Marktgeflüster (Video): Neue Konstellation

Von Markus Fugmann

Der Dax wird heute durch eine neue Konstellation ausgebremst: in Frankreich wird das Rennen um die Präsidentschaft immer enger, nachdem der linke Kandidat Jean-Luc Mélenchon in den Umfragen stark aufholt nach den beiden bisherigen TV-Debatten. Mélenchon stellt den Euro in Frage und will aus der NATO austreten, im worst case aus Sicht der Märkte würden sich der linke Mélenchon, der vor allem durch Twitter und Youtube Zuspruch von jungen Wählern hat, sowie Le Pen in der Stichwahl gegenüber stehen. Daher steigen die Risikoprämien für französische Anleihen gegenüber deutschen Anleihen, der Dax kann die Gewinne der Wall Street nicht nachvollziehen. Bringt heute Abend Janet Yellen bei ihrer Rede ab 22 Uhr weitere Bewegung in die Märkte?


Kommentare

Marktgeflüster (Video): Neue Konstellation — 8 Kommentare

  1. @Herr Fugmann: Die Lage in Frankreich ist sicher nicht so toll, aber nicht unbedingt marktweisend….heute. Vielmehr scheint die Teilnehmer heute zu stören, dass USA bei G7 schon wieder eine gemeinsame Erklärung blockierten. Somit droht „die Welt“ wieder ein Stück handlungsunfähiger zu werden. Der Wahnsinn scheint Methode zu werden, das schmeckt den Märkten nicht!
    Frankreich wird dann quasi 3 vor 12, also nächste Woche und nach der letzten Diskussionsrunde, so richtig die Märkte verunsichern.

  2. Was haben die Franzosen schon zu verlieren.In der EU wird es für sie nicht besser.
    In Italien,Spanien und Osteuropa riecht es auch nicht nach goldenen Zeiten.
    Am Meisten haben die Deutschen zu verlieren, wir tun Garnichts für den Wohlstand in der EU,wir geben den Briten Saures ,den Russen Sanktionen und mit Trump
    verstehen wir uns ebenfalls schlecht. Wir werden die Quittung noch erhalten.
    Zwar keinen Krieg dafür aber wirtschaftlichen Niedergang.

  3. Genau, Frankreich ist eines : irrelevant, total egal…

    Wie soll Frankreich aus dem EUR-Monstrum austreten können ?
    Wenn das Nicht-EUR-Mitglied GB vor massiven Problen steht, dann wird das für die Franzosen eine „einfache Nummer“ ?

    Hört eigentlich wie das BlaBla um Österreich bzw. die Niderlande an ? Wie soll, bzw. kann ein EUR-Staat (!!) aus dem EUR austreten können ?

    Na ja, lassen wir es lieber, ist doch toll, die Medien haben was zu schreiben… Der EUR wurde doch schon 2012 „beerdigt“, leider ist die „Fehlgeburt“ immer noch da….

    VG

    Marko

    • Es ist auch gut, dass nicht jeder der Gründungsstaaten aus der EU so mir nichts, dir nichts austreten kann, wenn ihm etwas nicht passt. Die EU ist ein hoch komplexes politisch-wirtschaftlich-soziologisches Gebilde, dass eine weitere stabilisierende und deeskalierende Kraft zu dem in den 60er bis 80er Jahren von zwei relativ unkontrollierten Machthabern vorherrschenden „Schwanzvergleich“ (man verzeihe diesen Ausdruck) darstellt.
      Eingedenk einer weiteren dritten Großmacht in China wäre die Auflösung der EU in unbedeutende Einzelstaaten, die sich wirtschaftlich untereinander bekämpfen, der Untergang in die globale wirtschaftliche Bedeutungslosigkeit.
      Auf politischer Ebene würde Europa noch viel mehr Tummelplatz für Terroristen aller Art, weil wir wieder zur unbeachteten Pufferzone zwischen mehreren narzisstischen und geistesgestörten Größenwahnsinnigen würden. Daneben zum Marktplatz für italienische, chinesische, russische und amerikanische Mafia (ich weiß, Mario Droghi und der Rest ist bereits hier) 😉

      Die EU ist kein Jo-Jo, heute rein, morgen raus, wenn es dann gut läuft, wieder rein…

      Ganz klar: Die EU ist ein Verwaltungsmonster, schlecht organisiert, Geld verschlingend, ineffizient, meistens seltsam was auch immer. Kein Thema!
      Doch die Proteste, die Reformbestrebungen müssen intern erfolgen. Nicht mit Austritt aus dem Gebilde, dass wir selbst in großer Euphorie erschaffen haben.

      30 Stunden Wochenarbeitszeit, mit 60 in Rente (am besten beides bei mindestens 2.500 EUR netto), ernsthaft??? Das ist ein schöner und utopischer Traum, mehr aber auch nicht. Griechenland lebt ihn uns für jedermann sichtbar vor. Für die etablierten ehemals verbeamteten Pensionäre über 70 funktioniert das, wie auch in Deutschland, aber nicht für die aktuell arbeitende Bevölkerung.

      Wir können „national“ nicht annähernd alle hochqualifizierten Jobs mit einheimischen Hochschulabgängern besetzen, weil diese einfach nicht qualifiziert genug sind. Für manche traurig, aber wahr: Die Deutschen sind in der Masse nicht annähernd schlau genug!
      Wir hinken hinterher, je weiter wir uns separieren. Die Welt entwickelt sich weiter, nationale Separationsbetrebungen sind Blockaden.
      7 Milliarden Menschen schaffen viele hundert Millionen hochtalentierte Menschen, die an der „freien“ Märkten partizipieren wollen.

      Im nationalen deutschen Fußball erfreuten wir uns die letzten Jahre über ur-deutsche Spieler wie Jérôme Boateng, Shkodran Mustafi, Karim Bellarabi, Emre Can, Gonzalo Castro, Mario Gómez, İlkay Gündoğan, Lewis Holtby, Miroslav Klose, Kevin Kurányi, Oliver Neuville, David Odonkor, Patrick Owomoyela, Mesut Özil, Lukas Podolski, Marc-André ter Stegen.

      Der EUR wurde nicht beerdigt, die EU ist kein größeres „Monstrum“ als die USA oder andere Wirtschafts- und Staatenzusammenschlüsse.

  4. Ich verstehe schon richtig?
    Man schießt willkürlich auf Verdacht ein paar Raketen auf Syrien ab, provoziert damit in der Konsequenz Russland ein wenig, vollführt Drohgebärden vor der asiatischen Ostküste, provoziert damit China ein wenig, steht knapp vor dem eigenen Staatsbankrott und macht erst einmal 14 Tage Urlaub???
    Derweil darf das rotblonde Muppets-Monster weiterhin unkontrolliert Dreck in die Welt hinauszwitschern, und dann schau ma moi, dann sehn’g ma scho 😉

    Zu Tesla (wertvollster Automobilhersteller): Wie viele Autos haben die bisher produziert und verkauft? Sind sie schon im 5-stelligen Bereich? 😉 Bei wie vielen gab es Pannen und tödliche Unfälle?

    Ggf. sollte man einigen Permabullen und Super-Spezial-Analysten an den Börsen mindestens 14 (besser 140) Tage Urlaub verordnen, denn langsam wird das Ganze skurril.

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  6. Die EU ist noch nicht mal in der Lage ihre Außengrenzen zu sichern.
    Militärisch ohne Nato eine Lachnummer. Politisch keine klare Führung.
    Alles und doch Nichts.Heute So Morgen So ,auch in der Wirtschaft.
    Das Volk wählt die Regierung und bestimmt über Verbleib oder Austritt
    aus EU oder Euro. Durch den Austritt GB kann die EU nur geschwächt werden.
    Hat GB durch den Austritt Schwierigkeiten hat die EU sie erst recht. Steht GB
    nach dem Austritt besser da, wird es Nachahmer geben.

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