Folgen Sie uns

Aktien

Absturz des Tages: Erneuter Crash bei TecDax-Aktie Dialog Semiconductor

Wenn man kein Glück hat, kommt meist auch noch Pech dazu! Jene legendäre Weisheit des ehemaligen Fußball-Profis Jürgen Wegmann gilt derzeit vor allem für die Aktionäre des im TecDax gelisteten Unternehmens Dialog Semiconductor. Die Aktie von Dialog verlor schon letzten Donnerstag massiv, heute geht die Talfahrt weiter, weil das Unternehmen die Befürchtungen des Marktes indirekt bestätigte..

Redaktion

Veröffentlicht

am

FMW-Redaktion

Wenn man kein Glück hat, kommt meist auch noch Pech dazu! Jene legendäre Weisheit des ehemaligen Fußball-Profis Jürgen Wegmann gilt derzeit vor allem für die Aktionäre des im TecDax gelisteten Unternehmens Dialog Semiconductor, das sein operatives Geschäft vom britischen Reading aus betreibt, jedoch seinen Hauptverwaltungssitz in Deutschland hat. Dialog Semiconductor liefert sogenannte „power chips“ an Apple, die, grob gesagt, die Batterie sowie den Energieverbrauch vor allem bei Apple-Produkten steuern. Da Apple vor allem das iPhone ist und Dialog Semiconductor diese „power chips“ exklusiv an Apple liefert, waren die letzten Jahre für Dialog Semiconductor eine Erfolgsgeschichte mit starken Umsatzanstiegen (+78% in fünf Jahren; siehe dazu unseren Artikel „Absturz des Tages: Dialog Semiconductor nach Liebensentzug durch Apple“).

Bereits letzten Donnerstag war die Aktie von Dialog Semiconductor heftig gefallen – nach einem Bericht des japanischen Wirtschaftmagazins „Nikkei“, wonach Apple diese „power chips“ nun teilweise selbst herstellen wolle. Da Dialog ca. dreiviertel seiner Umsätze mit Apple erzielte, war das eine bedrohliche Nachricht, daher der Kurssturz der Aktie am letzten Donnerstag.

Heute geht der Crash weiter, die Aktie verliert derzeit gut -16%, war jedoch sogar schon tiefer im Minus. Der Grund: Dialog Semiconductor hat faktisch den Bericht von „Nikkei“ bestätigt, wonach die Kalifornier diese Chips selbst entwickeln wollen, wie es in einer Pressemitteilung heißt:

„Although Dialog expects to remain Apple’s main supplier of PMIC designs, Dialog recognizes Apple has the resources and capability to internally design a PMIC and could potentially do so in the next few years. Dialog does not have reason to believe its current expectations of 2018 Apple business would be impacted by such potential actions by Apple.“

Da ist in einer vermeintlich beruhigenden Aussage Beunruhigendes verpackt: man erwarte nicht, dass das Ganze schon 2018 Ergebnis-relevant werde – aber nach 2018 eben schon, so muß man das Statetement von Dialog wohl lesen. Klar ist: Apple wird Zeit brauchen, bis man in der Lage ist, diese „power chips“ selbst herzustellen. Aber kaum jemand zweifelt, dass die Kalifornier das früher oder später schaffen. Und: wenn sie es schaffen, werden sie perspektivisch auch in der Lage sein, die erforderlichen Stückzahlen selbst herzustellen – und damit wäre eben Dialog faktisch aus dem Rennen. Und damit 74% der derzeitigen Umsätze!

Und so setzt sich der Abverkauf des einstigen Highflyers Dialog Smeiconductor ungebremst fort! Im November noch stand die Aktie im Bereich 44 Euro, derzeit sind es nur noch 26:

In einer heute Vormittag gehaltenen Telefonkonferenz versuchte Dialog-CEO Jalal Bagherli die Investoren und Analysten zu beruhigen: „Wir sehen derzeit keine Änderung unserer Gerschäftsbeziehung zu Apple“, so der CEO. Aber für 2019 wagte Bagherli keine Prognose, diese könne er erst nach dem erste Quartal 2018 geben..

Hier klicken und kommentieren

Hinterlassen Sie eine Antwort

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

ACHTUNG: Wenn Sie den Kommentar abschicken stimmen Sie der Speicherung Ihrer Daten zur Verwendung der Kommentarfunktion zu.
Weitere Information finden Sie in unserer Zur Datenschutzerklärung

Aktien

Deutsche Bank-Quartalszahlen: Erwartungen übertroffen

Claudio Kummerfeld

Veröffentlicht

am

Die Deutsche Bank-Hochhäuser in Frankfurt

Die Deutsche Bank hat ihre Quartalszahlen veröffentlicht. Hier die wichtigsten Kennzahlen.

Der Ertrag (Umsatz) liegt bei 5,94 Milliarden Euro (Vorjahresquartal 5,26).

Der Gewinn nach Steuern liegt bei 309 Millionen Euro (Vorjahresquartal -832). Der den Aktionären letztlich zuzurechnende Gewinn liegt bei 182 Millionen Euro (Vorjahr -942 Millionen Euro). Für heute waren auch negative Zahlen erwartet worden.

Die harte Kernkapitalquote sinkt leicht von 13,4 Prozent auf 13,3 Prozent.

Die Deutsche Bank-Aktie notiert mit +2 Prozent.

Finden Sie beim Klick an dieser Stelle den offenen Brief von Deutsche Bank-Chef Christian Sewing an seine Mitarbeiter bezüglich der Quartalszahlen.

Key Facts auszugsweise im Wortlaut von der Deutschen Bank:

Erträge wachsen im Vergleich zum Vorjahr um 13 Prozent auf 5,9 Milliarden Euro

Die Erträge in der Kernbank legten im Vergleich zum Vorjahr um 9 Prozent auf 6,0 Milliarden Euro zu.
Die Erträge in der Investmentbank stiegen um 43 Prozent auf 2,4 Milliarden Euro.
Die Privatkundenbank war stabil, da ein wachsendes Geschäftsvolumen die negativen Effekte des Niedrigzinsumfelds ausgleichen konnte.
Die Erträge in der Unternehmensbank fielen um 5 Prozent bzw. 2 Prozent ohne Währungseffekte; der Bereich konnte negative Zinseffekte durch Preisanpassungen bei Einlagen teilweise kompensieren.
In der Vermögensverwaltung (Asset Management) stiegen die Erträge um 4 Prozent, die Nettozuflüsse betrugen 11 Milliarden Euro.

Elftes Quartal in Folge mit Fortschritten bei den Kosten

Die zinsunabhängigen Aufwendungen sanken im Jahresvergleich um 10 Prozent auf 5,2 Milliarden Euro.
Die bereinigten Kosten ohne Umbaukosten1 sanken im Jahresvergleich um 10 Prozent auf 4,7 Milliarden Euro, wenn erstattungsfähige Aufwendungen im Zusammenhang mit dem Verkauf des Hedgefonds-Geschäfts nicht berücksichtigt werden.
Die Deutsche Bank liegt weiterhin im Plan, ihr Kostenziel von 19,5 Milliarden Euro für 2020 zu erreichen.

Die Kernbank erzielte im Quartal einen Vorsteuergewinn von 909 Millionen Euro

Der bereinigte Vorsteuergewinn stieg im Vergleich zum Vorjahr um 87 Prozent auf 1,2 Milliarden Euro.
In den ersten neun Monaten betrug der Vorsteuergewinn 2,6 Milliarden Euro; der bereinigte Vorsteuergewinn1 stieg um 40 Prozent auf 3,2 Milliarden Euro.

Grafik zeigt Deutsche Bank-Quartalszahlen im Detail

weiterlesen

Aktien

Markus Koch LIVE vor dem Handelsstart in New York – gute Ergebnisse interessieren nicht

Redaktion

Veröffentlicht

am

Von

Markus Koch meldet sich im folgenden Video LIVE vor dem Handelsstart in New York. Die aktuell reinkommenden Quartalszahlen stehen im Fokus seiner heutigen Aussagen. Dazu kommen die US-Wahlen und die Coronakrise.

weiterlesen

Aktien

Das ist der wahre Beherrscher des Internets – Werbung

Avatar

Veröffentlicht

am

Werbung

Lieber Börsianer,

haben Sie sich eigentlich einmal Gedanken gemacht, woher Sie als Nutzer die Daten und Informationen beziehen, wenn Sie etwa auf der Seite der Amazon oder der Seite von Google surfen? Die landläufige Meinung: Das kommt alles aus der Cloud bzw. einem zentralen Großserver, der irgendwo in den USA steht.

Das ist ein Irrglaube. Tatsächlich beziehen wir als Internet-Nutzer unsere Daten aus einem weltweit aufgespannten Netzwerk sog. CDN-Server (Content Delivery Network). Wenn Sie als Nutzer aus Deutschland eine Suchanfrage auf der Google-Seite starten, wird Ihre Anfrage also nicht erst über den Atlantik geschickt und anschließend zurück. Stattdessen werden die Internet-Nutzer von einem Server versorgt, der sich in räumlicher Nähe befindet.

Andernfalls wäre die Google-Seite unendlich langsam oder würde sogar kollabieren, wenn innerhalb weniger Minuten Millionen Anfragen zur gleichen Zeit eintreffen. So muss der Suchdienst im Durchschnitt pro Tag 3,5 Milliarden Suchanfragen pro Tag abarbeiten. Das schafft kein Cloud-Server der Welt. Hier gilt: Auch das digitale Internet unterliegt physikalischen Grenzen.

Hier schafft ein ausgeklügeltes CDN-System Abhilfe. Es verteilt die Anfragen auf unzählige weltweit installierte Einzelserver und sorgt auf diese Weise für einen Lastenausgleich in den Internetleitungen. Dadurch bleiben die Internetauftritte der Unternehmen komfortabel und schnell.

Daneben schafft das CDN-System Sicherheit einerseits für die Unternehmen als auch für die Nutzer. So ist es heutzutage nahezu ausgeschlossen, dass Hacker etwa die Seite der Amazon, der Zalando oder anderer Endkunden-Unternehmen lahm legen können. Tatsächlich werden schlimmstenfalls durch Hackerangriffe einzelne Server im CDN-System ausgeschaltet. Das System erkennt einen solchen Angriff und leitet den Nutzer sofort auf den nächsten noch aktiven Server weiter.

Damit schafft CDN sog. Redundanzen. Anders formuliert: Die dezentrale Struktur sorgt dafür, dass die Internetversorgung nie gänzlich zusammenbricht. Damit leisten die CDN-Netzwerke einen ganz wichtigen Beitrag für die Stabilität und Verfügbarkeit des Internets. Sie bilden also das Rückgrat des modernen Internets.

Wer betreibt diese Netzwerke?

Ein US-Unternehmen dominiert dieses Marktsegment quasi nach Belieben. Man unterhält weltweit 300.000 CDN-Server und kontrolliert damit in der Spitze bis zu 30 % des täglichen globalen Internetverkehrs. Nahezu alle Software- und Internetunternehmen des Silicon Valley schwören auf die Dienstleistungen dieses US-Unternehmens. Die Kundenkartei umfasst Adressen wie etwa Amazon, Apple, Facebook, Google oder Microsoft. In Europa bedient man Unternehmen wie Daimler, Nestlé, Wienerberger, Voestalpine oder etwa den Autozulieferer Schaeffler, um nur die wenigsten aus der üppigen Kundenkartei der Amerikaner zu nennen.

Vor allem für Unternehmen mit Endkundenkontakt und stark frequentierten Internetauftritten ist CDN absolute Pflicht. Denn die Nutzer springen heute rasch ab, wenn sich ein Seite langsam aufbaut oder sogar minutenlang gar nicht erreichbar ist. Ich kann Ihnen versichern, eine stabile und schnelle…..

Wollen Sie meine komplette Analyse lesen?

weiterlesen

Anmeldestatus

Meist gelesen 7 Tage

Wenn Sie diese Webseite weiter verwenden, stimmen Sie automatisch der Verwendung von Cookies zu. Zur Datenschutzerklärung

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um Ihnen das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn Sie diese Website ohne Änderung Ihrer Cookie-Einstellungen verwenden oder auf "Akzeptieren" klicken, erklären Sie sich damit einverstanden.

Schließen