanne zwischen 27,2 Mrd. € und 27,8 Mrd. € liegen werden
(zuvor zwischen 27,8 Mrd. € und 28,5 Mrd. €).
• das Betriebsergebnis (Non-IFRS, währungsbereinigt) in einer Spanne zwischen 8,1 Mrd. € und 8,5 Mrd. € liegen wird (zuvor zwischen 8,1 Mrd. € und 8,7 Mrd. €).

CEO-Kommentar im Wortlaut:

Aufgrund der Corona-Krise befinden sich unsere Kunden an einem Wendepunkt. Für Unternehmen ist der Umstieg in die Cloud, verbunden mit einer echten Neuausrichtung ihres Geschäfts, unerlässlich geworden. Denn nur so können sie widerstandsfähiger werden und die Voraussetzungen dafür schaffen, dass sie gestärkt aus der Krise hervorgehen können. Gemeinsam mit unseren Kunden und Partnern werden wir Innovationen entwickeln und Unternehmen neue Möglichkeiten für die Abwicklung von Geschäftsprozessen in einer digitalen Welt bieten. Die SAP wird ihr Wachstum in der Cloud auf über 22 Mrd. € im Jahr 2025 steigern und den Anteil der besser planbaren Umsätze auf etwa 85 % ausbauen.“

Details der Quartalszahlen von SAP

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Aktien

Markus Koch LIVE vor dem Handelsstart in New York – Corona und SAP

Redaktion

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Von

Markus Koch meldet sich im folgenden Video LIVE vor dem Handelsstart in New York. Die Corona-Anstiege in den USA und Europa sind heute ein Thema. Aber auch die aktuelle Revision der Aussichten von SAP sind in New York aktuell Thema.

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Tesla krempelt die Autoindustrie um – Werbung

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Lieber Börsianer,

Tesla hat gerade den fünften Quartalsgewinn in Folge gemeldet. Während die Gewinne in der Vergangenheit vor allem den Erlösen aus dem Zertifikatehandel zu verdanken waren, erwirtschaftet Tesla mittlerweile auch im operativen Geschäft einen Überschuss. Der Elektropionier straft damit die Kritiker Lügen.

Bisher musste sich Tesla die Kritik gefallen lassen, dass der Autobauer zwar die Mobilität revolutioniert, jedoch unprofitabel arbeitet. Tatsächlich fielen in der Aufbauphase des Unternehmens horrende Verluste an, die manchen Beobachter auf einen baldigen Untergang von Tesla wetten ließ. Mittlerweile hat sich das Blatt jedoch gewendet. Tesla ist der höchstbewertete Autobauer der Welt.

Tesla treibt eine ganze Branche vor sich her

Die Zeit des klassischen Verbrennungsmotors ist vorbei. Tesla präsentiert sich als Vorreiter einer neuen Zeit. Sicher ist, dass die Automobilbranche vor einer beispiellosen Transformation steht. Tesla hat die technische Entwicklung maßgeblich vorangetrieben und beim Elektromotor und der Batterietechnik mittlerweile einen Vorsprung von mehreren Jahren vor der Konkurrenz. Deshalb pumpen die Anleger viel Geld in Tesla.

Ob sich der Vorsprung verteidigen lässt, ist allerdings noch lange nicht ausgemacht. Klar ist jedoch schon jetzt, dass einige etablierte Konzerne auf der Strecke bleiben werden, wenn sie sich nicht schnell genug anpassen. Gleichzeitig kann aber auch einer der alteingesessenen Autohersteller durch seine enormen Finanzreserven plötzlich zum Marktführer im E-Auto-Segment werden. Entsprechende Strategien gibt es mittlerweile nicht nur bei den Volumenherstellern wie Volkswagen oder Renault, sondern auch im Luxussegment bei Daimler und BMW.

Der Elektromotor ist nicht das einzige Erfolgsgeheimnis von Tesla

Tesla hat nicht nur bei der Entwicklung des Antriebs für seine Fahrzeuge Neuland betreten. Die gesamte Organisation des Unternehmens stellt die Branche auf den Kopf. Es ist verrückt, dass dies die meisten Analysten übersehen.

Üblicherweise ist die Autoindustrie sehr stark von Zulieferbetrieben abhängig. Die Produktion der Einzelteile ist auf der ganzen Welt verteilt. Im Autowerk eines klassischen Konzerns wie BMW, Volkswagen oder Daimler werden die Teile, die aus aller…..

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