Finanznews

Warum die Märkte nach der Fed ins Minus drehten! Videoausblick

Faktisch lautete die Botschaft der US-Notenbank: wir sind nicht mehr der Freund und Helfer der Märkte und der US-Wirtschaft, weil beide vor Kraft strotzend kaum mehr laufen können..

Nach anfänglicher Euphorie, dass die Fed den Begriff „akkommodierende Geldolitik“ weggelassen hatte (also ihre Geldpolitik nicht mehr die Konjunktur unterstützen soll) drehte die Wall Street dann zum Handelsende hin ins Minus. Denn faktisch lautete die Botschaft der US-Notenbank: wir sind nicht mehr der Freund und Helfer der Märkte und der US-Wirtschaft, weil beide vor Kraft strotzend kaum mehr laufen können und daher die Unterstützung nicht mehr brauchen. Die Fed wird, das hat sie gestern klar gemacht, die Zinsen konstant weiter anheben. Heute gibt es einige wichtige Ereignisse, auf die zu achten ist: Italiens Haushaltsplan; die Anhörung der Frau, die den Supreme Court-Kandidaten Kavanaugh zuerst des sexuellen Mißbrauchs bezichtigt hatte; und das Treffen von Rod Rosenstein mit Donald Trump..



Kommentare lesen und schreiben, hier klicken

Lesen Sie auch

2 Kommentare

  1. @Markus F. Nach der Fed-Sitzung am gestrigen Tag kann man bei übergeordneter Betrachtung des jetzigen Konjunkturzyklus der USA schon ins Grübeln kommen – über den Optimismus vieler Marktteilnehmer. Warum? Der S&P 500 ist seit seinem Tief von 673 Punkten in der Spitze jüngst auf 2931 Punkte gestiegen und steht damit über 330% höher als im Tief. Dann kündigt eine Notenbank an, die Zinsen nach der 8. Anhebung noch weitere 6 Mal erhöhen zu wollen. Und dies soll zu keinem Crash am Aktienmarkt führen, wenn Anleger nach einer Kursvervierfachung des wichtigsten Marktbarometers der Welt nach 10 Jahren plötzlich Kurzzinsen über der Inflationsrate offeriert bekommen? Weil die Wirtschaft so gut läuft, die Verbraucher kommen schon klar mit den Zinsen – wo würde denn der Zins für Immobilien, Verbraucherkredite u.a. liegen bei einem neutralen Fed-Zinssatz von 3%? Glaubt man tatsächlich, dass die Schuldentragfähigkeit von Staat, Unternehmern und Verbrauchern auf der Höhe früherer Wirtschaftszyklen liegt? Es ist doch jetzt klar, dass das Wirtschaftswachstumstempo im S&P 500 bei 25% in Q1 und Q2 und erwarteten 20% in Q3 in Kürze nicht mehr zu halten sein wird (Auslaufen des Effekts der Steuerreform). Blendet man aus, dass die Steuerreform in einem heiß gelaufenen Markt wie ein Dopingmittel im Sport wirkt, eben nur für begrenzte Zeit? Ich könnte mir vorstellen, dass die Fed die Zinsen jetzt rasch anheben will, um bei einer kommenden Rezession Pulver für Senkungen zu haben.
    Aber nach 10 Jahren Aufschwung mit Kursvervierfachungen geht es einfach weiter – dieses Mal ist alles anders, oder wie sehen Sie das Markus?
    Gruß

    1. @Wolfgang M., Sie haben völlig Recht! Ich sah gestern um Umfeld der Fed-Entscheidung CNBC, also einen US-Finanzsender, der ansonsten alles andere als bärisch ist. Und was mir da zum ersten Mal auffiel war, dass die Kommentatoren von Asset-Blasen sprachen, die sich gebildet hätten und vor der exzessiven Verschuldung der US-Unternehmen warnten, die mit weiteren Zinsanhebungen (wie sie die Fed gestern ankündigte) immer untragbarer werden würden. Da sind also völlig neue Töne plötzlich zu hören!
      Und: Art Cushin, ehemaliger UBS-Banker und in den USA eine Legende, sagt schon bei CNBC beim Anstieg des Marktes als erste Reaktion auf die Fed: das werde nicht anhalten, die Märkte glaubten, sie seien in einer Traumkonstellation („sweet spot“): starke Wirtschaft und eine Fed, die die Zinsen nicht wirklich weiter anheben wird. Das aber sei eine Illusion, die die Wall Street sehr bald verlieren werde..

Hinterlassen Sie eine Antwort

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.




ACHTUNG: Wenn Sie den Kommentar abschicken stimmen Sie der Speicherung Ihrer Daten zur Verwendung der Kommentarfunktion zu.
Weitere Information finden Sie in unserer Zur Datenschutzerklärung

Meist gelesen 7 Tage