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Aktienmärkte: Rücksetzer kaufen – oder Rallys verkaufen? Marktgeflüster (Video)

Markus Fugmann

Veröffentlicht

am

Die Aktienmärkte heute mit einer geradezu historischen Rally – der Dax steigt um 10% und damit so stark wie seit der Finanzkrise 2008 nicht mehr! Soll man nun Rücksetzer kaufen, weil die Trendwende geschafft ist? Oder sind die Aktienmärkte längst in einem Bärenmarkt, sodass man die Rallys verkaufen sollte? Vorab: In echten Bullenmärkten gibt es keine Anstiege von 10% – das gibt es nur in Bärenmärkten. Daher spricht die heutige Rally gerade dafür, dass wir es mit einem Bärenmarkt zu tun haben, eben mit einer Bärenmarkt-Rally! Die Bullen argumentieren: die Liquiditätsflut wird die Finanzmärkte endgültig von der Realwirtschaft abkoppeln. Die Bären sagen: das Coronavirus wird die Logik der vergangenen Jahre ad absurdum führen – es wird zu einer überfälligen Wieder-Annäherung der zu weit von der Realwirtschaft enteilten Finanzmärkte an die (deprimierende) Realwirtschaft kommen. Wahrscheinlich haben die Bären Recht..

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7 Kommentare

7 Comments

  1. Avatar

    Geldscheisser

    24. März 2020 20:08 at 20:08

    Es ist verheerend ,dass es so naive Leute gibt, die meinen die Finanzwelt könne sich von der Realwirtschaft abkoppeln. Im Ursprung war der Tauschhandel Waare gegen Waare. Zur Vereinfachung hat man Papiergeld kreiert , das aber immer mit einem Gegenwert hinterlegt war. Die Finanzindustrie war somit nur eine Hilfsindustrie. Mit dem Drucken von Geld ohne hinterlegten Wert hat man in den letzten Jahren den grössten Selbsbetrug begangen u.die Finanzindustrie immer wichtiger gemacht.Jetzt in der Krise wird ersichtlich was im Leben wichtig ist u.was nicht. ( Versorgung, Handwerk, Pflege, Transport)
    P.S. Interessant der Beitrag von heute von @ Mike on . ( Diskussion Lehrer Schüler über Gelddrucken)

  2. Avatar

    Topf-Trader

    24. März 2020 21:03 at 21:03

    Das war eine Rakete heute! Bravo DAXI!
    Long’s zu 2/3 abgestoßen, Stopp auf 9350 nachgezogen. Mal schauen, wie lange das Kätzchen noch zappelt 😁

  3. Avatar

    Marco Polanzke

    24. März 2020 23:03 at 23:03

    Der DAX war im Vergleich zu den amerikanischen Indizes relativ moderat bewertet. Allerdings kommt geht das Geld für den DAX aus in USA.

  4. Avatar

    Lausi

    24. März 2020 23:29 at 23:29

    Das momentane Geschehen an den Finanzmärkten erinnert mich irgendwie an den Film „The Perfect Storm“. Da kann man viele Gleichnisse finden. Mal sehen, ob die Chose dann auch so enden wird wie im Film: Kurz vor dem Schlussakt, nach einer endlosen Rackerei, gibt es noch einen kleinen, kurzen Hoffnungsschimmer, und dann kommt die Riesenwelle vor der man vollkommen chancenlos ist, und die alles unter sich begräbt. Genau so stelle ich mir das Ende vor…

  5. Avatar

    Hinterfrager

    24. März 2020 23:31 at 23:31

    Lieber Herr Fugmann, danke, gute Analyse!

    (Schein-) Rallyes schließen gerne auch mal die zuletzt gerissenen gaps, doch fundamental sehe auch ich nicht den entscheidenden game changer. Verantwortungslose Angelsachsen in höchsten Positionen haben noch immer nicht ansatzweise den Ernst der Lage erkannt und die Realwirtschaft schmiert unter der normativen Kraft des (aktuell) Faktischen ab. Da hilft kein Schönbeten, da helfen keine Verdrehungen der Realität, denn es gibt keine „alternativen Fakten“! Corona macht ehrlich…

    Kurz- bis mittelfristig sehe ich ebenfalls lediglich Bärenmarkt-Rallies und dead cat bounces. Erst wenn diese exogene Gesundheitskrise bei den Marktprotagonisten als sicht- und hörbar überwunden akzeptiert ist, sind nachhaltig steigende Kurse wieder vorstellbar.

    • Avatar

      Dreamtimer

      25. März 2020 05:18 at 05:18

      „Erst wenn diese exogene Gesundheitskrise bei den Marktprotagonisten als sicht- und hörbar überwunden akzeptiert ist, sind nachhaltig steigende Kurse wieder vorstellbar.“

      So wie beim Größten Deal aller Zeiten im vergangenen Jahr, wo die „Hoffnung auf Einigung im Handelsstreit zwischen USA und China“ die Kurse Monat um Monat von einem Allzeithoch zum nächsten transportierten?

      Ich vermute, die Zahl der Corona-Neuinfektionen übernimmt jetzt diese Geschichte. Nimmt sie leicht ab, dann freuen sich die Märkte und erholen sich, nimmt sie wieder zu, dann gibt es auch mal kurze Rücksetzer.

      Die Abkopplung von der Realtwirtschaft kann man beliebig weit treiben. An der Spitze liegen derzeit die Kryptos, die komplett frei drehen.

      Man sollte sich davor hüten, zuviel Vernunft in die Märkte hineinzuinterpretieren.

  6. Avatar

    Hesterbär

    25. März 2020 00:51 at 00:51

    Ich stimme Herrn Fugmann voll und ganz zu. Es war eine Bärenmarktrally der Extraklasse,

    Das Schlimmste haben die Aktienmärkte noch vor sich. Die Kettenreaktionen, die die Krise alle auslösen wird, sind gerade mal im Anfangsstadium. Sie werden erst in den nächsten Monaten so richtig durchschlagen und dann kommt Panik auf. Wir sind noch nicht im Rette-sich-wer-kann-Modus. Der kommt erst noch.

    Jetzt war ich einen Tag Bulle und ich hatte eine schöne Zeit. Aber jetzt zieht es mich doch wieder zurück ins Bärenlager.

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Aktienmärkte: Ganz normale Exzesse! Marktgeflüster (Video)

Derzeit herrscht das Gefühl vor, dass die Aktienmärkte nur steigen können. auffallend sind derzeit besonders die Exzesse im Options-Bereich!

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Trump droht mit einem Veto gegen alle Stimulus-Maßnahmen und eröffnet damit zwei Szenarien, die für die Aktienmärkte beide ungünstig sind!

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Der Dax ist wieder erkennbar schwächer als die großen Indizes der Wall Street: während der deutsche Leitindex noch nicht einmal den Stand kurz vor dem Corona-Crash erreicht hat, steigen S&P 500 und Nasdaq auf neue Allzeithochs. Bereits gestern liefen die Tech-Werte besser als die „Corona-Verlierer“, die ab 09.November (Meldung von Pfizer) so stark steigen konnten – heute setzt sich dieses Muster weiter fort. Ist die Rotation damit schon wieder vorbei, weil der Glaube an eine schnelle Wiederauferstehung von Value-Aktien schwindet? Der Dax jedenfalls tut sich schwer im Bereich der 13400er-Marke – langsam muß der Ausbruch auf der Oberseite erfolgen, denn was nicht steigt, tendiert dann zu fallen. Ist es der starke Euro, der bremst?

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