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Warum Clemens Fuest dagegen ist, dass Merkel Schecks an die Bürger verschickt

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Euro-Scheine - Clemens Fuest ist gegen Helikoptergeld für Deutschland

Gestern gab US-Finanzminister Mnuchin es bekannt, als direkt neben ihm Donald Trump bei der PK stand. Die US-Regierung will binnen zwei Wochen Schecks an die Amerikaner verschicken, damit vor allem Haushalte mit geringen Einkommen schnell Geld in der Tasche haben. Die Summe ist noch nicht bekannt. Nur klar ist, dass Millionäre keine Schecks erhalten sollen. Das klassische Helikoptergeld also. Der Staat verteilt per Gießkanne direkt Geld an die Bürger – natürlich auf Kosten der Staatsverschuldung – aber hey, wen interessiert das schon? Können wir hier in Deutschland uns vielleicht auch bald über so etwas freuen? Eine Steuergutschrift vom Finanzamt für alle Steuerzahler zum Beispiel? Die Wahrscheinlichkeit ist recht gering. ifo-Präsident Clemens Fuest findet dafür aktuell kurz und knapp klare Worte, die den Systemunterschied zwischen den USA und Deutschland gut erklären. Fuest ist gegen Helikoptergeld in Deutschland. Aus seinen Aussagen kann man auch sinngemäß die Schlussfolgerung ableiten, dass Angela Merkel den Deutschen wohl eher keine Schecks zuschicken wird. Oder vielleicht doch? Abwarten. Hier die Worte von Clemens Fuest:

„In den USA gibt es kein System der Grundsicherung wie etwa in Deutschland. Unterstützung gibt es für Menschen mit niedrigen Einkommen vor allem wenn sie arbeiten. Genau das wird jetzt aber krisenbedingt massiv eingeschränkt“, sagt Fuest.

„Deshalb ist es in den USA sinnvoll, Schecks an Haushalte zu verschicken. Nicht aber in Deutschland. Bei uns arbeiten die automatischen Stabilisatoren wie Kurzarbeitergeld und Arbeitslosengeld“, sagt Fuest. „Das löst allerdings nicht die Probleme für Freiberufler und Selbständige in Deutschland.“

Fuest fügte hinzu: „Die öffentlichen Investitionen, die jetzt in den USA angekündigt wurden, helfen in der akuten Phase der Krise nicht, weil sie einen langen Vorlauf haben und jetzt auch gar nicht umzusetzen wären. Sie können aber bei der wirtschaftlichen Erholung nach der Krise helfen, sie sollten jetzt vorbereitet werden.“

2 Kommentare

2 Comments

  1. Avatar

    schwarze_pille

    18. März 2020 20:41 at 20:41

    Warum beschränkt die US-Regierung sich nicht auf diejenigen, die in den letzten 2 Monaten ihre Einkommen verloren haben? Oder sind die schon im Wahlkampf?

  2. Avatar

    frank

    19. März 2020 08:21 at 08:21

    Fuest ist ja auch Deutscher Ökonom und diese haben bekanntlich keine Ahnung von Geld.

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Der (reale) Sozialismus kommt durch Ihre Hintertür! Major Rütting

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Major Rütting über den Sieg des realen Sozialismus über den von der Coronakrise entlarvten parasitären Finanzkapitalismus – eine Botschaft des Friedens..

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Coronakrise: Kommt Las Vegas wieder zurück ins Spiel?

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Las Vegas Strip - dank Coronakrise sind die Geschäfte eingebrochen

Die Coronakrise hat Las Vegas besonders hart getroffen. Die Stadt lebt vom Tourismus, von Kongressen, Messen und natürlich dem Glücksspiel. All das war seit Mitte März nicht mehr möglich. Ab 4. Juni sollen die Kasinos unter strengen Auflagen wieder öffnen. Der wirtschaftliche Schaden ist bereits jetzt immens.

Die Coronakrise verwandelte Las Vegas in eine Geisterstadt

Es ist Mitte März und die Temperaturen in der Mojave-Wüste sind um diese Jahreszeit mit 23 Grad Celsius tagsüber schon recht angenehm. Auf dem „Strip“, einem Abschnitt des Las Vegas Boulevard, leuchten die Reklametafeln. Normalerweise tummeln sich unzählige Touristen, Glücksritter und Geschäftsleute sowie Massen von Autos zwischen Caesars Palace und der im Maßstab 1:2 nachgebauten Kopie des Eiffel-Turms des Paris Las Vegas Hotels. Doch in den letzten Tagen des März 2020 wirkt die rastlose Stadt wie verlassen. Die beiden Flughäfen McCarren International und North Las Vegas sind verwaist. Das ist das erste Mal seit dem Attentat auf John F. Kennedy im Jahr 1963, dass die Kasino-Hotels auf dem gesamten Las Vegas Strip geschlossen sind. Selbst das verheerende Attentat im Jahr 2017 führte nur zu einer teilweisen Schließung. Die Coronakrise lässt einen ganzen Bundesstaat, der stark vom Tourismus und der Glücksspielbranche abhängig ist, in den wirtschaftlichen Abgrund schauen.

Der wirtschaftliche Schaden ist immens

Seit dem Shutdown der Kasinoindustrie am 17. März sind im US-Bundesstaat Nevada 276.300 Gaming- und Tourismusjobs verloren gegangen. Jeder dritte Arbeitsplatz in dem Wüstenstaat ist von der Tourismus- und Glücksspielindustrie abhängig. Durch den Shutdown sind die Einnahmen von Kasinos, Restaurants, Bars, Clubs, Hotels, Autoverleihern, Kongressveranstaltern, etc. nahezu komplett weggefallen. Ursprünglich sollte die Entertainment-Hauptstadt der Welt nur für einen Monat ihre Geschäfte schließen. Nun dauert der Shutdown bereits seit zweieinhalb Monaten an. Noch ist völlig unklar, wie viele Mitarbeiter nach der Coronakrise noch gebraucht werden. Kasinos und Betreiber von Shows, Messen, Theatern und Logistikunternehmen werden nicht mit dem gleichen Personalbestand wiedereröffnen. Die Auslastung wird weit unter dem Niveau von vor der Coronakrise liegen. Zum einen, weil die Massenarbeitslosigkeit den Amerikanern die Lust am Spielen verleiden dürfte, zum anderen sind Abstands- und Hygieneregeln für eine auf Massentourismus ausgelegte Stadt wie Las Vegas ein signifikantes Geschäftshindernis.

Die gesamte Wirtschaft Nevadas ist stark vom Tourismus und der Glücksspielbranche abhängig. Allein in die beiden Städte Reno und Las Vegas kommen jedes Jahr bis zu 57 Millionen Touristen, um an den Spieltischen und Spielautomat der Kasinos Platz zu nehmen. Von dem Umsatzeinbruch der Unternehmen sind auch die Steuereinnahmen für den Bundesstaat betroffen. Der wirtschaftliche Gesamtschaden wird auf ca. 40 Milliarden US-Dollar bis zum März nächsten Jahres geschätzt, sofern sich die Umsätze bis dahin wieder vollständig erholt haben. Im Jahr 2019 brachte allein das Glücksspiel dem US-Bundesstaat 12 Milliarden US-Dollar ein, von denen laut CDC Gaming Reports mehr als die Hälfte vom Las Vegas Strip stammten.

Hoffnung keimt auf in Sin City

Genau zehn Wochen nach der Schließung aller Kasinos bereitet sich die Glücksspielbranche in Nevada und vor allem in Las Vegas auf die Wiedereröffnung nach der Coronakrise vor. Sofern die Covid-19-Fälle über das Memorial-Day-Wochenende nicht wieder ansteigen, können die Kasino-Hotels am 4. Juni unter strengen Auflagen wiedereröffnet werden, sagte Nevadas Gouverneur Steve Sisolak am vergangenen Freitag. Sisolak wird am heutigen Dienstag eine Pressekonferenz abhalten, um das Datum 4. Juni zu bestätigen, wenn die Gesundheitsbehörden und das Nevada Gaming Control Board ihre Zustimmung erteilen. Zwar sind die gemeldeten Fälle leicht angestiegen, was aber eher darauf zurückzuführen sein dürfte, dass die Zahl der Corona-Tests stark ausgeweitet wurde. Am 30. April wurden 1.165 Personen in Nevada getestet und 121 Covid-19-Fälle gemeldet. Bis zum Memorial-Day-Wochenende stieg die Zahl der Tests auf knapp 3.000 pro Tag an, bei zuletzt 123 Covid-19-Fällen an einem Tag. Eine Wiedereröffnung scheint also sehr wahrscheinlich.

Das Kasino-Geschäft in Nevada wird sich stark verändern

Dennoch wird es ein sehr langsamer Prozess der Normalisierung. Kasinobetreiber mit mehreren Standorten haben bereits angekündigt, zunächst nur Teile bestimmter Resorts wieder zu eröffnen, während andere Kasinos noch komplett geschlossen bleiben, bis die Einschränkungen soweit abgebaut wurden, dass sich die Wiederaufnahme des Spielbetriebs unter betriebswirtschaftlichen Aspekten wieder lohnt. Ihre Tore kurzfristig wieder öffnen wollen unter anderem MGM Resorts, das New York-New York Hotel & Casino mit der berühmten Achterbahn sowie das legendäre Bellagio. Elf weitere Kasinokomplexe auf dem Las Vegas Strip bleiben weiterhin geschlossen – einige wohl für immer.

Laut CDC Gaming Reports werden voraussichtlich nur rund 41 Prozent der gesamten Hotelzimmerkapazität am Las Vegas Strip ab 4. Juni angeboten. Nach der Wiedereröffnung wird sich das Kasino-Erlebnis in Las Vegas und im Großraum Nevada zudem stark verändern: Desinfektionsspritzer statt Begrüßungscocktails, Abstandsregeln, Grenzwerte für Mitarbeiter und Besucher und jeder zweite Einarmige Bandit wird ohne Kundschaft bleiben. Vorbei sind vorerst auch die Zeiten voll besetzter Spieltische. Kasinos müssen die Anzahl der Spieler begrenzen, die Poker, Roulette oder Würfeln spielen: drei Spieler pro Blackjack-Tisch, sechs Spieler pro Würfel-Tisch, vier Spieler pro Roulette-Tisch und nur vier Spieler pro Poker-Tisch. Gruppen oder Zuschauer sind an den Tischen vorerst nicht mehr gestattet.

Die Croupiers werden in Zukunft nicht nur Geld gegen Jetons tauschen, Karten ausgeben und die Kugel rollen lassen, sondern auch für die Einhaltung der Hygieneregeln sorgen und die Gäste desinfizieren. Alle Spielutensilien müssen nach jeder Benutzung gereinigt werden, wenn ein neuer Spieler mit ihnen in Kontakt kommt. Das gilt für Karten, Chips, Schienen, Stühle, Würfel, Kartenschuhe, Mischmaschinen, Roulette-Räder, etc. Der Geruch von Desinfektionsmitteln wird damit als Folge der Coronakrise vorerst fester Bestandteil des neuen Kasinoerlebnisses in Las Vegas werden.

Fazit und Ausblick

Die starke Ausrichtung auf den Massentourismus, Messen, Shows, Glücksspiel und Restaurants belastet die Metropole Las Vegas in der Coronakrise besonders stark. Arbeitsplätze gehen verloren, Geschäfte schließen für immer ihre Türen und die Immobilienpreise beginnen zu fallen, ebenso wie die Steuereinnahmen des Bundesstaates Nevada. Die wahrscheinliche Wiedereröffnung des Glücksspielbetriebs ab nächster Woche lässt zwar Hoffnung aufkeimen, aber die neuen Sicherheitsregeln machen das Geschäft für viele Dienstleister unlukrativ. Ein ganzer Bundesstaat muss hoffen, dass es keine zweite Corona-Welle gibt und die Abstands- und Hygiene-Maßnahmen so bald wie möglich weiter gelockert werden. Ansonsten droht Wüstenstädten wie Las Vegas das Schicksal einer Goldgräberstadt ohne ausbeutbare Mine.

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Schrottkredite europäischer Banken – Aufsicht warnt, Problemlösung gibt es schon

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Bankentürme in Frankfurt - EBA analysiert die Schrottkredite in der EU

Die europäische Bankenaufsicht “EBA” hat vor immer mehr Schrottkrediten in den Bilanzen europäischer Banken gewarnt. Logisch, durch die Coronakrise können viele (private und gewerbliche) Schuldner ihre Kreditraten nicht mehr bedienen. Das kann sehr schnell zu einem Problem für die Banken werden, weil sie in ihren Büchern Kredite als Vermögenswerte verbuchen, die aber gar keine mehr sind. Eigentlich müssten sie diese Schrottkredite sofort umbuchen als Verluste, die abgeschrieben werden müssten. Das würde zu gigantischen Verlusten führen, welche wiederum das Eigenkapital der Banken auffressen würde. Ein klassisches Szenario a la Markus Krall würde eintreten.

Laut EBA-Aussage seien die Banken in der EU mit einer starken Kapitalbasis (FMW: Wirklich?) und Liquiditätspuffern in die Coronakrise gegangen. Die Krise werde voraussichtlich die Qualität der Vermögenswerte beeinflussen, so die EBA allgemein formulierend. Damit meint sie, dass die Kredite (Forderungen sind Vermögenswerte aus Sicht der Banken) in Schrottkredite verwandelt werden könnten. Schrottkredite werden im englischen Sprachgebrauch als “Non Performing Loans” (NPL) bezeichnet. Deswegen kursiert die Abkürzung “NPL” oft in Berichterstattungen durch die Texte. Die Profitabilität der Banken könne beeinträchtigt werden. Aber die Banken hätten in den letzten Jahren Kapitalreserven angesammelt, die höher seien als gefordert, so die EBA. Diese Puffer würden es den Banken erlauben potenzielle Kreditverlusten auszuhalten, die im Rahmen einer Stresstestanalyse im Jahr 2018 erstellt wurden.

Schrottkredite im Fokus

Ende 2014 hatten Schrottkredite mit 7,1 Prozent Anteil ihren Höhepunkt erreicht. Seitdem konnten sie auf einen Anteil von 3,1 Prozent verringert werden. Dies sind aber immer noch 529 Milliarden Euro! Gleichzeitig weist die EBA darauf hin, dass fast die Hälfte der Banken in der EU noch immer nicht in der Lage seien ihre Kapitalkosten zu verdienen! Unsere Anmerkung: Bitte wie, und das soll eine robuste, krisenfeste Finanzindustrie sein?

Laut EBA halten die Banken in der EU jetzt größere Kapitalreserven vor als in der Finanzkrise 2008. Die harte Kernkapitalquote sei von 9 Prozent im Jahr 2009 auf 15 Prozent Ende letzten Jahres gestiegen (klingt doch gleich wieder viel besser?). Im Zuge der Coronakrise werden die Banken laut EBA mehr Schrottkredite verkraften müssen, was vergleichbare Ausmaße annehmen können wie nach der Staatsschuldenkrise. Die Kreditausfälle könnten bis zu 3,8 Prozent des harten Kernkapitals oder umgerechnet 315 Milliarden Euro betragen, so die EBA. Und jetzt kommt eine wichtige Aussage der EBA. Staatliche Garantien, die in vielen Ländern eingeführt wurden, könnten diese Auswirkungen mildern, während die EBA-Richtlinien zu Kreditmoratorien die automatische Einstufung betroffener Forderungen als Schrottkredite oder ausgefallene Forderungen vermeiden werden. Ja, so möchten wir anmerken. Da hatte die BaFin ja unlängst auch für deutsche Banken eine entscheidende Richtlinie herausgegeben.

Die Lösung des Problems der Banken ist bereits vorhanden

Nämlich die Befreiung von der Verpflichtung, Kredite mit ausgefallener Ratenzahlung als wertlose Forderung abschreiben zu müssen. Es gibt nun also nach außen hin wohl nicht sichtbar immer mehr Schrottkredite in den Büchern der Banken, die sie aber nicht als solche abschreiben müssen – wodurch die Banken auch keine Verluste ausweisen müssen, welche ihr Eigenkapital auffressen würden. Finden Sie beim Klick an dieser Stelle dazu die Info vom 24. März. Eine wichtige Ansage der BaFin Richtung Banken lautet demnach, dass beispielsweise “ein Schuldner nicht zwingend als ausgefallen einzustufen ist, wenn bei einem Kredit Kapitaldienst und Zinsen in Folge des Corona-Virus gestundet” werden.

Wir meinen: Das ist der wichtigste, der zentrale Bestandteil dafür, dass die Banken in Europa trotz der zunehmenden Lawine der Schrottkredite “unbeschadet” durch die Krise kommen werden, zumindest optisch für uns Außenstehende. Kredite, bei denen man die Raten stundet, gelten weiterhin als normale werthaltige Forderungen der Banken. Von daher sieht nach außen alles normal aus. Man darf vermuten, dass die Aufsichtsbehörden diese Regelung auch nach dem kompletten Wiederhochfahren der Volkswirtschaften eine Zeit lang aufrecht erhalten werden. Denn die Kreditausfälle und Insolvenzen, die beginnen wohl erst in ein paar Monaten so richtig sich zu entfalten!

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