Gold/Silber

Aktuell: Warum der Goldpreis jetzt noch weiter fällt

Ein Barren Gold

Der Goldpreis ist seit vorgestern am Fallen wegen der erneuten Nominierung von Jerome Powell als Chef der Federal Reserve. Damit bleibt die Geldpolitik wie bereits angedacht – ab Sommer 2022 beginnen in den USA wohl die Zinsanhebungen. Dementsprechend fällt Gold seitdem von 1.840 Dollar bis vorhin auf 1.786 Dollar. Jetzt fällt der Goldpreis weiter auf vorhin 1.778 Dollar im Tief.

Denn im gleichen Atemzug zum Verlust im Goldpreis sind seit vorgestern die Renditen für US-Staatsanleihen wie auch der US-Dollar angestiegen – dies ist eine Vorwegnahme der steigenden Attraktivität von Zinsanlagen im Dollar-Raum. Deswegen wird das zinslose Gold weniger attraktiv, was auch sofort eingepreist wird. Heute seit 14:30 Uhr setzt sich dieser Trend fort, weil die wöchentlich vermeldeten Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe in den USA eine starke US-Konjunktur aufzeigen. Mit nur 199.000 neuen Anträgen liegt man deutlich unterhalb der Erwartungen von 260.000. Eine noch stärkere Konjunktur in den USA dürfte die Meinung der Marktteilnehmer nur noch verstärken, dass die Fed nächstes Jahr kräftig an der Zinsschraube drehen wird.

Naeem Aslam, Chief Market Analyst bei Avatrade ist in einem aktuellen Kurzkommentar der Meinung, dass sich die wirtschaftlichen Bedingungen nur verbessert haben, insbesondere die wöchentlichen Anträge auf Arbeitslosenunterstützung in den USA. Dies sei ein starker Grund für die Fed den Zinssatz im nächsten Jahr anzuheben. Und so setzt sich die klare Negativkorrelation von Renditen und US-Dollar auf der einen Seite gegen Gold auf der anderen Seite heute fort. Im TradingView Chart, der bis letzten Freitag zurückreicht, sehen wir seit vorgestern den fallenden Goldpreis als blaue Linie, und die steigenden Rendite für zehnjährige US-Staatsanleihen und den steigenden US-Dollar.

Chart vergleicht fallenden Goldpreis mit steigender Anleiherendite und US-Dollar



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5 Kommentare

  1. Und der zinslose Bitcoin fällt mit😉.

    1. Altcoins steigen rapide.

      1. 7T: BTC -4.55%, ETH: +0.26%, Binance: +4.73%, Tether: +0.09%, Solana: -3.73%, Cardano: -11.19%, XRP: -7.18% …

        Nie zuvor habe ich solche Anstiege gesehen, schon gar nicht bei den Altcoins … Nun ja, die Kryptidioten leben halt in ihrer eigenen Welt.

        Anm.: Ich gebe freimütig zu, dass ich die obigen Zahlen von investing.com habe und der Dienst wird sicherlich zentral gehostet und ist von Freimaurern und Shortsellern unterwandert.

        1. Seit ich das geschrieben habe, ist es noch weiter nach unten gegangen.

          Fairerweise sollte ich erwähnen, dass auch Altcoins dabei sind, die rapide 7T-Anstiege verzeichnen, z.B. Decentraland: +63.26% und Elrond: +47.30%, wobei letztere gestern allerdings wieder um -13.57% nachgab.

          Wer hat noch nicht, wer will noch mal. Steigen Sie ein und schnallen Sie sich an bei einer Reise durch Elrond und Decentraland!

  2. Wie sagte bereits einmal ein FED-Präsident:

    “Ohne Goldstandard gibt es keine Möglichkeit, Ersparnisse vor der Enteignung durch Inflation zu schützen. Dann gibt es kein sicheres Wertaufbewahrungsmittel (…) Die Finanzpolitik des Wohlfahrtsstaates macht es erforderlich, dass es für Vermögende keinen Weg gibt, sich zu schützen. Das ist das schäbige Geheimnis der Wohlfahrtsstaats-Tiraden gegen das Gold. Defizitfinanzierung ist schlichtweg eine Maßnahme zur ‘versteckten’ Enteignung von Vermögen.”
    Alan Greenspan, Fed-Präsident 1987-2006 (Aufsatz “Gold and Economic Freedom”, 1966)

    Ich finde es nahezu humoristisch, dass Sie sich anmassen die Zukunft des Goldpreises zu kennen.

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