Folgen Sie uns

Gold/Silber

Goldpreis in Euro notiert schon wieder nahe Allzeithoch

Hannes Zipfel

Veröffentlicht

am

Goldbarren Beispielfoto

In Euro gerechnet kratzt der Goldpreis bereits wieder an seinen Höchstständen, und das aus gutem Grund: Mit der Aufgabe der Stabilitäts-Kriterien in der Eurozone und den totalen Notenbank-Bazookas weltweit erlebt der älteste Vermögenswert der Welt eine Renaissance. Mit den Maßnahmen von Notenbanken und Regierungen geht ein nochmaliger Verschuldungsschub einher. Gold schützt vor den daraus resultierenden Gegenparteirisiken.

Der Goldpreis in Euro notiert nur noch knapp unter seinen Höchstständen

Mit aktuell ca. 1.496 Euro pro Unze notiert der Goldpreis in der Gemeinschaftswährung nur noch gut zwei Prozent unter dem bislang höchsten Tagesschlusskurs vom 24. Februar bei 1.528 Euro pro Unze. Damit konnte der Goldpreis auf Schlusskursbasis vom Tief am 16. März bei 1.355 EUR/Unze aus gerechnet seine Verluste zum Hochpunkt in nur sechs Handelstagen nahezu komplett wieder wettmachen.

Kursverlauf für Goldpreis in Euro

Wie robust sich der Goldpreis in der Liquiditätskrise der letzten Wochen gehalten hat, kann man auch am Vergleich mit den Preisveränderungen der globalen Aktienmärkte ablesen: Der mit physischem Gold gedeckte Xetra Gold Fonds kann auf Jahresbasis eine Nachsteuerrendite von 23,8 Prozent vorweisen (Gewinne sind bei Anlagegold nach 12 Monaten und 1 Tag steuerfrei). Im Vergleich dazu erwirtschaftete der den MSCI World nachbildende ETF des Anbieters iShares einen Verlust von 17,9 Prozent (Quelle: justETF):

Der Goldpreis steigt - hier im Chart Xetra Gold vs iShares MSCI World

Goldpreis profitiert vom nicht vorhandenem Gegenparteirisiko

Die Präsidentin der Europäischen Zentralbank (EZB), Christine Lagarde, kommentierte die Aufstockung des bereits laufenden Anleihekaufprogramms um 750 Mrd. Euro sowie die Aufweichung der Bonitätsanforderungen an die gekauften Papiere mit folgender Floskel: „Außergewöhnliche Zeiten erfordern außergewöhnliches Handeln“. Doch im Falle der geldschöpfenden Zentralbanken gehen mit außergewöhnlichem Handeln in diesem Fall auch außergewöhnliche Risiken einher. Denn als Kreditgeber der letzten Instanz erzeugt die EZB durch ihre Billigkreditschwemme noch mehr Verschuldung bei Staaten, Unternehmen und privaten Haushalten.

Damit steigt automatisch das sogenannte Gegenparteirisiko bei den Schuldpapieren an, aber auch bei Aktien hoch verschuldeter Unternehmen und Hypothekenschuldnern, was auch den Immobilienmarkt tangiert. Daraus ergeben sich für den Goldpreis zwei Vorteile: Zum einen ist der Wert des Goldes intrinsischer Natur und nicht abhängig von der Fähigkeit Dritter, Zins-, Tilgungs- oder Mietzahlungen zu tätigen. Zum anderen fällt der Zinsnachteil gegenüber Währungen, wie zum Beispiel dem Euro, komplett weg.

Starke Nachfrage nach physischem Gold – Nachschub stockt

Aufgrund der großen Nachfrage und der gestörten Lieferketten verlangen Einzelhändler aktuell bis zu 30 Prozent Aufschlag auf Goldmünzen im Vergleich zum Spot-Preis. Die Engpässe reichen dabei von den verringerten Förderkapazitäten der Minengesellschaften, über Engpässe in den weltweit führenden Raffinerien in der Schweiz, bis hin zur teilweisen Unterbrechung der Lieferkette durch eine deutliche Limitierung der Werttransporte. Circa 70 Prozent des weltweit geförderten Goldes wird in der Schweiz weiterverarbeitet und anschließend exportiert.

Große staatliche Münzprägeanstalten, wie zum Beispiel die Kanadas, Australiens und Südafrikas haben ihren Betrieb bereits eingestellt oder stehen kurz davor. Anhand der Verkaufszahlen der aktuell noch operativ tätigen United States Mint kann man die Nachfrageexplosion der letzten Tage und Wochen sehr gut nachvollziehen. Es ist sogar möglich, dass die Verkäufe von Goldmünzen im März dieses Jahres die aus der Finanzkrise (März 2009) sogar noch toppen.

US Mint Verkäufe bei Gold

Terminmarkt bekommt den Stress zu spüren

Aufgrund der hohen Aufschläge verlagert sich die Nachfrage nun in Richtung physisch gedeckter Gold-ETF mit Zugriff auf die Lagerbestände der Terminbörse COMEX. Zeitweise notierte der Goldpreis am Terminmarkt zur Lieferung im April 70 US-Dollar pro Unze über dem Spot-Preis. Aktuell muss man am Terminmarkt für das im April zur Lieferung anstehende Gold 1.650 US$/Unze bezahlen. Einige Analysten gehen noch in diesem Jahr von dem Erreichen neuer Rekorde beim Goldpreis in US-Dollar aus. Gleichzeitig erholen sich die Minenaktien sehr stark, da bei physischer Knappheit und derart hohen Aufschlägen ein Investment in das Gold, das noch im Boden liegt, durchaus Sinn. Zumal die Goldminenaktien zuvor massiv abgestraft wurden. Dabei zählt die Minenindustrie zu den privilegierten Branchen, die die Produktion nach dem Ende der Corona-Krise tatsächlich nachholen können.

Fazit und Ausblick

Die Lage am Goldmarkt bleibt stark angespannt. Es zeichnet sich wie in der Finanzkrise eine Knappheit bei bestimmten Goldprodukten ab. Die Produktions- und Lieferketten sind gestört. Dies führt zu hohen Verfügbarkeitsprämien selbst bei gängigen Münzen und Barren. Dabei sehen wir gerade erst den Anfang der weltweiten ökonomischen Folgen der Corona-Krise. Das Gleiche gilt für die Gegenmaßnahmen der Notenbanken und Regierungen. Das Umfeld für den Goldpreis gleicht damit im positiven Sinne einem perfekten Sturm.

Neue Rekorde beim Goldpreis in Euro rücken sehr zügig wieder in greifbare Nähe. Der liquiditätsbedingte Kurseinbruch konnte durch die noch aggressiveren und schneller durchgeführten Maßnahmen der Geld- und Fiskalpolitik im Vergleich zur Finanzkrise 2008 ff. auch schneller wieder aufgeholt werden. Neue Rekordpreise beim Gold in Euro und US-Dollar noch in diesem Jahr sind keine Utopie, ebenso wenig wie eine anhaltende Outperformance gegenüber anderen Anlageklassen.

Ein Kommentar

Ein Kommentar

  1. Pingback: Goldpreis in Euro notiert schon wieder nahe Allzeithoch - finanzmarktwelt.de - Counternet News

Hinterlassen Sie eine Antwort

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

ACHTUNG: Wenn Sie den Kommentar abschicken stimmen Sie der Speicherung Ihrer Daten zur Verwendung der Kommentarfunktion zu.
Weitere Information finden Sie in unserer Zur Datenschutzerklärung

Gold/Silber

Dax & Wall Street: Korrektur in Pause oder schon vorbei? Gold & Silber vor Kursexplosion?

Rüdiger Born

Veröffentlicht

am

Der Dax und die Wall Street sind nicht in bester Verfassung, immerhin ging es die letzten Tage mehrheitlich und stärker nach unten als gen Himmel. Doch reicht es nicht langsam mit der Korrektur? Tatsächlich scheint sich jedenfalls die Abwärtsbewegung langsam abzuschwächen, was die ersten Optimisten auf den Plan ruft. Doch wie wahrscheinlich ist es denn, dass das Tief schon gefunden ist? Auch noch eine ganz andere Variante scheint hier möglich und würde geradezu perfekt in das Umfeld vor der Präsidentschaftswahl in den USA passen.

Mehr Infos zu meiner Person finden Sie hier. Wollen Sie meine täglichen Analysen im „Trade des Tages“ erhalten? Dieses Angebot ist für Sie völlig kostenfrei! Melden Sie sich dafür einfach hier an.

Gold und Silber sind und bleiben Parademärkte und werden gerade in diesen sehr eigenartigen Zeiten als echte Alternativen gehandelt. Doch jüngst waren beide Edelmetalle eher schwach. Hat das was zu bedeuten oder steht eine Kursexplosion an? Tatsächlich sprechen nun einige Indizien eine klare Sprache und lassen schon bald auf mehr hoffen. Zeit also, einen genaueren Blick zu wagen, um sich rechtzeitig in Position zu bringen.

weiterlesen

Gold/Silber

Gold: Laut ZEIT-Autor der „Reichsbürger“ der Geldanlage – Gegenrede!

Claudio Kummerfeld

Veröffentlicht

am

Gold Barren

Vorgestern veröffentlichte der ZEIT-Redakteur Mark Schieritz einen Artikel mit dem Titel „In die Tonne mit dem nutzlosen Zeug“. Damit meint er Gold. Niemand brauche das Edelmetall. Es sei nutzlos, und schädlich. Im Tweet zu seinem Artikel schreibt er sogar als Headline „Gold ist der Reichsbürger der Geldanlage“. Alleine schon mit so einer Aussage hätte sich der Artikel von vornherein für eine ernsthafte Diskussion disqualifiziert, so meine ich!

Gold der Reichsbürger der Geldanlage?

Aber gut. Vielleicht bot der Artikel inhaltlich doch gute Argumente gegen Gold? Mark Schieritz schlägt im Artikel vor, dass das für Ketten, Ringe oder Armreife bereits geförderte Gold weiterverwendet werden dürfe. Der Handel mit Barren oder Münzen hingegen solle verboten werden. Es gebe auf der Welt Probleme genug. Seine konkreten Argumente gegen Gold: Es zerstöre die Umwelt und bringe kaum Rendite. Es gehöre aus dem Verkehr gezogen, wie Asbest, Quecksilber oder Fluorchlorkohlenwasserstoffe. Gold sei das vielleicht nutzloseste Metall der Welt. Es sei zu weich für Brückenkonstruktionen oder Fahrzeugkarosserien. Es sei zu schwer für Gegenstände des täglichen Bedarfs. Als Währung habe es praktisch ausgedient. Es gehe um Umweltschweinereien und Kinderarbeit in Goldminen. Na ja, wenn man schon mal auf die Arbeitsbedingungen beim Goldabbau eingehe… hat sich der Autor auch schon mal gefragt, wie die Bestandteile in seinem eigenen Smartphone da geschürft wurden, oder wer seine Hose wie produziert hat usw? Man könnte dieses Thema endlos fortsetzen.

Tja, und was noch? Laut Mark Schieritz sei in allen Industrienationen das Geld nicht mehr wie früher an Edelmetalle gekoppelt, sondern allein durch die Menge der umlaufenden Güter gedeckt. Da möchten wir Kleingeistigen von FMW doch ganz klar widersprechen. Wenn man bedenkt, wie sich das Geld seit Jahren und vor allem im Jahr 2020 dank Notenbank-Druckorgien explosionsartig vermehrt, dann kann man derzeit wohl nicht davon ausgehen, dass sich auch das Volumen der umlaufenden Güter eben so schnell vermehrt, oder dass die gesamte Wirtschaftsleistung so schnell ansteigt die die Menge gedruckten Geldes. Die Bilanz der US-Notenbank Federal Reserve zum Beispiel ist seit Anfang des Jahres von 4 auf 7 Billionen US-Dollar angestiegen, also 75 Prozent in neun Monaten. Die Bilanz der EZB stieg von 4,7 auf 6,4 Billionen Euro. Die Geldmengen wachsen auch deutlich an. Kann Herr Schieritz aufzeigen, dass die Menge der umlaufenden Güter ebenso explosionsartig ansteigt, zur Deckung von Papiergeld? Nein, er hat diese Aussage einfach so niedergeschrieben. Es ist derzeit doch mehr als offensichtlich, dass die Notenbanken aus dem Nichts Geld drucken, das durch gar nichts gedeckt ist!

Seit Jahrtausenden vertraut die Menschheit auf eine einzige Währung, auf einen Sachwert, als ultimative Festung gegen Unsicherheit, Inflation uvm. Gold hat sich weltweit als Fluchtort durchgesetzt, da konnte kommen was wollte. Wer vor einer Währungsreform Gold besaß, hatte auch danach noch einen Vermögensgegenstand, der ihm einen neuen Anfang erlaubte. Wer zwar etwas Geld hatte, aber nicht genug um eine Immobilie zu kaufen – der konnte Gold kaufen! Und wem Aktien zu unsicher sind, zu spekulativ, der kaufte und kauft auch heute Gold. Auch wenn der Goldpreis Schwankungen unterliegt. Der Mensch sieht in diesem Edelmetall einen letzten Fluchthafen, aber nicht in einer Papiergeldwährung, die einfach unbegrenzt weiter vermehrt werden kann.

Darf man den ZEIT-Autor Mark Schieritz als Vertreter der Modern Money Theory (MMT) ansehen? Papiergeld ist echtes Geld, Gold ist nichts? Papiergeld ist durch Notenbank, Staaten und die reale Wirtschaft gedeckt, von daher ist doch alles in bester Ordnung? Nein, das kann man ganz anders sehen! Man kann Gold nicht essen, darauf weißt Mark Schieritz in seinem Artikel richtigerweise hin. Aber bei einer Inflation oder Hyperinflation, kann man sich dann von einer Schubkarre voll Papiergeld ein Brot kaufen? Oder kann man Papiergeld essen?

Gold als Fluchtmöglichkeit des Bürgers vor dem Papiergeld- und Bankensystem

Wichtig ist Folgendes: Wer so aktiv das Verbot von Gold fordert, der verdammt den Anleger, der zu wenig Geld für Immobilien hat und dem Aktien zu riskant sind, dazu sein Geld zur Bank zu bringen und auf dem Sparbuch zu parken. Er zwingt den Anleger de facto sich dem Bankensystem auszuliefern. Und was schon gleich einen Hauch von Verschwörungstheorie hat, ist ein reales Problem. Haben die Anleger, die zukünftig (ginge es nach Mark Schieritz) kein Gold mehr kaufen dürften, ihr Geld zur Bank getragen, und es gibt eine systemische Bankenkrise – was dann?

Laut neuen EU-Regularien, die nach der Finanzkrise etabliert wurden, müssen die Banken ihre Gläubiger (also auch und vor allem die Sparer) an der Banksanierung beteiligen, damit die Steuerzahler nicht einspringen müssen. Anleger-Gelder über 100.000 Euro wären dann verloren. Und darunter würden theoretisch die Einlagensicherungssysteme der Banken haften, und die Einleger entschädigen. Theoretisch. Für einen kleinen Bank-Kollaps reichen die in den Einlangesicherungstöpfen zurückgelegten Gelder aus. Aber bei einem echten Systemcrash (und der war schon 2008 nicht ausgeschlossen) wären die Probleme der Banken so groß, dass kein noch so gut gefüllter Einlagensicherungsfonds die Einlagen der Sparer retten könnte. Es gäbe dann nur zwei Alternativen. Entweder die Steuerzahler retten das Gesamtsystem, oder die Einleger verlieren ihre Gelder. So würde die Welt ohne Gold aussehen.

Und hätten die Anleger kein Gold, sondern nur Anleihen, Sparguthaben etc, wo bliebe dann bitte der Inflationsschutz? Gibt es eine kräftige Inflation, bei der sich die Staaten wunderbar entschulden können, würden gleichzeitig die Ersparnisse der Bürger entwertet. Der dann gleichzeitig steigende Goldpreis wäre ein Gegengewicht zur Geldentwertung. Aber nein, dieser Weg bliebe dem Anleger  ja verwehrt. Das bedeutet faktisch eine massive Einschränkung von Freiheits-Rechten – erstaunlich, dass die vermeintlich liberale „Zeit“ hier offenkundig einer anti-liberalen Haltung das Wort redet!

Man kann beiden Aussagen von Mark Schieritz fast den Eindruck gewinnen, dass es ihm regelrecht ein Dorn im Auge ist, dass es derzeit für Anleger mit Gold die Möglichkeit besteht dem Papiergeldsystem zu entkommen. Gold verdanke laut Mark Schieritz seinen Ruf als lukratives Investitionsobjekt vor allem einer skrupellosen „Goldmafia“, zu der auch Degussa-Chef Markus Krall gehöre. Vor der Geburt von Markus Krall und den anderen Mafiosi hatte Gold also folglich noch keinen guten Ruf? Jede Menge Panikmache, Verschwörungstheorien und rechtspopulistische Sprüche, welche die Stimmung für Gold anheizen – so darf man die Vorwürfe von Mark Schieritz zusammenfassen. Auch wenn seit Jahren und Monaten einige Aussagen von Markus Krall und die Tonlage kritisch betrachten kann, so darf man wohl doch sagen: Notenbanken weltweit kaufen immer mehr Gold. Sind diese Notenbanker etwa der „Panikmache der Goldmafia“ erlegen? Ein Nutzer merkt zum Gold/Reichsbürger-Vergleich an, dass dann ja wohl auch Türken, Inder, Chinesen auch Reichsbürger seien. Damit ist gemeint, dass in diesen Ländern die Nachfrage nach Gold sehr groß ist.

Abseits jeglicher politischer Haltung, abseits aller wirtschaftlicher Sichtweisen und PRO/CONTRA-Argumente. Ein Twitter-Nutzer bringt es mit seine Kommentar auch gut auf den Punkt. Warum dürften Menschen nicht einfach frei sein sich Edelmetalle zu kaufen? Einfach das zu kaufen, was sie wollen? Er verstehe diese unaufgeklärte Geisteshaltung (von Mark Schieritz) nicht.

Kommt nach Gold-Verbot das Zucker-Verbot?

Spielen wir mal das Szenario durch. Die Sichtweise von Mark Schieritz würde sich durchsetzen. Das „nutzlose“, „umweltschädliche“ und völlig überflüssige Gold würde verboten werden. Was wäre als Nächstes dran? Man könnte zum Beispiel auch Zucker verbieten. Ansätze zu solchen Ideen fliegen ja immer wieder mal durch Politik und Medien. Und ja, warum auch nicht? Zucker macht dick, Zucker ist nutzlos, Zucker kostet die Gesundheitssysteme gigantische Summen. Und der Geschmack in Getränken und Speisen, der durch Zucker erzeugt wird – der ist doch auch überflüssig – man kann schließlich auch Leitungswasser trinken und Kekse und Schokolade ohne Geschmack essen? Welches Verbot nehmen wir uns als Nächstes vor?

Weitere Twitter-Kommentare

Wenn man sich unter dem Artikel-Tweet von Mark Schieritz zum Aufruf der Gold-Abschaffung die Nutzerkommentare durchliest, dann sieht man eine klare Lagerbildung. Gefühlt 99,99 Prozent der Kommentatoren sind ganz klar gegen die Thesen von Mark Schieritz. Bei der Durchsicht fanden wir 1 Pro-Kommentator (wir bitten um Verzeihung, falls wir andere positive Kommentare übersehen haben sollten). De facto aller Kommentatoren stehen dem Machwerk des Herrn Schieritz fassungslos gegenüber, und überschütten ihn mit zahlreichen stichhaltigen Argumenten pro Gold.

Der Bestsellerautor Marc Friedrich (den zahlreiche große Medien nur zu gerne in die Ecke der Crashpropheten, Schwarzseher, und Panikmacher stellen), antwortet auf den Tweet von Mark Schieritz, dass Gold Geld sei und es bleiben werde. Den Schaden den ungedecktes Fiatgeld anrichte, werde man in Geschichtsbüchern nachlesen können. Alle Notenbanken der Welt besitzen Gold und kaufen es, und das obwohl wir kein goldgedecktes Geldsystem mehr haben. Mark Schieritz betreibe pures Framing und Nudging, so Marc Friedrich. Der von Mark Schieritz auch scharf angegriffene Markus Krall hat auf diesen Artikel mit einigen sehr klaren, sehr scharfkantigen Tweets reagiert, die vom Vokabular her unserer Meinung teilweise zu weit gehen, auch wenn sie scherzhaft oder satirisch gemeint sein sollten. Hier ein Beispiel:

Mark Schieritz scheint sicher zu sein, dass er im Recht ist. All die Menschen die Gold kaufen als Flucht vor Inflationsgefahr, als Flucht vor einem potenziell kaputten Finanzsystem, das sind Verwirrte, Reichsbürger und Sonstiges? Und ihre Meinung muss man eh nicht ernst nehmen, weil man selbst die Weisheit mit Löffeln gefressen hat? Wenn gefühlt alle Kommentatoren auf den eigenen Tweet die gegenteilige Meinung einnehmen, dann interessiert das nicht. Alles unqualifizierte Aussagen? All das kann man aus folgendem Tweet herauslesen, den der Autor einen Tag nach seinem Artikel postete:

Aber jetzt mal weg von Mark Schieritz und seiner Verbotsforderung für Gold. Diese Woche ist der Goldpreis doch deutlich gefallen. Im größeren Bild hat Hannes Zipfel jüngst Gründe aufgezeigt, warum der Goldpreis doch weiter ansteigen könnte. Beim Klick an dieser Stelle geht es zu seinem Artikel.

weiterlesen

Gold/Silber

Rüdiger Born: Fallende Indizes – was geht da noch? Silber als Idee

Rüdiger Born

Veröffentlicht

am

Die Indizes tendieren gen Süden. Was ist da für Trader machbar so kurz vor dem Wochenende? Das schaue ich mir im folgenden Video auch, wie auch Tradingchancen im Silber. Wollen Sie meine täglichen Analysen im „Trade des Tages“ erhalten? Dieses Angebot ist für Sie völlig kostenfrei! Melden Sie sich dafür einfach hier an.

weiterlesen

Anmeldestatus

Meist gelesen 7 Tage

Wenn Sie diese Webseite weiter verwenden, stimmen Sie automatisch der Verwendung von Cookies zu. Zur Datenschutzerklärung

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um Ihnen das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn Sie diese Website ohne Änderung Ihrer Cookie-Einstellungen verwenden oder auf "Akzeptieren" klicken, erklären Sie sich damit einverstanden.

Schließen