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Wirecard-Aktie aktuell: BaFin verbietet Leerverkäufe, hier im Wortlaut

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Das ist ein Hammer für die Wirecard-Aktie! Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) hat ab sofort Shortselling (Leerverkäufe) in der Aktie verboten. Damit können Spekulanten keinen zusätzlichen Verkaufsdruck auf die Aktie ausüben, wenn sie sie möglichst stark in die Tiefe drücken wollen. Die Aktien von Wirecard steigen im frühen Handel um knapp +9%!

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Über Leerverkäufe

Beim Leeverkauf verkauft ein Spekulant Aktien, die er gar nicht besitzt. Dabei leiht sich die Depotbank des Spekulanten die Aktien bei einer anderen Depotbank, oder sie selbst verleiht sie an ihren Kunden. Dem Spekulanten wird die Aktie dann zum Verkaufen geliehen, wofür er einen Leihzins zahlen muss, wie beim Mieten eines Autos. Letztlich muss der Spekulant die Aktie dann irgendwann zurückkaufen und sie wieder an den Verleiher zurückreichen (das geschieht alles elektronisch).

In den letzten Wochen hatten es Shortseller in der Wirecard-Aktie doch zu arg übertrieben, wie man im folgenden Chart mehr als eindeutig sehen kann. Die Staatsanwaltschaft München ermittelt in dieser Sache, aber nicht gegen Wirecard selbst. Ob und wie der Journalist der Financial Times, der diese Kursrutsch auslöste, irgendwie an Leerverkäufen partizipierte, ist noch völlig unklar, und daher im Augenblick eine reine Vermutung, die nicht bewiesen werden kann. (hier mehr zu den Hintergründen)

Entwarnung für die Wirecard-Aktie?

Mit dem aktuellen Verbot der BaFin wird zumindest bis April (bis dahin gilt das Verbot) ein gewisser Abwärtsdruck von der Wirecard-Aktie genommen. Das heißt aber nicht, dass sie jetzt nicht mehr fallen kann. Natürlich können Aktienbesitzer sie noch weiterhin ganz „normal“ verkaufen. Hier die BaFin im Wortlaut zum aktuellen Verbot:

Wirecard AG: Allgemeinverfügung zum Verbot der Begründung und Vergrößerung von Netto-Leerverkaufspositionen
Datum:18.02.2019
Die BaFin hat am 18. Februar 2019 eine Allgemeinverfügung erlassen, wonach es ab sofort verboten ist, neue Netto-Leerverkaufspositionen in Aktien der Wirecard AG (DE0007472060) zu begründen oder bestehende Netto-Leerverkaufspositionen zu erhöhen.
Das Verbot gilt bis zum 18. April 2019, 24 Uhr. Die Verfügung beruht auf Artikel 20 Verordnung (VO) Nr. 236/2012 (EU-LeerverkaufsVO). ESMA hat der BaFin dazu eine positive Opinion abgegeben.

Wirecard-Aktie seit dem 21. Januar
In diesem Chart sehen Sie die Wirecard-Aktie seit dem 21. Januar. Gibt es heute eine nachhaltige Erholung?

4 Kommentare

4 Comments

  1. Übelkeit

    18. Februar 2019 10:34 at 10:34

    Es sollten so einige Finanzprodukte verboten werden, welche der Wirtschaft und vor allem den Privatanlegern massiv schaden. Genauso elektronischer Handel via Algorithmen.

  2. Simply

    18. Februar 2019 10:55 at 10:55

    Kaum passt was nichts in Programm werden die Schreie nach einen Verbot lauter und weil es dann gesetzlich „verboten“ ist existiert es nicht mehr.
    Eine Aussage die man gerne von Juristen, Richtern und dergleichen hört. Die Realität schaut leider anders aus.
    Ein besserer Ansatz wäre einfach eine Steuer auf diesen ultrakurzfristigen Handel zu erheben. Dies müsste natürlich von den größten Ländern gleichzeitig getragen werden, was eher unwahrscheinlich ist. Zusätzlich werden Banken, Broker, Börsen,… ordentlich dagegen lobbiere / protestieren.
    Der Vorschlag von Friedrich Merz war ja prinzipell ein guter Ansatz und diskussionswürdig.

  3. Marcus

    18. Februar 2019 11:06 at 11:06

    Meiner Ansicht nach schürt das nur noch mehr Misstrauen. Genau so hat man es 2008/2009 bei der Finanzkrise auch gemacht in dem man die Leerverkäufe von Banktiteln verboten hat. Gelöst waren die Probleme dadurch aber nicht…

  4. Beobachter

    18. Februar 2019 12:43 at 12:43

    Leerverkäufe sind das Gegenteil von Terminkäufen oder Kaufoptionen. Auch bei Terminkäufen kann man mit wenig Geld grosse Volumen kaufen u.mit grossen Hebeln die Märkte stark beeinflussen. Im Grunde genommen sind das alles Wetten auf fallende oder steigende Kurse. Solange die Kurse hochgetrieben werden haben alle Freude u.Niemand beschwert sich.Wehe wenn jemand die zu hohen ungerechtfertigten Kurse herunterhandelt gibt es Kritik an den bösen Leerverkäufern.Einer seriösen Firma mit angemessenem Aktienkurs kann ein Leerverkäufer nichts anhaben. ( nachhaltig ) Sogar die nach m. M. eher zu hohen Kurse von Tesla konnten bis jetzt von den Leerverkäufern nicht auf ein reales Niveau gedrückt werden.
    Also bitte beide Seiten der Spekulation beachten,

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Der Öl-Schock: Diese Aktien und Währungen sind betroffen – Gewinner und Verlierer

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Nach dem heutigen Öl-Schock (Ölpreis steigt so stark wie seit 1991 nicht mehr) gibt es natürlich betroffene Aktien und Währungen, die darunter leiden, und andere die davon profitieren. Schaue wir uns die Gewinner an. Ohhh Wunder, Exxon Mobil legt heute kräftig zu mit +4,8%. Die Aktie von BP legt um 4,9% zu, Royal Dutch Shell um 3,1%. Hier exemplarisch ein aktueller Chart der BP-Aktie seit Februar. Nach monatelangem Abwärtstrend jetzt die Trendwende?

BP-Aktie steigt dank Öl-Schock

Tja, und die Verlierer? Das sind die großen Öl-Verbraucher, bei denen ein schnell steigender Ölpreis zuerst sichtbar wird. Die Airlines! Die Lufthansa-Aktie fällt heute um 3,4%, Ryanair um 2,5%. Aber sogar die Airbus-Aktie leidet heute mit -4%. Der Aktienmarkt glaubt also an eine größere Auswirkung, die sogar Bestellungen für neue Flugzeuge beeinträchtigen könnte? Charttechnisch gesehen halten sich diese heutigen Rückfälle aber noch in Grenzen. Also noch keine Alarmstufe Rot für diese Aktien.

Öl-Schock sorgt für Verschiebungen am Devisenmarkt

Aber auch am Devisenmarkt sorgt der heutige Öl-Schock für eine Verschiebung der Geldströme. Währungen von Öl-Exportländern werden aufgewertet, und die von Importländern werden abgewertet. Mit am Stärksten negativ betroffen ist heute die türkische Lira. Die Türkei importiert viel Öl, und oben drauf gilt die Lira seit Jahren als Angriffsziel für diverse Arten von Spekulanten-Attacken. Heute steigt US-Dollar vs Türkische Lira von 5,67 auf 5,72. Indien als großer Konsummarkt für Öl ist sehr stark betroffen. USD vs Rupie gewinnt heute von 70,98 auf 71,61. Kleinere Auswirkungen spürt man aber auch bei US-Dollar gegen den ungarischen Forint, wo der Kurs gegenüber Freitag steigt von 299 auf 301. Aber das sind nur drei Beispiele. Betroffen sind auch Südafrika, Indonesien usw.

Auf der Gewinnerseite steht natürlich der russische Rubel. Obwohl der Dollar-Index heute gegenüber Freitag zulegt, verliert USD gegen den Rubel von 64,34 auf jetzt 64,01. Auch Kanada als Ölförder-Nation spürt als kleinen Ausläufer die Auswirkungen. USD vs kanadischer Dollar verliert von 1,3285 auf 1,3244. Im Chart sieht man USD vs Rubel seit Ende August. Der Rubel wertet eh seit einiger Zeit gegen den US-Dollar auf.

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