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Warum der September für die Fed der perfekte Zeitpunkt für eine Zinsanhebung wäre!

Sechs Gründe, warum die Fed im September doch ernst machen könnte..

Redaktion

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am

FMW-Redaktion

Wenn die Fed die Zinsen anheben will (was bekanntlich ja viele bestreiten, dass sie es wirklich will) – wann wäre dafür der beste Zeitpunkt? Kay Van-Petersen gibt sechs sehr bedenkenswerte Gründe, warum der September für die Fed eigentlich der optimale Zeitpunkt wäre (sofern die heutigen Arbeitsmarktdaten nicht maßlos enttäuschen).

Einer davon wird bislang in Deutschland kaum beachtet: die Volksabstimmung in Italien über die Senatsreform, an die Italiens Ministerpräsident Renzi seine politische Zukunft geknüpft hat. Scheitert Renzi, könnte Italien noch instabiler werden etc. Aber hören wir auch die anderen Gründe, die Van-Petersen nennt (falls Ihnen auffallen sollte, dass Kay den Begriff „kind of..“ häufiger gebraucht, liegen Sie damit nicht ganz falsch..):

3 Kommentare

3 Comments

  1. Avatar

    V

    2. September 2016 11:56 at 11:56

    Schauen wir uns mal diese „bemerkenswerten“ Gründe genauer an:
    1. der Zusammenhang zwischen rate hike und Herausnehmen politischer Risiken in US und Italien ist nicht nachzuvollziehen und nicht logisch; die Wirkung eines rate hikes kann durch eine negative Reaktion der Börse sogar exterm kontraproduktiv sein
    2. und 3. die FED zeigt ihre Zuversicht, dass der Aufschwung robust ist und zieht ihre Linie durch; das nimmt doch kein Mensch ab, wenn alle anderen Indikatoren (außer vielleicht der Arbeitsmarkt) in die andere Richtung, ja sogar Richtung drohende Rezession zeigen
    4. die FED hilft anderen Ländern, die ihre Währung gern abgewertet sehen würden; wieso sollte die FED das machen, denn das schwächt die Erfolgschancen der eigenen Wirtschaft; so ticken Amis nicht
    5. eine Zinserhöung macht die FED flexibler für weitere Erhöhungen; aber nicht, wenn der Markt nicht gleichzeitig nach oben geht; denn sonst manövriert sie sich eher in eine Situation in der Ben Bernanke sich 2007 manövrierte; kurz vor der Rezession noch die Zinsen zu erhöhen
    6. Glaubwürdigkeit der FED wiederhergestellt; ja aber nur kurzfristig, wenn danach wegen der ERhöhung und einbrechender Wirtschaft alles wieder in beschleunigtem Tempo nach unten geht.

    Also alle Argumente meines Erachtens total auf Sand gebaut und nicht tragfähig! Die FED wird weiter die Füsse still halten, schon allein deswegen, weil sie kurz vor den Wahlen keine Verwerfungen mehr produzieren möchte.

  2. Avatar

    Zinsangst

    2. September 2016 12:04 at 12:04

    – A Sept. hike could also help struggling foreign currencies -… Wie soll das denn gehen? Schon die letzte Zinserhöhung im Dez.´15 hat den Devisenmarkt komplett aus den Angeln gehoben und den Yuan gefährlich abstürzen lassen, ganz zu Schweigen vom Euro. Helfen würde es nur dem Yen (aber auf der Unterseite). Auch die anderen Argumente sind nicht besonder schwergewichtig. Hier mal die Gegenargumente: 1. Die letzten BIP-Daten waren schwach (nur 1,1% annualisiert, statt 3% „Potenzialwachstum“), PMI Fertigungsindustrie unter 50, Ölpreis schwach, BIP-Deflator mit 0,9% weit von Zielinflation (2%) entfernt, Automobilverkäufe schwach mit Zenit-Hinweis von Ford, Beginn der heißen Wahlkampfphase am 15. September, rückläufige US-Unterehmensgewinne (aktuell -2,6% yoy), kollabierende Produktivität, BIP per Capita nahe Allzeittief, explodierende Verschuldung auf Bundesebene und in der Privatwirtschaft und ganz nebenbei ist der September ein sehr anfälliger Monat für Aktiencrashs (überkauft genug ist der ja). Also, die vorgetragenen Argumente sind so stark und überzeugend versus die Gegenthese nicht. Ja, die Fed kann die Zinsen erhöhen aber das wäre der Tot des US-Konjunkturpflänzchen und würde ein QE4 der Fed auf der Zeitschiene eher vorziehen. Ebenso wie explodierende Edelmetallpreise und einen kollabierenden US-Dollar. Unter diesem Aspekt (Goldpreisexplosion) ein wirklich sehr guter Zeitpunkt für eine Zinserhöhung!!!

  3. Avatar

    gerd

    2. September 2016 12:34 at 12:34

    W e n n die Fed die Zinsen anheben will (was bekanntlich ja viele bestreiten, dass sie es wirklich will)…“
    Vielleicht, weils amerika gar nicht so gut geht?

    Aber genau da gehts ja schon mal los. Wenn…
    Vielleicht redet der selbe Mensch heute bereits n a c h den Arbeitsmarktzahlen und weiterer schwacher Wirtschaftszahlen in der nächsten Woche über den richtigen Zeitpunkt für eine Zins s e n k u n g.

    Verstehen tue ich „Engländer akkustisch nicht.
    Hab aber irgendwas von „help struggling Währungen“ gelesen.
    Auf FMW wird doch immer ein Horrorszenario gemalt, dass Länder die sich in Dollar verschuldet haben, insbesondere auch die Schwellenländer, arg leiden würden.

    Und ganz wichtig:
    Oh wie schönn wären doch Zinserhöhungen.
    Im letzten Jahr gabs die Zinserhöhung aus meiner Erinnerung heraus nicht im September, sondern im Dezember. Und verglichen mit damals steht der Dow Jones
    heute 1000 Punkte höher. Also ist doch der Dezember goldrichtig für eine Anhebung. Da sind alle anderen Gründe, die für September genannt wurden, nebensächlich. :)Ha, Ha.

    Ich wünsche mir jedenfalls -ernstgemeint- dass sich die FED eine Zinserhöhung erlauben kann, gerne auch 2, 3 oder auch 4 oder 5. Ob im September oder sonstwann. Egal. Dann habe ich einigermaßen und ansatzweise die Gewähr, dass vieles in Ordnung ist auf der Welt und in der Wirtschaft und Finanzwelt.
    Und wenn der Dow Jones nach jeder Erhöhung wiederum um 1000 Punkte steigt, dann ist bei mir auch vielers in Ordnung. Dann sollen die Zinsen doch bitte liebstens 10x um 0,25% angehoben werden. Dann haben wir einen Leitzins von schlappen 3% und der Dow steht bei 28000.
    Verstehe mal wieder nicht die Sorgen der anderen, die sich jetzt wegen einer einzigen Zinsanhebung fürchten.

    Einzig allein, wir leben nicht in der heilen Welt, dass die Zinsen derart angehoben werden. Das ist das eigerntlich Schlimme.
    Deshalb wird der Dow Jones vorerst auch nichtmal die 20000 überschreiten.

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Amerikaner kaufen in der Coronakrise Waffen, Deutsche dagegen Toilettenpapier – wie Analysen aus dem Frühjahr gezeigt haben. Kurz vor den US-Wahlen steigt die Unsicherheit in vielerlei Hinsicht – und die Aktienkurse von Waffenherstellern. Waffenkäufe in den USA sind in Zeiten der Coronakrise schon seit längerer Zeit feststellbar –  jetzt aber gesellen sich noch weitere Ursachen dazu. Die Steigerungen bei den Kursen der Waffenfirmen brauchen sich nicht einmal hinter den Tech-Werten zu verstecken. Und wieder einmal könnte ein Regierungswechsel einen Boom auslösen.

Das Recht des Amerikaners zum Waffenbesitz

Wie oft wurde in den USA schon über eine Verschärfung des Waffenrechts diskutiert, zumeist im Zusammenhang mit Amokläufen! Stets beruft sich die US-Waffenlobby in Gestalt der NRA – National Rifle Association of America, Nationale Schützen-Vereinigung – auf das verfassungsrechtlich garantierte Recht der Amerikaner zum Waffenbesitz.

Im 2. Zusatzartikel der Verfassung der Vereinigten Staaten, verabschiedet bereits am 15. Dezember 1791 hieß es:

„Da eine wohlgeordnete Miliz für die Sicherheit eines freien Staates notwendig ist, darf das Recht des Volkes, Waffen zu besitzen und zu tragen, nicht beeinträchtigt werden.“ Obwohl es immer wieder Versuche gibt dieses uralte „Grundrecht“ abzuändern, unterstützen insbesondere die Republikaner mit ihrem Präsidenten Donald Trump die Interessen der NRA. Da ein Regierungswechsel zu den Demokraten sehr wahrscheinlich geworden ist, haben die Aktien von Waffenherstellern einen weiteren Aufwind bekommen – man erwartet Hamsterkäufe im Falle eines Wahlsiegs von Joe Biden.

Die Hausse der Revolveraktien im Jahr der Coronakrise – oder Amerikaner kaufen Waffen, Deutsche Toilettenpapier

So lautete eine etwas scherzhaft gemeinte Feststellung zu Zeiten des Lockdowns im April. Betrachtet man sich aber die Entwicklung der Aktien von Pistolen-, Revolver-, und Gewehrherstellern in den letzten neun Monaten, so erkennt man, dass dies kein billiger Kalauer gewesen ist. Im Übrigen waren die Regale mit dem Toillettenutensil eine Zeitlang wirklich Mangelware in Deutschland.

Die Performance:

Konnte der große S&P 500 in diesem Jahr bisher um sieben Prozent zulegen, so ging es mit den Aktien der weltbekannten Waffenfirma Smith&Wesson um 135 Prozent nach oben, die weniger bekannte Firma Sturm Ruger aus Southport (Connecticut) bringt es immerhin auf 51 Prozent. Allein im Monat Oktober ging es bereits um 8 beziehungsweise 9,5 Prozent nach oben.

Waren es im Spätwinter Sorgen der Amerikaner vor Plünderungen infolge der Coronakrise, später die Angst vor Unruhen im Lande wegen des gewaltsamen Todes des Afroamerikaners George Floyd, so fürchtet man sich jetzt vor einem möglichen Chaos nach dem 3. November, sollte es keinen eindeutigen Sieger geben. Zusätzlich sorgen sich die Waffennarren vor härteren Regelungen, insbesondere von Schnellfeuerwaffen, die für die Demokraten ein echtes Übel darstellen. In Deutschland würde manche Waffengattung unter die Regelungen des Kriegswaffenkontrollgesetzes (KrWaffKontrG ) fallen. Die Chefs der Waffen-Firmen in den USA hingegen freuen sich über die Nachfrage, man komme mit den Auslieferungen kaum hinterher.

Absonderliche Entwicklungen unter den Reps und Dems

Die eindeutige Positionierung von Demokraten und Republikanern haben in der Vergangenheit zu seltsamen Entwicklungen der Aktienkurse von Waffenfirmen geführt. Unter den acht Jahren von Präsident Barrack Obama stiegen die Aktien von Sturm Ruger um etwa 900 Prozent, weil der Demokrat zwar immer für schärfere Waffengesetze eintrat, dieses im Kongress aber nicht durchsetzen konnte. Unter Donald Trump stieg die Aktie dieser Firma nur um mickrige 16 Prozent, weil sich die NRA der Unterstützung des Präsidenten sicher sein konnte. Jetzt könnte Joe Biden aufgrund der Coronakrise ins Weiße Haus zurückkehren, um die Ideen von Barack Obama in die Tat umzusetzen.

Wozu brauchen die Amerikaner so viele Waffen?

Diese Frage kommt einem sofort in den Sinn, wenn man sich die Statistiken über den Waffenbesitz in den USA betrachtet – eine „kleine“ Privatarmee. 43 Prozent aller Amerikaner leben in einem Haushalt mit mindestens einer Schusswaffe. Es gibt in den USA 300 Millionen Waffen, Pistolen und halbautomatische Sturmgewehre.

Fazit

Es ist für uns Europäer schon eine schauerliche Vorstellung: Dass es in fast jedem zweiten Haushalt Schusswaffen gibt, dass Millionen von Amerikanern selbst im Handschuhfach ihres Wagens eine Waffe mitführen. Gerade in der jetzigen Situation eines gespaltenen Landes, in dem sich bestimmte Gruppierungen im Lande unversöhnlich und fanatisch gegenüberstehen, bei einem Präsidenten, der vieles gewähren lässt, um es höflich auszudrücken. Dazu die Coronakrise mit ihren wirtschaftlichen Folgen: Gestiegene Waffenkäufe und gestiegene Aktienkurse bei Smith&Wesson und Co, ob das nicht der gefährlichste Teil der Aktienhausse in den USA ist?

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